Rezension

[Kurzrezension] Brendan Kiely – Elite. Die Welt gehört euch nicht

Kurzbeschreibung
Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter in dieser Welt der Privilegierten. Ebenso wie Jules Devereux, die an der ganzen Schule als Rebellin bekannt ist und seit Jahren gegen überholte Traditionen, den alltäglichen Sexismus und jede Form von Diskriminierung kämpft. Als eine Party aus dem Ruder läuft, erheben James und Jules ihre Stimmen und stellen sich gegen die Macht der Elite. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da sich an „Elite. Die Welt gehört euch nicht“ bislang die Geister scheiden, hatte ich nicht sonderlich hohe Erwartungen an das Buch. Somit habe ich gedacht, dass ich auch eigentlich nicht enttäuscht werden könnte, was jedoch letztendlich trotz geringer Erwartung eingetreten ist.

Man muss zwar sagen, dass die Grundidee hierbei ganz nett ist, ich mich allerdings weder mit der Umsetzung, noch mit den Figuren anfreunden konnte. Auch der Schreibstil war stellenweise ein wenig schwierig, denn oftmals passierte oft seitenweise rein gar nichts und somit zog sich die Geschichte stelleweise oft wie Kaugummi. Zwar ist es ganz interessant, dass hier Themen wie Macht, Geld, Diskriminierung und Mobbing angesprochen werden, allerdings hatte ich oft den Eindruck, als würde der Autor zu viele Themen auf einmal ansprechen wollen, was dafür gesorgt hat, dass die Story an sich viel zu kurz kommt.

Gleichzeitig hat sich Brendan Kiely zwar besonders am Anfang große Mühe mit den Figuren gegeben und diese und ihre Verhältnisse untereinander gut beschrieben, allerdings blieben sie mir leider recht fremd und stellenweise auch sehr unsympathisch. Bei Jules habe ich mir am Anfang erhofft, dass sie eine starke Persönlichkeit besitzt und sich für viele einsetzt, aber stattdessen war sie am Ende eine vollkommen überzeichnete Feministin, die mir zu sehr den Zeigefinger erhoben hat.

Somit kann man insgesamt sagen, dass „Elite. Die Welt gehört euch nicht“ zwar an sich mit vielen wichtigen Themen bestückt ist, bei der Umsetzung aber leider nicht überzeugen konnte, sodass ich das Buch letztendlich enttäuscht beendet habe. Schade!

Rezension

[Kurzrezension] Sophie Kinsella – Muss es denn gleich für immer sein?

Kurzbeschreibung
Sylvie und Dan haben gerade ihren zehnten Hochzeitstag gefeiert. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Obwohl Sophie Kinsella früher zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehörte, habe ich mich immer mehr von der Autorin abgewandt, da mich ihre Geschichten einfach nicht mehr angesprochen haben und ich meist nur noch enttäuscht wurde. Dennoch wollte ich ihr noch ein letztes Mal eine Chance geben und habe es mit „Muss es denn gleich für immer sein?“ versucht, doch auch dieses konnte mich leider nicht überzeugen.

Zugegeben, die Frau kann schreiben und findet einfach immer die passenden Worte und besitzt auch das nötige Händchen, um ihre Figuren sehr lebhaft darzustellen. Problem ist jedoch, dass mir in der Geschichte einfach viel zu wenig passiert und sich die Geschichte häufig wie Kaugummi zieht. Zwar gibt es hier und da ganz unterhaltsame Dialoge, allerdings war mir dies letztendlich zu wenig, um mich zu begeistern. Gleichzeitig fällt auch zunehmends auf, dass sich die unfreiwillig komischen Situationen und Witze oftmals bei der Autorin wiederholen, sodass man immer wieder das Gefühl hat, so manche Szene bereits gelesen zu haben.

Der Alltag einer Ehe wird hier zwar an sich ganz nett geschildert und ich fand es ebenfalls ganz unterhaltsam, dass sich Sylvie und Dan immer wieder gegenseitig überraschen wollen, um ihr Eheleben lebhafter zu gestalten, allerdings habe ich hier einfach auch etwas mehr erwartet und gehofft, dass die Geschichte mit weitaus weniger Klischees um die Ecke kommt. Aufgrund der Tatsache, dass immer nur die Dinge passieren, die ich im Vorfeld erwartet habe, wurde ich in keinster Weise (positiv) überrascht und ich hatte seitenweise das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht voran geht und sich auch die Figuren nicht sonderlich weiterentwickeln. Dies war auch der Grund, weshalb ich zunehmends das Interesse an der Geschichte verloren habe.

