Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Jay Kristoff – Stormdancer (Der Lotuskrieg #1)

Da ich die Werke von Jay Kristoff bislang immer mochte und auch ein großer Japan-Fan bin, habe ich bei „Stormdancer“, dem Auftakt der „Lotuskrieg“-Reihe, eine grandiose, wortgewaltige und spannende Geschichte erwartet und wurde doch so bitter enttäuscht, denn hier mochte für mich einfach so gar nichts zusammenpassen, sodass ich das Buch sogar abgebrochen habe.

Dabei hatte man hier alles, um ein Meisterwerk zu schaffen: Ein tolles Setting mit einem Steampunk-Hintergrund, eine auf den ersten Blick starke Heldin und einen Autor, bei dem man weiß, dass er durchaus tolle Bücher schreiben kann. Leider wollte hier der Funke doch gar nicht überspringen, da ich mich im Laufe der Geschichte zunehmends gelangweilt habe und das Gefühl bekam, dass die Geschichte einfach nicht voran geht und auch in jedem anderen Land der Welt hätte spielen können, was doch sehr schade ist.

Allein die ersten 100-150 Seiten leben von unendlich vielen Erklärungen, Aufzählungen und Umschreibungen, die mal mehr, mal weniger relevant sind. Das kann sicherlich interessant sein, allerdings war mir das auf Dauer zu viel des Guten, da ich mir einfach mehr Handlung und mehr Action versprochen habe, als eine Einleitung, die nahezu kein Ende fand und somit sehr holprig und langatmig daher kam.

Gleiches gilt leider auch für die Figuren. Yukiko machte auf mich in der Kurzbeschreibung einen interessanten und starken Eindruck, allerdings verpuffte der im Laufe der Geschichte immer mehr, da es mir an Tiefe und Sympathie gefehlt hat, sodass ich mit ihr leider nicht mitfiebern konnte und immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe.

Somit ist es nur wenig verwunderlich, dass ich das Buch nach etwas mehr als 250 Seiten abgebrochen habe und keinerlei mehr Interesse hatte zu erfahren, wie der erste Band der „Lotuskrieg“-Reihe letztendlich ausgeht.

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[Ich habe abgebrochen…] Meghan March – Fall of Legend (Legend #1)

Meghan March und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Nachdem ich bereits vor knapp zwei Jahren „Sinful King“ von ihr abgebrochen habe, habe ich gehofft, dass mir „Fall of Legend“, der erste Band der „Legend“-Trilogie, besser gefallen könnte. Leider war dies jedoch nicht der Fall, sodass ich auch dieses Buch von ihr frustriert abgebrochen habe.

Wie auch schon bei „Sinful King“ damals, ist auch bei „Fall of Legend“ der Schreibstil ein großes Problem für mich, denn dieser zieht sich oftmals wie Kaugummi und sorgt dafür, dass die Geschichte immer wieder in die Belanglosigkeit abdriftet. Die Dialoge sind oftmals viel zu ausschweifend und auch die Gedanken der Figuren empfand ich oftmals anstrengend, da sie nicht nur sehr sprunghaft waren, sondern vor allem allesamt sehr oberflächlich gehalten sind, ohne dabei ernsthaft in die Tiefe zu gehen.

Gleiches gilt leider auch für die Figuren. Scarlett Priest und Gabriel Legend empfand ich leider als unsympathisch, austauschbar und oftmals waren sie auch leider nicht authentisch. Dazu wurde die Geschichte von Scarlett und Gabriel einfach schon viel zu oft in ähnlicher Weise erzählt: Sie, die alles immer in den Schoß gelegt bekam, er derjenige, der sich alles erarbeiten musste und den Bad Boy verkörpert und für seine Ziele beinahe schon über Leichen geht. Was – natürlich! – erst wie große Abneigung und als eine Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich – natürlich! – zum großen Knistern und – natürlich! – ist die Anziehungskraft auf jeder Seite spürbar.

Es ist natürlich ganz klar, dass man besonders bei dem Genre nicht erwarten kann, dass das Rad neu erfunden wird und sicherlich gibt es immmer wieder zu anderen Geschichten gewisse Überlappungen, aber bei „Fall of Legend“ war es mir einfach zu wenig, um mit den Figuren mitzufiebern und mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen.

