Rezension

Eliza Jones – Heart Beat

Kurzbeschreibung
Die junge Geschichtsprofessorin Erin Parker ist in jeder Lebenslage organisiert. Was Männer wollen, darüber weiß sie allerdings nicht das Geringste. Ein großes Manko, wenn man sich den heißesten Typen der gesamten Lehrerschaft angeln möchte. Veränderungen müssen her, und zwar grundlegende. Aus der Not heraus nimmt sie die Hilfe ihres besten Freundes an, ohne zu ahnen, ihren Mr. Right bereits ein Leben lang zu kennen… Cole Stewart weiß, wie Männer ticken, immerhin gehört er derselben Spezies an. Als er von Erins Liebesproblem erfährt, bietet er an, ihr als Berater zur Seite zu stehen, und muss schon bald herausfinden, welch bezaubernde Frau in den biederen Outfits steckt… ~ Quelle

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Meine Meinung
Auf der Suche nach neuen Autoren und Autorinnen, habe ich Eliza Jones entdeckt, deren Debüt „Heart Beat“ mich direkt angesprochen hat. Da das Buch bislang nur positive Kritiken hat, war ich umso mehr gespannt, was ich am Ende von dem Buch halten werde, kann die sehr vielen positiven Stimmen jedoch nicht ganz zustimmen, da mir die Geschichte dafür zu vorhersehbar und stellenweise zu platt war.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Autorin beschreibt die Dinge stellenweise oft sehr nüchtern und beschreibt nicht alles zu ausführlich, sodass man als Leser noch genug Phantasie aufbringen muss, um der Geschichte zu folgen. Dies finde ich persönlich sehr gut, da es stellenweise nichts schlimmeres gibt, als Bücher, die zu detailliert beschrieben werden, sodass man alles bereits auf einem Silbertablett erhält und die Phantasie nicht mehr angeregt wird. Dennoch muss ich sagen, dass die Dialoge stellenweise sehr kitschig und oberflächlich sind, sodass hierbei nicht die größte Freude aufkam. Allgemein sind mir die Figuren zu flach und bringen keine Tiefe mit, die die Geschichte bitter nötig gehabt hätte. Aber dennoch hat Eliza Jones eine gute Geschichte geschaffen, mit der sie sich ihren Platz in der Welt des Chick-Lits mehr als verdient hat.

Erin war mir zwar von Anfang an sympathisch, allerdings ist sie für mich leider alles andere als originell oder einzigartig. Man nimmt eine wunderschöne Frau, lässt diese in unförmiger Kleidung verstecken und dazu erhält sie wenig Selbstbewusstsein und das Gefühl, unterdurchschnittlich zu sein. Dies kennt man jedoch bereits aus zahlreichen anderen Büchern, sodass mich ihre Entwicklung nicht verwundert hat und somit auch nicht überraschen konnte. Ihr bester Freund Cole, den sie bereits aus dem Sandkasten kennt, war mir dafür stellenweise schon zu selbstbewusst. Er ist ein Macho, wie er im Buche steht, der sich nicht binden will, weil er Angst vor großen Gefühlen hat und die Dinge lieber locker angeht. Stellenweise geschehen zwischen Erin und Cole Dinge, die bei mir nur für Kopfschütteln gesorgt haben. Cole möchte ihr helfen, sich mehr wie eine Frau zu fühlen und sorgt dafür, dass sie sich figurbetonter kleidet und mehr aus ihrem Typ macht. An sich ist die Hilfe ja wirklich schön, aber stellenweise kamen dann Sätze wie „Strip für mich“, worauf sie auch noch eingegangen ist, obwohl die Aufgabe ja eigentlich darin bestand, dass sie für einen anderen Mann interessant wird. Diese Entwicklungen passierten mir stellenweise zu selbstverständlich, es wurde nichts hinterfragt und stellenweise kam mir Erin dadurch wie Coles Marionette vor, was mich nicht wirklich begeistern konnte.

Das Ende ist der Autorin dagegen gelungen. Natürlich ist dies vorhersehbar und natürlich muss man hierbei auch mit der nötigen Portion Kitsch rechnen, aber dennoch wurden fast alle Fragen beantwortet und Missverständnisse zwischen den Figuren aus der Welt geräumt, sodass die wichtigsten Themen dabei gut abgearbeitet wurden. Zudem muss man sagen, dass man diesem Genre nicht zu viel Tiefe erwarten kann, aber dennoch hätte ich mir dies zumindest bei den Figuren gewünscht. Nichtsdestotrotz konnte die Geschichte mit vielen Ideen und einem guten Schreibstil überzeugen.

Die Covergestaltung ist so schön, dass sie mich direkt angesprochen hat und das Buch dementsprechend gekauft werden musste. Das Pärchen, sowie die Farbgestaltung harmonieren perfekt miteinander, sodass das Cover ein absoluter Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und fasst den Inhalt gut zusammen, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

„Heart Beat“ ist eine nette Geschichte, die mich zwar unterhalten, aber nicht umhauen konnte. Die Figuren waren mir dafür stellenweise zu oberflächlich und auch sonst konnte mich die Geschichte nur selten überraschen, da viele Szenen zu vorhersehbar waren. Dennoch ist „Heart Beat“ ein nettes Debüt, welches beachtet werden sollte.

Ein Kommentar zu „Eliza Jones – Heart Beat

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