Rezension

Laurelin McGee – Mr. Undateable (Miss Match #1)


Kurzbeschreibung
Blake Donovan ist reich, erfolgreich und unverschämt sexy. Weshalb er eine Matchmakerin engagieren will, um eine Frau zu finden, ist Andrea Dawson ein Rätsel. Doch da sie unbedingt Geld braucht, nimmt sie den Job an. Schon bald verzweifelt sie jedoch an ihrer Aufgabe, denn alle Verabredungen enden in einer Katastrophe – der attraktive CEO scheint absolut undateable zu sein. Aber je besser sie ihren charismatischen Auftraggeber kennenlernt, desto weniger stören sie seine Fehltritte. Denn jedes verpatzte Date bedeutet, dass sie Blake wiedersehen wird. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Geschichten, in denen unglaublich reiche, schöne und unnahbare Männer die Hauptfigur spielen, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, von daher ist es da besonders schwer, die wahren Perlen herauszufischen. nun, „Mr. Undateable“ war jetzt vielleicht nicht der ganz große Kracher, aber immerhin eine nette Geschichte für zwischendurch.

Der Schreibstil liest sich flüssig, ist angenehm leicht, allerdings nicht anspruchslos, sodass man hier eine gut erzählte Geschichte mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren erhält. An sich kann man der Autorin hier auch nicht viel vorwerfen, das Problem an „Mr. Undateable“ ist für mich nur, dass ich bereits zu viele Bücher aus dem Genre gelesen habe und ich somit hierbei nicht großartig überrascht werden konnte und die ganz große Besonderheit fehlt, um mich vollends an die Geschichte zu fesseln.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Blake und Andrea. Während Blake, steinreich und unglaublich sexy, fast schon fieberhaft nach der Frau fürs Leben sucht, ist Andrea seine sogenannte „Matchmakerin“, die für ihn Frauen sucht, die zu ihm passen könnten und die Dates organisiert. Da Blake sich jedoch bei Dates alles andere als geschickt anstellt, verlaufen diese meistens im Sand oder in einer Katastrophe, sodass Andrea immer wieder bei ihm vorbeischauen und neue Treffen organisieren muss – bis Blake merkt, dass Andrea möglicherweise auch die Frau fürs Leben sein könnte…

An sich ist die Geschichte wirklich interessant und bietet mit Andrea als sogenannte Matchmakerin mal ein Element, das man in anderen Büchern nicht allzu häufig liest. Das Problem ist jedoch, dass die Geschichte dennoch auf weite Strecken sehr vorhersehbar ist und leider auch nicht auf typische Klischees verzichtet, sodass die Geschichte zwar an sich vollkommen in Ordnung und auch unterhaltsam ist, sich allerdings von anderen Büchern aus dem Genre leider nicht unterscheidet.

Die Covergestaltung gefällt mir dagegen mit seinen Quadraten sehr gut, auch das Model passt perfekt zu Blake Donovan, da ich ihn mir fast genauso vorgestellt habe. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls direkt überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Mr. Undateable“ ist zwar nicht der von mir erhoffte Kracher, konnte mich aber aufgrund interessanter Figuren und einem gelungenen Schreibstil überzeugen, sodass es für mich ein nettes Buch für zwischendurch ist.

Reihenfolge
Mr. Undateable
Miss Taken
Love Struck (dt. Titel unbekannt)

Rezension

Katharina B. Gross – Herzflüstern: Julian & Markus


Kurzbeschreibung
Julian weiß, er ist ein Spätzünder was Mädchen angeht. Bisher hat ihn aber auch noch Keine so richtig interessiert. Umso mehr überrascht es ihn, als er Markus trifft, der ihm von jetzt auf gleich den Kopf verdreht. Obendrein ist Markus der neue Praktikant an seiner Schule und damit eigentlich tabu. Aber Julian ist nicht schwul, nicht mal bi, so wie sein bester Kumpel Tim. Oder? Immer öfter sucht er Markus‘ Nähe und zwischen den beiden entwickelt sich ein zartes Gefühlsband. Aber es scheint, als dürfte das leise Flüstern ihrer Herzen nicht lauter werden. Denn nicht nur Julians Mutter ist von der Idee, ihr Sohn könnte schwul sein, ganz und gar nicht begeistert. Auch Markus‘ schwierige Vergangenheit holt die beiden ein… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich mal wieder Lust auf eine richtig schöne Liebesgeschichte hatte, habe ich mich für „Herzflüstern: Julian und Markus“ von Katharina B. Gross entschieden und hatte doch recht hohe Erwartungen. Hierbei wurde ich zum Glück nicht enttäucht, denn die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an überzeugen.

