“Das Schloss der Träumenden Bücher” von Walter Moers wird auf unbestimmte Zeit verschoben

August 3, 2015 6 Kommentare

Am 21. Juni 2013 (!) habe ich noch voller Vorfreude berichten können, dass “Das Schloss der Träumenden Bücher” endlich ein fixes Erscheinungsdatum hat. Das Buch sollte zunächst im Oktober 2014 erscheinen, wurde dann jedoch für 2014 komplett gecancelt und sollte eigentlich noch in diesem Jahr erscheinen, nämlich im Oktober. Da ich mich so auf das Buch gefreut habe, habe ich es direkt vorbestellt und war schon sehr gespannt, denn schließlich ist es bis Oktober nicht mehr so allzu lange hin. Nun hat sich jedoch meine böse Vorahnung bestätigt, denn das Buch wird erneut verschoben – auf ein geradezu lächerliches Datum, nämlich auf den Oktober 2025.

Träumende_Buecher

Auch auf der offiziellen Facebook-Seite von Walter Moers, die vom Knaus Verlag administriert wird, wurde die Nachricht mittlerweile bestätigt:

Liebe Freunde Zamoniens,
der angekündigte Roman von Walter Moers “Das Schloss der Träumenden Bücher” muss leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Stattdessen wird im kommenden Sommer 2016 ein anderes großes Abenteuer mit Hildegunst von Mythenmetz, “Die Insel der Tausend Leuchttürme”, erscheinen.

Ich für meinen Teil bin wirklich enttäuscht, denn ich lese die Bücher von Walter Moers sehr, sehr gerne und wollte die Trilogie in einem Rutsch durchlesen, auf die ich nun schon sehr lange gewartet habe.

Wie steht ihr dazu? Werdet ihr der Trilogie die Treue halten oder seid ihr mindestens genauso enttäuscht?

Cathrin Moeller – Wolfgang muss weg!


Kurzbeschreibung
Da liegt er nun, ganz friedlich – in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund beginnt herumzuschnüffeln, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri – immer mit der Leiche im Gepäck. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
“Wolfgang muss weg!” wurde in einer Werbekampagne mehrfach als das “Buch des Monats” bezeichnet, sodass ich da natürlich mal wieder neugierig wurde und dem Buch eine Chance geben wollte. Nun, das Buch war zwar jetzt kein Oberkracher, hat mir aber im Grunde genommen nicht weh getan und konnte mich sogar gut unterhalten.

Das Buch wurde im Vorfeld als “sehr humorvoll” bezeichnet. Humor ist ja bekanntlich Geschmacksache und wird sicherlich viele Leser zum Schmunzeln bringen, bei mir war dies jedoch leider nicht der Fall. Es gibt zwar sicherlich hier und da den ein oder anderen Moment, bei dem meine Mundwinkel auch gezuckt haben, allerdings war es insgesamt dann doch nicht mein Humor, sondern viel zu gewollt. Dennoch muss man sagen, dass die Geschichte einen wirklich angenehmen Schreibstil besitzt. Es gibt zwar stellenweise dann doch die viel zu überspitzten Momente, allerdings muss man bei diesem Genre auch stets damit rechnen, sodass ich da gut drüber hinwegschauen kann. Die Dialoge sind dagegen sehr gelungen und unterhaltsam, gleiches gilt für die Figuren selbst, die gut ausgearbeitet wurden.

Annemie und Wolfgang, ein Ehepaar, dessen Tiefen mittlerweile die Höhen überwiegen, haben sich schon lange nicht mehr allzu viel zu sagen. Da kommt es Annemie fast schon geradezu recht, dass Wolfgang verstirbt – natürlich nur bei einem Unfall, der eigentlich ihr gelten sollte. Da sie allerdings keine Zeugen hat, die bestätigen können, dass es sich dabei um einen Unfall handelt, versucht sie zunächst seinen Tod zu vertuschen, was ihr allerdings nur sehr schwer gelingt, denn natürlich wird Wolfgang u.a. von seiner Mutter vermisst. Zum Glück hat sie jedoch ihre beste Freundin Dörte, die ihr tatsächlich dabei hilft, ihren Mann zu “entsorgen”.