Kurz gesagt: Sophie Kinsella und ich – dies soll einfach nicht mehr sein. „Muss es denn gleich für immer sein?“ klangt nach einer tollen Geschichte, konnte mich aber letztendlich aufgrund von flachen Ideen, unnahbaren Figuren und zu vielen Klischees nicht überzeugen. Schade!

Rezension

[Kurzrezension] Maggie Stiefvater – Wie Eulen in der Nacht

Kurzbeschreibung
Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.
Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Früher habe ich die Bücher von Maggie Stiefvater regelrecht verschlungen und war von ihren vielen Ideen immer begeistert. Leider legte sich dies jedoch in den letzten Jahren immer mehr, sodass ich kaum noch Bücher von der Autorin gelesen habe. „Wie Eulen in der Nacht“ klang jedoch so gut, dass ich es noch einmal mit einem Buch von ihr versuchen wollte. Leider wurde ich dabei bitter enttäuscht.

Schuld daran war unter anderem der Schreibstil, der meiner Meinung nach überhaupt nicht zu Maggie Stiefvater passen wollte, denn das Buch liest sich nicht nur sehr holprig, sondern auch ideenlos und oftmals langatmig, da es zu viele Erklärungen und Wiederholungen gibt, was mich immer wieder herausgebracht hat. Man muss zwar sagen, dass die Figuren an sich gut gezeichnet wurden und man diese ausreichend kennen lernt, allerdings wurde ich mit diesen dennoch nicht wirklich warm.

Allgemein fiel es mir sehr schwer, mich auf die Geschichte einzulassen, denn diese war am Ende ganz anders, als ich eigentlich erwartet habe. Ich finde es zwar interessant, dass die Geschichte in den sechziger Jahren spielt, allerdings hat dies die Schwächen rund um die Familie Soria nicht herausgerissen. Zwar klang es anfänglich sehr interessant, dass die doch oftmals sehr verschiedenen Mitglieder der Sorias bei Pilgern in Colorado Wunder bewirken und ihnen somit helfen, zu sich selbst zu finden, allerdings war die Umsetzung schlicht und ergreifend langweilig, was doch sehr schade ist.

Somit ist „Wie Eulen in der Nacht“ für mich leider das bislang schwächste Buch von Maggie Stiefvater, da es mich insgesamt weder packen, noch unterhalten konnte. Sehr schade, allerdings bin ich guter Dinge, dass die Autorin mich zukünftig doch noch einmal überzeugen kann.

Rezension

Rosie Walsh – Ohne ein einziges Wort

Kurzbeschreibung
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Ohne ein einziges Wort“ wurde anfänglich so gehypt, sodass ich sehr skeptisch war, ob mir das Buch tatsächlich gefallen könnte. Somit blieb das Buch zunächst ungelesen im Regal stehen, bis ich mich endlich herangetraut habe. Zum Glück war diese Skepsis vollkommen unbegrünet, denn „Ohne ein einziges Wort“ hat mir letztendlich gut gefallen.

Ich muss zwar zugeben, dass ich zunächst noch ein paar kleinere Probleme mit dem Schreibstil hatte und nicht wirklich in die Geschichte hineinkam, allerdings habe ich später dennoch immer besser in die Geschichte hineingefunden und konnte mit den Figuren mitfühlen und mitfiebern. Die Geschichte ist dabei nicht nur sehr emotional, sondern stimmt auch immer wieder nachdenklich und entpuppte sich schnell als Wohlfühlbuch.

Durch die Perspektivwechsel lernt man Sarah und Eddie gut kennen, erfährt mehr über ihre gemeinsame Zeit, aber auch über die Zeit danach, in der sich Eddie nicht mehr bei Sarah meldet. Dabei lernt man die beiden Figuren so gut kennen, dass man sie direkt ins Herz schließt. Sie sind tiefgründig, besitzen die nötigen Ecken und Kanten und wirken insgesamt sehr authentisch, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.

Sarahs Suche nach Eddie ist dabei interessant erzählt, allerdings zum Teil auch sehr vorhersehbar. Dennoch konnte mich die Autorin hier und da durchaus überraschen, da sie immer wieder kleine Wendungen eingebaut hat. Gleichzeitig hat die Autorin auch überraschend wenig mit den üblichen Klischees gespielt, die man sonst immer wieder in dem Genre vorfindet, was bei mir durchaus für Pluspunkte sorgt.