Man muss zwar sagen, dass der Schreibstil noch ausbaufähig ist und recht einfach gehalten ist, was mich allerdings nur wenig gestört hat. Dies kann man besonders bei diesem Genre mögen, für mich hätte es jedoch etwas anspruchsvoller sein können.
Dennoch liest sich die Geschichte sehr flott und flüssig, die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt diese ausreichend kennen und auch die meisten Dialoge sind gelungen, sodass diese nur sehr selten holprig wirken.

In dieser Coming-Out-Story geht es um Julian und Markus, die sich zufällig treffen und es mehr oder weniger direkt funkt. Dies ist besonders für Julian Neuland, der als Spätzünder gilt, weil er noch nie so richtig in ein Mädchen verliebt war und nun umso überraschter ist, dass er sich ausgerechnet für Markus interessiert. Alles könnte zwischen ihnen so schön sein, wäre da nicht die Tatsache, dass ausgerechnet Markus der neue Praktikant an Julians Schule ist. Gleichzeitig gibt es aber auch kleinere Probleme mit Julians Mutter, denn diese kann sich mit dem Gedanken, dass Julian homosexuell ist, nicht wirklich anfreunden, was zu kleineren Spannungen führt…

Die Geschichte zwischen Julian und Markus wird dabei authentisch erzählt, man fühlt mit ihnen mit, leidet mit ihnen und ich konnte mich gut in die beiden jungen Männer hineinversetzen. Aber auch die anderen Figuren, wie z.B. Julians bester Freund Tim oder auch Julians Mutter sind interessante Figuren, wenn auch nicht zwingend sympathisch. Dazu sind die prickelnden Momente hier gut gelungen, denn diese lesen sich richtig schön, ohne freiwillig komisch zu wirken.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt bestens zur Geschichte, vor allem, weil Julian und Markus gut getroffen sind. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben und hohe Erwartungen hatte.

Kurz gesagt: „Herzflüstern: Julian und Markus“ ist insgesamt eine schöne und prickelnde Liebesgeschichte für zwischendurch, die sich leicht und flüssig lesen lässt. Wer also gerne interessante Liebesgeschichten mit kleineren Hindernissen mag, ist hier bestens aufgehoben.

Rezension

Tanja Janz – Strandrosensommer


Kurzbeschreibung
Pfahlbauten, kilometerweiter weißer Sandstrand, blühende Strandrosen und das Rauschen vom Meer – fast hätte Inga vergessen, wie schön es in St. Peter-Ording ist. Nachdem ihr Freund sich zur Selbstfindung nach Indien aus dem Staub gemacht hat, ist Inga ebenfalls reif für eine Auszeit. Sie besucht Tante Ditte, die auf einem wunderschönen alten Pferdehof an der nordfriesischen Küste lebt. Doch Inga macht eine böse Überraschung, denn der Hof steht kurz vor der Pleite. Der einzige Ausweg scheint eine zündende Geschäftsidee oder ein mittelgroßes finanzielles Wunder zu sein. Inga krempelt die Ärmel hoch – und das Glück ist mit den Fleißigen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da mir die Bücher von Tanja Janz bislang immer sehr gefallen haben, habe ich mich schon sehr auf ihr neuestes Werk „Strandrosensommer“ gefreut, von dem ich mir sehr viel versprochen habe. Letztendlich wurde ich auch nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder einmal mit vielen tollen Ideen überzeugen, sodass ich das Buch sehr gerne gelesen habe.

Tanja Janz hat es dabei geschafft, mich auf nahezu jeder Seite gut zu unterhalten, denn die Geschichte wird nicht nur sehr kurzweilig erzählt, sondern konnte mich auch mit humorvollen Momenten und liebenswerten Figuren begeistern. Dabei verwendet die Autorin zwar eine recht simple Sprache, allerdings hat mich dies aufgrund des Genres absolut nicht gestört. Dazu sind die Figuren gut ausgearbeitet. Hier lernt man nicht nur Figuren kennen, die sich hauptsächlich für die neuesten Klamotten oder den teuersten Lippenstift interessieren, sondern starke Frauen, die authentisch und sympathisch sind und wissen, worauf es im Leben ankommt.

