Rezension

Beth O’Leary – Love to share – Liebe ist die halbe Miete

Kurzbeschreibung
Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ war ich schon besonders gespannt, da ich bereits sehr viel Gutes über das Buch gehört habe und es mir schon häufiger empfohlen wurde. Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich recht hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht.

Beth O‘Leary besitzt einen angenehmen und lockeren Schreibstil, der dafür sorgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt und dabei nicht nur die Figuren gut kennen lernt, sondern auch die jeweiligen Schauplätze immer gut bildlich vor Augen hat. Dabei steht nicht nur eine gewisse Romantik im Vordergrund, sondern vor allem auch Humor, mit dem mich die Autorin überzeugen konnte.

Obwohl es sich bei „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ stellenweise um ein typisches Buch aus dem Chick Lit-Genre handelt, konnte mich das Buch doch teilweise sehr überraschen, denn hier werden die Figuren nur selten überspitzt dargestellt und bietet auch nicht die üblichen Klischees, die man sonst so oft in dem Genre vorfindet. Natürlich ist besonders das Ende sehr vorhersehbar, allerdings konnte mich „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ insgesamt gut unterhalten.

Die Geschichte zwischen Leon und Holly, die sich ein Apartment und sogar ein Bett teilen, sich aber noch nie zuvor gesehen haben, ist unterhaltsam und die Kommunikation zwischen ihnen, die zunächst fast ausschließlich über Post-Its verläuft, ist sehr interessant. Während Leon immer nachts unterwegs ist und arbeitet, ist Holly dagegen immer tagsüber unterwegs, sodass sich die beiden zunächst nicht in die Quere kommen. Als sie sich dann jedoch zum ersten Mal begegnen, beginnt dies direkt mit einem Knall, der sehr unterhaltsam ist und aufzeigt, wie gut zwei Fremde miteinander harmonieren können, die sich zwar nah, aber oft so fern sind.

Kurz gesagt: „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ ist eine unterhaltsame Romantik-Komödie, die mich mit interessanten Figuren und einem humorvollen Schreibstil überzeugen konnte. Bitte mehr davon!

Bücher allgemein

SUB am Samstag

„SUB am Samstag“ ist eine Aktion, die von der ehemaligen „Frau Hauptsachebunt“ ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die sich auf dem SUB befinden.

Da die Bücher von Colleen Hoover immer ein Muss für mich sind, durfte auch ihr neuestes Werk „All das Ungesagte zwischen uns“ in mein Regal einziehen. Die Geschichte rund um den Verlust eines Menschen klingt dabei nicht nur sehr interessant, sondern vor allem sehr traurig, sodass ich schon sehr gespannt bin, wie die Autorin dieses Thema letztendlich umgesetzt hat.

Kurzbeschreibung
Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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„Die Stimme“ von S.K. Tremayne habe in den letzten Wochen immer wieder auf Instagram entdeckt, sodass ich letztendlich schwach geworden bin und dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte. Die Idee, dass hierbei eine Software nahezu alles über einen Menschen weiß, ist nicht nur erschreckend, sondern vor allem auch sehr interessant, sodass ich schon sehr gespannt bin, wie ich diesen Thriller letztendlich finden werde.

Kurzbeschreibung
»Ich weiß, was du getan hast.« Jo ist schockiert, als die digitale Home Assistentin Electra sie ohne Aufforderung anspricht. Unmöglich kann eine harmlose Software vom Furchtbarsten wissen, das Jo jemals passiert ist! Doch Electra weiß nicht nur Dinge – sie tut auch Dinge, zu denen sie nicht in der Lage sein sollte: Freunde und Eltern erhalten Textnachrichten mit wüsten Beschimpfungen, Jos Bankkonto wird leergeräumt, die Kreditkarte überzogen … Zum ersten Mal seit Jahren muss Jo wieder an ihren Vater denken, der unter heftigen schizophrenen Schüben litt und sich schließlich das Leben nahm. Kann es sein, dass sie sich die Stimme nur eingebildet hat? Doch Electra ist noch lange nicht fertig mit Jo… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Herbstzeit ist Fitzek-Zeit und somit musste auch unbedingt „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek in mein Regal einziehen. Da das Buch bislang fast nur positive Bewertungen erhalten hat, bin ich schon sehr gespannt darauf, wie Sebastian Fitzek das Thema umgesetzt hat, da Begleittelefon aktueller denn je ist.