Das Cover ist nicht nur sehr schön anzusehen, sondern besticht auch mit tollen Farben und schönen Blüten. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Ohne ein einziges Wort“ ist insgesamt ein interessantes und emotionales Debüt, das mit gut ausgearbeiteten Charakteren und überraschenden Wendungen bei mir punkten konnte. Somit ist das Buch seinem Hype auch definitiv gerecht geworden.

Rezension

[Kurzrezension] Dora Heldt – Jetzt mal unter uns…

Kurzbeschreibung
Warum wirft man dauernd die falschen Sachen weg? Wie fühlen Frauen sich im Baumarkt? War früher wirklich alles besser? Es gibt vieles, was Frauen Tag für Tag beschäftigt, wundert, ärgert oder auch schmunzeln lässt. Ein Glück, dass Dora Heldt das herrlich selbstironisch, lebensnah und voller Leichtigkeit in Worte fassen kann. Ob es um den überraschenden Elternbesuch geht, schwarze Strickjacken, laut telefonierende Männer im Supermarkt, die Logistik bei Silvesterritualen oder den Kauf von Sportschuhen nach zig Jahren Sportabstinenz: Die Erfolgsautorin spricht in ihren Kolumnen Frauen wirklich aus der Seele. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich lese bereits seit Jahren die Bücher von Dora Heldt und freue mich immer wieder, wenn ein neues Buch von ihr erscheint, da ihre Geschichten für mich immer absolute Wohlfühlbücher sind und Lesespaß garantieren. So auch „Jetzt mal unter uns…“, was mich ebenfalls begeistern konnte.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Kolumen, in denen die Autorin kleine Geschichten aus dem Alltag einer Frau erzählt, die nicht nur sehr authentisch, sondern auch selbstironisch, spritzig und nachdenklich stimmend sind. In vielen der Kolumnen habe ich mich zum Großteil wiedererkannt und habe diese somit sehr gerne gelesen. Natürlich hat die Autorin hier und da gewisse Klischees eingebaut, allerdings hat mich das rein gar nicht gestört, da ich ihren Wortwitz und die Alltagsgeschichten sehr gerne mag.

Dabei bleibt Dora Heldt auch ihrem Stil treu, denn die Kolumen lesen sich nicht nur flüssig, sondern sind auch immer mit einem kleinen Augenzwinkern versehen. Die Kolumen beschäftigen sich dabei hauptsächlich mit den typischen Alltagsproblemen einer Frau: Was koche ich? Welche Sportschuhe passen am besten zu mir? Was steht mir? Was machen wir an Weihnachten und Silvester?

Somit ist „Jetzt mal unter uns…“ insgesamt eine witzig-spritzige Ansammlung von Kolumnen rund um Alltagsfragen und Situationen einer Frau, die für einen Lesenachmittag perfekt geeignet sind.

Rezension

[Kurzrezension] Brittainy C. Cherry/Kandi Steiner – A Love Letter from the Girls Who Feel Everything

Kurzbeschreibung
Bestselling authors Brittainy C. Cherry and Kandi Steiner come together for the first time in an emotional compilation of poetry and prose. Written and collected over the course of more than two years, A Love Letter from the Girls Who Feel Everything is an intimate, honest, and raw assemblage of two women’s feelings in a modern world that often quiets any kind of emotion past indifference.

Discussing themes of love, worth, loss and hope, A Love Letter from the Girls Who Feel Everything is a journey of discovery and healing. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich ein großer Fan von Brittainy C. Cherry bin und auf die deutsche Übersetzung nicht mehr warten wollte, habe ich mich dazu entschieden „A Love Letter from the Girls Who Feel Everything“ auf Englisch zu lesen – und ich wurde nicht enttäuscht, denn gemeinsam mit Kandi Steiner wurden hier wahre Schätze veröffentlicht.

„A Love Letter from the Girls Who Feel Everything“ ist eine Sammlung von Texten und Briefen, die sich alle mit den Themen Liebe, Selbstfindung und Hoffnung befassen. Ein Text umfasst meist eine Seite und es ist sehr erstaunlich, wie wenig Worte so viel auslösen können.

Die Texte sind nicht nur äußerst emotional, sondern man kann sich auch in ihnen wiedererkennen, was dafür sorgt, dass Brittainy C. Chery und Kandi Steiner ihre Leser auch direkt nachdenklich stimmen. Zwar handelt es sich hier um lediglich knapp einhundert Seiten, allerdings geben diese einem so viel mit auf dem Weg und bieten immer wieder andere Denkanstöße, dass man das Buch gleich mehrfach lesen kann, ohne, dass es langweilig wird.