Auch wenn dies natürlich stellenweise sehr verrückt klingt, hat man dennoch den Eindruck, dass genau so etwas tatsächlich überall passieren könnte – nur halt nicht auf die skurrile Art, die die Autorin in ihrem Debüt beschreibt. Auch wenn alles recht überspitzt ist, mochte ich Annemie und Dörte. Sie sind beide sympathisch, haben ihr Päckchen im Leben zu tragen und tragen ihr Herz oftmals auf der Zunge. Wolfgang, den man hier hauptsächlich durch Annemie kennenlernt, fand ich dagegen unsympathisch. Die Überraschung schlechthin ist dagegen Wolfgangs Mutter, die immer wieder für unerwartete Momente gut ist und die ich zunächst falsch eingeschätzt habe.

Die Idee, wie man Wolfgang letztendlich loswerden möchte, fand ich gelungen, aber nicht weitaus so witzig, wie es im Vorfeld versprochen wurde. Dennoch hat hier alles – trotz vieler fragwürdiger Momente – Hand und Fuß und ich hatte durchaus meinen Spaß an der Geschichte.

Das Cover ist ganz in Ordnung, kein wirkliches Highlight, aber dennoch eines, das aufgrund des Sarges ins Auge springt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen nur zum Teil gelungen, denn meiner Meinung nach wird hierbei schon viel zu viel verraten, sodass ich nur noch selten überrascht wurde.

“Wolfgang muss weg!” ist insgesamt ein typischer Chick-Lit Roman, der sich oftmals an Klischees bedient und dessen Humor ich nicht immer teilen konnte. Dafür sind die Figuren allerdings gut ausgearbeitet und die Geschichte durchaus unterhaltsam – wenn man sich denn voll und ganz drauf einlassen kann. Von daher sollten Fans des Genres definitiv einen Blick auf das Buch werfen.

Andreas Eschbach – Todesengel


Kurzbeschreibung
Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich – er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl ich bereits einige Bücher von Andreas Eschbach besitze, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang kaum etwas von ihm gelesen habe. Da es damit langsam an der Zeit wurde, habe ich mich für “Todesengel” entschieden, was ich zum Glück nicht bereut habe, denn die Geschichte konnte mich Zum Großteil überzeugen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Der Autor beschreibt die Geschichte rund um das Thema “Selbstjustiz” sehr ausführlich, aber nie langatmig, sodass die Spannung hier nahezu immer garantiert war. Gleichzeitig liest sich die Geschichte recht flott und ich hatte die knapp 550 Seiten viel zu schnell ausgelesen. Die Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet und allesamt vielseitig. Die Dialoge sind dagegen ab und zu etwas holprig, allerdings hielt sich dies noch in Grenzen.

Der sogenannte “Todesengel”, der hier wie ein Mini-Superheld erscheinen möchte, steht für Opfer ein und rächt sich für diese, indem er deren Täter quält und ermordet, dabei schreckt er auch nicht vor Jugendlichen zurück, sodass der Autor hier schon eine kleine Grenze überschreitet. Dass dabei aber auch oftmals die eigentlichen Opfer in Schwierigkeiten geraten, da Polizei und Staatsanwaltschaft davon ausgehen, dass ebendiese sich an ihren Tätern rächen, scheint der Todesengel nur bedingt bedacht zu haben. Außerdem spielt hier noch Ingo Praise, ein eher unscheinbarer und weniger erfolgreicher Journalist, eine große Rolle, denn er sieht den Todesengel als Top-Story an und recherchiert den Fall ausführlich.

