Rezension

Ursula Poznanski – Aquila


Kurzbeschreibung
Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen: Das Blut ist nicht deines. Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist. Halte dich fern von Adler und Einhorn…
Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?
~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Da Ursula Poznanski mittlerweile zu meinen liebsten deutschsprachigen Autorinnen gehört, war ich schon sehr auf ihr neuestes Werk „Aquila“ gespannt, von dem ich mir sehr viel erhofft habe. An sich wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder einmal mit vielen spannenden Momenten und überraschenden Wendungen überzeugen, dennoch bin ich am Ende nicht ganz zufrieden gewesen.

Der Schreibstil ist wieder einmal ganz große Klasse. Man ist von Anfang an mittendrin in der Geschichte, man lernt die wunderschöne Stadt Siena ausführlich kennen und kann sich viele Gassen und Häuser bildlich vorstellen und auch an Spannung mangelt es der Geschichte absolut nicht. Mein Problem sind allerdings die Charaktere, mit denen ich leider bis zum Schluss nicht warm wurde.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Nika, die für ein Auslandssemester in Siena studiert und mit einem Blackout in ihrer Studentenwohnung aufwacht. Dabei entdeckt sie nicht nur mysteriöse Nachrichten in der Wohnung, sondern muss auch feststellen, dass ihre Mitbewohnerin spurlos verschwunden ist. Obwohl sich Nika dabei am Anfang nicht allzu viel dazu denkt, muss sie schnell erkennen, dass sie in Gefahr schwebt, denn in ihrer Wohnung wird nicht nur eingebrochen, sondern sie erfährt auch noch, dass Jenny von der Polizei tot aufgefunden wurde. Gemeinsam mit dem smarten Italiener Stefano versucht Nika ihren Blackout zu überwinden und möchte unbedingt erfahren, was mit ihr und Jenny in der Zeit von Samstag bis Dienstag geschehen ist, doch gleichzeitig muss sie sich auch fragen, wie viel der Wahrheit sie tatsächlich verkraften und wem sie überhaupt trauen kann…

An sich ist Nika ganz sympathisch und konnte mich von allen Figuren wohl auch am meisten ansprechen, dennoch fand ich sie nicht immer authentisch, denn sie handelt oft unklug und naiv, während sie auf der anderen Seite immer wieder über sich hinausgewachsen ist. Für mich ist sie zu tough und ich habe mir ein wenig mehr Emotionen von ihr gewünscht. Auch die anderen Figuren konnten mich nicht immer ansprechen. Dies galt besonders für Nikas verstorbene Mitbewohnerin Jenny, die vollkommen überspitzt dargestellt wird, sodass ich mich zwischendurch immer wieder ertappt habe, wie ich die Augen verdreht habe. Dazu bekommt man mit Stefano noch jemanden vorgesetzt, der leider sehr klischeehaft ist und ich somit ein bisschen enttäuscht von seiner Darstellung war. Hier hätte man so viel mehr aus den Figuren herausholen können, was der Autorin in dem Fall allerdings nicht gelungen ist.

Dennoch hat mir die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen, da man hierbei nicht nur eine spannende Suche nach der Wahrheit erlebt, sondern auch immer wieder kleinere Überraschungsmomente, die ich so nicht erwartet habe. Dennoch ist in der Geschichte deutlich mehr drin gewesen. So hätte ich den Figuren nicht nur mehr Tiefe und weniger Klischees gegönnt, sondern am liebsten noch viel mehr über die Polizeiarbeit erfahren, die meiner Meinung nach viel zu kurz kam.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und besticht mit vielen kleineren Details, die für die Geschichte wichtig sind. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und konnte direkt mein Interesse wecken, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Kurz gesagt: Obwohl „Aquila“ an sich sehr spannend ist und die Autorin mich mit ihren vielen Ideen wieder einmal überzeugen konnte, konnten die meisten Figuren bei mir nicht punkten, sodass ich nicht so mitfiebern konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Dennoch ist die Geschichte an sich vollkommen in Ordnung, sodass ich „Aquila“ gerne weiterempfehle.

