Rezension

William Ritter – Die verschwundenen Knochen (Jackaby #2)


Kurzbeschreibung
New Fiddleham, 1892: Abigail Rook, die junge Assistentin von R.F. Jackaby – Detektiv für unerklärliche Phänomene – langweilt sich nie in ihrem neuen Job. Von besonders garstigen Gestaltwandlern, die sich als süße Kätzchen tarnen, bis hin zu Mord ist alles in ihrem Tagesablauf dabei. Als in dem benachbarten Gad’s Valley ein nicht identifizierbares Monster Tiere und Menschen überfällt, bittet Junior Detective Charlie Cane Abigail um Hilfe. Bald sind Jackaby und Abigail in eine Jagd nach einem Dieb, einem Monster und einem Mörder verwickelt, die ihren ganzen Scharfsinn verlangt… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem mir bereits der erste Band „Jackaby“ der gleichnamigen Reihe von William Ritter sehr gefallen hat, war ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band „Die verschwundenen Knochen“ und habe mir eine ähnlich spannende und humorvolle Geschichte erhofft und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht, denn bereits nach wenigen Seiten war ich wieder direkt mitten im Geschehen.

Da mir der Schreibstil bereits beim ersten Band sehr zugesagt hat und ich gar nicht mit so viel Humor gerechnet habe, bin ich froh, dass der Autor seinem Stil treu geblieben ist und sich auch seit seinem Debüt noch einmal deutlich gesteigert hat. Dazu liest sich die Geschichte sehr leicht und flott, sodass ich von Anfang an sofort in die Geschichte hineingefunden habe. Gleichzeitig sind die Schauplätze hervorragend gewählt und verbreiten eine düstere Stimmung und auch die Figuren wurden von William Ritter liebevoll ausgearbeitet und haben sich gut weiterentwickelt, sodass ich mich direkt wieder mit ihnen anfreunden konnte und den neuesten Fall von Jackaby und Abigail gerne verfolgt habe.

Während Jackaby und Abigail im ersten Band nicht immer eingespielt wirkten, wirken sie in diesem Band schon deutlich mehr aufeinander eingespielt und ich mochte die Chemie zwischen ihnen sehr. Obwohl Jackaby oftmals sehr skurril und stellenweise auch schroff wirkt, ist Abigail das Herz in dem Ermittler-Duo und lässt sich von Jackaby nicht alles bieten, sodass man die beiden trotz ihrer Ecken und Kanten direkt ins Herz schließt.

In diesem Band haben die beiden Figuren wieder alle Hände voll zu tun, denn – wie der Titel schon so schön sagt – geht es hier um verschwundene Knochen, denn in dem kleinen Nachbarort Gad’s Valley wird eine Ausgrabungsstätte entdeckt, die viele Fragen aufwirft, denn hierbei fehlt nicht nur ein Knochen, sondern es geschehen auch zwei Morde, die einige Fragen aufwerfen, denn hier scheinen ganz besondere Kräfte am Werk zu sein…

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, da es auf den ersten Blick doch recht unscheinbar wirkt, man danach jedoch immer mehr Details entdeckt, die perfekt zur Geschichte passen. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich die Fortsetzung unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Die verschwundenen Knochen“ ist eine würdige und spannende Fortsetzung, die zwar nicht ganz an den ersten Band heranreicht, aber mich dennoch unterhalten konnte, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe. Somit kann ich die Geschichte nur empfehlen und hoffe, dass der dritte Band „Ghostly Echoes“ schon bald übersetzt wird.

Reihenfolge
Jackaby
The Map (#1.5 / dt. Titel unbekannt)
Die verschwundenen Knochen
Ghostly Echoes (dt. Titel unbekannt)
The Dire King

Rezension

Stephen King/Owen King – Sleeping Beauties


Kurzbeschreibung
Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits zahlreiche Werke von Stephen King gelesen habe, habe ich zu meiner Schande noch kein Werk seines Sohnes Owen King gelesen. Da ich dies schon immer mal wollte, kommt das neueste Werk „Sleeping Beauties“ gerade recht, das direkt von beiden Autoren in Gemeinschaftsarbeit geschrieben wurde. Hier habe ich mir eine mitreißende und spannende Geschichte erhofft und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Bei dem Hörbuch handelt es sich bei knapp 28 Stunden Laufzeit um die ungekürzte Fassung, die von dem wunderbaren David Nathan eingesprochen wurde. David Nathan dürfte nicht nur als Hörbuchsprecher bekannt sein, sondern auch als Synchronsprecher, denn er hat bereits u.a. Hollywood-Schauspielern wie Johnny Depp oder auch Christian Bale seine Stimme geliehen. Dieser liest auf wunderbare, ruhige und angenehme Art und Weise die Geschichte vor, sodass ich die Hörbuchfassung einfach nur genossen habe.