Was mich an der Geschichte allerdings ein wenig gestört hat: Der Autor hat das Thema “Selbstjustiz” und die Probleme in der deutschen Justiz, dass Täter oftmals zu gering bestraft werden und die Opfer dadurch nur noch mehr leiden, sehr gut aufgegriffen und auch zum Nachdenken angeregt, allerdings wurde mir hier stellenweise zu sehr mit erhobenen Zeigefinger gearbeitet, sodass man als Leser quasi eine Meinung schon vorgefertigt bekommt. Einige Leser werden dies sicherlich weit weniger schlimm finden, mich hat es allerdings doch gestört.

Das Cover sieht ganz nett aus, ist jedoch nicht der größte Hingucker aller Zeiten, aber dennoch durchaus passend zur Geschichte. Besonders die Blautöne gefallen mir hier besonders. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht.

Insgesamt ist “Todesengel” ein ereignisreicher und spannender Thriller, der durchaus authentisch ist. Gleichzeitig kann die Geschichte mit gut ausgearbeiteten Figuren und dem interessanten Thema “Selbstjustiz” überzeugen, sodass hier für jeden Leser etwas dabei sein dürfte.

Lesestatistik im Juli 2015


Statistik

Im Juli habe ich wieder sehr viele Bücher gelesen, was ich ehrlich gesagt nicht gedach habet, denn aufgrund einer mehr als fiesen Sommergrippe habe ich eigentlich mit sehr viel weniger Bücher in diesem Monat gerechnet. Da es dem SUB aber ganz gut tut und mir die meisten Bücher auch gefallen haben, möchte ich mich in diesem Fall garantiert nicht beschweren, sondern freue mich auf den August mit seinen tollen Neuerscheinungen. ;)

gelesene Bücher
127. S. Quinn – Leidenschaftlich begehrt (Passion #1)
128. Alyssa B. Sheinmel – Stone Girl (Rezension folgt)
129. Timothy Stahl – Haus der stillen Schreie
130. Meg Haston – Alles so leicht
131. Leah Rae Miller – Flirt mit Nerd
132. John Butterwoth – Der Kosmos im Crashtest: So haben wir das Higgs gejagt
133. Brigitte Biermann – Engel haben keinen Hunger
134. Allie Brosh – Ich. Neben der Spur
135. Sona Charaipotra/Dhonielle Clayton – Dein letztes Solo
136. Poppy J. Anderson – Nur ein Kuss
137. Amber Kizer – Mein Leben für deins
138. Patrick Hertweck – Maggie und die Stadt der Diebe
139. Krystyna Kuhn – Das erste Opfer (Monday Club #1) (Rezension folgt)
140. Vincent Voss – Tödlicher Gruß
141. Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey
142. Petra Hülsmann – Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen (Rezension folgt)
143. Chelsea Cain – K – Kidnapped (Kick Lannigan #1)
144. Sibylle Wenzel – Sophie und die Hexe von nebenan
145. Felicitas Brandt – Gewitterherzen (Rezension folgt)
146. Sabine Schoder – Liebe ist was für Idioten. Wie mich. (Rezension folgt)
147. Carmen Rodrigues – Du bist das Gegenteil von allem (Rezension folgt)
148. Adriana Popescu – Ein Sommer und vier Tage (Rezension folgt)

angefangene Bücher, Ebooks und Hörbücher (pausierende zählen nicht)
Brandon Sanderson – Steelheart
Andreas Eschbach – Todesengel
Patrycja Spychalski – Auf eine wie dich habe ich lange gewartet

51vNodyvpEL._SL250_Highlights und Flops
In diesem Monat gab es sehr viele gute Bücher, die oftmals mit vier oder fünf Sternen bewertet wurden, von daher ist es wirklich schwer, mich auf nur ein einziges Buch festzulegen. Am meisten überrascht haben mich aber “Ein Sommer und vier Tage” von Adriana Popescu und “Alles so leicht” von Meg Haston. Bei beiden Büchern hatte ich keinerlei große Erwartungen und wurde dann doch sehr positiv überrascht, sodass ich diese Bücher hier einfach nochmal erwähnen muss. Ich freu mich gleichzeitig auf viele weitere Bücher von den beiden Autorinnen.
Mein größter Flop war dagegen “Stone Girl” von Alyssa B. Sheinmel. Bei diesem Buch hatte ich sehr hohe Erwartungen, allerdings wurde ich sehr enttäuscht, sodass ich am Ende froh war, als die Geschichte endlich beendet werden konnte. Hier kam ich leider weder mit den Figuren, noch mit dem Schreibstil klar. Sehr schade.

