Rezension

Julia Engelmann – Keine Ahnung, was für immer ist

Kurzbeschreibung
»Ich liege auf dem Dach und zähle meine Sterne, manchmal strecke ich kurz die Arme aus. Dann pflück ich mir ein paar, greif einfach raus in sphärisch weite Ferne, endlich hört das Warten wieder auf.« Gefühlvoll und berührend schreibt Bestsellerautorin Julia Engelmann in ihrem neuen Gedichtband über die Suche nach Glück, Liebe und Zuhause und die kleinen und großen Fragen, die unser Leben bestimmen: was uns glücklich macht, wo wir hingehören, welchen Weg wir gehen wollen, was wir loslassen, was bleibt. Ihre Texte versprühen Lebensfreude und machen Mut: Das Universum steckt voller Möglichkeiten, und »vielleicht sind wir ein bisschen für immer«… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Eines Tages, Baby“, „Jetzt, Baby“ und sämtliche andere Werke von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr neuestes Werk „Keine Ahnung, was für immer ist“, welches ebenfalls Poetry-Slam Texte beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass mich das Buch insgesamt ganz gut berühren konnte und unterhalten hat.

„Keine Ahnung, was für immer ist“ besteht – wie auch ihre anderen Werke – aus zahlreichen Texten und Illustrationen von Julia Engelmann, die sich bei der Ausarbeitung des Buches wieder einmal wirklich große Mühe gegeben hat. Ich muss zwar sagen, dass ich auch hier einige Texte wieder einmal als sehr kommerziell und zu durchdacht empfunden habe, allerdings muss ich ebenfalls zugeben, dass mir sehr viele Texte zugesagt und aus dem Herzen gesprochen haben, sodass man aus Engelmanns Texten definitiv einiges mitnehmen kann.

Positiv ist auch, dass die Texte sich mittlerweile deutlich erwachsener und reifer lesen. Julia Engelmann hat zwar bereits auch früher eine gewisse Tiefe in ihre Texte gelegt, allerdings empfand ich diese in „Keine Ahnung, was für immer ist“ weitaus tiefgründiger, als ihre bisherigen Veröffentlichungen, die oftmals noch unausgereift wirkten. Dennoch muss man auch sagen, dass die Autorin sich häufig auf bestimmte Themen versteift und es somit schnell immer nur vom selben ist.

Wunderschön ist wieder einmal die Aufmachung des Buches. Obwohl dies mit seinen 128 Seiten relativ dünn ist, hat man sich dennoch wieder sehr viel Mühe gegeben. Dies fängt mit der Covergestaltung an und endet mit den Illustrationen im Buch, die gut zu den einzelnen Texten passen. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal schwammig, allerdings habe ich hierbei auch nicht allzu viel erwartet, da man die Texte schließlich nicht vorweg nehmen kann.

Kurz gesagt: „Keine Ahnung, was für immer ist“ ist für mich – neben „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ – die bislang beste Textsammlung von Julia Engelmann, die mich mit ihren Texten berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin somit von ihren Texten positiv überrascht und bin gespannt auf weitere Werke von ihr.

Rezension

Rupi Kaur – Milch und Honig

Kurzbeschreibung
Überleben ist das große Thema von milk and honey – milch und honig. Die lyrischen und prosaischen Texte im Mega-Bestseller aus den USA drehen sich um die Erfahrungen, die Frauen mit Gewalt, Verlust, Missbrauch, Liebe und Feminismus gemacht haben.
Jedes der vier Kapitel dient einem anderen Zweck, beschäftigt sich mit einem anderen Schmerz, heilt eine andere Wunde. milk and honey – milch und honig führt seine Leser durch die bittersten Momente im Leben einer Frau und gibt Trost. Denn Trost lässt sich überall finden, wenn man es nur zulässt.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich bereits viel Gutes über „Milch und Honig“ gehört habe, war ich schon sehr gespannt, wie ich die Texte und Gedichte von Rupi Kaur finden werde. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und leider muss ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht bin.