Die Geschichte selbst ist stellenweise sehr brutal, oftmals sehr salopp und in gewohnter King-Manier auch sarkastisch und schonungslos. Die knapp achtundzwanzig Stunden sind aufgrund der Spannung, dem tollen Sprecher und den vielen Ideen nur so wie im Flug vergangen und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, sodass das Hörbuch fast schon in Rekordzeit verschlungen wurde. Gleichzeitig stimmt die Geschichte auch trotz aller Brutalität nachdenklich, denn die Frage, wie eine Welt aussähe, wenn sämtliche Frauen nicht mehr da wären, da sie in einem tiefen Schlaf verfallen und die Männer auf sich gestellt sind, ist doch sehr interessant und als Thematik sehr gut gewählt.

Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt einige von ihnen ausreichend kennen, gleichzeitig muss man aber auch zugeben, dass es schon zu viele Figuren sind, dass man fast schon durcheinander kommt, was stellenweise doch ein wenig anstrengend ist. Dennoch ist die Geschichte trotz einiger kleinerer Längen wieder einmal perfekt ausgearbeitet, strotzt nur so vor lauter Ideen und bringt nicht nur einige brutalen Szenen mit sich, sondern auch interessante Denkweisen und kleinere Hinweise zu älteren Werken von Stephen King, wie z.B. der „Bill Hodges“-Trilogie oder auch „Der Dunkle Turm“-Zyklus.

Die Covergestaltung ist gelungen und besticht nicht nur mit einem tollen Eyecatcher, sondern auch mit tollen Farben. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, fasst die wichtigsten Themen zusammen und konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: „Sleeping Beauties“ ist ein geniales Hörbuch mit einem großartigen Sprecher, einer packenden und oftmals brutalen Handlung und interessanten Figuren, sodass ich dem typischen King-Stil wieder einmal vollkommen verfallen bin. Ich bin somit wieder einmal begeistert und kann die Geschichte nur empfehlen.

Rezension

Jennifer Estep – Hot Mama (Bigtime #2)


Kurzbeschreibung
Fiona Fine ist die heißeste Fashion-Designerin in Bigtime, New York. Buchstäblich. Denn nach Feierabend wird Fiona zu Fiera, einer Superheldin mit Feuerkräften. In letzter Zeit musste Fiona viel durchmachen, besonders der Tod ihres Verlobten macht ihr zu schaffen. Aber sie will sich nicht unterkriegen lassen und neu anfangen, daher scheint es gutes Karma zu sein, als Fiona den sexy Geschäftsmann Johnny Bulluci auf der Hochzeit einer Freundin kennenlernt. Nur leider tauchen neue Superschurken auf und crashen die Hochzeit. Fiona weiß nicht, worauf sie aus sind, aber wenn sie es nicht herausfindet, ist sie diejenige, die dieses Mal in Flammen aufgehen könnte… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Karma Girl“, Band 1 der „Bigtime“-Reihe vpn Jennifer Estep, regelrecht verschlungen habe, habe ich mich schon sehr auf den zweiten Band „Hot Mama“ gefreut, bei dem dieses Mal um Fiona geht. Obwohl diese nicht zwingend meine Lieblingsfigur im ersten Band war, hatte ich an der Geschichte hohe Erwartungen und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Jennifer Estep verwendet dabei ihren von mir so geliebten Schreibstil: Teilweise sehr sarkastisch, teilweise salopp, aber immer unterhaltsam und wahnsinnig angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Man muss zwar auch zugeben, dass es hierbei stellenweise auch zu Wiederholungen kommt und Fiona immer wieder extra betont, wer sie ist und was sie alles macht, allerdings hat mich das nur selten gestört.

Während man im ersten Band noch die Geschichte aus der Sicht von Carmen erzählt bekommt, die im Laufe des Buches zur Superheldin Karma Girl mutiert und sich der Superhelden-Gruppe „Fearless Five“ anschließt, geht es in diesem Band um die Designerin Fiona, die ebenfalls den Fearless Five angehört und als Fiera die Stadt Big Time vor den Superschurken beschützt. Während Carmen von Anfang an eine sehr liebenswerte Figur ist, tut man sich anfangs mit Fiona ein wenig schwer, denn diese wirkt oftmals unnahbar, arrogant, dickköpfig und oftmals undurchschaubar, sodass es doch eine ganze Weile gebraucht hat, bis ich mich mit ihr anfreunden konnte.

