Rezension

Mats Strandberg – Die Überfahrt


Kurzbeschreibung
Die Passagiere an Bord der schwedischen Ostsee-Fähre Baltic Charisma wollen vor allem eins: sich amüsieren, und zwar um jeden Preis. Ob sie mit der besten Freundin tanzen gehen oder Junggesellenabschiede feiern, ob sie nach der Liebe ihres Lebens suchen oder vor den Dämonen des Alltags fliehen – die Nacht ist lang, und der Alkohol fließt reichlich.
Fast bleiben dabei die beiden dunklen Gestalten unbemerkt, die sich übers Autodeck an Bord schleichen: eine Mutter und ihr Kind. Mit ihnen betritt ein uraltes Grauen das riesige Schiff, und es wird zur tödlichen Falle. Die Angst geht um auf der Baltic Charisma…
~ Quelle

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Meine Meinung
Mats Strandberg kannte ich bislang nur durch seine „Engelsfors“-Trilogie, die mir sehr zugesagt hat, von daher war ich sehr auf „Die Überfahrt“ gespannt. Da Strandberg bereits im Vorfeld als der „schwedische Stephen King“ bezeichnet wurde, lagen meine Erwartungen besonders hoch. Letztendlich muss ich jedoch sagen, dass ich mir hier ein wenig mehr erhofft habe.

Der Schreibstil ist sehr gelungen. Die Geschichte liest sich spannend und aufgrund der kurzen Kapitel auch sehr flott. Dadurch, dass die Geschichte in gleich mehreren Perspektiven erzählt wird, erhält man einen guten Einblick und erlebt das Geschehen auf der Baltic Charisma genau mit.

Mein Problem ist jedoch, dass die Geschichte zwar an sich gut ausgearbeitet ist und auch den ein oder anderen Schockmoment mit sich bringt, ansonsten allerdings eher nur darauf ausgebaut ist, um möglichst viel Blut zu vergießen. An sich kann man dies dem Autor bei dem Genre nicht einmal vorwerfen, allerdings wirkte es manchmal recht ideenlos, denn immer dann, wenn die Geschichte an Schwung verliert, wurde einfach eine möglichst blutige Szene eingebaut, sodass diese stellenweise wie kleine Platzhalter wirken.

Bei den Figuren bin ich dagegen ein wenig unentschlossen. An sich mochte ich einige sehr davon, Problem ist jedoch, dass man sie nur soweit wie nötig kennenlernt und ich mich somit manchmal nicht in sie hineinversetzen konnte, sodass ich letztendlich auch weit weniger mitgefiebert habe.

Die Auflörung rund um das sogenannte Grauen, bzw. die Seuche, ist zwar an sich gut durchdacht, allerdings wollte manches dabei für mich nicht zusammenpassen, da das Szenario nicht gänzlich ausgereift war. Dennoch muss man den Autor loben, dass er sich getraut hat, hierbei gleich mehrere Genres miteinander zu vermischen.

Das Cover ist sehr gelungen und hat mich direkt angesprochen. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die sich spannend und geheimnisvoll lesen lässt, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Die Überfahrt“ ist stellenweise eine richtig gute und spannende Geschichte, konnte meine Erwartungen allerdings nicht gänzlich erfüllen, da ich sowohl manche Ideen als auch Figuren als sehr flach empfand. Dennoch sollten Thriller- bzw. Horror-Fans einen Blick in das Buch riskieren.