Das Buch ist an sich mit seinen Illustrationen und vom Aufbau her schön gestaltet, inhaltlich sind die Texte jedoch stellenweise sehr schwierig, da sie oftmals doch sehr fragwürdig sind. Zwar sind viele der Texte durchaus nachvollziehbar, allerdings sind manche Texte doch so (gewollt!) provokant, das ich nur genervt den Kopf schütteln konnte, weil ich so manche Einstellung und Gedanken nicht als richtig empfinden konnte.

Zwar sind Gedichte und Texte grundsätzlich immer Geschmacksache, aber normalerweise erhoffe ich mir immer, dass bei solchen Texten eine Aussage enthalten ist. Eine Botschaft, über die man nachdenkt oder die einen berührt. Bei Rupi Kaurs Texten habe ich dies jedoch zum Großteil leider nicht empfunden, da viele der Lyrics doch leider sehr belanglos sind. Einige andere Texte sind dagegen schon sehr extrem und hätten meiner Meinung nach eine Triggerwarnung durchaus gebraucht, da die Texte somit nicht für Jedermann geeignet sind.

Positiv ist jedoch, dass hier gleich mehrere wichtige Themen wie das Ende einer Beziehung, der Anfang einer Liebe, Gewalt, Missbrauch, aber auch Feminismus angesprochen werden, sodass man der Autorin mangelnde Vielseitigkeit nicht vorwerfen kann.

Dennoch bin ich letztendlich leider enttäuscht, da mich die Texte weder großartig berühren, noch zum Nachdenken anregen konnten. Man liest sie, man findet sie hier und da ganz nett, schüttelt aber auch genauso oft mit dem Kopf und hat die Texte leider viel zu schnell wieder vergessen.

Rezension

Christina Wolff – Die Magier von Paris

Kurzbeschreibung
Schon viele Jahrzehnte lang sind die beiden Magierfamilien Delune und Belleson Rivalen. Warum? Das wissen Claire und Rafael, die beiden Nachkommen der Clans, nicht. Seit ihre beiden Väter zum gleichen Zeitpunkt einen unerklärlichen Unfall hatten, ist es an den beiden jungen Zauberern, den dauernden Wettstreit fortzuführen. Doch es gibt noch einen dritten Magier in Paris, und der geht einem Plan mit gefährlichen Folgen nach. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen Claire und Rafael sich zusammentun. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Die Magier von Paris“ ist mir zuerst durch das wunderschöne Cover aufgefallen, das nicht nur mit seinen Farben begeistert, sondern auch mit dem beeindruckenden Motiv. Da auch der Inhalt recht vielversprechend klang, wollte ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance geben und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Da die Geschichte für Leser ab 10 Jahren geeignet ist, ist der Schreibstil oftmals sehr einfach gehalten, was mich persönlich nicht gestört hat. „Die Magier von Paris“ liest sich leicht und flüssig, ist sehr spannend, wird sehr detailverliebt beschrieben und bringt Figuren mit sich, die bestens ausgearbeitet sind, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern auch größtenteils ins Herz schließt. Dazu sind auch die Illustrationen von Max Meinzold wunderschön, die immer zur Situation passen und diese perfekt einfangen, sodass es dabei viel zu entdecken gibt.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Claire Delune und Rafael Belleson, die beide aus Magierfamilien stammen und deren Familien bereits seit vielen Jahren miteinander verfeindet sind, was die beiden allerdings nicht wirklich nachvollziehen können. Als ihre beiden Väter bei einem Unfall ums Leben können, müssen Claire und Rafael die Traditionen der Familien fortsetzen und ebenfalls miteinander rivalisieren. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als bekannt wird, dass noch ein weiterer Magier in Paris sein Unwesen treibt und dabei alles andere als gute Absichten verfolgt.
Um Felistin Gargoll aufzuhalten, müssen sich Claire und Rafael gemeinsam gegen ihn stellen und sich verbünden. Dabei stellen die beiden Kinder fest, dass eine Rivalität zwischen ihren Familien nicht immer nötig ist, was sogar dazu führt, dass sie sich miteinander anfreunden.