Kurzbeschreibung
Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt – oder im Notfall Hilfe ruft.
Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht.
Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

Rezension

Martin Schäuble – Cleanland

Kurzbeschreibung
Die 15-jährige Schilo wohnt in Cleanland – dem Land der Reinen. Dank moderner Technik und strenger Gesetze sind die Menschen hier geschützt vor Krankheiten aller Art. Nur eine einzige registrierte Freundin zu haben, rund um die Uhr überwacht zu werden und die eigene Großmutter nur durch eine Glasscheibe zu sehen – für Schilo ist das in Ordnung, Gesundheit hat nun mal ihren Preis. Doch dann erfährt die Familie ihrer Freundin die Härte des Regimes. Und Schilo verliebt sich in Toko, einen der Cleaner, die nachts Straßen und Gebäude desinfizieren müssen. Da begreift sie, wie hoch der Preis wirklich ist. Was ist wichtiger: die Gesundheit – oder die Freiheit? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
In der heutigen Zeit, wo Hygienevorschriften und Maskenpflicht zum Großteil unser Leben beherrschen, war ich schon sehr gespannt auf „Cleanland“ von Martin Schäuble. Da es derzeit kaum ein aktuelleres Thema geben kann, habe ich mir hier eine interessante und spannende Geschichte gewünscht und diese auch zum Glück erhalten, denn „Cleanland“ beschreibt viel über die Zeit und die Folgen nach einer Pandemie, was erschreckend realistisch ist.

Die Geschichte liest sich spannend und flüssig, bietet einen interessanten und teilweise auch erschreckenden Einblick in das Leben nach einer Pandemie und kann mit sympathischen und gut ausgearbeiteten Figuren überzeugen. Dabei hat Martin Schäuble auch eine Welt geschaffen, die nicht nur sehr authentisch wirkt, sondern auch nachdenklich stimmt und viele Fragen aufwirft, die im Laufe der Geschichte auch zum Großteil beantwortet werden.

Erzählt wird dabei die Geschichte der 15-jährigen Schilo, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter zusammen lebt. Dabei steht die Gesundheit stets im Vordergrund, denn sie müssen nicht nur ständig Schutzanzüge tragen, sondern werden auch von der Regierung bewacht, denn sie müssen alle Armbänder tragen, bei dem ständig sämtliche Werte gemessen werden. Gleichzeitig darf jeder Mensch in Cleanland nur eine einzige eingetragene Kontaktperson haben, was in ihrem Fall ihre beste Freundin ist.

Für Schilo ist dies Normalität, mit der sie sich abgefunden hat. Dies ändert sich jedoch, als sie auf Toko trifft. Toko arbeitet als Cleaner, der nachts in den Wohnungen der Menschen arbeitet, um deren Räumlichkeiten zu desinfizieren. Normalerweise dürfen die beiden keinerlei Kontakt zueinander haben, was Schilo jedoch nicht davon abhält, in seine Welt einzutauchen. Dabei lernt sie stellenweise das Leben vor der großen Pandemie kennen, was bei ihr für ein Umdenken sorgt. Gleichzeitig muss auch ihre beste Freundin und deren Familie sich mit der Regierung auseinandersetzen, nachdem diese mehrfach gegen die Hygienevorschriften verstoßen haben.

„Cleanland“ überzeugt hierbei nicht nur mit einer gut ausgearbeiteten Welt, sondern vor allem auch mit seinen Figuren. Besonders Schilo ist dabei sehr gut gelungen. Man kann ihre Gedanken, Ängste und Zweifel gut nachvollziehen und auch ihr Zwiespalt, ob Freiheit oder Gesundheit letztendlich wichtiger ist, werden dabei gut erzählt.

Das Ende selbst kam mir dagegen zu schnell, weil dies meiner Meinung nach zu zügig abgearbeitet wurde und somit nicht alle Fragen gänzlich beantwortet werden. Hier hätte ich mir mehr Informationen über die große Pandemie gewünscht und wie das Leben außerhalb von Cleanland aussieht.