Wenn man sie jedoch erst einmal ins Herz geschlossen hat und versteht, wie sie wirklich tickt und wie es tatsächlich in ihr aussieht, wirkt die Geschichte immer mehr, sodass ich nicht nur Fionas Liebesgeschichte mit Johnny Bulluci gerne verfolgt habe, sondern auch ihren neuesten Fall mit neuen Superschurken, die die Stadt an sich reißen wollen.

Man muss zwar sagen, dass „Hot Mama“ deutlich vorhersehbarer als „Karma Girl“ daher kommt und ich bereits sehr schnell herausgefunden habe, um wen es sich bei den Superschurken handelt, allerdings hat mich dies nicht sonderlich gestört, sodass ich dennoch meinen Spaß an der Geschichte hatte.

Das Cover ist nicht nur wunderschön anzusehen und comichhaft, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls direkt ansprechen, sodass ich „Hot Mama“ nur allzu gern eine Chance gegeben habe und nicht enttäuscht wurde.

Kurz gesagt: „Hot Mama“ ist eine spannende, unterhaltsame und actiongeladene Geschichte voller Wortwitz und Superhelden, sodass ich großen Spaß an der Geschichte hatte. Wer sich für Geschichten rund um Superhelden begeistern kann und bereits den ersten Band „Karma Girl“ mochte, wird die Geschichte sehr schnell ins Herz schließen.

Reihenfolge
Karma Girl
Hot Mama
Jinx (3. April 2018)
A Karma Girl Christmas (Bigtime #3.5 / dt. Titel unbekannt)
Nightingale (dt. Titel unbekannt)
Fandemic (dt. Titel unbekannt)

Rezension

Stephen King – Friedhof der Kuscheltiere


Kurzbeschreibung
Hinter dem kleinen Tierfriedhof liegt eine verwünschte indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wird zum Albtraum für die Hinterbliebenen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich leider erst jetzt „Friedhof der Kuscheltiere“ gelesen habe. Wenn ich gewusst hätte, was mich bei diesem Buch tatsächlich erwartet, hätte ich es wohl schon viel eher gelesen, denn dieses Werk konnte mich mit interessanten Figuren, einem packenden Schreibstil und vielen Schockmomenten von sich überzeugen.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass „Friedhof der Kuscheltiere“ letztendlich sehr gut durchdacht und spannend wirkt und den ein oder anderen Schockmoment beinhaltet. Obwohl die Geschichte bereits in den achtziger Jahren erstmals veröffentlicht wurde, wirkt diese hier trotz allem doch recht frisch und modern, sodass das typische King-Gefühl wieder deutlich spürbar ist – auch wenn man hier natürlich auf Social Media, Handys und Co. verzichten muss.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Dr. Louis Creed, der gemeinsam mit seiner Familie nach Ludlow, einem kleinen Ort in Maine zieht, um dort die Krankenstation an der University of Maine zu leiten. Dabei lernt er sehr schnell seinen Nachbarn Jud Crandall kennen, der ihn nicht nur über alles in dem Ort aufklärt, sondern auch Louis‘ Familie auf den sogenannten Tierfriedhof von Ludlow bringt, der nur wenige Meilen von Louis‘ Haus entfernt liegt. Als wenig später ganz unerwartet der Kater der Familie stirbt, bringt Louis diesen nichtsahnend auf den Tierfriedhof, um ihn zu beerdigen. Nur einen Tag später taucht der Kater wieder auf, allerdings ist er bei weitem nicht mehr so, wie man ihn zuvor in Erinnerung hatte. Während man hier von einer Wiedergeburt sprechen kann, passieren zeitgleich immer wieder merkwürdige Situation in der Kleinstadt und an der Universität, die sich Louis nur schwer erklären kann.

Schlimmer wird es noch, als Louis‘ Sohn Gage von einem Lastwagen getötet wird. Während die Familie verzweifelt, fasst Louis einen folgenschweren Entschluss und beerdigt seinen Sohn ebenfalls auf dem Tierfriedhof, da er die Hoffnung hat, dass auch Gage wiedergeboren wird – allerdings mit ungeahnten Folgen…

Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen zunächst recht vorhersehbar wirkt, konnte mich Stephen King immer wieder überraschen, schockieren und auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen, da er die Geschichte im Ort wieder einmal ungeschönt erzählt. Dabei lernt man nicht nur vielseitige Figuren kennen, in die man sich gut hineinversetzen kann, sondern entdeckt auch immer wieder kleine Hinweise auf andere Werke von Stephen King. Wer z.B. bereits sein Werk „Cujo“ gelesen hat, wird sicherlich besser verstehen, was Jud seinem Nachbarn alles über die anderen Einwohner der Stadt erzählt.