Da die Geschichte fast hauptsächlich aus der Sicht von Claire erzählt wird, bekommt man nicht nur einen guten Einblick in ihre Familiengeschichte und deren Geheimnisse, sondern auch über Magie und die Rivalität mit den Bellesons. Dazu wird auch Paris nicht nur wunderschön, sondern vor allem auch magisch präsentiert, was der Autorin besonders gelungen ist.

Kurz gesagt: „Die Magier von Paris“ ist eine spannende und vor allem magische Geschichte, die wunderbar erzählt und mit interessanten Figuren und einer gelungenen Rivalität präsentiert wird. Wer magische Geschichten mag und dazu Parisliebhaber*in ist, sollte sich die Geschichte nicht entgehen lassen.

Rezension

James Proimos – 12 Things to Do Before You Crash and Burn

Kurzbeschreibung
Finde den besten Pizzaladen der Stadt. Räum die Garage auf. Setz dich unter einen Baum und lies ein komplettes Buch. Iss eine Mahlzeit mit einem Unbekannten.

Nur Hercules traut sich auf der Trauerfeier auszusprechen, was sein Vater wirklich war: Ein Arsch. Zur Strafe muss er zu seinem Onkel reisen und erhält eine Liste mit 12 Aufgaben. Aber Hercules hat ganz anderes vor: Er will die »Schöne fremde unerreichbare Frau« aus dem Zug wiederfinden. Während er sie sucht, erledigen sich seine Aufgaben fast wie von selbst.
Eine temporeiche, humorvolle und gleichermaßen tiefgründige Parabel über die Jugend, die Liebe, das Leben und darüber, dass man das findet was man sucht, wenn man es am allerwenigsten erwartet.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„12 Things to Do Before You Crash and Burn“ von James Proimos stand sehr lange ungelesen im Regal, von daher war es nun endlich an der Zeit, dass ich dem Buch eine faire Chance gebe. Meine Erwartungen an das doch recht kurze Buch waren nicht allzu hoch, was letztendlich gut war, denn leider hat mich „12 Things to Do Before You Crash and Burn“ doch sehr enttäuscht.

Mit gerade einmal knapp einhundertzwanzig Seiten ist die Geschichte recht dünn und in kurzen Kapiteln verpackt. Die Geschichte liest sich zum Großteil sehr flüssig, sodass das Buch doch recht schnell ausgelesen ist. Problem ist jedoch, dass die Geschichte einen so dermaßen unsympathischen Protagonisten mit sich bringt, dass ich oftmals nur genervt die Augen verdreht habe und das Buch am liebsten mehrfach abgebrochen hätte.

Hercules‘ Vater ist tot. Während alle um ihn trauern, hat Hercules nichts besseres zu tun, als seinen verstorbenen Vater vor allen zu beleidigen. Zur Strafe, aber auch zur Trauerbewältigung soll er einige Zeit bei seinem Onkel verbringen, wo er über sich, sein Leben und seinen Vater nachdenken soll. Dabei bekommt er zwölf Aufgaben, die er erledigen soll, was ihn jedoch nur nervt und er seinen Mitmenschen auch mehr als deutlich macht. So werden ständig andere Menschen beleidigt und verspottet. Hercules selbst sieht die Schuld immer nur bei anderen und ist zu unreif, aber auch zu stur, um eigene Fehler zuzugeben. Dazu ist Hercules komplett ohne Tiefe gezeichnet. Man erlebt ihn immer wieder in seiner Wut, ohne aber weiter in seine Gefühlswelt einzugehen, um diese zu verstehen, was es so schwer macht, ihn und sein Verhalten auch nur ansatzweise nachzuvollziehen.

Allgemein ist die Geschichte sehr oberflächlich gehalten, was sehr schade ist, denn die Thematik hätte hier so viel mehr hergegeben. Zwar bekommt man immer mal wieder kleine Fitzelchen aus seiner Vergangenheit und erlebt dabei auch seinen Vater, allerdings ist dies alles immer nur angekratzt, sodass man nicht wirklich viel über ihre Beziehung erfährt und somit auch Hercules‘ Verhalten nicht nachvollziehen kann.