Rezension

J. Lynn – Tempting Love – Homerun ins Glück (Gamble Brothers #2)


Kurzbeschreibung
Baseball-Star Chad Gamble bekommt Bridget Rogers nicht mehr aus dem Kopf. Unbeeindruckt von seiner Berühmtheit ist sie so ganz anders als die Frauen, mit denen der Playboy sich bisher amüsiert hat. Und als die beiden sich zufällig in einem Restaurant begegnen, ist ihr Wiedersehen leidenschaftlich, stürmisch – und bleibt nicht unbemerkt. Als am nächsten Tag Fotos von ihrem Kuss in der Klatschpresse auftauchen, hat sein Verein genug: Chad muss Bridget als seine feste Freundin ausgeben – oder er verliert seinen millionenschweren Vertrag. Chads Zukunft liegt in Bridgets Händen, die für ihn undurchschaubar ist wie niemand sonst ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe schon einige Bücher aus der Feder von J. Lynn bzw. Jennifer L. Armentrout gelesen und war auch fast immer begeistert, von daher war ich schon sehr gespannt auf „Tempting Love – Homerun ins Glück“, dem zweiten Band der „Gamble Brothers“-Trilogie. Da ich den ersten Band sehr mochte, habe ich mir hier eine unterhaltsame und prickelnde Geschichte erhofft, die ich auch zum Glück erhalten habe.

Die Geschichte liest sich aufgrund des angenehmen Schreibstils sehr flott, flüssig und oftmals auch humorvoll, sodass ich durch das doch recht dünne Buch nur so geflogen bin. Die erotischen Momente sind prickelnd geschrieben, ohne dabei unfreiwillig komisch zu wirken und auch Dialoge konnten mich stets überzeugen. Auch die Figuren fand ich interessant und oftmals sympathisch.

Nachdem im ersten Band die Geschichte von Chase und Madison erzählt wird, geht es dieses Mal um Chad und Bridget. Chad ist ein gefeierter Baseballspieler, aber auch mindestens genauso beliebt bei den Frauen, denn er lässt nichts anbrennen und landet immer wieder mit Affären in der Presse. Als er jedoch auf Bridget trifft, soll alles anders werden, denn er fühlt sich direkt zu ihr hingezogen, was jedoch auch nicht der Presse entgeht. Um ein besseres Image zu erhalten, soll er zukünftig mit einer PR-Beraterin zusammenarbeiten, aber auch Bridget soll dabei nicht ignoriert werden, denn diese soll zukünftig für die Presse Chads feste Freundin spielen…

Zugegeben: Die Geschichte ist nicht gerade mit Tiefe gesegnet, ist zudem ziemlich vorhersehbar und kommt auch ohne das ein oder andere Klischee nicht aus, allerdings konnte mich die Geschichte dennoch von vorne bis hinten gut unterhalten, sodass ich Chad und Bridget sehr gerne auf ihrem Weg verfolgt habe.

Das Cover ist zwar an sich nicht unbedingt unansehnlich, allerdings habe ich mir hier für die Geschichte eine doch etwas schönere Gestaltung gewünscht. Zwar passt der Baseball durchaus zur Geschichte, allerdings trifft das Cover dennoch nicht ganz meinen Geschmack, da ich finde, dass die Blumen und die Sterne nicht so gut passen. Von der Kurzbeschreibung war ich dagegen schon mehr begeistert, denn diese hat mir so gut gefallen, dass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Tempting Love – Homerun ins Glück“ ist zwar von der Thematik her nicht zwingend neu, allerdings konnte mich die Autorin dennoch wieder einmal mit einem tollen Schreibstil und vielseitigen Figuren begeistern, sodass ich die Geschichte nur empfehlen kann. Wer bereits den ersten Band gelesen und gemocht hat, sollte sich auch dieses nicht entgehen lassen.

Reihenfolge
Hände weg vom Trauzeugen
Homerun ins Glück 
Spiel nicht mit dem Bodyguard (24. November 2017)

Rezension

Anne Applegate – Akademie der Dämmerung


Kurzbeschreibung
Nach einem Streit mit ihrer besten Freundin kommt Camden ein Neuanfang auf der Lethe-Akademie gerade recht. Das altehrwürdige Internat zieht sie gleich in seinen Bann – doch die makellose Oberfläche verbirgt mehr, als das Auge sehen kann. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Als eine von Camdens Freundinnen auf rätselhafte Weise verschwindet, scheint das niemanden zu beunruhigen. Camden wird plötzlich von seltsamen Erinnerungen geplagt und spürt, dass sich etwas Gefährliches zusammenbraut. Was geht hier nur vor sich? ~ Quelle

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Meine Meinung
„Akademie der Dämmerung“ stand meiner Meinung nach schon viel zu lange ungelesen in meinem Regal, sodass ich es endlich daraus befreien wollte. Da ich Internatsgeschichten eigentlich ganz gerne mag und diese ganz interessant fand, habe ich mir hier eine spannende Geschichte erhofft, die ich jedoch leider nicht erhalten habe.