Erzählt wird dieses Mal die Geschichte von Inga, die schon viel zu lange nicht mehr in St. Peter-Ording war und nun, nachdem sie von ihrem Freund verlassen wurde, mal wieder ihre Tante Ditte besuchen möchte, die einen Pferdehof besitzt. Inga muss jedoch schnell feststellen, dass der Hof schon seine besten Zeiten hinter sich hat und kurz vor der großen Pleite steht. Inga möchte das Schicksal des Hofs jedoch nicht akzeptieren und somit sammelt sie schnell einige Ideen, wie man den Hof retten könnte. Dabei erhält sie nicht nur Unterstützung, sondern erlebt auch eine kleine Romanze, die das Herz höher schlagen lässt…

Zugegeben: Hier und da gibt es einige Momente, die doch sehr vorhersehbar sind, sodass das Buch nur mit sehr wenigen Überraschungen bestückt ist. Dies hat mir jedoch nur wenig ausgemacht, da die Figuren einfach sehr viel ausgleichen, denn diese sind allesamt sehr interessant und ich konnte besonders Inga ins Herz schließen, da sie nicht nur nicht auf den Mund gefallen ist, sondern auch keinerlei Probleme damit hat, neue Dinge im Leben auszuprobieren und neue Ziele zu verfolgen. Aber auch andere Figuren, wie z.B. Tante Ditte, die oftmals das Gegenteil ihrer Nichte ist, ist sehr sympathisch und jemand, den man einfach gerne um sich haben möchte.

Das Cover passt perfekt zum Genre und versetzt den Leser in Urlaubsstimmung. Das Meer, der Strand, der VW-Bus und das Haus harmonieren sehr gut miteinander, sodass das Cover für mich jetzt schon ein Eyecatcher ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf eine angenehme und unterhaltsame Sommergeschichte eingestimmt.

Insgesamt konnte mich „Strandrosensommer“ mit sympathischen Figuren, wunderschön beschriebenen Landschaften und einem tollen Humor begeistern, sodass ich gerne nach St. Peter-Ording zurückgekehrt bin. Wer bereits diverse Romane u.a. von Dora Heldt mochte, wird hierbei ebenfalls großen Lesepaß vorfinden. Ich kann es nur empfehlen.

Rezension

Sofie Cramer – Sternschnuppengeflüster


Kurzbeschreibung
Endlich Ferien! Sechs Wochen Zeit für LENI, sich in Nicks Traumfrau zu verwandeln. Doch irgendwie läuft alles schief… Genau wie bei AMELIE, deren Eltern sich trennen wollen! Und PAULA? Die könnte längst auf der Schauspielschule sein – wenn ihre Eltern es nur erlauben würden!
Alle drei hoffen auf ein Wunder, als sie sich bei STERNSCHNUPPENGEFLÜSTER anmelden. Denn die App macht ein unglaubliches Versprechen: „Bis zum Ende der Sommerferien werden all deine Wünsche in Erfüllung gehen…“
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich die Bücher von Sofie Cramer bislang immer sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf ihr Jugendbuch-Debüt „Sternschnuppengeflüster“ gefreut und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Leider wurde ich jedoch sehr enttäuscht, da sich die Geschichte als sehr flach entpuppt hat.

Normalerweise mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, da sich dieser immer sehr flott und unterhaltsam lesen lässt. „Sternschnuppengeflüster“ liest sich zwar auch sehr zügig, allerdings sind die Dialoge so platt und die Figuren so flach und unsympathisch, dass ich keinen Spaß an der Geschichte gefunden habe. Es war mir einfach viel zu sehr aufgesetzt, es musste natürlich immer wieder denglisch gesprochen werden, um möglichst hip zu wirken und die Figuren wirkten oftmals sehr unreif. Hätte ich nicht gewusst, dass die Mädchen zwischen vierzehn und sechzehn Jahre alt sind, hätte ich sie locker auf gut vier bis fünf Jahre jünger geschätzt. Dies ist sehr schade, weil ich mich normalerweise bislang immer mit den Figuren von Sofie Cramer gut auseinandersetzen konnte.

Erzählt wird hier die Geschichte von Leni, Amelie und Paula, die sich auch in den Sommerferien mit Alltagsproblemen herumschleppen müssen und sich bei der Wunsch-App „Sternschnuppengeflüster“ anmelden. Hier sollen angeblich – auch mit Unterstützung anderer User – Wünsche innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erfüllt werden.
Während Amelie sich einfach nur wünscht, dass ihre Eltern wieder zusammenfinden und Paula unbedingt Schauspielunterricht nehmen möchte, ist Leni unglücklich verliebt und möchte unbedingt mit ihrem Schwarm Nick zusammen kommen.