Rezension

JP Delaney – The Girl Before


Kurzbeschreibung
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu „The Girl Before“ gelesen habe, wurde ich schnell neugierig und wollte mir unbedingt selbst ein Bild von der Geschichte machen. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und diese auch größtenteils erhalten.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs ein paar Probleme mit der Geschichte hatte, denn der Anfang war doch sehr zäh, sodass ich mich auf den ersten 50-75 Seiten ganz schön durchbeißen musste. Danach konnte mich die Geschichte jedoch immer mehr packen, sodass ich letztendlich doch eine spannende Geschichte vorgefunden habe.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Jane, die es im Leben nicht immer leicht hatte und von daher dringend einen Tapetenwechsel benötigt. Das Glück steht ihr dabei auf der Seite, denn sie darf in ein modernes Haus in einem angesehenen Stadtteil in London ziehen. Als sie dazu noch Edward kennen lernt, dem das Haus gehört, scheint ihr Glück zunächst perfekt zu sein, denn sie beginnt eine Affäre mit ihm und glaubt, dass ihr Leben nun besser wird. Dieses Leben beginnt jedoch immer mehr zu bröckeln, als Jane erfährt, dass es bereits eine andere Frau in diesem Haus gab, die ihr nicht nur sehr ähnlich sah, sondern dazu in dem Haus verstorben ist. Dabei kommt es auch immer zu Erlebnissen aus der Vergangenheit aus der Sicht von Emma, die in dem Haus verstorben ist.

Die Geschichte ist trotz kleinerer Schwächen stets spannend. Zwar gibt es auch hier die ruhigeren Momente, die sich stellenweise ein wenig ziehen, allerdings erlebt man hier insgesamt eine interessante Geschichte mit vielseitigen Figuren, die zwar nicht immer sympathisch sind, in die man sich aber dennoch in gewisser Art und Weise hineinversetzen kann.

Das Cover passt gut zur Geschichte, gleichzeitig erkennt man auch direkt das Genre und eine düstere Stimmung, was ebenfalls gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung liest sich spannend und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich „The Girl Before“ sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „The Girl Before“ ist ein interessanter und spannender Thriller mit vielseitigen Figuren, der zwar am Anfang seine Zeit braucht und auch um kleinere Längen nicht herumkommt, mich aber letztendlich dennoch überzeugen konnte, sodass ich das Buch gerne gelesen haben. Wer bereits Bücher von Paula Hawkins mochte, sollte auch JP Delaney eine Chance geben!

Rezension

Bettina Belitz – Tashiras Bestimmung (Diamantkrieger-Saga #3)


Kurzbeschreibung
Endlich ist es so weit – die Diamantkrieger nehmen den Kampf gegen die Hydra auf. In einem abgelegenen Wüstentempel bereiten Tashira (wie Sara seit ihrer Einweihung genannt wird) und ihre Gefährten sich auf die Konfrontation mit den Mächten der Unterwelt vor. Doch die anhaltenden Spannungen zwischen Tashira und Damir drohen alles zu gefährden. Der Kampf in der Unterwelt wird zum entscheidenden Wendepunkt: Können die Diamantkrieger dem Bösen in der Welt etwas entgegensetzen und wird Tashira ihre Bestimmung annehmen? ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Nachdem mir bereits die ersten beiden Bände der „Diamantkrieger-Saga“ gut gefallen haben, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich sehr hohe Erwartungen und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, denn „Tashiras Bestimmung“ kann gegenüber den anderen Bänden locker mithalten.

Hierbei besitzt die Autorin wieder einmal einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich locker, leicht und spannend lesen lässt. Das Setting ist weiterhin düster und perfekt ausgewählt, die Dialoge gut durchdacht und auch die Figuren konnten mich auch aufgrund ihrer Weiterentwicklung überzeugen. Ich fand einige zwar auch weiterhin eher unsympathisch, allerdings sind sie allesamt glaubwürdig und auch ihre stete Entwicklung ist mehr als gelungen.

Die Geschichte um Sara, die nun endlich eine Diamantkriegerin ist, wird gut weitergeführt, es gibt viele spannende Momente, gute Kämpfe und Sara selbst muss stellenweise zwar eine Menge einstecken, gleichzeitig wirkt sie allerdings auch deutlich reifer und selbstbewusster, sodass sie mir als Figur gefallen hat.