Challenges
Der Kampf der Verlage: 103 | +14
Im.press Lesechallenge: 5 |
Indie – 15 Autoren ohne Verlag: 3 | +1
Randomhouse Challenge: 49 | +8
S. Fischer Challenge: – |
Serien-Killer Challenge: 28 Bücher; 4 Reihen beendet | +2; –
Stephen King Reading Challenge: 3 |

Und sonst?
– Diese Bücher möchte ich im August lesen: *klick*
– Diese August-Erscheinungen solltet ihr euch nicht entgehen lassen: *klick*

Kategorien:Lesestatistik Tags: , , , ,

Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey

Juli 31, 2015 1 Kommentar

Kurzbeschreibung
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft… ~ Quelle

Hier kann das Hörbuch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Zugegeben: Sophie Kinsella und ich hatten es zuletzt sehr schwer miteinander, da sie mich mit dem letzten Band der “Shopaholic”-Reihe alles andere als begeistern konnte. Eigentlich wollte ich zukünftig kein Buch mehr meiner einstigen Lieblingsautorin lesen, allerdings konnte ich “Schau mir in die Augen, Audrey” dann doch nicht ignorieren.

Zunächst einmal sollte hier erwähnt sein, dass es sich um gekürzte Hörbuchfassung handelt. Ich weiß jetzt nicht, wie viel ich dadurch von der Geschichte letztendlich verpasst habe, allerdings muss ich sagen, dass alles schlüssig und lückenlos daher kommt, von daher dürfte diese Fassung, die insgesamt eine Laufzeit von 4 Stunden und 12 Minuten beträgt, für die Hörbuchfreunde dennoch interessant sein.

Sophie Kinsella hat mit “Schau mir in die Augen, Audrey” ein interessantes Jugendbuch geschaffen, dass mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren, verrückten Momenten und einer durchaus nachdenklich stimmenden Thematik unterhalten konnte. Die Dialoge waren mir zwar an vielen Stellen durchaus zu gewollt und auch der Humor war nicht immer meins, allerdings konnte mich die Geschichte durchaus zum Teil begeistern. Dennoch muss ich sagen, dass bei dieser Geschichte für mich nicht alles perfekt ist.

Ich mochte Audrey von Anfang an und konnte ihre Sorgen und Ängste verstehen. Obwohl sie zunächst wie ein ganz normales Mädchen erscheint, merkt man schnell, dass mit ihr etwas nicht stimmt, was sich auch bestätigt, denn Audrey leidet an Angstzuständen und Depressionen, die ihr das Leben nicht leicht machen. Sie versteckt sich hinter einer großen Sonnenbrille und hat große Probleme, Menschen in die Augen zu schauen. Ich mochte Audrey von Anfang an. Sie ist mal sarkastisch, mal ernst, aber immer sehr sympathisch, sodass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe. Bei ihrer Familie war es dagegen schon schwieriger, denn besonders ihre Mutter ging mir sehr auf die Nerven, sodass ich oftmals nur genervt die Augen verdreht habe. Ständig schrillen bei ihr die Alarmglocken und die unterstellt ihren Kindern allerhand Blödsinn und sie verschließt die Augen vor den wahren Problemen. Audreys Brüder und ihren Vater fand ich dagegen gelungener und auch sympathischer, besonders Linus, der sich für nahezu alles begeistern kann, fand ich sehr niedlich.