An sich eine nette Idee, wäre da nicht die Umsetzung. So will Leni ihren Schwarm eigentlich gar nicht ansprechen, sondern lieber künstliche Haare und künstliche Fingernägel und ein paar Kilo abnehmen, um quasi von ganz allein aufzufallen. Auch Paula ist eigentlich nur viel zu sehr von sich überzeugt, duldet dabei keine zweite Meinung und will einfach nur Schauspielunterricht nehmen, obwohl ihre Eltern dies als reine Zeitverschwendung ansehen. Gleichzeitig mochte ich es nicht, wie die App an sich, bzw. das Internet dargestellt wird. Da lernen sich Leni und Amelie flüchtig über die App kennen, wissen gerade etwas über die Wünsche der anderen, das Alter und den Wohnort und schon treffen sie sich. Zwar wird hier kurz angemerkt, dass sie sich normalerweise eigentlich nicht mit Fremden treffen dürfen, allerdings scheint dies für alle Beteiligten kein Problem zu sein.

Die Covergestaltung konnte mich dagegen direkt begeistern, denn dieses ist ein absoluter Eyecatcher und passt auch bestens zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich der Geschichte gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: So sehr ich Sofie Cramer auch mag: „Sternschuppengeflüster“ und ich wollten einfach nicht zusammenpassen. Die Story ist platt, die Figuren unsympathisch und auch sonst wollte der Funke leider nicht überspringen.

Rezension

Kristen Bailey – Tütensuppenglück


Kurzbeschreibung
Übermüdet und gestresst erledigt Jools am Montagmorgen den Großeinkauf für ihre sechsköpfige Familie. Im Einkaufswagen landen auch Fischstäbchen und Muffins. Als sie von dem bekannten Fernsehkoch Tommy McCoy wegen des fehlenden Bio-Gemüses vorgeführt und als Rabenmutter beschimpft wird, platzt ihr der Kragen. Sie lässt ihren ganzen Frust über den Alltagsstress mit vier Kindern raus: Nein, sie backt ihr Brot nicht selbst, und von Quinoa hat sie auch noch nicht gehört. Aber sie liebt ihre Kinder über alles – auch wenn sie ihr manchmal maßlos auf die Nerven gehen.
Jools ahnt nicht, dass ihre Schimpftirade als Video im Internet landet und sie dort viel Zuspruch von anderen Müttern erfährt. McCoy hingegen gönnt ihr die mediale Aufmerksamkeit nicht – und fordert sie zu einem Kochwettbewerb heraus…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich zwischendurch immer mal gerne zu einem typischen Frauenroman greife, ist meine Wahl in diesem Fall auf „Tütensuppenglück“ von Kristen Bailey gefallen, die die Geschichte einer sechsköpfigen Familie mit allen Höhen und Tiefen gut beschrieben hat.

Der Schreibstil liest sich flüssig und flott, die Dialoge sind stellenweise sehr witzig, können allerdings auch hin und wieder zum Nachdenken anregen und auch die Figuren sind gut ausgearbeitet, sodass man diese, allen voran Jools, gut kennenlernt.

In „Tütensuppenglück“ wird die Geschichte von Jools und ihrer Familien erzählt, in der nur allzu häufig das Chaos herrscht, da die Eltern überfordert sind und die Kinder immer wieder mit den merkwürdigsten Ideen um die Ecke kommen. Dennoch ist die Familie auf den ersten Blick äußerst liebenswert und ich mochte die vielen Ecken und Kanten von ihnen sehr.

Als Jools eines Tages mal wieder vollkommen überfordert ist und komplett ungestylt, dafür aber vollkommen übermüdet zum Supermarkt geht und dabei auch ungesunde Lebensmittel im Einkaufswagen landen, gerät sie in die Sendung von Tommy McCoy, einen erfolgreichen Fernsehkoch, der Mütter in Supermärkten überrascht und diese an gesündere Ernährung heranführen will. Dabei wird sie mehrfach vorgeführt und wie eine Rabenmutter dargestellt, was ihr gar nicht passt, sodass ihr nicht nur der Kragen platzt, sondern auch gleichzeitig viel Zuspruch von anderen Müttern erhält, die ebenfalls nicht die Zeit haben, um immer frisch zu kochen und alles selbst zu backen. Der Streit der beiden findet seinen Höhepunkt, als es zwischen ihnen zum Kochduell kommt…

Obwohl die Geschichte oftmals sehr vorhersehbar ist und die Autorin ohne die typischen Klischees bei dem Genre nicht ausgekommen ist, gibt es hier auch einige ernstere Themen, was mir besonders gefallen hat.
So geht es hierbei nicht nur um die Kocherei an sich, sondern auch um das Verhältnis zwischen Jools und ihrer Mutter, aber auch die Ehe von Jools und ihrem Mann wird genauer durchleuchtet, was auch einige ernstere Momente hervorbringt.