Somit konnte mich „Fall of Legend“ leider nicht sich für sich gewinnen, sodass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe. Meghan March und ich – das soll einfach nicht sein.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Bastei Lübbe/LYX)

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[Ich habe abgebrochen…] Wesley Chu – The Walking Dead: Taifun

Seit vielen Jahren schaue ich die Erfolgsserie „The Walking Dead“ und habe auch bereits einige Comics und Bücher aus Robert Kirkmans Zombie-Universum gelesen. Dementsprechend neugierig war ich auch auf „The Walking Dead: Taifun“, das aus der Feder von Wesley Chu stammt. Da das Setting nach China verlagert wurde und nicht mehr in den USA spielt, habe ich mir hier eine spannende, blutige und vor allem ereignisreiche Geschichte erhofft und wurde doch sehr enttäuscht, sodass ich das Buch letztendlich abgebrochen habe.

Schuld daran ist das Setting, das mich so gar nicht überzeugen konnte, denn dieses war leider sehr austauschbar. Hätte die Geschichte in Atlanta gespielt, wo sich die eigentlichen Geschehnisse rund um „The Walking Dead“ abspielen, hätte die Geschichte keinen großen Unterschied gemacht. Zwar fand ich es von Anfang an interessant, dass man mal die Anfänge der Zombie-Apokalypse aus einem anderen Blickwinkel erlebt, allerdings habe ich mir einfach mehr erhofft, sodass die Geschichte keinerlei Überraschungen oder Wendungen parat hatte, um mich an das Buch zu fesseln.

Auch die Figuren sind leider sehr austauschbar, die man nur sehr oberflächlich kennen lernt und zu denen ich keine Sympathien entwickeln konnte. Zwar fand ich die meisten Rückblicke auf ihre Vergangenheit teilweise ganz interessant, allerdings ist das Hauptaugenmerk, nämlich die Gegenwart, für mich leider durchweg belanglos, sodass ich mich leider nicht für Elena, Zhu, Bo und Co. erwärmen konnte.

Einziger Lichtblick ist hier der Schreibstil, denn Wesley Chu hat definitiv die Fähigkeit, eine Geschichte lebhaft und rasant zu beschreiben. Leider ist „The Walking Dead: Taifun“ trotz aller Sympathie für Zombies und Dystopien nicht meine Geschichte, sodass ich das Buch nach etwas mehr als zwei Dritteln vorzeitig abgebrochen habe.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Crosscult.)

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[Ich habe abgebrochen…] J. Bengtsson – CAKE – Die Liebe von Casey und Jake

Zugegeben: „CAKE – Die Liebe von Casey und Jake“ von J. Bengtsson klang von Anfang an nach einem Liebesroman, den man bereits mehrfach gelesen hat, da das Thema „Rockstar trifft auf Normalo“ doch schon sehr durchgekaut ist. Dennoch wollte ich der Geschichte eine faire Chance geben und habe versucht, mich auf den überraschend dicken Wälzer von knapp sechshundert Seiten einzulassen und bin dabei kläglich gescheitert, denn die Liebe von Casey und Jake wollte bei mir einfach nicht zünden.

Das wohl größte Problem an „CAKE – Die Liebe von Casey und Jake“ ist die Tatsache, dass in der Geschichte einfach nichts passiert, was mich sonderlich begeistert, noch überrascht hätte. Jake ist Musiker durch und durch, gutaussehend, von den Frauen heiß begehrt, besitzt natürlich(!) eine dunkle Seite und wirkt oft nach innen gekehrt. Casey, die er auf der Hochzeit seines Bruders kennen lernt, ist das genaue Gegenteil von ihm: Sie ist laut, gern in Gesellschaft anderer Menschen, offen für Neues, aber auch vollkommen unmusikalisch. Dabei kommt es, wie es kommen musste und die beiden verlieben sich natürlich direkt ineinander und auch die Gegensätze sorgen eher dafür, dass Jake mehr aus sich herauskommt und dabei sich auch immer mehr ihr gegenüber öffnet. Das klingt zwar an sich ganz schön, gibt es aber bereits haufenweise in anderen Büchern, sodass hier eine Liebesgeschichte geschaffen wurde, die weder das Rad neu erfindet, noch in sonstiger Art und Weise überraschen kann.