Wer jetzt aber hier eine heitere Familiengeschichte erwartet, der wird enttäuscht sein. Es gibt zwar viele verrückte Momente, die durchaus ganz spaßig sein können, allerdings steht Audreys Erkrankung und Therapie hier eindeutig im Vordergrund. Diese wird zwar in angemessener Länge thematisiert, meiner Meinung nach allerdings nicht tiefgründig genug, sodass die Geschichte stellenweise sehr oberflächlich wirkt. Aber auch eine kleine Liebesgeschichte darf hier nicht fehlen, die doch stellenweise ganz niedlich ist.

Gesprochen wird die Geschichte sehr lebhaft von der von mir sehr geschätzten Maria Koschny, von der ich bereits viele Hörbücher, u.a. die “Schnäppchenjägerin”-Reihe, gehört habe. Koschny arbeitet hauptberuflich als Synchronsprecherin und leiht u.a. den Schauspielerinnen Jennifer Lawrence, Lindsay Lohan und Blake Lively ihre Stimme.

Das Cover ist sehr schön und passt perfekt zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung weiß zu überzeugen und hat mich trotz vorheriger Zweifel direkt angesprochen, sodass ich dieser Geschichte als Audiobook unbedingt eine Chance geben wollte.

“Schau mir in die Augen, Audrey” ist insgesamt eine nette Geschichte, die mit ernsten und gleichzeitig witzigen Themen gespickt ist, allerdings oftmals nur sehr oberflächlich bleibt. Dadurch wollte bei mir auch der Funke nie so ganz überspringen, sodass ich die Geschichte zwar gut, aber nicht herausragend fand.

Neuerscheinungen bei Skoobe 30/2015


unnamedSeit einiger Zeit bin ich nun zufriedene Kundin bei Skoobe und freue mich immer wieder, wenn jeden Donnerstag die Neuerscheinungen veröffentlicht werden.

In dieser Woche wurden insgesamt 76 Ebooks hochgeladen, davon eine Menge Bücher, die erst in dieser Woche im Buchhandel erschienen sind, aber auch schon etwas ältere Bücher, die sich aber dennoch lohnen. Bei mir sind von den 76 Büchern insgesamt drei Bücher auf die Merkliste gewandert, zwei davon hatte ich auf meiner Wunschliste.

Screenshot_2015-07-30-14-09-26Ich muss schon sagen, die Neuerscheinungen in dieser Woche sind wirklich gut. Zwar sind es am Ende “nur” drei neue Bücher auf der Merkliste, allerdings liegt das daran, dass ich viele andere Neuerscheinungen davon bereits im Regal stehen habe. Ansonsten wären in dieser Woche nämlich gleich acht Ebooks auf die Merkliste gewandert.
“Mit dir durch die Nacht” von Niklas Krog und Lina Forss stand schon einige Zeit auf meiner Wunschliste und ich freue mich sehr, dass ich dieses (hoffentlich) tolle Jugendbuch schon sehr bald lesen darf.
Amy Hatvanys Roman “Das Jahr der Wunder” war mir dagegen gänzlich unbekannt, allerdings hat mich die Kurzbeschreibung voll und ganz überzeugen können, sodass ich diesem melancholischen Buch zum Thema Organspende sehr gerne eine Chance geben möchte.
Das letzte Buch, das in dieser Woche auf die Merkliste gewandert ist und gleichzeitig von meiner Wunschliste stammt, ist “Die Welt ist kein Ozean” von Alexa Henning von Lange. Ich muss zwar zugeben, dass ich mit der Autorin bislang nicht die besten Erfahrungen gemacht habe, allerdings möchte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben, da es einfach zu gut klingt.

Weiterhin gab es noch andere Bücher, die mein Interesse geweckt haben, es jedoch (noch) nicht auf meine Merkliste geschafft haben.
In dieser Woche war kein Buch dabei.