Das Cover ist im typischen King-Stil wieder einmal recht schlicht gehalten, allerdings passt der große, schwarze Kater bestens zur Geschichte, sodass das Cover rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung konnte direkt mein Interesse wecken, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Friedhof der Kuscheltiere“ ist wieder einmal eine spannende, packende, aber auch unterhaltsame Geschichte, die besonders durch ihre Schockmomente und dem schonungslosen Schreibstil punkten kann. Ich bin wieder einmal begeistert und kann das Buch somit nur empfehlen.

Rezension

Emily Bähr – Ewig und Du


Kurzbeschreibung
Nach einem Unfall und sechsmonatigem Koma ist die 18-jährige Lefke an den Rollstuhl gefesselt. Ihre Zeit als Schulprinzessin ist damit vorbei und auch ihre Karriere als Model muss sie an den Nagel hängen. Für Lefke ist das ein Weltuntergang. Sie kann sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu werden, und fasst den folgenschweren Entschluss, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dann taucht ausgerechnet ihr unfassbar attraktiver Nachbar Louis auf. Er stellt lauter ungemütliche Fragen und hat irrsinnige Ausflugspläne. Jeden Tag aufs Neue. Bis die Welt langsam nicht mehr ganz so schwarz aussieht… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
„Ewig und du“ gehört zu den Impress-Titeln, auf die ich mich mit am meisten gefreut habe, weil die Geschichte einfach zu gut klang. Als ich das Buch jedoch gestern begonnen habe, war am Ende nur noch Wut, Unverständnis und Kopfschütteln übrig. Ich bin nicht nur wütend auf die Autorin, weil sie solche Sätze fabriziert hat, sondern auch wütend auf den Verlag, der sowas überhaupt veröffentlicht hat.

Dies fängt bereits beim Schreibstil an, der mir absolut nicht zugesagt hat. Die Geschichte wird dabei aus der Sicht von Lefke erzählt, die wie eine 12-Jährige daherkommt und mit einer 18-Jährigen nicht viel zu tun hat. Sie ist unreif, respektlos, denkt nur an sich, hat jede Menge Vorurteile und macht sich über andere lustig, was mich wiederum wütend gemacht hat. Sie selbst sitzt seit einem Unfall und mehrmonatigem Koma im Rollstuhl und musste mit einem Schlag all ihre Hoffnungen und Träume in Richtung Modelkarriere und Ballett aufgeben, was natürlich traurig ist, allerdings hat sie mit ihrem Verhalten einfach zu viel kaputt gemacht.

Mir ist klar, dass die Autorin hier eine Extremsituation schaffen wollte und auch dementsprechend ihre Protagonistin mit Sarkasmus ausstatten wollte, doch dies ist meiner Meinung nach gründlich in die Hose gegangen. So wird sich in dem Buch u.a. über Menschen, die an Demenz leiden oder auch Suizidgedanken haben, lustig gemacht.

So werden Menschen, die sich Hilfe suchen wollen und bei Hotlines anrufen, bzw. Selbsthilfegruppen beitreten wollen, als „arm“ bezeichnet. Wie kann man bitte solche Sätze veröffentlichen, wenn sonst immer appelliert wird, dass sich Menschen dringend Hilfe suchen sollen und mit Depressionen und/oder Suizidgedanken nicht allein bleiben sollen?! Dies ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der schon einmal eine solche Hilfe gebraucht und wirkt sich wohl auch nicht wirklich positiv auf Leser aus, die ebenfalls aus welchen Gründen auch immer solche Gedanken oder Gefühle haben.

Dazu wird Demenz lässig mit den Fingern weggeschnippt und „als eigentlich ganz okay“ bezeichnet, weil hey: Man lernt ja schließlich täglich neue Menschen kennen. Ja, ich weiß. Die Autorin will damit witzig sein und ja, ich weiß, man soll nicht alles so ernst nehmen. Wer jedoch nur einmal miterleben muss, wie ein Menschen sich immer mehr in Demenz selbst verliert, der findet diese Worte eben NICHT lustig!

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte minimal besser wird, als Lefke auf Louis trifft, der stets versucht, sie aus ihrem Tief zu befreien und sie an das Leben erinnert, allerdings wollte auch dieser Part für mich nur minimal funktionieren, da ich Lefke einfach viel zu unsympathisch fand und mich kaum noch auf ihre Geschichte einlassen konnte. Sie entwickelt sich zwar etwas weiter und ist nicht mehr ganz so furchtbar wie noch am Anfang, allerdings hat mir das bei Weitem nicht gereicht.