Man muss zwar sagen, dass auch dieser Band wieder hier und da ein paar kleinere Schwächen und Logikfehler besitzt, allerdings konnte ich bei diesem Band stellenweise besser darüber hinwegsehen, weil ich einfach viel zu neugierig war, wie sich die Geschichte entwickeln und schließlich enden wird. Man bekommt zwar hier keinen Mega-Bestseller, aber dennoch eine gut durchdachte, interessante und teilweise düstere Fantasy-Geschichte.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Hier passt einfach alles: Die wunderschöne Farbgestaltung, die Umgebung und die glänzenden Elemente. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und für mich der Grund, weshalb ich auch dem zweiten Band unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Tashiras Bestimmung“ ist trotz kleinerer Schwächen ein spannender, ereignisreicher und würdiger Abschluss der „Diamantkrieger-Saga“, die mir insgesamt großen Spaß gemacht hat. Schade, dass es nach drei Bänden schon wieder vorbei ist.

Reihenfolge
Damirs Schwur
La Lobas Versprechen
Tashiras Bestimmung

Rezension

Larry Brown – Fay


Kurzbeschreibung
Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Nachdem ich bereits einige Bewertungen zu „Fay“ gelesen und gemerkt habe, dass die Meinungen sehr weit auseinandergehen, wurde ich neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance geben. Letztendlich gehöre ich zu den Menschen, die das Buch mochten, denn hier erlebt man komplexe Figuren, die man nicht unbedingt ins Herz schließt, ihren Weg aber dennoch gerne mitverfolgt.

Zuerst einmal muss man sagen, dass das Buch trotz seines Alters recht frisch und modern wirkt, denn „Fay“ ist bereits erstmals im Jahr 2000 im Original veröffentlicht worden. Dennoch liest sich die Geschichte zum Großteil sehr spannend und angenehm. Man muss zwar zugeben, dass die Geschichte hier und da nicht ohne Längen auskommt, allerdings fand ich die Geschichte insgesamt einfach gut ausgearbeitet. Die Figuren werden bestens beschrieben, man lernt besonders Fay gut kennen und auch die Dialoge wirken oftmals gut ausgearbeitet und nur selten holprig.

Erzählt wird hier die Geschichte von der 17-jährigen Fay, der es in ihrem Zuhause nur noch schlecht geht und kurzerhand beschließt, ihre Familie, insbesondere ihren gewalttätigen Vater, zu verlassen. Mit gerade einmal zwei Dollar und ein paar Zigaretten in der Tasche zieht sie los und erhofft sich ein besseres Leben, in dem Gewalt und Missachtung keine Rolle mehr spielen. Auf ihrem Weg begegnet sie dabei vielen Menschen. Manche wollen ihr helfen, andere wollen sie ausnutzen, doch auch Fay lässt sich nicht alles gefallen und kann trotz ihres Alters gut für sich einstehen.

Dennoch ist Fay nicht zwingend eine Figur, in die man sich schnell hineinversetzen kann. Ich kann zwar verstehen, wieso sie unbedingt weg wollte, allerdings wirkt sie stellenweise noch so unreif und naiv, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Andererseits wirkt sie jedoch oftmals sehr abgeklärt und selbstbewusst, sodass man sie als deutlich älter einschätzt. Wenn man sich als Leser jedoch bemüht, mehr über das junge Mädchen zu erfahren und sich in sie hineinzuversetzen, wird hier eine interessante und vielseitige Figur erleben, mit der man es jedoch nicht immer leicht hat.

Das Cover wirkt auf der einen Seite sehr idyllisch, gleichzeitig sieht man aber auch, wie einsam es rund um der Farm ist, sodass das Cover auch gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich Fays Geschichte unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: Obwohl „Fay“ sicherlich alles andere als leicht im Umgang ist, erlebt man hier eine spannende und interessante Geschichte mit komplexen Figuren, die nicht nur zum Nachdenken anrege, sondern einen auch das ein oder andere Mal mit dem Kopf schütteln lassen. Mir hat es gefallen und somit kann ich das Buch nur empfehlen.