Kurz gesagt: „Cleanland“ ist eine interessante, nachdenklich stimmende und erschreckende Geschichte, die aktueller nicht sein könnte und mit interessanten Figuren und einem tollen Plot überzeugen kann. Ich kann die Geschichte rund um das Thema Gesundheit, Hygiene und Pandemie somit nur empfehlen.

Rezension

Chanel Cleeton – Nächstes Jahr in Havanna (Kuba-Saga #1)

Kurzbeschreibung
Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.
Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Nächstes Jahr in Havanna“ war ich sehr gespannt, da mich nicht nur das Cover sehr angesprochen hat, sondern ich Kuba im Allgemeinen immer sehr interessant finde. Somit hatte ich auch recht hohe Erwartungen an den Auftakt der Kuba-Saga und muss leider sagen, dass ich doch ein wenig enttäuscht bin.

Das liegt vor allem an dem teilweise doch recht langatmigem Schreibstil, der mich nie wirklich fesseln konnte. Die Idee, eine Liebesgeschichte mit der kubanischen Revolution zu verbinden, ist eigentlich toll, aber leider wurde meiner Meinung nach zu wenig auf die damalige Zeit eingegangen. Das ist insofern schade, weil die Geschichte in gleich zwei Zeitzonen spielt: Einmal im Jahr 1958 in Havanna und einmal im Jahr 2017 in Miami. Hier hätte ich mir so viel mehr über die Zeit damals in Havanna gewünscht, was man jedoch nur leider in kleinen Häppchen vorgesetzt bekommt.

Erzählt wird dabei die Geschichte von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht hätten aufwachsen können. So lernen wir im Jahr 1958 wohlbehütete Elisa kennen. Dank ihres Vaters, der Plantagen besitzt, gehört sie zu den reicheren Menschen Havannas und somit weiß sie auch nur wenig über die aktuellen Geschehnisse, die sich im Land abspielen. Dies ändert sich jedoch, als sie einen Mann kennen lernt, dem die Politik des Landes wichtig ist und der sich für die Revolution einsetzt. Elisa lernt immer mehr über das Land und die Geschehnisse kennen und am Ende muss sie, wie viele andere auch, das Land in Richtung USA verlassen.

Im Jahr 2017 lernt man dagegen Elisas Enkelin Marisol kennen, die in Miami lebt und ihre Heimat Kuba nur vom Hörensagen her kennt. Dies soll sich jedoch ändern, als ihre Großmutter verstirbt und deren letzter Wunsches ist, dass ihre Asche in Havanna beigesetzt wird.

An sich ist dies zunächst ein wirklich guter Stoff, um daraus eine tolle Geschichte zu machen. Das Problem ist für mich jedoch gewesen, dass ich die Figuren zwar gut kennen lernen durfte, mich ihre jeweilige Geschichte jedoch nicht berührt haben. Dies liegt vor allem an den ständigen Wiederholungen, der langatmigen Erzählweise und dem Fakt, dass die Figuren leider immer etwas unnahbar auf mich wirkten.

Somit ist „Nächstes Jahr in Havanna“ zwar insgesamt ein netter Liebesroman, allerdings habe ich mir hier aufgrund der politischen Lage, die auch noch heute in Kuba vorherrscht, stellenweise einfach noch mehr politische und geschichtliche Hintergründe über das Land erhofft. So ist hier zwar alles nett, aber bei Weitem kein Highlight, was doch etwas bedauerlich ist.

Reihenfolge
Nächstes Jahr in Havanna
Wir träumten von Kuba

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Da aktuell sehr viele Verlagsvorschauen veröffentlicht werden, musste ich natürlich direkt beim Heyne Verlag stöbern, der bereits seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingen gehört. Dabei durfte ich sehr zu meiner Freude feststellen, dass auch im kommenden Jahr ein neues Werk von Stephen King erscheinen wird. „Später“ klingt dabei nach einer spannenden und ereignisreichen Geschichte und ich bin schon wahnsinnig gespannt darauf, wie mir das Buch letztendlich gefallen wird.
Leider muss man sich dabei noch ein paar Monate gedulden, denn „Später“ erscheint am 15. März 2021.