Kurz gesagt: „Ewig und du“ war für mich in vielerlei Hinsicht ein Schlag ins Gesicht und hat mich eher wütend und traurig zurückgelassen, als mich zu unterhalten. Ich bin nach wie vor fassungslos, dass so eine Geschichte überhaupt veröffentlicht wurde. Für mich ein absoluter Flop.

Lesestatistik

Lesestatistik für Dezember 2017


Der Dezember hat es wirklich gut mit mir gemeint. Ich habe noch einmal sehr viel gelesen, habe ein paar Serienstaffeln beendet und endlich mal wieder so richtig entspannen und Kraft tanken können. Dafür war ich bei den Rezensionen leider sehr faul, sodass in der Statistik noch etliche Bücher noch nicht rezensiert wurden. Dies wird sich aber in den nächsten ein bis zwei Wochen stark ändern, da ich bereits einige von ihnen geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht habe.

Mein Jahresziel von insgesamt zweihundert Büchern habe ich deutlich überschritten, was besonders meinen SUB strahlen lässt, bei einigen Challenges habe ich dagegen alles andere als gut abgeschnitten, dies wird sich aber hoffentlich im Jahr 2018 etwas ändern, da ich mir hier wieder viel vorgenommen habe und hoffentlich ein wenig erfolgreicher sein werde.

gelesene Bücher
215. Joanne K. Rowling – Was wichtig ist
216. Monica Murphy – Alexandria & Tristan (Fair Game #3)
217. J. Lynn – Tempting Love: Spiel nicht mit dem Bodyguard (Gamble Brothers #3)
218. Vivien Summer – Finde, was du liebst (SoulSystems #1) (Rezension folgt)
219. Stephen King/Owen King – Sleeping Beauties (Rezension folgt)
220. Bill Willingham – Fables: Farm der Tiere (Fables #2) (Rezension folgt)
221. Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht (Christmas #1) (Rezension folgt)
222. Jens Lubbadeh – Neanderthal
223. Jürgen Domian – Dämonen: Hansens Geschichte
224. Matt Haig – Das Mädchen, das Weihnachten rettete (Christmas #2) (Rezension folgt)
225. Elle Kennedy – The Goal: Jetzt oder nie (Off-Campus #4) (Rezension folgt)
226. Stephen King – Umneys letzter Fall
227. Barbara Schinko – Kolibriküsse (Rezension folgt)
228. Laini Otis – Street Love. Für immer die deine (Rezension folgt)
229. Ina Taus – Bitter Beats (#bandstorys #1) (Rezension folgt)
230. Carina Mueller – Verfluchte Wünsche (Rezension folgt)
231. Matthew Weiner – Alles über Heather (Rezension folgt)
232. Lia Bergman – Midsommarhitze
233. Francoise Hauser – Japan für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen
234. Mark Lowery – Wie ein springender Delfin (Rezension folgt)
235. Charlotte Lucas – Wir sehen uns beim Happy End (Rezension folgt)

angefangene Bücher, Ebooks und Hörbücher
John Green – Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Lex Martin – Loving Clementine (Dearest #1)
Rainer Wekwerth/Thariot – Sie riechen dich (Pheromon #1)

Highlights und Flops
Meine Highlights waren in diesem Monat „Ein Junge namens Weihnacht“ und „Das Mädchen, das Weihnachten rettete“ von Matt Haig, die mir richtig gut gefallen haben. Außerdem habe ich in diesem Monat „Sleeping Beauties“ von Stephen und Owen King, sowie „Finde, was du liebst“, Band 1 der „SoulSystems“-Reihe von Vivien Summer sehr geliebt. Alle Bücher hatten diese besondere Stimmung, in die ich mich direkt hineinversetzen konnte, sodass ich die jeweiligen Bücher kaum aus den Händen legen konnte.
Mein Flop im Dezember ist leider „Neanderthal“ von Jens Lubbadeh, was sehr schade ist, da ich mir von dem Buch eigentlich deutlich mehr erhofft habe. Leider konnte es mich letztendlich nicht so packen und ich habe auch nie wirklich in die Geschichte hineingefunden.

Challenges
Der Kampf der Verlage: 168 | +6
Heyne Challenge 2017: 49 | +4
Impress Challenge: 8 |
Indie 2017 – 15 Bücher ohne Verlag: 7 |
Random House Challenge: 90 | +4

Und sonst?
– Diese Bücher möchte ich im Januar lesen: *klick*
– Diese Januar-Highlights solltet ihr euch nicht entgehen lassen: *klick*
– Die Heyne Challenge geht auch im Jahr 2018 weiter. Wer dabei sein möchte, kann sich hier anmelden.