Das Cover ist für mich persönlich jetzt nicht der allergrößte Kracher, allerdings muss man sagen, dass dieses immerhin gut zur Geschichte und zum Buchtitel passt, sodass man hier dennoch insgesamt eine gute Entscheidung getroffen hat. Die Kurzbeschreibung konnte mich dagegen sofort begeistern, denn diese liest sich vielversprechend und verspricht eine unterhaltsame Geschichte.

Kurz gesagt: Obwohl „Tütensuppenglück“ nicht ohne den typischen Kitsch und Klischees des Genres auskommt, findet man hier eine unterhaltsame, aber auch ernstere Geschichte vor, die mich bestens unterhalten konnte. Ich habe Jools und ihre Familie ins Herz schließen können und hoffe, dass die Geschichte noch viele weitere Menschen begeistern wird.

Rezension

Lauren DeStefano – Fallende Stadt (Chroniken der Fallenden Stadt #1)


Kurzbeschreibung
Morgan Stockhour lebt gemeinsam mit ihrer Familie, ihrer besten Freundin Pen und ihrem Verlobten Basil auf der schwebenden Stadt Internment. Noch nie hat sie die streng geschützten Grenzen ihrer Heimat überschritten. Doch dann geschieht ein Mord, der erste seit einer Generation. Auf einmal stellt Morgan die Regeln von Internment infrage – und ist völlig unvorbereitet auf das, was sie erwartet… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich mit den Büchern von Lauren DeStefano bislang eher Pech hatte, war ich zunächst sehr skeptisch und wusste nicht, ob ich „Fallende Stadt“, den Auftakt der „Chroniken der Fallenden Stadt“-Trilogie tatsächlich lesen wollte. Letztendlich war ich doch neugierig und habe der Geschichte ohne große Erwartungen eine Chance gegeben – und habe es nicht bereut.

Der Schreibstil ist, wie auch schon bei ihrer „Land ohne Lilien“-Trilogie, ein wenig gewöhnungsbedürftig. Je länger man die Geschichte jedoch liest, umso besser wird es, sodass ich den Schreibstil trotz einiger Längen und Wiederholungen insgesamt ganz gelungen fand. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet und nur selten holprig und auch die Figuren wurden von der Autorin liebevoll geschaffen, sodass man sie gut kennen lernt und einige von ihnen sogar ins Herz schließen kann.

Erzählt wird hier die Geschichte über Megan Stockhour, die gemeinsam mit ihrer Familie und ihrem Verlobten auf der schwebenden Stadt Internment lebt. Diese ist, wie meistens bei Dystopien, streng bewacht, stellenweise düster, gut organisiert und die Grenzen dürfen niemals ohne Strafe überschritten werden. Die Stadt ist in sich sicher, allerdings geschieht zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Mord, der für viel Verwunderung, aber auch Angst sorgt, denn auf einmal muss sich Megan mit einigen Fragen auseinandersetzen, die ihr ganzes Weltbild zerstören könnten…

Interessant ist hierbei besonders der Aufbau der schwebenden Stadt, die von der Autorin sehr ausführlich dargestellt wird. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der Einwohner, aber auch über die Geschichte der Stadt selbst. Zwar gibt es hier und da noch einige Fragen und ich hoffe, dass sich einige Figuren noch weiterentwickeln werden, allerdings bin ich mit dem Auftakt insgesamt zufrieden, sodass ich Megan und Co. in „Fallende Stadt“ sehr gerne begleitet habe.

Das Cover ist wunderschön anzusehen und passt perfekt zur schwebenden Stadt Internment. Hier gefallen mir besonders die Farben, die das Cover zu einem absoluten Eyecatcher machen. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls vielversprechend und macht Lust auf mehr.

Kurz gesagt: Mit „Fallende Stadt“ hat Lauren DeStefano einen interessanten und packenden Auftat der „Chroniken der Fallenden Stadt“-Trilogie geschaffen, der mit einem interessanten Figuren und einem guten Schreibstil daherkommt. Bitte mehr davon!