Ein weiteres Problem ist, dass die Geschichte aus sehr vielen Dialogen besteht. Auch das ist eigentlich an sich ganz nett, wenn man es denn richtig aufgebaut hätte. So hat man auf vielen Seiten oft den Eindruck, dass bereits viele Tage vergangen sein müssten, dabei handelt es sich nach wie vor um ein und das selbe Gespräch und die Geschichte kommt einfach nicht voran, sondern zieht sich wie Kaugummi, da einfach nichts passiert. Die Geschichte besitzt so viele Wiederholungen und inhaltslose Gespräche, dass es schnell langatmig und vor allem langweilig wird, sodass ich gegen Ende erst nur noch quergelesen und das Buch hinterher doch abgebrochen habe.

Hätte man den Figuren etwas mehr Tiefe und Einzigartigkeit gegeben und auch den Schreibstil etwas mehr aufgepeppt, Dialoge stark gekürzt und die ganzen Wiederholungen weggelassen, hätte mich „CAKE – Die Liebe von Casey und Jake“ insgesamt vielleicht mehr begeistert. So ist es nur eine doch recht lahme und vorhersehbare Geschichte, die mich nicht ansprechen konnte.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Bastei Lübbe/LYX)

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[Ich habe abgebrochen…] Sebastian Stuertz – Das eiserne Herz des Charlie Berg

„Das eiserne Herz des Charlie Berg“ von Sebastian Stuertz klang zunächst nach einer unterhaltsamen und humorvollen Geschichte, der ich nur allzu gerne eine Chance geben wollte.
Leider hat mich die Geschichte jedoch letztendlich nicht überzeugen können, sodass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

Die Geschichte ist dabei nicht nur an sich sehr chaotisch, sondern auch vor allem der Schreibstil, der mir leider gar nicht zugesagt hat, ist ein großes Problem, denn „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ liest sich ohne den berühmten roten Faden und wirkt auch an vielen Stellen unrund und unfertig. Dazu kommt, dass das Buch leider an sehr vielen Stellen sehr zusammenhanglos und langatmig ist, was doch sehr schade ist, denn hier wäre so viel mehr drin gewesen.

Auch die Figuren selbst sind vollkommen überzeichnet, chaotisch, nur wenig authentisch und unnahbar, sodass ich weder einen Draht zu ihnen gefunden habe, noch Sympathien entwickeln konnte.

Besonders Charlie ist eine eher tragische Figur, die oft orientierungslos wirkt und seinen Platz im Leben nie gefunden hat. Dies liegt hauptsächlich an seiner Familie, in der er immer ein Außenseiter war, weil seine Eltern, die beide Künstler sind, eigentlich weder die Zeit, noch die Lust auf Kinder haben. Den Eltern ist es viel wichtiger, sich auf Drogen, Musik und ihre eigene geschaffene Welt zu konzentrieren, in der scheinbar niemand anderes einen Platz hat. Auch die anderen Figuren, wie Charlies große Liebe Marya oder auch sein Opa kommen hier nicht zu kurz, allerdings sind sie alle so wirr, skurril und chaotisch, dass es leider kaum möglich ist, sich auf alle von ihnen zu konzentrieren.

Während des Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, worauf der Autor hinaus möchte, was er mir mit der Geschichte erzählen möchte, denn was man in „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ erhält, ist eine Geschichte, die einfach nicht auf den Punkt kommt und scheinbar selbst nicht weiß, wo sie hinführen soll. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen.

Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

(Die Rechte am Buchcover liegen beim btb Verlag)

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[Ich habe abgebrochen…] Sarah Hilary – Puppenheim

Auf „Puppenheim“ war ich schon sehr gespannt, da mich die Kurzbeschreibung direkt angesprochen hat. Ich mag Geschichten, in denen es um verschwundene Menschen geht und London ist immer ein toller Ort, der viel hergibt, von daher waren meine Erwartungen doch relativ hoch. Leider entpuppte sich „Puppenheim“ jedoch als eine recht fade Angelegenheit, bei der man die Spannung quasi suchen musste, denn diese war nahezu nicht spürbar.