Ich möchte hier nicht sagen, dass der Schreibstil nicht gelungen ist, denn tolle Ansätze sind definitiv vorhanden, das Problem ist jedoch, dass in „Akademie der Dämmerung“ streckenweise absolut nichts passiert, sodass sich die Geschichte stellenweise wie Kaugummi zieht. Die Grundidee ist an sich in Ordnung und ich fand es auch in Ordnung, wie Camden in der Geschichte aufgebaut wurde, allerdings war sie für mich keine große Sympathieträgerin, sodass ich stellenweise eher von ihr genervt war und mich nur selten in sie hineinversetzen konnte.

Camden hat sich nach einem Streit mit ihrer besten Freundin vollkommen zurückgezogen und wechselt nach dem Sommer auf die weit entfernte Lethe-Akademie, wo sie noch einmal komplett von vorne anfangen und neue Freude kennenlernen möchte. Dabei fällt auch schnell auf, dass die Akademie anders zu sein scheint, als man auf dem ersten Blick erahnen könnte, denn nicht nur die Schule an sich wirkt sehr geheimnisvoll, sondern auch die Schüler, denn oftmals hat man hierbei das Gefühl, als hätte jeder seine ganz eigenen Geheimnisse, die allerdings mal mehr, mal weniger interessant sind. Als Camden jedoch plötzlich Erinnerungen ereilen, von denen sie zunächst gar nichts wusste, merkt auch sie, dass die Schule alles andere als harmlos ist…

Hätte man hier die vielen Geheimnisse weiter ausgebaut und mehr Tiefe gegeben, hätte ich hier sicherlich das ein oder andere Auge zudrücken können. Problem ist jedoch, dass die Geschichte leider weitestgehend oberflächlich ist, sodass ich mich weder in die Geschichte und die Figuren hineinversetzen, noch in irgendeiner Form mitfiebern konnte. Es ist wirklich traurig, wie viel Potential hier nicht genutzt wurde.

Das Cover finde ich dagegen ganz hübsch und passt auch ganz gut zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls gut gefallen, sodass ich mir hier eine gute Geschichte erhofft habe. Schade, dass es dann letztendlich doch nicht so der Fall war.

Kurz gesagt: „Akademie der Dämmerung“ hätte ich sehr gerne gemocht, allerdings war dies leider nicht möglich, da hier alles nur sehr oberflächlich thematisiert wurde, keine Spannung aufkam und den Charakteren die nötige Tiefe fehlt. Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

Rezension

Stephen King – Regenzeit


Kurzbeschreibung
»In Willow regnet es alle sieben Jahre Kröten.« Hungrige Kröten, mit spitzen Zähnen, eine wahre Sturzflut. Das junge Ehepaar John und Elise Graham will sich in den Sommerferien im kleinen Städtchen Willow in Maine einquartieren, etwas abseits der üblichen Touristenroute. Die Warnungen der Einheimischen, in der »Regenzeit« lieber davon Abstand zu nehmen, halten sie für einen schlechten Scherz. Ein Fehler. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Regenzeit“ ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung „Albträume“ erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich der Autor wieder einmal überzeugen konnte.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass „Regenzeit“ letztendlich sehr gut durchdacht wirkt.