Amber Kizer – Mein Leben für deins

Juli 29, 2015 1 Kommentar

Kurzbeschreibung
Ein schrecklicher Autounfall setzt Jessica Chains Leben ein Ende. Und doch lebt sie weiter, denn ihre Eltern entscheiden sich, ihre Organe zu spenden. An Samuel, Vivian, Leif und Misty. Vier Teenager, vier Schicksale voller Schmerzen, Ängste, Einsamkeit und Hoffnung – und über allen schwebt Jessica, begleitet und beobachtet sie: »Mein Leben hatte eine Bedeutung, aber nicht, als ich noch lebendig war, sondern erst durch meinen Tod…« ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Amber Kizer und ich haben bislang nicht die besten Erfahrungen miteinander gemacht, denn leider konnten mich ihre beiden “Meridian”-Bücher nicht so begeistern, wie ich es zuvor erhofft habe. Dementsprechend skeptisch war ich im Bezug auf ihr neuestes Werk “Mein Leben für deins”, allerdings klang die Kurzbeschreibung so gut, dass ich ihrem Buch eine faire Chance geben wollte und ich bin wirklich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn dieser liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern bietet jede Menge Perspektivenwechsel. Zunächst kommt Jessica zu Wort, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, danach kommen nach und nach Misty, Leif, Samuel und Vivian zu Wort, die allesamt durch Jessicas Tod, bzw. deren Organe weiterleben dürfen. Interessant ist dabei besonders, dass die Jugendlichen von Jessicas Geist beobachtet und begleitet werden und somit immer wieder kleinere Kommentare von Jessica hinzukommen, sodass sie nie ganz vergessen wird. Das Thema Organspende wird dabei sehr respektvoll behandelt und stellenweise klärt die Autorin dabei auch über das so wichtige Thema auf. So ernst dies auch zunächst klingt: Die Geschichte ist dennoch unterhaltsam und konnte mich auch desöfteren zum Schmunzeln bringen. Dazu haben mir die Dialoge gut gefallen, die Gedankengänge der Figuren sind durchaus authentisch und sämtliche Figuren sind mehr als gut ausgearbeitet.

Jessica hatte vor ihrem Tod nie ein einfaches Leben, denn sie stand sowohl in ihrem Zuhause als auch in der Schule stets unter Druck. Obwohl sie ihre Mutter sehr liebt, litt sie auch unter ihr, da sie ihrer Tochter zu viel abverlangt hat. In der Schule war sie dagegen eine unscheinbare Außenseiterin, die immer wieder von ihren Mitschülern gemobbt wurde, obwohl niemand das Mädchen näher gekannt hat, was ihr immer etwas zu schaffen machte. Diese Schüler sind auch indirekt an ihrem Tod beteiligt, denn diese haben sie mit ihren Aktionen mehr oder weniger in den Tod getrieben, da aufgrund ihres neuesten Streichs der tödliche Autounfall geschehen ist. Als Geist “lebt” sie jedoch weiter und lernt dabei Misty, Leif, Samuel und Vivian kennen, die allesamt ihre Organe erhalten haben.

Diese sind dabei vollkommen unterschiedlich und leben in verschiedenen Verhältnissen, was ich allerdings besonders spannend fand, denn auch wenn sie sich in keinster Weise ähneln, fand ich sie allesamt sympathisch, habe mich für sie gefreut, aber auch mit ihnen gelitten, denn alle haben ihre Probleme und gehen unterschiedlich mit diesen um.

Interessant ist hierbei jedoch am meisten, wie die Autorin das Thema Organspende behandelt. Zwar wird hier mehrfach erwähnt, dass dies eine mehr als gute Sache ist und Menschenleben retten kann, allerdings werden hier auch die negativen Seiten thematisiert. Dies wird besonders bei Misty deutlich, die sich schon fast wünscht, dass die Spende nicht geklappt hätte, da sie sich aufgrund ihrer Erkrankung nun die Schuld an den Geldsorgen ihrer Eltern gibt, die für ihre Behandlung ordentlich in die Taschen greifen mussten. Von daher finde ich die deutliche Botschaft der Autorin, dass man seine zweite Chance immer nutzen soll, sehr berührend und mehr als gut umgesetzt.