Kurzbeschreibung
Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

Rezension

James Hazel – The Mayfly (Charlie Priest #1)

Kurzbeschreibung
In einer Hütte im Wald, irgendwo im walisischen Niemandsland, findet die Polizei eine schrecklich zugerichtete Leiche. Es scheint, als hätte der Tote sich selbst so zugerichtet. Wenig später wird der Anwalt Charlie Priest in seiner Londoner Wohnung von einem Mann angegriffen, der auf der Suche nach einer rätselhaften Liste ist. Nur Stunden später liegt der Angreifer tot in einer Lagerhalle und Priest ist unter den Verdächtigen. Er muss herausfinden, was es mit der Liste auf sich hat – und stößt auf einen skrupellosen Club und eine grausame Wahrheit aus den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs, die alles für ihn Vorstellbare übersteigt… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „The Mayfly – Die Chemie des Bösen“ war ich bereits besonders gespannt, da ich bislang fast nur Gutes über diesen Thriller gehört habe. Leider waren meine Erwartungen allerdings etwas zu hoch, denn hier habe ich lediglich einen Thriller vorgefunden, der mit vielen Klischees spielt und bei dem irgendwie alles schon einmal da gewesen war.

Man muss James Hazel zugutehalten, dass er versucht hat, den Thriller insgesamt recht spannend zu gestalten. Mein Problem war hierbei jedoch, dass er sich zu viel an den typischen Klischees aus dem Genre bedient hat und für mich nicht viel Neues hier enthalten war. Zwar muss man sagen, dass sich die Geschichte flüssig liest und auch die Figuren hier und da gut ausgearbeitet sind, allerdings

Geschichten, in denen ein Ermittler, in dem Fall auch ein Anwalt, selbst unter Verdacht gerät und dabei den wahren Täter finden möchte, gibt es bereits wie Sand am Meer und genau so liest sich auch dieses Buch. Charlie Priest ist dabei natürlich jemand, der seine eigenen Dämonen hat und nicht der geselligste Mensch ist, wie es auch bei vielen anderen Ermittlern der Fall ist. Dieser wird von einem Mann bedroht, der wenige Zeit später brutal ermordet aufgefunden wird. Dabei gerät nicht nur Charlie Priest in das Fadenkreuz der Polizei, sondern es steht vor allem die Frage im Raum, warum der Getötete einen USB-Stick von Charlie wollte.

Der Fall bietet dabei nur selten wirkliche Überraschungen, sondern bietet lediglich die üblichen Verfahrensweisen, die man bereits aus vielen anderen Werken aus dem Genre kennt. Zwar ist hier durchaus ein roter Faden erkennbar, allerdings bot die Geschichte für meinen Geschmack zu wenig Neues, um mich wirklich begeistern zu können. So war hier letztendlich einfach alles nur nett, was für einen Thriller doch eher ein Todesurteil ist.

Somit konnte mich „The Mayfly – Die Chemie des Bösen“ mit seinen Figuren und wenigen Überraschungen und Wendungen leider nicht von sich überzeugen, sodass dieser Thriller leider nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Reihenfolge
The Mayfly – Die Chemie des Bösen
Die Puppe – Vertraue nicht dem Bösen
Die Schlange – Das Böse hat überlebt (September 2021)

Rezension

Lili Reinhart – Swimming Lessons

Kurzbeschreibung
I seem to be your new favorite novel. One that keeps you up at night, turning my pages. Fingers lingering on me so you don’t lose your place.

In her first collection of poetry, Lili Reinhart explores the euphoric beginnings of young love, battling anxiety and depression in the face of fame, and the inevitable heartbreak that stems from passion. Relatable yet deeply intimate, provocative yet comforting, bite-size yet profound, these beautiful poems are about growing up, falling down, and getting back up again. They capture what it feels like to be a young woman in today’s image-obsessed world with Lili’s trademark honesty, optimism, and unique perspective. Accompanied by striking and evocative illustrations, the poems in Swimming Lessons reveal the depths of female experience, and are the work of a storyteller who is coming into her own. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Die überaus talentierte Lili Reinhart ist mir spätestens seit der Erfolgsserie „Riverdale“ ein Begriff, in der sie die Schülerin Betty Cooper verkörpert. Da sie sich neben der Schauspielerei auch sehr ausführlich mit Body Positivity, Frauenrechten und mentalen Erkrankungen auseinander setzt, finde ich sie und ihre Ansichten sehr interessant und inspirierend, sodass ich schon sehr auf ihr Werk „Swimming Lessons“ gespannt war.