Hierbei geht es um die Stadt Willow im Bundesstaat Maine. Obwohl Maine im Sommer gerne von Touristen belagert wird, ist Willow nahezu frei von Touristen und das aus einem durchaus guten Grund, denn hier regnet es alle sieben Jahre, genauer gesagt am 17. Juni, Kröten vom Himmel, die ein Opfer erhalten wollen. Zur gleichen Zeit treffen John und seine Ehefrau Elise in Willow ein und wollen dort den Sommer über verbringen. Sie werden direkt gewarnt, nicht in dem Ort zu übernachten, allerdings nehmen sie sämtliche Warnungen nicht ernst und müssen mit den schlimmsten Konsequenzen rechnen…

So gut und spannend die Geschichte auch erzählt wird und so gut die Kröten auch dargestellt werden, fand ich das Ende ein wenig enttäuschend. Zwar ist die Geschichte durchweg interessant und vieles wird auch gut erklärt, allerdings hätte ich gerne noch viel mehr erfahren, wieso ausgerechnet Willow heimgesucht wird und warum es ausgerechnet Kröten sind.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: „Regenzeit“ ist eine spannende Geschichte mit einem schonungslosen Ritual und interessanten Figuren, sodass ich mich durchaus das ein oder andere Mal gegruselt habe. Somit kann ich auch diese Kurzgeschichte nur wärmstens empfehlen.

Rezension

Monica Murphy – Jade & Shep (Fair Game #1)


Kurzbeschreibung
Schlimm genug, dass Jades Freund sie zu einem langweiligen Pokerspiel mitschleppt. Er benutzt sie auch noch als Spieleinsatz – und verliert. Die perfekte Gelegenheit für Jade, ihn zu ihrem Ex-Freund zu machen. „Gewonnen“ hat sie angeblich der superreiche und extrem gut aussehende Shep Prescott. Ein Mann, der alles haben kann, aber scheinbar nur hinter ihr her ist. Nichts hält ihn zurück, egal wie abweisend Jade sich verhält. Und je widerspenstiger sie wird, desto mehr will er sie für sich… ~ Quelle

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Meine Meinung
Da ich bislang jedes Buch von Monica Murphy gelesen habe und die „Fair Game“-Trilogie von englischsprachigen Blogs bereits gefeiert wurde, habe ich mich sehr auf „Jade & Shep“, dem Auftakt der Trilogie, gefreut. Hier habe ich mir eine spannende und prickelnde Geschichte erhofft und wurde nicht enttäuscht.

Monica Murphy konnte mich auch hier mit ihrem unvergleichbaren Schreibstil wieder einmal überzeugen. Das Setting ist super, die Figuren gut ausgearbeitet, ab und zu erlebt man sarkastische und spannende Momente und die prickelnden Augenblicke dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen. Dazu liest sich die Geschichte wieder einmal sehr flott, sodass ich das Buch leider viel zu schnell wieder ausgelesen habe.

Mit Jade und Shep lernt man hier zwei ganz besondere Figuren kennen, auf die man sich einfach einlassen muss. Während Shep doch sehr der Draufgänger ist und stellenweise auch oberflächlich wirkt, ist Jade mir dagegen von Anfang an sympathisch gewesen, auch wenn sie stellenweise sehr unsicher wirkt. Dies ist aber nicht schlimm, da man sich als Frau so besser in sie hineinversetzen kann.

Die Geschichte zwischen Jade und Shep ist sehr prickelnd und stellenweise auch sinnlich, allerdings alles noch im Rahmen, sodass die Autorin hier schöne Szenen beschreibt, die allerdings auch manchmal alles andere als romantisch sind. Dadurch wurde hier eine tolle Atmosphäre zwischen ihnen geschaffen, die mir gefallen hat. Zwar muss man auch sagen, dass die Geschichte an vielen Stellen sehr vorhersehbar wirkt, allerdings lässt sich dies bei dem Genre auch nur schwer vermeiden.

Bei dem Cover bin ich vor allem froh, dass man hierbei das Cover der US-Ausgabe übernommen hat, denn dies passt meiner Meinung nach perfekt zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Jade & Shep“ ist ein würdiger, prickelnder und gut ausgearbeiteter Auftakt der „Fair Game“-Trilogie und konnte mich mit interessanten Figuren und einem tollen Schreibstil überzeugen. Somit freue ich mich bereits auf die anderen beiden Bände.