Somit ist „A Love Letter from the Girls Who Feel Everything“ insgesamt eine wunderschöne und emotionale Sammlung, die einen nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch dafür sorgt, dass man sich mit seinen Erfahrungen und Gefühlen nicht allein fühlt.

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Carina Bartsch – Kirschroter Sommer (Kirschroter Sommer #1)

„Kirschroter Sommer“ habe ich bereits vor einigen Jahren mal angefangen und abgebrochen, weil mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen hat. Nun wollte ich der Geschichte noch einmal eine Chance geben und auch dieses Mal habe ich das Buch einfach nicht beenden können, da es mich zunehmend immer mehr genervt hat.

Schuld daran sind vor allem die Figuren, denn mit Emely wurde hier ein Charakter geschaffen, den ich durch und durch schlecht finde. Sie ist nicht nur unsympathisch und oberflächlich, sondern auch naiv, extrem unreif und nervig, sodass ich bereits nach nur wenigen Seiten immer genervter von der Geschichte war und das Buch bereits in dem Moment am liebsten abgebrochen hätte. Letztendlich habe ich dann aber doch bis knapp zur Hälfte durchgehalten, weil ich immer noch die Hoffnung hatte, dass sich die Handlung und auch die Charaktere weiterentwickeln, doch leider war dies nicht der Fall.

Die Handlung wird immer absurder und versinkt dabei zusehends in der Bedeutungslosigkeit. Logikfehler sind hier einige vorhanden, leider auch holprige Dialoge und die Tatsache, dass in der Geschichte oftmals rein gar nichts passiert. Die Autorin hatte zwar durchaus auch einige nette Ideen, allerdings waren die so schnell abgearbeitet und durcheinandergewürfelt, dass mir der berühmte roten Faden hier deutlich gefehlt hat.

Somit war ich letztendlich sowohl von den Figuren als auch von der oftmals belanglosen Handlung so genervt, dass ich „Kirschroter Sommer“ nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

Rezension

[Kurzrezension] Neal Shusterman – Die Hüter des Todes (Scythe #1)

Kurzbeschreibung
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Bei den Büchern von Neal Shusterman bin ich anfänglich immer ein wenig skeptisch, da ich schon häufiger enttäuscht wurde. Da „Die Hüter des Todes“, der Auftakt deer „Scythe“-Trilogie, jedoch sehr vielversprechend klang, wollte ich dem Buch eine faire Chance geben und wurde nicht enttäuscht.

Die Welt der Scythe und deren Regeln ist interessant, aber auch brutal und schonungslos. Die Regeln, dass man töten muss, sich nicht fortpflanzen darf und bestimmte Familie Immunität erhalten, ist gut ausgearbeitet und auch die Figuren lernt man ausreichend kennen. Rowan und Citra werden beide als Scythe ausgebildet und müssen sich damit anfreunden, Menschen zukünftig zu töten. Beide sind ehrgeizig, wollen Immunität für ihre Familien und sind trotz Skepsis bereit, alles zu tun, jedoch ist ihre erste große Aufgabe mehr als schwierig, denn nur einer von ihnen darf überleben…

Ich muss zwar zugeben, dass der Einstieg in der Geschichte ein wenig schwierig war, da ich mich immer erst ein wenig mit dem Schreibstil des Autors anfreunden muss, allerdings hat es nur wenige Seiten gebraucht, bis ich mich in der Geschichte rund um die Scythe zurechtfinden konnte. Die Geschichte ist spannend und die Welt der Scythe ist gut ausgearbeitet. Gleiches gilt auch für die Figuren. Mir hat zwar stellenweise hier und da eine gewisse Tiefe gefehlt, allerdings kann ich dies verschmerzen.

Somit ist „Die Hüter des Todes“ insgesamt ein spannender und ereignisreicher Auftakt mit einem interessanten und schonungslosen Scythe-System, der Lust auf mehr macht. Ich werde somit auch dem zweiten Band „Der Zorn der Gerechten“ eine Chance geben.

Reihenfolge
Die Hüter des Todes
Der Zorn der Gerechten
The Toll (dt. Titel unbekannt)

Rezension

Julie Buxbaum – Tell me three things

Kurzbeschreibung
An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Tell me three things“ gehört zu den Büchern, die bereits lange ungelesen im Regal standen, da ich immer ein wenig skeptisch war, ob mir das Buch tatsächlich gefallen könnte. Letztendlich habe ich mich nun doch getraut und wurde nicht enttäuscht, denn „Tell me three things“ entpuppte sich als kleines Meisterwerk, das ich sehr gerne gelesen habe.