Reihenfolge
Fallende Stadt
Flammendes Land (14. Mai 2018)
Zerbrochene Krone (11. Juni 2018)

Rezension

Jennifer Estep – Jinx (Bigtime #3)


Kurzbeschreibung
Bella Bulluci hat die wohl nervigsten Superkräfte der Welt: Sie zieht sowohl Glück als auch Pech magisch an. Das hat zwar den Vorteil, dass der Fashiondesignerin oft ziemlich coole Sachen passieren, nur leider haben die meist einen riesigen Haken, und so stolpert Bella von einer blöden Situation in die nächste. Wie zum Beispiel, als eine von ihr ausgerichtete Wohltätigkeitsveranstaltung von dem fiesen Superschurken Hangman heimgesucht wird, der nach einem der ausgestellten Saphire giert. Bellas Glück hilft ihr zwar, mit dem Juwel zu entkommen – doch zu ihrem großen Pech steht ihr ausgerechnet der charmante Debonair zur Seite, der Bella in die wohl blödeste Situation von allen bringt: sich in den zwielichtigen Superhelden zu verlieben… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Karma Girl“ und „Hot Mama“, Band 1 und 2 der „Bigtime“-Reihe von Jennifer Estep, regelrecht verschlungen habe, habe ich mich schon sehr auf den dritten Band „Jinx“ gefreut, bei dem es dieses Mal um die Designerin Bella Bulluci geht. Obwohl diese nicht zwingend meine Lieblingsfigur im vorherigen Band war, hatte ich an der Geschichte hohe Erwartungen und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Jennifer Estep verwendet dabei ihren von mir so geliebten Schreibstil: Teilweise sehr sarkastisch, teilweise salopp, aber immer unterhaltsam und wahnsinnig angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Man muss zwar auch zugeben, dass es hierbei stellenweise auch zu Wiederholungen kommt und Bella immer wieder erwähnt, wieso sie Superhelden und Schurken nicht mag und wieso sie ständig auf Diät ist, allerdings hat mich das nur selten gestört.

Mit Bella tritt nun eine Figur in den Vordergrund, die in den ersten beiden Bänden immer nur kurz erwähnt wurde und nie eine wirklich große Rolle gespielt hat. Bella ist als Designerin in Bigtime bekannt und somit die direkte Konkurrentin zu Fiona, was für die beiden Frauen jedoch nie eine Rolle gespielt hat. Bella ist eher ruhig, auf Harmonie bedacht, sehr an Kunst interessiert und liebt ihre Familie über alles. Ihre Abneigung gilt dagegen Superhelden und Superschurken, die sie weitestgehend in ihrem Leben vermeiden möchte, was jedoch kaum möglich ist, da ihr Bruder der berühmte Johnny Angel ist. Als sie dann auch noch auf Debonair, eine Mischung aus Superheld und Kunstdieb trifft, wird ihr ansonsten so kontrolliertes Leben vollkommen auf den Kopf gestellt. Und dann gibt es auch eine neue Superschurkin in Bigtime, die die Stadt zukünftig kontrollieren will…

Man muss zwar sagen, dass „Jinx“ deutlich vorhersehbarer als „Karma Girl“ und sogar noch mehr als „Hot Mama“ daher kommt und ich bereits sehr schnell herausgefunden habe, um wen es sich bei den Superschurken und bei Debonair handelt, allerdings hat mich dies nicht sonderlich gestört, sodass ich dennoch meinen Spaß an der Geschichte hatte. Gleichzeitig mochte ich auch die Liebesgeschichte, die hier erzählt wird, da diese sich deutlich vom üblichen Kitsch unterscheidet.

Das Cover ist nicht nur wunderschön anzusehen und comichhaft, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls direkt ansprechen, sodass ich „Jinx“ nur allzu gern eine Chance gegeben habe und nicht enttäuscht wurde.

Kurz gesagt: „Jinx“ ist eine spannende, unterhaltsame und actiongeladene Geschichte voller Wortwitz und Superhelden und Schurken, sodass ich großen Spaß an der Geschichte hatte. Wer sich für Geschichten rund um Superhelden begeistern kann und bereits die ersten beiden Bände aus der Reihe mochte, wird die Geschichte sehr schnell ins Herz schließen.