Das Cover ist ansehnlich gestaltet und passt gut zur Geschichte, dazu wird Jessica auf dem Cover gut dargestellt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt konnte mich Amber Kizer mit ihrem neuesten Werk “Mein Leben für deins” mit interessanten und vielseitigen Figuren und einer nachdenklich stimmenden Handlung überzeugen. Ich kann nur hoffen, dass sich noch viele Leser für das Buch interessieren werden, denn das Thema Organspende sollte heutzutage niemand mehr ignorieren.

Waiting on Wednesday

Juli 29, 2015 1 Kommentar

New WoW

“Waiting on Wednesday” ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde.

51IqaKA+eWL._SL250_Neue Bücher von Abbi Glines sind für mich immer ein Highlight, denn ich zähle die Autorin mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen und kann somit nicht genug von ihren Büchern bekommen. “Sometimes It Lasts – Cage und Eva” ist bereits der fünfte Band der “Sea Breeze”-Reihe und gleichzeitig wird hierbei die Geschichte von Eva und Cage fortgeführt, die man bereits im dritten Band kennenlernen durfte. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn das Buch am 10. August 2015 erscheinen wird.

Kurzbeschreibung
Entfernung bedeutet nichts, wenn man alles füreinander ist… Als Cage York endlich das lang ersehnte Sportstipendium bekommt, erkrankt Evas Vater so schwer, dass sie Cage nicht ans College in Tennessee begleiten kann. Er stimmt nur zögerlich einer Fernbeziehung zu – und erliegt schon bald einer gefährlichen Versuchung. Nachdem Eva einige Fotos zu Gesicht bekommt, auf denen Cage sich wie der Bad Boy benimmt, der er einmal war, bricht eine Welt für sie zusammen…

Montagsfrage: Hast du bevorzugte Verlage, bei denen du dich gerne nach neuem Lesestoff umschaust?

Juli 27, 2015 2 Kommentare

Nachdem im letzten Jahr die liebe Nina von Libromanie die Montagsfrage gestellt hat, übernimmt diese nun Svenja von Buchfresserchen. Da ich all die Monate noch nie mitgemacht habe, werde ich ab sofort auch immer die Montagsfrage beantworten.

montagsfrage_banner

“Hast du bevorzugte Verlage, bei denen du dich gerne nach neuem Lesestoff umschaust?”
Grundsätzlich ist es mir egal, aus welchem Verlag ein Buch kommt, aber natürlich gibt es Verlage, von denen ich deutlich mehr Bücher besitze. Dies ist bei mir besonders der Heyne Verlag, den ich schon immer sehr gerne gelesen habe, u.a. allein schon wegen Stephen King. Als weiteren Lieblingsverlag möchte ich noch Piper nennen, denn auch hier habe ich sehr viele Bücher und zahlreiche Werke auf meiner Wunschliste. Ein dritter Lieblingsverlag von mir ist cbt, von dem ich ebenfalls sehr viele Bücher besitze. Früher zählte auch noch der Mira Taschenbuch Verlag dazu, allerdings hat dies in den letzten Jahren leider etwas nachgelassen.