Julie Buxbaum besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Die Geschichte ist dabei nicht nur oftmals sehr unterhaltsam, sondern bringt auch viele Momente mit sich, die zum Nachdenken anregen, denn hierbei geht es nicht nur darum, wer der anonyme eMail-Schreiber ist, sondern auch um Themen wie Mobbing, Homosexualität, die Suche nach sich selbst und der Verlust eines Elternteils.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jessie, die gemeinsam mit ihrem Vater von Chicago nach Los Angeles zieht und dort mit ihrer Stiefmutter und deren Sohn ein neues Leben beginnt. Für Jessie ist dies keine leichte Zeit, denn sie kann sich nicht nur an das Zusammenleben mit ihrer neuen Familie nicht gewöhnen, sondern ist auch in der Schule eine Außenseiterin, weil sie nur schwer Anschluss findet und zudem auch noch vo einer Mitschülerin gemobbt wird. Da kommt ihr der anonyme eMail-Schreiber SN gerade recht, denn dieser klärt sie über den Schulalltag auf, steht ihr mit Rat und Tat zur Seite und wird somit auch ihr erster Freund an der Schule. Doch diese Anonymität reicht Jessie irgendwann nicht mehr aus und sie möchte unbedingt wissen, wer sich hinterher SN verbirgt. Bei dieser Suche bekommt sich nicht nur Hilfe von ihrer besten Freundin aus Chicago, sondern auch von ihren neuen Freundinnen, die sie Dank der Hilfe von SN kennen gelernt hat.

Zugegeben: Für mich war sehr schnell klar, wer sich hinter SN verbirgt, da es doch stellenweise sehr offensichtlich ist. Dennoch hat dies den Spaß an der Geschichte nicht gemindert, da mich diese dennoch durchweg unterhalten konnte. So sind die Gespräche zwischen Jessie und ihrem Stiefbruder Theo sehr unterhaltsam, die im Laufe der Geschichte aus Feinden Freude werden, aber auch ihre Gespräche mit Ethan und ihren neuen Freundinnen sind oftmals sehr interessant und regen zum Nachdenken an.

Anfänglich wusste ich nicht, was ich von dem Cover halten soll, weil ich keinen Bezug dazu gefunden habe. Am Ende war es jedoch sehr deutlich, für was die Waffeln stehen und ich finde es eine süße Idee. Die Kurzbeschreibung konnte ebenfalls mein Interesse wecken, soass ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Tell me three things“ ist eine wunderschöne, emotionale und nachdenklich stimmende Geschichte mit einer starken Protagonistin und einem tollen Schreibstil, die für mich bereits jetzt zu den absoluten Jahreshighlights gehört. Ich kann das Buch somit nur empfehlen.

Rezension

Stina Jackson – Dunkelsommer

Kurzbeschreibung
Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Dunkelsommer“ bin ich ehrlich gesagt nur gestoßen, weil mir das Buch vom Verlag empfohlen wurde. Da mir die Kurzbeschreibung jedoch direkt zugesagt hat, wollte ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance geben und wurde hierbei nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Geschichte ist stets spannend und besitzt eine tolle Atmosphäre, die bestens ins Genre passt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, besitzen Ecken und Kanten und eine gewisse Tiefe, sodass ich mich gut in (fast) alle hineinversetzen konnte.

„Dunkelsommer“ wird dabei aus zwei Perspektiven erzählt. So steht einmal Lelle im Vordergrund, der seit drei Jahren auf der Suche nach seiner Tochter ist und nur schwer darüber hinwegkommt, dass diese verschwunden ist. Außerdem wird die Geschichte von der 17-jährigen Meja erzählt, die sich nicht nur an eine vollkommen neue Umgebung gewöhnen muss, sondern auch Probleme mit ihrer Mutter hat, die demm Alkohol gegenüber nicht abgeneigt ist und dazu noch an psychischen Problemen leidet.

So unterschiedlich Lelles und Mejas Leben auch verlaufen, so merkt man doch, dass beide Geschichten miteinander verbunden sind, was die Autorin hierbei sehr interessant und spannend bis zum Schluss gestaltet.

Das Cover sieht nicht nur sehr schön aus, sondern passt auch perfekt zur Atmosphäre, die in dem Buch vorherrscht. Auch die Kurzbeschreibung liest sich stimmig und konnte direkt mein Interesse wecken, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Dunkelsommer“ ist ein durch und durch spannender und gut ausgearbeiteter Thriller mit interessanten Figuren, überraschenden Wendungen und einer düsteren Handlung, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Ich kann es somit nur empfehlen.