Reihenfolge
Karma Girl
Hot Mama
Jinx
A Karma Girl Christmas (Bigtime #3.5 / dt. Titel unbekannt)
Nightingale (dt. Titel unbekannt)
Fandemic (dt. Titel unbekannt)

Rezension

Walter Moers – Die Katakomben (Die Stadt der Träumenden Bücher #2)


Kurzbeschreibung
Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Walter Moers` fantastische Abenteuergeschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskriptes ergründet, hat weltweit die Leser begeistert. Nun gibt es diese Geschichte aus dem Abenteuerreich der Literatur als prächtige Graphic Novel. In jahrelanger Arbeit hat Walter Moers seinen Romantext auf die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgearbeitet und in Form eines Szenarios Hunderte von Bildern skizziert, die Florian Biege in enger Zusammenarbeit mit dem Autor kongenial in einen brillanten Comic von plastischer Farbigkeit verwandelt hat. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich „Die Stadt der Träumenden Bücher“ bereits als Roman sehr gemocht habe und auch „Buchhaim“, der erste Band der Graphic Novel-Reihe, mir sehr gefallen hat, hatte ich auch an den zweiten Band „Die Katakomben“ hohe Erwartungen. Hierbei wurde ich zum Glück ebenfalls nicht enttäuscht, denn Geschichte besticht mit einer grandiosen Umsetzung, tollen Zeichnungen, einer dichten Atmosphäre und unterhaltsamen Dialogen.

Wie auch schon beim ersten Band „Buchhaim“ geht es in „Die Katakomben“ gut weiter, man bekommt einen gelungenen Einblick und wird auch bei den wunderschönen Zeichnungen, den Dialogen und den Charakteren nicht enttäuscht. Auch hier geht es wieder um Hildegunst von Mythenmetz, der aus er Gemeinschaft der Buchlinge fliehen musste und später wieder den Rückweg aus den Katakomben sucht, um wieder in Zamonien aufzuschlagen.

Wie auch schon Buchhaim selbst, werden auch die Katakomben gut dargestellt, sodass man einen wunderbaren Einblick in die Welt, aber auch über den sogenannten Schattenkönig erhält. Insgesamt muss ich sogar sagen, dass mir die Atmosphäre in diesem Band sogar noch besser gefallen hat, als im ersten Band.

Hierbei würde ich jedoch auch weiterhin empfehlen, den Roman vor den Graphic Novels zu lesen, sodass man einige Illustrationen besser verstehen kann. Diese sind zwar grundsätzlich darauf ausgelegt, dass auch Neueinsteiger ihren Spaß an Zamonien haben, allerdings ist ein gewisses Hintergrundwissen dennoch von Vorteil.

Kurz gesagt: „Die Katakomben“, der zweite Band der „Die Stadt der Träumenden Bücher“-Comics, ist, wie auch schon sein Vorgänger, eine großartige Umsetzung des gleichnamigen Romans und besticht mit detaillierten und liebevoll erstellten Illustrationen, liebenswerten Figuren und tollen Texten, die Zamonien so einzigartig machen, sodass ich restlos begeistert bin. Bitte mehr davon!

Reihenfolge
Buchhaim
Die Katakomben

Rezension

Walter Moers – Buchhaim (Die Stadt der Träumenden Bücher #1)


Kurzbeschreibung
Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Walter Moers` fantastische Abenteuergeschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskriptes ergründet, hat weltweit die Leser begeistert. Nun gibt es diese Geschichte aus dem Abenteuerreich der Literatur als prächtige Graphic Novel. In jahrelanger Arbeit hat Walter Moers seinen Romantext auf die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgearbeitet und in Form eines Szenarios Hunderte von Bildern skizziert, die Florian Biege in enger Zusammenarbeit mit dem Autor kongenial in einen brillanten Comic von plastischer Farbigkeit verwandelt hat ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich „Die Stadt der Träumenden Bücher“ bereits als Roman sehr gemocht habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie die Geschichte als Graphic Novel umgesetzt wurde. Hierbei wurde ich zum Glück nicht enttäuscht, denn Geschichte besticht mit einer grandiosen Umsetzung, tollen Zeichnungen und unterhaltsamen Dialogen.

Bei dem ersten Band „Buchhaim“ hatte ich zunächst die Befürchtung, dass die Geschichte aufgrund von zu wenig Text an Charme verlieren könnte, allerdings war dies zum Glück nicht so, denn viele der Illustrationen sprechen für sich und schaffen es somit, die Atmosphäre aus dem Buch bestens zu transportieren.