Rezension

Anja Fahrner – Alkatar


Kurzbeschreibung
2030 – Die Menschen haben die Erde an den Rand einer Katastrophe gebracht, doch jenseits unseres Sonnensystems ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben.
Die Laurasier, entfernte Vorfahren der Menschen, starten eine verborgene Rettungsaktion, um den Fortbestand der menschlichen Spezies zu sichern: Freiwillige sollen auf dem erdähnlichen Planeten Zadeg einen Lebensweg im Einklang mit der Natur erlernen.
Doch der Verantwortliche der Mission, der laurasische Heerführer und Telepath Alkatar, wird schon bald mit den Abgründen der menschlichen Natur konfrontiert. Als ein intergalaktischer Krieg Zadeg von der Außenwelt abschneidet, setzt sich eine dramatische Entwicklung in Gang…
~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Nachdem ich bereits sehr viele positive Bewertungen zu „Alkatar“ von Anja Fahrner gelesen habe, war ich direkt neugierig und wollte der Geschichte unbedingt eine Chance geben. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte gewünscht und diese auch letztendlich erhalten.

Der Schreibstil ist stellenweise zwar einfach gehalten, allerdings nie holprig, sondern leicht und flüssig, sodass die Geschichte viel zu schnell ausgelesen war. Die Figuren sind gut beschrieben, sodass man diese ausreichend kennenlernt und auch die Welten, die die Autorin geschaffen hat, sind so malerisch beschrieben, sodass man sich diese bestens vorstellen kann.

Die Geschichte behandelt dabei hauptsächlich das Leben von Alkatar und Stefa. Alkatar ist ein laurasischer Heerführer und hat gleichzeitig telepathische Fähigkeiten, ist zudem sehr stark, selbstbewusst und gibt hier den perfekten Anführer ab, der nahezu alles im Griff zu haben scheint. Stefa ist dagegen das genaue Gegenteil, denn diese wirkt stellenweise wie eine graue Maus, die wenig Selbstbewusstsein besitzt und zudem sehr ängstlich auf vieles reagiert.

Die Art und Weise, wie Alkatar dabei seine Mission angeht, die Menschen von der Erde auf einen neuen Planeten zu führen, ist interessant, aber auch hier und da ganz anders als erwartet, sodass es hierbei viele rasante und packende Momente gibt, die mir sehr zugesagt haben.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und besticht mit tollen Blautönen, gleichzeitig passt dieses hervorragend zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mir direkt gefallen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Alkatar“ ist eine interessante und spannende Geschichte mit einem erschreckenden, aber auch gut ausgearbeiteten Szenario, welches mir auch aufgrund der vielseitigen Figuren gut gefallen hat. Ich bin somit begeistert und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

Rezension

Anna Savas – Forbidden Love Story


Kurzbeschreibung
Schon als Vesper dem gut aussehenden Alex zum ersten Mal über den Weg läuft, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Seine leuchtend grünen Augen scheinen direkt in ihr Herz zu blicken und sein umwerfendes Lächeln bringt sie dazu, den ganzen Mist um sie herum zu vergessen. Zumindest für einen kurzen Moment – bis Vesper Alex bei einem Abendessen wiedersieht, das ihre Mutter mit ihrem neuen Verlobten und dessen Tochter ausrichtet. Als sich dort herausstellt, wer Alex wirklich ist, wird ihnen klar, dass ihre Liebe niemals sein darf – aber Gefühle lassen sich nichts vorschreiben. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl es Geschichten wie diese bereits wie Sand am Meer gibt, war ich auf „Forbidden Love Story“ dennoch sehr gespannt, da mir die Aufmachung des Covers, aber auch die Kurzbeschreibung zugesagt haben. Letztendlich war ich jedoch ein wenig enttäuscht, da das Buch meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllen konnte.

Man muss zwar sagen, dass die Autorin hierbei einen ganz angenehmen und leichten Schreibstil gewählt hat, der dafür sorgt, dass sich die Geschichte flüssig lesen lässt, allerdings hat mir hierbei dennoch die Besonderheit gefehlt. Obwohl die Geschichte aus der Sicht von Vesper erzählt wird, blieb sie mir leider bis zum Schluss fremd, sodass ich sie nur wenig kennenlernen durfte und sie auf mich viel zu distanziert wirkte.

Problem ist dabei nicht nur, dass sowohl Vesper als auch die anderen Figuren mir immer zu distanziert wirkten, sondern es auch ein wenig an der Ausarbeitung haperte. Man merkt der Autorin zwar deutlich an, dass sie sich hierbei sehr bemüht hat, allerdings fehlte mir bei den Figuren die Besonderheit, sodass sich oftmals nur an den Klischees aus dem Genre bedient wurde und man Figuren wie Vespa oder auch Alexa in vielen anderen Büchern begegnet ist.