Sona Charaipotra/Dhonielle Clayton – Dein letztes Solo

Juli 26, 2015 1 Kommentar

Kurzbeschreibung
Die Ballettakademie im Herzen Manhattans ist eine der besten des Landes. Den jungen Tänzerinnen wird einiges abverlangt. Für die ehrgeizige Bette kein Problem. Schließlich gilt es, ihrer Schwester nachzueifern, einer berühmten Ballerina. Ganz anders die freigeistige Giselle, die zwar immer nur tanzen wollte, auf das harte Training aber wenig Lust hat. Die perfektionistische June schließlich gibt immer alles – und es reicht doch nie so ganz. Als die Nussknacker-Aufführung bevorsteht, geraten die drei in einen erbitterten Konkurrenzkampf: Wer von ihnen wird die Rolle der Primaballerina bekommen? Doch nur eine ist bereit, alles dafür zu tun, wirklich alles ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Auf der Suche nach neuen Thrillern, die auch gut für Jugendliche geeignet sind, ist mir “Dein letztes Solo” empfohlen worden. Da ich Bücher aus dem Heyne Verlag schon immer sehr gerne gelesen habe und das Buch recht spannend klang, wollte ich diesem unbedingt eine Chance geben und habe mich auf gute Unterhaltung gefreut. Dieses Buch hat zwar durchaus seine Schwächen, allerdings wurde ich am Ende doch ganz gut unterhalten.

Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen. Dieser liest sich sehr flüssig und leicht, die Dialoge sind gut geschrieben, obwohl ich gleichzeitig auch zugeben muss, dass mich die Zickereien der drei Protagonistinnen doch sehr stark genervt hat. Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von June, Gigi und Bette erzählt wird, bekommt man einen sehr guten und abwechslungsreichen Einblick in das Leben auf der Ballettakademie kennen, was der Geschichte sehr gut getan hat. Doch leider hat die Geschichte eine große Schwäche und das sind die Figuren.

June, Gigi und Bette haben bis auf ihren Ehrgeiz und dem Talent nur sehr wenig gemeinsam, dennoch haben alle drei ihre Schwächen und Stärken, die sie eigentlich sympathisch machen sollte, nur das war der Knackpunkt: Leider konnte ich alle drei nicht ins Herz schließen oder gar große Sympathien für sie aufbringen. Dies ist unglaublich schade, denn schließlich ist hier jede Menge Potential bei ihnen vorhanden. Problem war jedoch, dass oftmals nur der viel zu große Ehrgeiz und die Zickereien im Vordergrund stehen, was mich zum Teil doch sehr an andere Bücher und TV-Serien, wie z.B. “Gossip Girl” erinnert hat. Wer sowas mag, wird hier sicherlich seine wahre Freude bei haben, mir war es jedoch an vielen Stellen schon fast zu viel.

Und da kommen wir auch zum zweiten Problem: Dadurch, dass die Anfeindungen zwischen den Mädchen die größte Rolle spielt, bleibt die Spannung zum Großteil auf der Strecke. Ich habe mir hier zwar nicht den spannendsten und blutrünstigen Thriller aller Zeiten erhofft, allerdings hätte es doch ein wenig mitreißender sein können.

Dennoch kann man sagen, dass die Geschichte durchaus authentisch ist, denn Dhonielle Clayton hat selbst früher an einer Ballettschule unterrichtet und hat dabei sicherlich einen sehr guten Einblick erhalten, sodass sie das Verhalten der Schülerinnen gut einschätzen konnte. Konkurrenzkampf gibt es im Leben leider immer, ganz besonders unter Tänzerinnen, bei denen nur eine von ihnen die große Rolle und damit den Erfolg ergattern kann, von daher wurde dies von den beiden Autorinnen sehr gut geschildert.

Das Cover ist sehr ausdrucksstark, die Pose gut ausgewählt und auch sonst passt dieses sehr gut zur Geschichte. Dazu finde ich auch die Farben sehr gut ausgewählt, da sie direkt ins Auge springen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt ist “Dein letztes Solo” eine gute Geschichte, die mich auf weiten Strecken überzeugen und auch unterhalten konnte, allerdings auch einige Schwächen bei den Charakteren mit sich bringt. Dazu ist Spannung hier zum Großteil leider Mangelware Dennoch: Tanzbegeisterte Leser, die auch gerne mal ein Jugendbuch in die Hand nehmen, dürften bei diesem Buch ihren Spaß haben.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.740 Followern an