Die Umsetzung von Buchhaim, der Stadt, in der Bücher nicht nur unterhalten, sondern auch bis zum Tod führen können, ist somit bestens gelungen und wird sowohl der Handlung als auch den Figuren mehr als gerecht, sodass man hier ein wahres Goodie für alle „Zamonien“-Fans geschaffen hat. Sehr schön ist auch zu sehen, dass Hildegunst von Mythenmetz hier den größte Anteil erhält, denn die Geschichte wird komplett aus seiner Sicht erzählt. Dennoch gehen andere Figuren trotz allem nicht unter, sodass man auch über sie einen guten Einblick erhält – wenn auch deutlich weniger als im Roman.

Allerdings würde ich hierbei dennoch dringend empfehlen, den Roman vor der Graphic Novel zu lesen, sodass man einige Illustrationen besser verstehen kann. Diese sind zwar grundsätzlich darauf ausgelegt, dass auch Neueinsteiger ihren Spaß an Zamonien haben, allerdings ist ein gewisses Hintergrundwissen dennoch von Vorteil.

Kurz gesagt: „Buchhaim“, der erste Band der „Die Stadt der Träumenden Bücher“-Comics, ist eine großartige Umsetzung des gleichnamigen Romans und besticht mit detaillierten und liebevoll erstellten Illustrationen, liebenswerten Figuren und tollen Texten, die Zamonien so einzigartig machen.

Reihenfolge
Buchhaim
Die Katakomben

Rezension

Naomi Alderman – Die Gabe


Kurzbeschreibung
Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden.
Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem bereits so viele Blogger von „Die Gabe“ geschwärmt haben und das Buch immer wieder mit „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood verglichen wurde, hatte ich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte. Letztendlich konnten diese zwar nicht gänzlich erfüllt werden, allerdings hat mir die Geschichte dennoch insgesamt gut, wenn auch nicht überragend, gefallen.

„Die Gabe“ ist anspruchsvoll, besitzt stellenweise sehr brutale Szenen, liest sich aber dennoch flüssig und spannend, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet, gleiches gilt für die Figuren, die man ausreichend kennen lernt und mit denen man durchaus mitfühlen kann – auch wenn diese durchaus mehr Tiefe benötigt hätten.

Die Geschichte ist dabei schnell zusammengefasst: Nachdem auf der Welt die Männer schon immer die Oberhand hatten und stets bevorzugt wurden, wird der Spieß schlagartig umgedreht, denn plötzlich entdecken weltweit Frauen und junge Mädchen, dass sie plötzlich mit Gaben gesegnet sind, die ihnen nicht nur Macht verleihen, sondern sogar tödlich sei können. Dadurch merken die Frauen, dass sie mittlerweile die Oberhand haben und eine Welt nach ihren Vorstellungen schaffen können, ohne dabei unterdrückt zu werden. Dabei werden auch einzelne Schicksale thematisiert, die mich berühren, aber auch zum Nachdenken angeregen konnten.

Wenn man bedenkt, wie stark derzeit Debatten rund um das Thema „#MeToo“ abgehalten werden, kommt dieses Buch gerade recht, denn dieses fasst das Problem, dass Frauen in einigen Teilen der Welt nach wie vor unterdrückt werden, perfekt zusammen, gleichzeitig wird das Thema Gleichberechtigung aber ebenfalls angeschnitten, was mir gut gefallen hat. Zwar ist die Geschichte insgesamt brutaler und gewalttätiger, als ich zuvor erwartet habe, allerdings befinden sich diese Szenen noch durchaus im Rahmen.

Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte nicht so gut ist, wie ich es zuvor erhofft habe. Sie ist zwar an sich gut geschrieben und besitzt viele gute und spannende Momente, allerdings hat mir insgesamt das gewisse Etwas gefehlt, was ich sehr schade finde. Hier hätte man ein noch besseres Bild der Gesellschaft aufbauen und zudem den Figuren noch mehr Tiefe verleihen können. Dennoch: Die Geschichte ist gut, auch wenn der ganz große Kracher ausgeblieben ist.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick schlicht, kann mich allerdings dennoch insgesamt überzeugen, da ich die Hand und die Verzweigungen für sehr gelungen halte. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Die Gabe“ ist insgesamt eine gute und spannende Geschichte, die perfekt in die derzeitige #MeToo-Debatte passt und dabei oftmals mit sehr brutalen Szenen daherkommt. Zwar bin ich der Meinung, dass man hier noch mehr hätte rausholen können und die Figuren etwas mehr Tiefe gebraucht hätten, allerdings ist die Geschichte doch insgesamt gut gelungen, sodass ich diese nur empfehlen kann.