Auch die hier vorkommende Liebesgeschichte, die angeblich nicht sein darf, wurde meiner Meinung nach vollkommen überdramatisiert, denn ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, was eigentlich das Problem ist und wieso man so viel gekünsteltes Drama einbauen musste, was einfach nicht hätte sein müssen.

Dennoch muss man sagen, dass die Autorin wirklich Talent hat und ihr Debüt trotz all der Kritik in Ordnung ist, denn die Geschichte liest sich flott, tut nicht weh und zeigt, wie viel Potential die Autorin doch tatsächlich besitzt. Somit werde ich der Autorin definitiv eine weitere Chance geben und hoffe, dass sie sich stetig weiterentwickeln kann.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt auch gut zur Geschichte, auch die Kurzbeschreibung ist auf den ersten Blick gelungen und hat mich direkt angesprochen, allerdings wird auch hierbei viel zu sehr überdramatisiert, sodass man letztendlich ganz andere Erwartungen von der Geschichte hat.

Kurz gesagt: Auch wenn „Forbidden Love Story“ oftmals viel zu überdramatisiert wirkt und sich an vielen Klischees aus dem Genre bedient wurde, ist es dennoch eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, die sich leicht und flüssig lesen lässt und die nicht weh tut. Von daher kann man dem Buch für verregnete Sommertage oder am Strand einfach mal eine Chance geben.

Rezension

Nelly Fehrenbach – Und dann ist alles anders


Kurzbeschreibung
Die Migräneattacken schiebt Charlotte auf ihre anstrengenden Hochzeitsvorbereitungen – bis sie aus heiterem Himmel einen schweren Krampfanfall erleidet. Sie, die sonst als Krankenschwester immer anderen hilft, muss nun selbst umsorgt werden, und eine verstörende Diagnose stürzt sie in eine tiefe Krise. Die Hochzeit mit ihrem Verlobten Jörg wird abgesagt, seine liebevolle Hilfe stürzt sie nur noch tiefer in ihre Verzweiflung. Doch als ihre Kraft nur noch zum Sterben reicht, begegnet ihr ein anderer Mann. Auch er ist gezeichnet von einer Krankheit, aber er hat eine ganz andere Art damit umzugehen als sie. Aufgeben ist keine Lösung! Auf einmal scheint Weiterleben möglich, wenn Charlotte lernt, ihre Krankheit zu akzeptieren. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
„Und dann ist alles anders“ von Nelly Fehrenbach ist mir bereits vor dem offiziellen Erscheinungstag aufgefallen, da mir die Kurzbeschreibung sehr zugesagt hat. Hier habe ich mir eine emotionale und eindringliche Geschichte erhofft und diese auch weitestgehend erhalten.

Nelly Fehrenbach benutzt hierbei zwar eine recht einfach gehaltene Sprache, die sich allerdings so flüssig und stellenweise eindringlich liest, dass mir der Schreibstil insgesamt gut gefallen hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge meistens flüssig und auch sonst konnte mich die Geschichte überzeugen.

Erzählt wird hier die Geschichte von Charlotte, die sich immer mehr auf ihre anstehende Hochzeit konzentriert und sich selbst dabei vernachlässigt. Als diese immer mehr mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat und einen Krampfanfall erleidet, zieht auch ihr Verlobter die Reißleine und lässt seine Verlobte durchchecken. Obwohl die Diagnose niederschmetternd ist und Charlotte auch von allen Seiten aus geholfen wird, merkt man schnell, dass ihre Gefühle und Ängste dabei viel zu kurz kommen und sie in der Hinsicht vollkommen auf sich alleine gestellt ist, was dafür sorgt, dass sie immer mehr verzweifelt und sich aufgibt. Dies ändert sich allerdings zusehends, als sie doch noch lernt, wie sie ihre Krankheit und ihr Schicksal akzeptieren kann.