Reihenfolge
Jade & Shep
Lucy & Gabriel (10. Juli 2017)
Alexandria & Tristan (11. September 2017)

Rezension

Kelley Armstrong – Dunkles Omen (Cainsville #1)


Kurzbeschreibung
Olivia Taylor-Jones führt ein Leben wie aus dem Märchen: Sie ist schön, sie ist reich und sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit einem aufstrebenden jungen Politiker. Doch dann zerbricht ihre heile Welt in tausend Scherben, als sie durch einen Zeitungsartikel in der Boulevardpresse erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern wegen mehrfachen Mordes im Gefängnis sitzen. Um die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden, reist Olivia in den Heimatort ihrer Eltern – nach Cainsville. Doch in dem hübschen kleinen Städtchen sind die Dinge so gar nicht, wie sie zu sein scheinen… ~ Quelle

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Meine Meinung
Bücher von Kelley Armstrong habe ich schon immer gerne gelesen, da sie mich immer mit einem packenden Schreibstil und vielen Ideen begeistern konnte, von daher war ich auch schon sehr auf „Dunkles Omen“ gespannt. Dies ist der Auftakt der „Cainsville“-Reihe, die derzeit aus fünf Bänden besteht, in Deutschland jedoch erst der erste Band erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist wieder einmal sehr gelungen: Spannend, packend, sehr detailliert und mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Die Geschichte wird dabei nicht nur zum Großteil aus der Sicht von Olivia erzählt, sondern auch immer mal wieder von verschiedenen Menschen. Dadurch lernt man die einzelnen Figuren nicht gut kennen, sondern bekommt auch einen guten Einblick in das Leben in Cainsville.

In „Dunkles Omen“ geht es um Olivia, die eigentlich alles hat, was man sich nur wünschen kann: Ein sicheres Zuhause, einen tollen Verlobten und eine Welt, in der ihr sämtliche Türen offen stehen. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Olivia erfährt, dass sie eigentlich Eden heißt und die Tochter von Serienmördern ist. Da sie dies ausgerechnet über die Presse erfährt, die ihr aufgelauert haben, droht ihre heile Welt nicht nur zu zerbrechen, sondern sie begibt sich auch an den Ort, an dem die Morde ihrer Eltern begonnen haben: In Cainsville. Doch auch hier muss sie feststellen, dass es in der Stadt einige Geheimnisse gibt und sie dort bereits erwartet wird…

Wer hier einen typischen Thriller erwartet, der könnte möglicherweise enttäuscht sein, wer sich jedoch mit einer großen Portion Mystery anfreunden kann, wird hier eine spannende Geschichte voller Geheimnisse vorfinden, die mit interessanten Figuren daher kommt. Zwar muss ich zugeben, dass ich am Anfang meine Probleme mit Olivia hatte, allerdings hat sich dies im Laufe der Geschichte deutlich gebessert, sodass ich das Buch nur noch selten aus den Händen legen konnte.

Das Cover passt nicht nur hervorragend zur Geschichte, sondern ist auch sonst ein absoluter Hingucker, der bestens zu dem Genre passt. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Dunkles Omen“ besticht nicht nur mit einem herausragenden Schreibstil, sondern auch mit einem genialen Setting, interessanten Figuren und vielen Geheimnissen, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band „Zeit der Schatten“, der bereits im September erscheint.

Reihenfolge
Dunkles Omen
Zeit der Schatten (11. September 2017)
Deceptions (dt. Titel unbekannt)
The Orange Cat and Other Cainsville Tales (#3.5 / dt. Titel unbekannt)
Betrayals (dt. Titel unbekannt)
Rituals (dt. Titel unbekannt)

Rezension

Jonas Winner – Murder Park


Kurzbeschreibung
Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. ~ Quelle

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Meine Meinung
Nachdem mir bereits „Die Zelle“ von Jonas Winner sehr gefallen hat, wollte ich unbedingt mehr aus der Feder des Autors lesen und habe „Murder Park“ bereits lange vor seinem Erscheinungstag entgegengefiebert. Nun, wo ich das Buch endlich in den Händen halten durfte, war es auch direkt wieder ausgelesen, da ich es einfach nicht aus den Händen legen konnte.