Wenn junge Frauen verschwinden und später ihre Leichen gefunden werden, die dazu auch noch wie Puppen aufgebahrt werden, ist dies an sich ein ziemlich interessanter Plot. Umso bedauerlicher ist es, dass der Schreibstil bei mir nicht zünden konnte. Die Autorin verstrickt sich in zahlreiche Erklärungen und Wiederholungen, ohne dabei auf den berühmten roten Faden zu achten oder eine gewisse Spannung zu erzeugen. Stattdessen plätschert die Geschichte vor sich hin und brachte kaum überraschende Wendungen mit sich, sodass ich mich immer mehr gelangweilt und oftmals nur noch quergelesen habe.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen. Von Marnie Rome, eine Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in London, habe ich mir letztendlich mehr erhofft. Leider wurde sie jedoch sehr klischeehaft gezeichnet, denn natürlich hat auch sie eine gewisse Vergangenheit, weshalb sie überhaupt Ermittlerin geworden ist und natürlich (!) ist sie genau deswegen auch die Beste ihres Faches. Das kann man natürlich mögen, mein Fall war es allerdings nicht.

Letztendlich hat mir der Fall rund um die verschwundenen jungen Frauen und dessen Ermittlungen so wenig zugesagt, dass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim btb Verlag)

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[Ich habe abgebrochen…] Gytha Lodge – Bis ihr sie findet (Detective Chief Inspector Sheens #1)

„Bis ihr sie findet“ ist der Auftakt der „Detective Chief Inspector Sheens“-Reihe und da ich die Kurzbeschreibung sehr ansprechend fand, habe ich mir hier einen spannenden und ereignisreichen Kriminalroman erhofft. Leider ist dieser Eindruck jedoch schnell verpufft, denn „Bis ihr sie findet“ konnte mich so wenig von sich überzeugen, dass ich das Buch letztendlich abgebrochen habe.

Dabei klingt die Geschichte gar nicht mal schlecht: Vor dreißig Jahren ist die 14-jährige Aurora nach einem Ausflug nicht nach Hause gekommen und gilt seitdem als vermisst. Jetzt, dreißig Jahre später, wird ihre Leiche gefunden. An sich ist dies nicht einmal unüblich, dass auch nach so langer Zeit noch die Leichen von Vermissten gefunden werden. Hier wird sie jedoch in einem Versteck gefunden, den nur ihre Freunde von damals gekannt haben, sodass sich nun Detective Chief Inspector Sheens auf die Suche nach dem Mörder macht.

Eigentlich ist dies ein guter Plot, um für einen wirklich guten Krimi zu sorgen. Das Problem ist jedoch, dass die Geschichte so langweilig und unspektakulär erzählt wird, dass es stellenweise zum Verzweifeln ist, denn hier wäre so viel mehr drin gewesen. Stattdessen plätschert die Geschichte immer mehr vor sich hin, die Figuren entwickeln sich kaum weiter und sind weitesgehend unsympathisch und letztendlich war ich so gelangweilt, dass es mich nicht mehr gekümmert hat, wie die Geschichte endet, sodass ich es abgebrochen habe.

Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Hoffmann und Campe)

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[Ich habe abgebrochen…] Markus Warken – Tödliche K.I. (Jana Loewe #1)

„Tödliche K.I.“ stammt aus der Feder von Markus Warken und klang zunächst nach einem sehr spannenden und modernen Thriller, der sich mit aktuellen Themen beschäftigt. Leider entpuppte sich dieser Thriller jedoch als recht flache Angelegenkeit, denn hier konnten mich weder die Figuren, noch der Verlauf der Geschichte sonderlich beeindrucken.

Die Geschichte bietet leider kaum Spannung, plätschert nur so vor sich hin und wirkt insgesamt unfertig und ideenlos. Das ist sehr schade, denn hier hätte man mit Themen wie Terrorismus, künstlicher Inzelligenz, globaler Überwachung und Hacken einiges rausholen können. Auf mich wirkte die Geschichte jedoch sehr lieblos geschrieben.

Die Figuren sind zwar einigermaßen gut gezeichnet, aber insgesamt sehr flach und unsympathisch. Allen voran die Studentin Jana, die für eine Semesterarbeit unter falschem Namen online recherchieren muss. Sie ist nicht nur sehr naiv, sondern auch sehr aufmüpfig, tollpatschig, ohne Tiefe und – wie immer! – sehr schön, was natürlich auch der Männerwelt nicht entgeht.

Dazu ist sie auch sehr klischeehaft, denn natürlich ist sie als Studentin kaffeesüchtig und natürlich hat sie – welch Zufall! – einen guten Freund, der sich mit Hacken auskennt, nachdem sie online bedroht wird.

Dies ist mir alles zu oberflächlich, zu klischeebeladen und meiner Meinung nach einfach nicht gut umgesetzt, sodass ich immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe und mich auch das Ende schlicht und ergreifend nicht mehr interessiert hat. Somit habe ich die Geschichte nach etwas mehr als 65 Prozent abgebrochen.