Die Geschichte ist nicht nur sehr berührend und mit interessanten und vielseitigen Figuren bestückt, sondern ist vor allem authentisch, denn hier wird nichts beschönigt. Nicht nur die Krankheit wird hierbei gut thematisiert, sondern auch alles, was damit zu tun hat: Das Umfeld verändert sich, andere haben Mitleid, andere können mit den Veränderungen nicht umgehen und auch Charlottes Gedanken und Ängste sind durchaus nachvollziehbar, sodass man hier eine interessante und emotionale Geschichte erhält.

Das Cover ist schön anzusehen und besticht mit einem tollen Farbton. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls überzeugen und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Und dann ist alles anders“ ist eine schonungslose und einfühlsame Geschichte, die mich berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Wer auch vor sensibleren Themen nicht zurückschreckt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

Rezension

Stefanie Hasse – Schicksalsbringer (Ich bin deine Bestimmung #1)


Kurzbeschreibung
Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
„Schicksalsbringer“ war bereits lange vor dem Erscheinungstag in der Bloggerwelt in aller Munde, sodass ich großes Interesse an der Geschichte hatte und diese bereits vor dem Erscheinungstag lesen durfte. Hier hatte ich hohe Erwartungen und habe mich auf eine spannende und unterhaltsame Geschichte gefreut. Diese habe ich letztendlich auch erhalten, obwohl ich zugeben muss, dass die Geschichte leider nicht ohne Schwächen auskommt.

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen. Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und leicht. Die Idee, wie man das Schicksal anhand einer Münze beeinflussen kann, ist mehr als gelungen und hat direkt mein Interesse geweckt. Das einzige große Problem, das ich allerdings mit der Geschichte habe, sind die Charaktere, mit denen ich leider allesamt absolut nicht warm wurde, da mir an ihnen die Besonderheit gefehlt hat.

Kiera ist zwar an sich ein toughes und sympathisches Mädchen, allerdings gibt es bereits zig andere Mädchen in Jugendbüchern, die genau wie sie ausgearbeitet wurden. Dann gibt es da noch ihren besten Freund Cody, mit dem sie aufgewachsen ist und der für sie wie ein Bruder ist. Selbstverständlich geht es ihm da anders und er himmelt Kiera an, was sie – natürlich! – nicht bemerkt. Auch ihre anderen Freunde sowie Hayden und Phoenix – die selbstverständlich beide unverschämt gut aussehen! – sind leider zu klischeebeladen und absolut austauschbar, was dafür gesorgt hat, dass ich mit ihnen leider nicht so mitfiebern und mitfühlen konnte, wie ich es mir gewünscht habe.

Dennoch ist „Schicksalsbringer“ alles andere als schlecht und überzeugt mit tollen Ideen, unterhaltsamen Momenten einem gut ausgearbeiteten Plot, der mich zum Teil auch überraschen konnte, sodass ich definitiv wissen möchte, wie es mit der Geschichte und der Beeinflussung des Schicksals weitergehen wird. Dazu hoffe ich im zweiten Band auf eine Weiterentwicklung aller Charaktere.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker, den man einfach gerne im Regal stehen hat. Das Mädchen, das Kiera darstellen soll, ist zudem gelungen und passt perfekt zu ihr. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl mich „Schicksalsbringer“ mit vielen Ideen überzeugen und unterhalten konnte, bin ich letztendlich doch ein wenig enttäuscht, da ich mit den Figuren absolut nicht warm wurde und somit nicht so mitfiebern konnte, wie ich es mir zuvor gewünscht habe. Dennoch fand ich die Geschichte rund um das Schicksal so interessant, dass ich auch zukünftig dem zweiten Band „Schicksalsjäger“ eine Chance geben möchte.

Reihenfolge
Schicksalsbringer: Fortunas Vermächtnis (#0.5)
Schicksalsbringer
Schicksalsjäger (Frühjahr 2018)

Rezension

[Kurzrezension] Uwe Wilhelm – Die sieben Farben des Blutes


Kurzbeschreibung
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass mir „Die sieben Farben des Blutes“ ohne die Empfehlung des Verlages wohl nie wirklich aufgefallen wäre. Zum Glück habe ich das Buch dann doch für mich entdeckt, denn auch wenn es die ein oder andere Schwäche besitzt, fand ich die Geschichte rund um Helena dennoch spannend und auf großen Strecken gelungen.