Rezension

Jürgen Domian – Dämonen: Hansens Geschichte


Kurzbeschreibung
Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben.
Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf: Die Dämonen der Stille fallen ihn an.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Ich bin bereits seit vielen Jahren ein großer Fan von Jürgen Domian und habe dabei nicht nur gerne seine Show gesehen, sondern auch sehr gerne seine Bücher gelesen, von daher habe ich mich sehr gefreut, dass mit „Dämonen: Hansens Geschichte“ ein neues Werk vom Autor erschienen ist. Hierbei habe ich mir eine nachdenklich stimmende, melancholosche und interessante Geschichte erhofft und ich wurde nicht enttäuscht.

Wie auch schon in seinem Werk „Interview mit dem Tod“ geht es in „Dämonen: Hansens Geschichte“ hauptsächlich um melancholische Themen, darunter auch Suizid. Auf sehr angenehme, aber auch eindringliche Art und Weise beschreibt Domian, mit welche Dämonen sein Protagonist Hansen tagtäglich zu kämpfen und letztendlich keine Lust mehr auf das Leben hat. Die Geschichte liest sich trotz der Thematik recht flott, allerdings musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen, um über die ein oder andere Zeile nachzudenken.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Hansen, einem 59-jährigen Mann, der weder physisch, noch psychisch krank ist und dennoch sein Leben beenden möchte, da er schlicht und ergreifend keine Lust mehr hat. Sein Vorhaben ist dabei beschlossene Sache: Er möchte nach Schweden und sich dort auf seinen Tod vorbereiten. An seinem sechzigsten Geburtstag möchte er sich umbringen und hat dabei auch genaue Vorstellungen, denn er möchte im Schnee erfrieren. Hierbei wird Hansens Leben genauestens beschrieben und auf die Zeit vor seinem sechzigsten Geburtstag eingegangen.

Die Geschichte ist sehr tiefgründig, regt zum Nachdenken an, breitet eine gewisse Stille über einen aus und beschäftigt sich ausführlich mit dem Tod, bzw. Suizid, was sicherlich nicht für jeden Leser geeignet ist. Dennoch hat mit die Geschichte sehr gefallen, da das Thema trotz seiner Schwere immer respektvoll, aber auch in gewisser Weise unterhaltsam erzählt wird. Gleichzeitig hat der Autor auch darauf verzichtet, den Zeigefinger zu erheben, sodass man sich bei Hansens Geschichte durchaus seine eigenen Gedanken machen darf.

Das Cover ist sehr schlicht und winterlich gestaltet, was perfekt zur Geschichte passt und auch die Stille und Einsamkeit in der Geschichte widerspiegelt, was mir insgesamt sehr gefällt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich sofort überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Mit „Dämonen: Hansens Geschichte“ konnte mich Jürgen Domian wieder einmal überzeugen. Hansen als Figur ist sehr interessant, das Thema Suizid wird respektvoll behandelt und auch sonst konnte mich die Geschichte sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken anregen, sodass ich Domians neuestes Werk sehr gerne gelesen habe.

Rezension

Francoise Hauser – Japan für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen


Kurzbeschreibung
Kuriose Geschichten und unterhaltsame Hintergründe über das Land der aufgehenden Sonne.
Die Ostasienwissenschaftlerin und Journalistin Françoise Hauser hat in ihrem kleinen »Reiseführer für die Hosentasche« hunderte von ebenso nützlichen wie überraschenden Fakten und typisch japanischen Eigenheiten gesammelt:
Wo können Katzen zu Stationsvorstehern ernannt werden? Wo sonst auf der Welt unterhalten Mafia-Organisationen offizielle Niederlassungen, die sogar im Telefonbuch zu finden sind? Wo bekommt der Stand der Kirschblüte mehr Sendezeit in den Nachrichten als das internationale Geschehen? Und wo bekommen erwachsene Männer Taschengeld?
Fragen, die uns Japan und die Japaner, Land und Leute näher bringen. Für alle Japan-Reisenden und -Fans: das kleinste Buch über das Land mit den meisten Göttern.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Japan, interessiere mich für die Kultur und versuche nach und nach die Sprache zu erlernen. Um noch mehr über das Land der aufgehenden Sonne zu erfahren, habe ich mich auf die Suche nach besonderen Büchern über das Land begeben und bin dabei auf „Japan für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen“ gestoßen.