(Werbung – Die Rechte am Buchcover liegen beim Gmeiner Verlag)

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[Ich habe abgebrochen…] Sabine Kornbichler – Der letzte Gast

Da ich sehr gerne Thriller und Krimis lese, wurden mir schon häufiger die Werke von Sabine Kornbichler empfohlen. Hierbei fiel meine Wahl auf „Der letzte Gast“, das an sich recht interessant und vor allem spannend klang. Leider entpuppte sich die Geschichte jedoch zu einem absoluten Flop, denn „Der letzte Gast“ ist nicht nur unheimlich langatmig, sondern vor allem auch so sehr vorhersehbar, dass es schon fast weh tut.

Die Geschichte liest sich sehr holprig, steckt voller Wiederholungen und ist sehr flach. Die Figuren sind teilweise gut ausgearbeitet, allerdings war mir keine einzige Figur auch nur ansatzweise sympathisch, da sie sehr naiv sind, und die Art und Weise, wie sie miteinander agieren, wirklich nicht gut umgesetzt war.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Berna Kiening ist neunundsechzig Jahre alt und aufgrund einer unheilbaren Krankheit ans Bett gefesselt. Für sie ist dies kein Zustand und somit möchte sie bereits in wenigen Wochen in die Schweiz reisen, um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Dazu kommt es jedoch nicht mehr, da Berna eines Tages erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Gefunden wird sie dabei von ihrer Dogwalkerin Mia, die quasi alles falsch macht, was man nur falsch machen kann: Anstatt offen und ehrlich mit der Polizeit zu sprechen und denen alles zu sagen, handelt sie lieber auf eigene Faust und will den Fall quasi im Alleingang lösen, was leider alles andere als gut umgesetzt wurde.

Dadurch wird die Geschichte nicht nur immer absurder, sondern vor allem auch langatmig. Somit ist diese für mich alles andere als packend, sondern lediglich klischeehaft, vorhersehbar und mit einem Spannungsbogen versehen, der nahezu nicht spürbar ist.

Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Buch nach etwas mehr als 70% abgebrochen habe, denn die Auflösung hat mich schlicht und ergreifend leider nicht mehr interessiert. Sehr schade.

(Die Rechte am Buchcover liegen beim Piper Verlag)

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[Ich habe abgebrochen…] J.T. Sheridan – Legal Love – An deiner Seite (Lawyers of London #1)

„Legal Love – An deiner Seite“ ist der erste Band der „Lawyers of London“-Reihe. Da die Bewertbung bislang weitesgehend positiv sind und auch die Kurzbeschreibung ganz interessant klang, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und muss sagen, dass ich doch letztendlich sehr enttäuscht bin, weil mich weder die Figuren, noch der Schreibstil sonderlich andersprechen konnte.

Hier bekommt man eine recht oberflächliche und fast schon plumpe Geschichte vorgesetzt, bei dem sich die Anwältin Nora mit ihrem neuen Vorgesetzten David auseinandersetzen muss. David ist der Enkelsohn ihres verstorben Chefs und möchte in der Kanzlei einiges verändern, was Nora jedoch alles andere als gut findet. Dabei geraten die beiden nicht nur immer mehr aneinander, sondern gleichzeitig muss Nora auch immer mehr Davids Launen und Beleidigungen aushalten. Umso erstaunlicher ist es dabnei, dass sie feststellen müssen, dass es auch gleichzeitig zwischen ihnen zu knistern anfängt. Dabei wird die Geschichte so klischeehaft und vorhersehbar erzählt, dass es schon fast weh tut.

Nora und David sind absolute Stereotypen, die nur wenig Ecken und Kanten besitzen und recht oberflächlich daher kommen. Es gibt kaum Punkte an ihnen, die mir wirklich sympathisch waren und ich habe ihnen auch die ach so prickelnden Momente nicht wirklich abkaufen können. Sie wirkten auf mich insgesamt zu blass und unfertig, sodass ich mich absolut nicht mit ihnen anfreunden konnte.

Somit hat mich auch ihre weitere Geschichte nicht sonderlich interessiert, sodass ich mich letztendlich nach etwas mehr als der Hälfte dafür entschieden habe, die Geschichte abzubrechen.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Bastei Lübbe)