Somit ist „12 Things to Do Before You Crash and Burn“ für mich eine große Enttäuschung, da der Autor das vorhandene Potenzial nicht genutzt hat, sondern lieber einen unreifen, stets beleidigenden Charakter geschaffen hat, der sich durch die gesamte Geschichte durch schmollt. Mehr Tiefe und bessere Einblicke in die Vergangenheit sind ebenfalls Mangelware, sodass ich „12 Things to Do Before You Crash and Burn“ leider nicht empfehlen kann.

Rezension

Dennis Hopeless – WWE: Then. Now. Forever. (WWE Comics #1)

Kurzbeschreibung
WWE – die Sports Entertainment- Naturgewalt als ultimative Comic-Reihe!
Diese actiongeladenen Storys gehen weit über das hinaus, was im Fernsehen und Web von der WWE zu sehen ist. Damals. Heute. Für immer. ist eine Sammlung kostbarer WWE-Augenblicke. Eine Anthologie, die die Fans durch die größten Momente der Sports Entertainment-Geschichte führt. Von legendären WrestleMania-Matches über knisternde SummerSlam-Rivalitäten bis hin zu SurvivorSeries-Shockern, werden die mitreißendsten und erinnerungswürdigsten Momente hervorgehoben. Mit dabei sind (neben vielen anderen WWE-Stars) Fan-Lieblinge wie The Undertaker, Dusty Rhodes, Shawn Michaels, Triple H, Razor Ramon, Daniel Bryan, Sasha Banks, Seth Rollins und The New Day.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Als großer Wrestling-Fan, der regelmäßg die Shows von World Wrestling Entertainment und anderen Ligen verfolgt, wollte ich auch unbedingt dem Comic „WWE: Then. Now. Forever.“ eine Chance geben. Hier habe ich nur wenige Erwartungen gehabt und wurde am Ende positiv überrascht.

Wer hier eine fortlaufende Geschichte rund um die aktuellen und früheren WWE-Superstars erwartet, wird enttäuscht sein, denn hier werden lediglich kleine Momentaufnahmen aus den jeweiligen Karrieren der Stars erzählt, die man direkt wiedererkennt und die teilweise sogar Wrestling-Geschichte geschrieben haben.

Mit dabei ist u.a. die berühmte „3:16“-Promo von „Stone Cold“ Steve Austin, aber auch das allererste Ladder Match zwischen den beiden WWE Hall-of-Famern Razor Ramon und Shawn Michaels. Gleichzeitig gibt es auch eine sehr süße Kurzgeschichte über Sasha Banks, die in ihrer Kindheit von dem leider viel zu früh verstorbenen Eddie Guerrero inspiriert wurde und diesem quasi ihre gesamte Wrestling-Karriere gewidmet hat.

Der Zeichenstil hat insgesamt meinen Geschmack getroffen. Hier und da wurde zwar stellenweise bei der Mimik der WWE-Superstars übertrieben, sodass die Gesichter stark verzerrt wirken, allerdings ist der Stil insgesamt gelungen und sieht gut aus.

Kurz gesagt: „WWE: Then. Now. Forever.“ ist insgesamt ein gelungener Comic, der viele wichtige und überraschende Wrestling-Momente vereint und somit bestens für Wrestling-Fans geeignet ist. Ich kann diese Anthologie somit nur empfehlen.

Rezension

[Kurzrezension] Angie Sage – Silberdrache (Silberdrache #1)

Kurzbeschreibung
Ein silbernes Drachenei! Der Waisenjunge Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das kostbare Ei einfach so vor die Füße fällt. Sind Silberdrachen nicht längst ausgestorben? Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, sagt die Legende, kann unermessliche Macht erhalten. Bald schlüpft Silberdrache Lysander aus dem Ei. Doch der skrupellose Clan der Lennix ist hinter dem Drachen her. Und sie schrecken vor nichts zurück.

In einer ganz anderen Welt, zur selben Zeit: Die elfjährige Sirin ist mit den Erzählungen über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter schwer krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie und an Wunder zu glauben – bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London leuchten sieht.

Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Silberdrache“ von Angie Sange ist der erste Band der gleichnamigen „Silberdrache“-Reihe und verspricht auf den ersten Blick ein spannendes und magisches Jugendbuch zu sein, das bestens für Alt und Jung geeignet ist. Zum Glück habe ich auch genau das bekommen, denn „Silberdrache“ konnte mich vollkommen überzeugen.

Angie Sange erzählt die Geschichte nicht nur sehr unterhaltsam und spannend, sondern hat eine großartige Welt geschaffen, die vielseitig ist und voller Wunder steckt. Die Figuren sind allesamt liebevoll ausgearbeitet, vielseitig und sympathisch. Da die Geschichte nicht nur auf dieser Welt, nämlich in London spielt, sondern auch in der sogenannten Drachenwelt, bekommt man hier nicht nur ein gelungenes Zusammenspiel beider Welten, sondern hat auch genug Platz geschaffen, um die Handlung gut voranzutreiben. Die Geschichte wird dabei aus drei Perspektiven erzählt: Sirin, die in London lebt, der Familie Lennix, die es auf Dracheneier, bzw Drachen abgesehen hat und Joss, einem Waisenjungen, der in der Drachenwelt lebt und dort ein seltenes Drachen-Ei findet.

Da das Drachen-Ei so selten ist, wird auch die Lennix-Familie auf das Ei aufmerksam und möchte den Silberdrachen für sich beanspruchen, was Joss unbedingt verhindern möchte. Gleichzeitig verliert Sirin in London immer mehr den Glauben an Wunder und Magie, als ihre Mutter schwer erkrankt. Schon bald stehen sie alle in einem erbitterten Kampf gegeneinander, was von der Autorin nicht nur sehr gut umgesezt wurde, sondern auch jede Menge Spannung und magische Momente verspricht.

Somit ist „Silberdrache“ ein gelungener Auftakt der gleichnamigen „Silberdrache“-Reihe und konnte mich mit interessanten Figuren, einem angenehmen Schreibstil und vielen Ideen von sich überzeugen.

Reihenfolge
Silberdrache
Das Geheimnis der Drachenkönigin (18. September 2020)

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Gytha Lodge – Bis ihr sie findet (Detective Chief Inspector Sheens #1)

„Bis ihr sie findet“ ist der Auftakt der „Detective Chief Inspector Sheens“-Reihe und da ich die Kurzbeschreibung sehr ansprechend fand, habe ich mir hier einen spannenden und ereignisreichen Kriminalroman erhofft. Leider ist dieser Eindruck jedoch schnell verpufft, denn „Bis ihr sie findet“ konnte mich so wenig von sich überzeugen, dass ich das Buch letztendlich abgebrochen habe.

Dabei klingt die Geschichte gar nicht mal schlecht: Vor dreißig Jahren ist die 14-jährige Aurora nach einem Ausflug nicht nach Hause gekommen und gilt seitdem als vermisst. Jetzt, dreißig Jahre später, wird ihre Leiche gefunden. An sich ist dies nicht einmal unüblich, dass auch nach so langer Zeit noch die Leichen von Vermissten gefunden werden. Hier wird sie jedoch in einem Versteck gefunden, den nur ihre Freunde von damals gekannt haben, sodass sich nun Detective Chief Inspector Sheens auf die Suche nach dem Mörder macht.

Eigentlich ist dies ein guter Plot, um für einen wirklich guten Krimi zu sorgen. Das Problem ist jedoch, dass die Geschichte so langweilig und unspektakulär erzählt wird, dass es stellenweise zum Verzweifeln ist, denn hier wäre so viel mehr drin gewesen. Stattdessen plätschert die Geschichte immer mehr vor sich hin, die Figuren entwickeln sich kaum weiter und sind weitesgehend unsympathisch und letztendlich war ich so gelangweilt, dass es mich nicht mehr gekümmert hat, wie die Geschichte endet, sodass ich es abgebrochen habe.

Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Hoffmann und Campe)

Rezension

[Kurzrezension] Ulrich Hub – Das letzte Schaf

Kurzbeschreibung
Was ist das nur für ein helles Licht, das die Schafe inmitten einer Winternacht aus dem Schlaf reißt? Und wo sind eigentlich ihre Hirten geblieben? Wurden sie vielleicht von einem Ufo entführt? Oder hat das Ganze etwa mit diesem Mädchen zu tun, das in einem nahegelegenen Stall geboren worden sein soll?
Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, begeben sich die Schafe auf eine abenteuerliche Nachtwanderung. Doch schon bald haben sie das erste Schaf verloren…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da „Das letzte Schaf“ nach einer süßen Geschichte für zwischendurch klang, war ich schon sehr gespannt darauf, wie Ulrich Hub das Leben der Schafe beschreibt und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, denn hier bekommt man ein kleines Meisterwerk, das gut zu unterhalten weiß.

Ulrich Hub hat hier eine Geschichte geschaffen, die zwar weihnachtslastig ist, aber dennoch auch das ganze Jahr über gelesen werden kann. Die Geschichte wird sehr unterhaltsam und witzig erzählt, die Schafe sind sehr liebenswert und ihre Gespräche untereinander sind manchmal so zynisch und skurril, dass man ständig grinsen muss.

In „Das letzte Schaf“ wird eine Schafsherde mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen, als ein Licht den Nachthimmel erhellt. Die Schafe wundern sich nicht nur über das Licht, sondern fragen sich auch, wo ihre Hirten geblieben sind, die sie nirgendwo mehr entdecken können. Um sich selbst ein Bild von allem zu machen, beschließt die Herde, dass sie dem Licht folgen möchte. Diese Nachtwanderung bleibt jedoch nicht ohne Folgen, denn während ihrer Reise haben sie eines ihrer Schafe verloren.

Auf den insgesamt knapp achtzig Seiten findet man zusätzlich zur Geschichte jede Menge Illustrationen von Jörg Mühle vor, die immer bestens zur Situation passen und auf denen man viel entdecken kann.

Kurz gesagt: „Das letzte Schaf“ ist eine unterhaltsame und vor allem witzige Geschichte, die für jung und alt bestens geeignet ist und dazu auch noch mit schönen Illustrationen daher kommt, sodass ich das kleine, aber feine Buch nur empfehlen kann.

Rezension

Julianna Keyes – Hold me close (Burnham College #2)

Kurzbeschreibung
Kellan McVey ist der bekannteste Sportler und Frauenheld am Burnham College. Obwohl er sich vor weiblichen Bewunderinnen kaum retten kann, ist es noch keiner gelungen, ihn für mehr als ein paar Nächte zu interessieren. Seine letzte längere Beziehung hatte er mit Andrea Walsh. Andi, die viele Jahre lang seine beste Freundin war, und dann einen Sommer lang so viel mehr. Andi, die ihm das Herz gebrochen hat und Andi, die auf einmal auch Studentin am Burnham College ist.
Während die beiden sich ständig zu begegnen scheinen, fallen Kellan all die Gründe wieder ein, weshalb er sauer auf Andi ist – aber auch die Gründe, weshalb er sich in sie verliebt hat
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits den ersten Band der „Burnham College“-Dilogie gelesen habe und mir dieser sehr gefallen hat, musste ich auch unbedingt den zweiten und letzten Band „Hold me close“ lesen, bei dem ich mir eine ähnlich unterhaltsame und emotionale Geschichte erhofft habe. Diese habe ich auch bekommen, sodass ich die Geschichte trotz kleinerer Schwächen gern gelesen habe.

Die Geschichte wird sehr lebhaft und flüssig erzählt und das College-Leben wird perfekt dargestellt, sodass man sich alles sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen, kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

Während man es im ersten Band noch mit Nora und Crosbie zu tun bekommt, wird nun die Geschichte von Andi und Kellan erzählt. Kellan ist der bekannteste Sportler am Burnham College, der quasi jede Frau an seiner Seite haben kann, allerdings hat ihn bislang noch nie eine Frau länger als einige Nächte lang interessant. Dies alles ändert sich, als er auf Andrea, kurz Andi trifft. Andi ist für ihn keine Unbekannte, denn beide waren vor langer Zeit die besten Freunde, ehe sich etwas zwischen ihnen angebahnt hat. Ausgerechnet Andi, die ihn damals das Herz gebrochen hat, ist nun an „seinem“ College, was seine ganze Welt durcheinanderbringt, denn er hat nach wie vor starke Gefühle für sie.