Da ich Geschichten, die einen verlassenen Freizeitpark thematisieren, schon immer interessant fand, hat der Autor für mich das perfekte Setting geschaffen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und spannend und auch die Figuren haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, da sie allesamt gut ausgearbeitet wurden. Interessant fand ich auch die vielen Interviews, die die Geschichte abrunden.

In der Geschichte geht es um den Freizeitpark Zodiac Island, der vor mehr als zwanzig Jahren nach einer Mordserie geschlossen wurde und nun wieder eröffnet werden soll. Hierbei soll es sich dieses Mal allerdings um den sogenannten Murder Park handeln, zwar auch wieder ein Freizeitpark, allerdings ein Park, der mit den Ängsten der Menschen spielen soll. Getestet werden soll das Projekt von insgesamt zwölf Personen, einer davon ist Paul, aus dessen Sicht auch die Geschichte erzählt wird.

Was hierbei ein anfänglicher Spaß ist, wird allerdings schnell zu einer bösen Realität, denn der Murder Park macht seinem Namen alle Ehre und bringt die Morde mit auf die Insel. Für alle ein Albtraum, zumal man den Murder Park nicht so einfach verlassen kann, da die nächste Fähre erst in drei Tagen kommt…

„Murder Park“ entpuppt sich hierbei nicht nur als eine spannende und schockierende Geschichte, sondern lässt den Leser auch stets direkt am Geschehen teilnehmen. Da die Geschichte aus der Sicht von Paul erzählt wird, ist man immer nur auf seinem Wissensstand und muss selbst mitgrübeln, um zu erfahren, wer der Mörder auf der Insel ist. Dabei ist die Geschichte stets packend und hat mich auch so schnell nicht mehr losgelassen.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker. Der Freizeitpark ist dabei gut abgebildet, die dunklen Wolken sowie das Wasser runden das Gesamtbild ab, sodass es bestens zum Genre passt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich vom ersten Momentan an überzeugen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Murder Park“ ist ein spannungsgeladener Thriller mit einem großartigen Setting, interessanten Figuren und einem packenden Schreibstil, der mir jede Menge Gänsehaut beschert hat. Ich bin somit mehr als begeistert und kann dieses Buch nur empfehlen.

Rezension

Colleen Hoover – Finding Cinderella (Hopeless #2.5)


Kurzbeschreibung
Nur ein einziges Mal sind sie sich begegnet, doch Daniel kann sie nicht vergessen: die Unbekannte, die nach einer mehr als romantischen Stunde vor ihm davonlief wie Cinderella vor dem Prinzen. Seither redet Daniel sich erfolgreich ein, dass es die große Liebe ohnehin nur im Märchen gibt. Bis er bei seinem Freund Dean Holder auf Six trifft, die beste Freundin von Sky – und es ihn trifft wie einen Blitzschlag. ~ Quelle

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der „Hopeless“-Reihe gelesen habe, war ich schon sehr auf das Spin-Off „Finding Cinderella“ gespannt. Hier habe ich mir eine schöne, unterhaltsame und melancholische Geschichte gewünscht und diese auch zum Glück bekommen.

Colleen Hoovers Schreibstil ist dabei wieder ganz großes Kino: Die Geschichte liest sich leicht und flüssig und ich liebe es, dass Six und Daniel endlich mehr Zeit erhalten und man mehr über die beiden Figuren erfährt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, hat man hier eine tolle Konstellation geschaffen, die mich berühren und zum Schmunzeln bringen konnte.