Francoise Hauser arbeitet als freie Journalistin und hat zudem Ostasienwissenschaften studiert, sodass man ihr anmerkt, dass ihr das Thema Japan, bzw. Asien im Allgemeinen am Herzen liegt. Auf sehr unterhaltsame Art und Weise und mit einem fluffigen Schreibstil werden hier interessante und teilweise skurrile Fakten über Japan zusammengefasst, die alles andere als trocken dargestellt werden, sondern mich auch zum Lachen gebracht haben.

In „Japan für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen“ wird nicht nur auf die Essgewohnheiten oder die Höflichkeit der Japaner eingegangen, sondern auch auf die Mafia, auf angebliche Monster und Geister und dem Eheleben in Japan. Wusstet ihr z.B., dass eine japanische Ehefrau in der Regel durchschnittlich heimlich bis zu 30.000 EUR in ihrem Leben anspart und der Mann meistens davon nichts weiß?

Interessant sind zudem auch die Themen Religion, Ess- und Trinkgewohnheiten der Japaner, wie man am besten im Land von A nach B kommt und ganz besonders angetan haben es mir die Orte, an denen angeblich Monster und Geister leben sollen. Die Hintergrundgeschichten werden dazu lebhaft und spannend erzählt, gleichzeitig ist aber auch spürbar, dass die Autorin diese Kapitel mit einem Augenzwinkern geschrieben hat, was das Buch umso sympathischer macht.

Obwohl das Cover auf dem ersten Blick recht schlicht erscheint, merkt man doch, wie viele kleine Details hierbei enthalten sind. Neben Tempeln gibt es hier auch Sushi, Tee, Sumo-Kämpfer, und diverse andere Details zu entdecken. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Wer sich für Japan interessiert und mal einen weitaus vielseitigeren Blick über das Land als nur über Kultur, Religion und Essgewohnheiten der Japaner erfahren möchte, der ist bei „Japan für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen“ bestens aufgehoben. Ich bin begeistert und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

Rezension

Jennifer Estep – Bitterfrost (Mythos Academy: Colorado #1)


Kurzbeschreibung
Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende Ereignisse, aber nur wenige erkennen die Zeichen. Rory Forseti ist eine von ihnen. Trotz ihres jungen Alters hat sich die Spartanerin bereits im Kampf gegen Loki bewiesen. Dennoch ist sie eine Außenseiterin an ihrer Schule, denn ihre Eltern waren Schnitter – Verbrecher im Dienste Lokis. Rorys Vorsätze, endlich Freunde zu finden, werden über den Haufen geworfen, als sie Zeugin eines Mordes wird. Und wie sich herausstellt, stecken auch noch Lokis Schergen dahinter! Rory kann nicht zulassen, dass erneut Menschen durch die Schnitter leiden. Als eine Spezialeinheit sie für den Kampf gegen den Feind rekrutiert, gibt es für Rory kein Zurück mehr. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits ein riesengroßer Fan der „Mythos Academy“-Reihe von Jennifer Estep gewesen bin und Gwens Kampf gegen Loki gerne verfolgt habe, hat die Autorin nun ein Spin-Off veröffentlicht, welches dieses Mal an der Mythos Academy in Colorado spielt, auf der Gwens Cousine Rory zur Schule geht. Da man Rory bereits in den Bänden fünf und sechs der „Mythos Academy“-Reihe kennen und lieben lernen durfte, war ich schon sehr gespannt auf ihre eigene Geschichte und ich wurde zum Glück auch nicht enttäuscht.

Zugegeben: Jennifer Estep neigt dazu, Dinge in ihren Büchern sehr häufig zu wiederholen, so auch in „Bitterfrost“, wo anfangs auf nahezu jeder Seite mindestens zweimal erwähnt wird, dass Rory eine Spartanerin ist, gut kämpfen kann und ihre Eltern Schnitter waren und ermordet wurden. Dies war mir am Anfang fast schon zu viel, sodass ich schon ein wenig genervt war. Im Laufe der Zeit werden die Wiederholungen jedoch immer weniger, sodass die Geschichte dadurch deutlich an Fahrt aufnimmt, sich deutlich flüssiger liest und man nicht nur den Alltag an der Mythos Academy in Colorado genauer kennen lernt, sondern auch mehr über Rory, ihre Gedanken zu den Schnittern und den anderen Schülern, die ihr das Leben auch im zweiten Schuljahr an der Academy alles andere als leicht machen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte aus Rorys Sicht und der Zeit nach den Schnitterangriffen und der Bekämpfung Lokis. Dabei bricht gerade Rorys zweites Schuljahr an, bei dem sie auch weiterhin eine Außenseiterin ist und mit viel Lästereien und Mobbing zu kämpfen hat, nachdem ihre ermordeten Eltern als Schnitter entlarvt wurden. Obwohl viele glauben, dass es keine Schnitter mehr in Freiheit gibt, muss besonders Rory feststellen, dass dies nur ein Gerücht ist und somit schließt sie sich einem geheimen Team aus Kämpfern an der Schule an, die gegen die Schnitter und andere drohenden Gefahren kämpfen. Hierbei lernt Rory auch zum ersten Mal nach langer Zeit, was es bedeutet, wenn man zusammenhält, sich auf andere verlässt und Freundschaften schließt. Gleichzeitig versucht sie auch als eigenständige Person wahrgenommen zu werden, weil sie nicht mehr mit ihrer Cousine Gwen verglichen werden möchte.