Zugegeben: Die Geschichte ist auch schon bei „Between us“ sehr vorhersehbar und bietet an sich nicht viel Neues gegenüber anderen Büchern aus dem New Adult-Genre, was wohl der größte Kritikpunkt bei „Hold me close“ ist. Dennoch hat die Geschichte etwas eigenes und faszinierendes an sich, was einen schnell in den Bann zieht, sodass ich die Geschichte letztendlich gerne gelesen habe.

Kurz gesagt: „Hold me close“ ist eine unterhaltsame und teilweise romantische College-Geschichte, die mich mit einem flotten Schreibstil und interessanten Figuren gut unterhalten konnte. Somit habe ich die „Burnham College“-Dilogie insgesamt sehr gerne gelesen.

Reihenfolge
Between us
Hold me close

Rezension

Julianna Keyes – Between us (Burnham College #1)

Kurzbeschreibung
Nora Kincaids Ziel für ihr zweites Jahr am Burnham College klingt ganz einfach: Keine Partys, viel Lernen und auf keinen Fall auffallen. Der komplette Gegensatz zu ihrem ersten Collegejahr, das in drei nicht bestandenen Kursen und zwei Verhaftungen endete. Wenn sie sich noch einen Fehltritt leistet, verliert sie ihr Stipendium und damit die Möglichkeit, am College zu bleiben. Allerdings werden Noras gute Vorsätze schnell in Gefahr gebracht, denn sie hatte nicht mir ihrem neuen Mitbewohner und schon gar nicht mit dessen bestem Freund Crosbie Lucas gerechnet. Crosbie ist nicht nur für seine Partyfreudigkeit und Frauengeschichten bekannt, sondern er ignoriert auch Noras Versuche, ihm aus dem Weg zu gehen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Between us“ von Julianna Keyes ist der erste Band der „Burnham College“-Dilogie und verspricht auf den ersten Blick eine schöne, romantische und emotionale Geschichte zu sein. Dies ist „Between us“ letztendlich auch – auch wenn die Geschichte nicht gänzlich ohne kleinere Schwächen auskommt.

Die Geschichte wird sehr lebhaft und flüssig erzählt und das College-Leben wird perfekt dargestellt, sodass man sich alles sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen, kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Dies gelingt besonders bei Nora, die stellenweise recht stürmisch und orientierungslos wirkt, aber so sympathisch ist, dass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe.

Nora hat in ihrem ersten Jahr am Burnham College mehr als nur einmal über die Stränge geschlagen und wurde nicht nur zweimal verhaftet, sondern hat auch in einigen ihrer Kurse versagt, sodass sie nicht gerade den besten Ruf am College hat. Dies soll sich nun aber alles ändern, denn Nora hat sich fest vorgenommen, Partys zukünftig zu vermeiden, sich allgemeiner ruhiger zu verhalten und sich verstärkt aufs Lernen zu konzentrieren. Diese Vorsätze drohen jedoch schnell wieder zu zerplatzen, als sie ihren neuen Mitwohner und dessen besten Freund Crosbie kennen lernt. Crosbie ist nicht nur ein absoluter Frauenmagnet, sondern auch besonders für seine Partyexszesse bekannt, sodass es Nora schwer fällt, nicht wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Zugegeben: Die Geschichte ist teilweise schon sehr vorhersehbar und bietet an sich nicht viel Neues gegenüber anderen Büchern aus dem New Adult-Genre, was wohl der größte Kritikpunkt bei „Between us“ ist. Dennoch hat die Geschichte etwas eigenes und faszinierendes an sich, was einen schnell in den Bann zieht, sodass ich die Geschichte letztendlich gerne gelesen habe.

Kurz gesagt: „Between us“ ist eine unterhaltsame, teilweise romantische, aber auch sehr vorhersehbare College-Geschichte, die mich mit einem flotten Schreibstil und interessanten Figuren gut unterhalten konnte.

Reihenfolge
Between us
Hold me close