Sky trägt ihr Herz auf der Zunge und ist oftmals sehr tough, Daniel ist dagegen sehr humorvoll, smart, aber auch unglaublich sympathisch, sodass man die beiden Figuren nur ins Herz schließen kann. Während Six die beste Freundin von Sky ist, ist Daniel der beste Freund von Dean. Obwohl Dean nicht gerade davon begeistert ist, dass Daniel ein gewisses Interesse an Six zeigt, treffen sie sich dennoch heimlich und stellen fest, dass es ganz gut zwischen ihnen klappt. Allerdings hat auch Six ein Geheimnis, das sämtliche Fortschritte zwischen ihnen zu zerstören droht…

So schön die Geschichte rund um Daniel und Six auch ist, so gibt es einen Kritikpunkt: Das Ende! Dieses kam viel zu plötzlich und ich hatte das Gefühl, als hätte die Autorin nicht mehr die nötige Zeit bekommen, um die Geschichte zwischen Daniel und Six ausführlicher zu beenden. Dennoch ändert das nichts an dem ansonsten positiven Eindruck.

Das Cover ist gelungen und passt sich farblich den ersten beiden Bänden an. Die beiden Models sind gut ausgewählt sodass ich mir besonders Six gut vorstellen konnte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Finding Cinderella“ ist ein gelungenes Spin-Off zur „Hopeless“-Reihe und konnte mich mit interessanten Figuren, einem angenehmen und mitreißenden Schreibstil und vielen tollen Momenten voll und ganz in den Bann ziehen, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe.

Reihenfolge
Hope Forever
Looking for Hope
Finding Cinderella (#2.5)

Rezension

Julie Kagawa – Das Erbe der Feen (Plötzlich Prinz #1)


Kurzbeschreibung
Schau dich nie nach ihnen um. Tu einfach so, als wären sie nicht da – das ist die goldene Regel, mit der Ethan Chase jeden Ärger zu vermeiden sucht. Ärger, den ihm seine ältere Schwester Meghan Chase eingehandelt hat, die in Nimmernie, dem Land der Feen, lebt und dafür gesorgt hat, dass die Grenzen zur Menschenwelt durchlässiger werden. Wo Ethan geht und steht, ereignen sich seltsame Dinge. Immer sieht es so aus, als sei er daran schuld. Wie zum Beispiel an dem mysteriösen Feuer in der Bibliothek seiner alten Schule, die er daraufhin verlassen muss. Als Ethan am ersten Tag an seiner neuen Highschool persönlich angegriffen wird, kann er die Boten Nimmernies allerdings nicht mehr länger ignorieren. Er muss sich seinem verhängnisvollen Erbe stellen, um sich und seine Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren – und um ein Mädchen zu retten, von dem er bislang nicht einmal wusste, dass er eigentlich unsterblich in sie verliebt ist… ~ Quelle

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Meine Meinung
Julie Kagawa und ich hatten es bislang nicht leicht miteinander, denn leider sind zwei Reihen bereits für mich gefloppt, sodass ich auch bei „Das Erbe der Feen“, Band 1 der „Plötzlich Prinz“-Trilogie, enorme Zweifel hatte. Ich kann allerdings endlich sagen, dass ich hier positiv überrascht wurde und mir das Buch wirklich gut gefallen hat.

Julie Kagawa hat mich hier wirklich überzeugen und überraschen können, denn die Geschichte liest sich nicht nur leicht, sondern auch oftmals sehr flüssig. Die Figuren sind vielseitig, das Setting interessant und auch die Umsetzung finde ich mehr als gelungen. Einziger Kritikpunkt: Die Geschichte besitzt oftmals unnötige Längen, auf die ich gerne verzichtet hätte, denn an wenigen Stellen ging der Autorin der berühmte rote Faden verloren. Wenn man allerdings einigermaßen darüber hinwegschauen kann, bekommt man hier eine wirklich tolle Geschichte geboten.