Dabei ist die Geschichte insgesamt gut ausgearbeitet, man lernt immer mal wieder neue Figuren kennen, behält aber auch Gwen nicht aus den Augen, sodass es von der Autorin toll gemacht ist, dass es immer wieder zu kleineren Aufeinandertreffen zwischen den Cousinen kommt. Positiv ist auch, dass man die bisherige „Mythos Academy“-Reihe nicht zwingend vorher gelesen haben muss. Ich würde es zwar dennoch empfehlen, allerdings geht Jennifer Estep mehrfach auf die Kämpfe zwischen Loki, bzw. den Schnittern und Gwen ein, sodass man auch ohne Vorkenntnisse keine größeren Probleme mit der Geschichte haben dürfte.

Das Cover ist wieder einmal im typischen „Mythos Academy“-Stil gehalten und hat mich direkt angesprochen. Wieso Rory auf dem Cover allerdings rote Haare hat, ist schon verwunderlich, da sie eigentlich schwarze Haare hat, wie gleich mehrfach erwähnt wird. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich auch dem Spin-Off unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: Mit „Bitterfrost“, dem ersten Spin-Off zur „Mythos Academy“-Reihe, ist Jennifer Estep eine tolle Geschichte mit interessanten und vielseitigen Figuren und jeder Menge Action gelungen, sodass man auch hier wieder einiges über die Götter, die Altertüme und die Schnitter, aber auch über den Schulalltag erfährt. Ich freue mich bereits auf die weiteren Bände.

Reihenfolge
Bitterfrost
Hard Frost (dt. Titel unbekannt / voraussichtlich 2018)
Frostfire (dt. Titel unbekannt / voraussichtlich 2019)

Rezension

[Kurzrezension] Jens Lubbadeh – Neanderthal


Kurzbeschreibung
Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix‘ Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
„Neanderthal“ von Jens Lubbadeh klang für mich anfangs noch nach einer spannenden und interessanten Dystopie, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe und hier eine ereignisreiche und packende Geschichte erwartet habe. Leider konnte ich mich letztendlich mit dem Buch nicht anfreunden, sodass ich es eher enttäuscht beendet habe.

Dabei kann man dem Autor an sich noch nicht mal Vorwürfe machen, denn dieser hat eine beklemmende und interessante Welt geschaffen, die durchaus zu gefallen weiß. Mein Problem war jedoch, dass ich mit dem Szenario immer wieder Schwierigkeiten hatte und mich nie voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte, sodass ich auch immer wieder Probleme hatte, mich auf die Figuren und dem Szenario zu konzentrieren und immer häufiger den Faden verloren habe.

Die Art und Weise, wie Deutschland im Jahr 2053 dargestellt und u.a. mit Krankheiten umgegangen wird, ist an sich faszinierend und erschreckend zugleich, denn hier gibt es nicht nur eine interessante Zukunftsvision, sondern auch gleichzeitig einen waschechten Kriminalfall, nachdem ein Massengrab in Düsseldorf gefunden wurde. Wie gesagt, an sich ist das alles interessant, allerdings wollten kleinere Szenen für mich einfach nicht zusammenpassen, gleichzeitig gab es auch immer wieder langatmige Szenen und einige Wiederholungen, die nicht sein mussten. Leider haben mich auch die meisten Figuren vollkommen kalt gelassen, da ich mich mit ihnen weder identifizieren, noch mich in sie hineinversetzen konnte.

Das Cover wirkt dagegen sehr stimmig und hat mich direkt angesprochen, gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die ebenfalls sehr spannend klang. Sehr schade, dass der Plot letztendlich nicht für mich funktioniert hat.

Kurz gesagt: Obwohl „Neanderthal“ an sich sehr spannend und interessant klang, wollten die Geschichte und ich einfach nicht zusammenpassen, sodass ich nie wirklich in das Buch hineingefunden habe, was sehr schade ist. Wer jedoch Dystopien und Thriller mag, sollte einen genaueren Blick auf das Buch werfen.