Die Geschichte liest sich spannend, aber auch sehr brutal, sodass sich sensiblere Leser genau überlegen sollten, ob sie zu dem Buch greifen möchten. Die Handlungen von Dionysos sind schonungslos und genau so werden diese auch beschrieben. Problematisch sind hier jedoch ein paar Logikfehler und Wiederholungen, die meiner Meinung nach nicht nötig waren und somit ab und zu für Längen gesorgt haben.

Die Geschichte rund um Dionysos und der Staatsanwältin Helena, die die Morde aufklären und Dionysos stoppen möchte, ist ansonsten vollkommen in Ordnung, stellenweise aber auch ein wenig oberflächlich. Da Helena irgendwann auch selbst auf der Abschussliste von Dionysos erscheint, habe ich gehofft, dass ich mehr mit Helena leiden und zittern werde, allerdings war sie mir leider nicht sympathisch genug, um wirklich mit ihr mitfiebern zu können.

Das Cover ist für mich jetzt nicht der allergrößte Hingucker, allerdings passt es dennoch hervorragend zum Buchtitel, sodass man sich hier nur schwer beschweren kann. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen schon eher angesprochen und direkt mein Interesse geweckt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn „Die sieben Farben des Blutes“ hier und da so manche Schwäche besitzt und ich nicht immer mit den Figuren warm wurde, habe ich hier dennoch eine spannende und gut ausgearbeitete Geschichte vorgefunden, die mich weitestgehend fesseln konnte. Thriller-Fans sollten dieses Werk unbedingt im Auge behalten.

Rezension

[Kurzrezension] Richard Laymon – Die Gang


Kurzbeschreibung
Das Küstenstädtchen Boleta Bay birgt ein finsteres Geheimnis. Immer wieder verschwinden Menschen. Eine Gang Jugendlicher macht die herumlungernden Stadtstreicher dafür verantwortlich. Sie wollen ihnen eine Lektion erteilen – und gehen dabei bis zum Äußersten. In einer finsteren Nacht treibt die Gang ihre drastischen Säuberungsaktionen auf die Spitze. Doch im alten Vergnügungspark des Ortes erleben die Jäger eine Überraschung. In der Finsternis lauert etwas Unaussprechliches, Grauenhaftes auf sie, das nur eines kennt: Blutrausch. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Ich habe in den letzten Monaten bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch sehr begeistert, von daher war ich schon sehr auf „Die Gang“ gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden zwar nicht gänzlich erfüllt und das Buch ist sicherlich nicht perfekt und besitzt auch viele Schwächen, allerdings fand ich es am Ende dennoch ganz in Ordnung.

Richard Laymon besitzt hier zwar wieder seine oftmals saloppe, sehr direkte und einfach gehaltene Sprache, die mir immer sehr zugesagt hat, allerdings wollte bei „Die Gang“ nie ganz der Funke überspringen. Das Buch liest sich recht flüssig und leicht, besitzt den ein oder anderen Schocker und auch die Figuren sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet, allerdings hat mir hier die Besonderheit gefehlt, um voll und ganz ans Buch gefesselt zu werden. Dennoch ist die Geschichte nicht schlecht.

Bereits die ersten Seiten beginnen bereits sehr brutal und man bekommt einen guten Einblick in die Gang und wie brutal und skrupellos diese sein können. Was damit anfängt, dass man Obdachlose – hier als „Trolle bezeichnet – einfach nur aus dem Ort loswerden möchte, endet mit immer größerer Brutalität, wenig Schuldgefühlen und einer enormen Hetzjagd, die im typischen Stil des Autors gehalten ist.

Das Cover trifft meinen Geschmack zwar nicht ganz, allerdings muss ich schon sagen, dass dies gut zur Geschichte passt und somit gelungen ist. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig spannend und fasst nur das Nötigste zusammen, sodass man auf den Verlauf der Geschichte gespannt sein darf.

Kurz gesagt: Obwohl „Die Gang“ sicherlich nicht Laymons bestes Werk ist und die ein oder andere Schwäche beinhaltet, fand ich das Buch dennoch in Ordnung und war von der vorherrschenden Brutalität und Skrupellosigkeit oftmals geschockt, sodass das Buch definitiv Eindruck hinterlassen hat. Eingefleischte Laymon-Leser sollten dem Buch eine Chance geben.