Meine Erwartungen an „Swimming Lessons“, das hauptsächlich aus Gedichten, Gedanken und Tagebucheinträgen besteht, waren enorm hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, denn Lili Reinhart konnte mich mit ihren Texten sehr berühren, zum Nachdenken anregen und teilweise habe ich mich auch in ihren Gedanken wiedererkannt.

In ihren Texten geht es dabei nicht nur um Liebe, Trauer, eine gescheiterte Beziehung, Untreue und Verlust, sondern auch um ihre Depressionen und Angstzustände, an der die Autorin bereits seit einiger Zeit erkrankt ist.

Gleichzeitig ist das Buch auch wunderschön aufgemacht, denn dieses enthält immer wieder kleinere Illustrationen, die perfekt zu den Texten passen, und manchmal auch doppeldeutig sind, was mir sehr gefällt.

Kurz gesagt: „Swimming Lessons“ ist eine wunderschöne und nachdenklich stimmende Textsammlung, die nicht nur sehr schön aufgemacht ist, sondern vor allem berührt und inspiriert. Bitte mehr davon!

Rezension

Tsugumi Ohba – Mustererkennung (Death Note #1)

Kurzbeschreibung
Der junge Light Yagami ist von der brutalen Welt um sich herum enttäuscht. Er möchte etwas verändern, Gerechtigkeit verbreiten und Verbrecher bestrafen. Eines Tages fällt ihm ein geheimnisvolles schwarzes Notizbuch in die Hände, das Death Note . Dort heißt es, dass jeder Mensch stirbt, dessen Namen man in dieses Buch schreibt. Gefesselt von dieser Idee, probiert Light es aus und kann schon bald nicht mehr die Finger davonlassen. Doch seine Taten bleiben nicht unbeobachtet… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich bereits die Anime-Serie „Death Note“ und auch die Mangas sehr mochte, wollte ich der Geschichte mit einem gewissen Zeitabstand auch noch einmal als Hörspiel eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht, denn die Umsetzung hat mir insgesamt gut gefallen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte des Schülers Light Yagami. Light ist ein hochintelligenter junger Mann, der von seinen Mitmenschen enttäuscht ist, da sehr viele Verbrechen begangen werden und Light für ein friedvolles Leben kämpfen möchte. Als er ein geheimnisvolles Notizbuch entdeckt, das sich als ein sogenanntes Death Note entpuppt, sieht er seine Chance, etwas auf der Welt zu verändern. Das Death Note ist ein Notizbuch, in dem man Namen eintragen kann, die tatsächlich zu einem bestimmten Zeitpunkt sterben. Light macht es sich zur Aufgabe, Verbrecher in das Death Note einzutragen, ohne dabei jedoch die Folgen zu erkennen. Dabei wird ihm auch der Shinigami Ryuk zur Seite gestellt, der das Death Note erst in die Menschenwelt gebracht hat.

Zugegeben: Wer die Mangas und auch die Serie bereits kennt, wird hier nicht viel Neues entdecken, dennoch hat mir die Inszenierung gut gefallen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind dagegen die Sprecher. Diese machen zwar allesamt einen guten Job und harmonieren auch miteinander, allerdings hat man für die Hörbuchproduktion leider nicht die Synchronsprecher aus dem Anime bekommen, was ich doch sehr schade finde.

Hat man sich an die (neuen) Stimmen jedoch erstmal gewöhnt, bekommt man hier eine sehr gute Hörbuchfassung, die ungefähr die ersten vier Episoden der Serie abdeckt.

Ich freue mich somit auf die weiteren Hörspiel-Episoden und werde auch weiterhin in das „Death Note“-Universum eintauchen.

Reihenfolge
Mustererkennung
Kollateralschaden
Geliebter Feind
Treuebeweis
Ausschlusskriterium
Grauzone
Doppelagenten
Live-Sendung
Erbschulden
Karma-Polizei
Flamme
Spitzenprädator

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Sarah Hilary – Puppenheim

Auf „Puppenheim“ war ich schon sehr gespannt, da mich die Kurzbeschreibung direkt angesprochen hat. Ich mag Geschichten, in denen es um verschwundene Menschen geht und London ist immer ein toller Ort, der viel hergibt, von daher waren meine Erwartungen doch relativ hoch. Leider entpuppte sich „Puppenheim“ jedoch als eine recht fade Angelegenheit, bei der man die Spannung quasi suchen musste, denn diese war nahezu nicht spürbar.