Obwohl es sich bei der „Plötzlich Prinz“-Trilogie um ein Spin-Off der „Plötzlich Fee“-Reihe handelt, kann man die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen. Ich habe nicht alle Bücher der „Plötzlich Fee“-Reihe gelesen, was jedoch nicht geschadet hat, da ich von Anfang an in der Geschichte drin war.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Ethan, dem Bruder von Meghan, die über das gesamte Feenreich herrscht. Obwohl Ethan ganz normal sein möchte und auf eine normale Highschool geht, merkt man bei ihm schnell, dass er alles andere als normal ist, denn er kann Feen sehen, was ihn nicht nur Schwierigkeiten bereitet, sondern auch seine gesamte Familie in Gefahr bringt. Aber nicht nur diese ist in Gefahr, sondern auch Kenzie, in die er sich hoffnungslos verliebt hat…

Die Geschichte wird beinahe lückenlos spannend und flüssig erzählt, die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, besitzen ihre Ecken und Kanten, sind aber dennoch liebenswert und auch das Setting ist rundum gelungen, sodass man hier einen gelungenen Auftakt erhält.

Das Cover ist für mich ein absoluter Eyecatcher, das nicht nur hervorragend zur Geschichte passt, sondern auch mit tollen Details und schön anzusehenden Grün- und Blautönen überzeugt. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls zugesagt, sodass ich dem Buch trotz einiger Skepsis eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Das Erbe der Feen“ ist insgesamt ein gelungener Auftakt der „Plötzlich Prinz“-Trilogie und konnte mich mit einem oftmals packenden Schreibstil und interessanten Charakteren direkt in den Bann ziehen, sodass ich trotz Skepsis positiv überrascht wurde.

Reihenfolge
Das Erbe der Feen
Das Schicksal der Feen
Die Rache der Feen

Rezension

Marah Woolf – Liebe mich nicht (Götterfunke #1)


Kurzbeschreibung
„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?“ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. „Liebe mich nicht.“
Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?
~ Quelle

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Meine Meinung
„Liebe mich nicht“ ist der Auftakt der „Götterfunke“-Trilogie, eine Geschichte, die ich unbedingt mögen wollte. Ich hatte nicht nur hohe Erwartungen an die Geschichte, sondern bereits so viel Gutes über das Buch gehört, sodass ich mir sicher war, dass es einfach nur gut werden kann. Leider war dies letztendlich nicht so, denn ich hatte von Anfang an große Probleme mit der Geschichte und kann den Hype somit nicht nachvollziehen.

So sehr ich mich bemüht habe, ich habe leider nie wirklich einen Einstieg in die Geschichte gefunden, denn ich konnte mich weder auf die teils doch sehr unsympathischen Figuren einlassen, noch auf den Schreibstil der Autorin. Hier wird sich nicht nur an vielen Klischees bedient, sondern die Handlung zog sich auch wie Kaugummi, sodass ich stellenweise sogar quer gelesen habe, was ich normalerweise nicht mache.

Schuld daran sind die Charaktere, die ich nicht nur als oberflächlich und langweilig empfunden habe, sondern auch als klischeebeladen. Dazu kommt, dass ich die Ausarbeitung der Figuren eher als lieblos empfunden habe. Die Autorin kann schreiben, keine Frage, aber bei „Liebe mich nicht“ hat mir durchweg der rote Faden gefehlt, sodass auch die Spannung auf der Strecke geblieben ist.

Die Tatsache, dass Jess hier vollkommen abhängig von Cayden ist, sie nur noch an ihn denkt und diesem praktisch hinterherläuft, erinnert auf unangenehme Art und Weise an Bella Swan aus der „Twilight“-Reihe, sodass ich mich bei Jess nur gelangweilt habe und sie auf weiten Stücken nicht ernst nehmen konnte. Gleiches gilt leider auch für Cayden und die anderen Figuren, sodass ich mit niemanden von ihnen wirklich warm wurde.

Das Cover ist dagegen hübsch anzusehen und gefällt mir besonders von den Farben her. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich neugierig wurde. Schade, dass der Inhalt letztendlich doch nicht überzeugen konnte.

Kurz gesagt: „Liebe mich nicht“ hätte an sich sehr gut werden können, allerdings fand ich die Figuren meist nur langweilig und oberflächlich, sodass ich weder mit ihnen, noch mit der Geschichte warm werden konnte. Manchmal soll es einfach nicht sein.

Reihenfolge
Liebe mich nicht
Hasse mich nicht (25. September 2017)
Verlasse mich nicht (20. März 2018)