Wenn junge Frauen verschwinden und später ihre Leichen gefunden werden, die dazu auch noch wie Puppen aufgebahrt werden, ist dies an sich ein ziemlich interessanter Plot. Umso bedauerlicher ist es, dass der Schreibstil bei mir nicht zünden konnte. Die Autorin verstrickt sich in zahlreiche Erklärungen und Wiederholungen, ohne dabei auf den berühmten roten Faden zu achten oder eine gewisse Spannung zu erzeugen. Stattdessen plätschert die Geschichte vor sich hin und brachte kaum überraschende Wendungen mit sich, sodass ich mich immer mehr gelangweilt und oftmals nur noch quergelesen habe.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen. Von Marnie Rome, eine Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in London, habe ich mir letztendlich mehr erhofft. Leider wurde sie jedoch sehr klischeehaft gezeichnet, denn natürlich hat auch sie eine gewisse Vergangenheit, weshalb sie überhaupt Ermittlerin geworden ist und natürlich (!) ist sie genau deswegen auch die Beste ihres Faches. Das kann man natürlich mögen, mein Fall war es allerdings nicht.

Letztendlich hat mir der Fall rund um die verschwundenen jungen Frauen und dessen Ermittlungen so wenig zugesagt, dass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim btb Verlag)

Bücher allgemein

SUB am Samstag

„SUB am Samstag“ ist eine Aktion, die von der ehemaligen „Frau Hauptsachebunt“ ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die sich auf dem SUB befinden.

Obwohl mich der zweite Band „Someone Else“ insgesamt sehr enttäuscht hat, habe ich auch den dritten und letzten Band der „Someone“-Trilogie von Laura Kneidl vorbestellt, sodass das Buch in dieser Woche frisch bei mir einziehen durfte. Mit „Someone to Stay“ erhoffe ich mir einen schönen und emotionalen Abschluss der Trilogie und werde das Buch sicherlich schon bald wieder aus dem Regal befreien.

Kurzbeschreibung
Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, sie hat auch mit ihrem erfolgreichen Instagram-Account alle Hände voll zu tun, und ihr erstes Kochbuch steht kurz vor der Veröffentlichung. Da kann sie sich keine Ablenkung erlauben – selbst dann nicht, wenn sie so attraktiv und faszinierend ist wie Lucien. Doch obwohl Aliza fest entschlossen ist, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren, fällt es ihr immer schwerer, sich von Lucien fernzuhalten. Dabei hat dieser seine ganz eigenen Gründe, warum die Liebe für ihn zurzeit an letzter Stelle steht… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Ein weiteres Buch, dass sich noch ganz frisch auf meinem SUB befindet, ist „Zwei Leben in einer Nacht“ von Carolin Wahl. Da Das Thema ist nicht nur sehr interessant, sondern vor allem auch brandaktuell, denn Online-CHallenges gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, die mal mehr, mal weniger gefährlich für die Teilnehmer sind. Somit bin ich schon sehr gespannt darauf, wie die Autorin das Thema letztendlich umgesetzt hat.

Kurzbeschreibung
Freitag, der 13., Mitternacht. Caspar beobachtet, wie Sams blaues Haar im Wind flattert, als der Zug vorbeirast. Eigentlich weiß er nichts über sie, nur, dass sie beide von Ghost für diese Challenge ausgewählt worden sind. Gemeinsam warten sie auf die erste Nachricht. Die Anweisungen für eine von fünf Aufgaben in dieser Nacht. Ein gefährliches Spiel, das nur ein Ende kennt: ihren Suizid. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Schon etwas länger befindet sich dagegen „Lovecraft Country“ von Matt Ruff auf meinem SUB. Viel Antrieb hatte ich bislang noch nicht, um dem Buch wirklich eine faire Chance zu geben, allerdings hoffe ich, dass sich dies zukünftig noch ändern wird, zumal demnächst auch in Deutschland die gleichnamige TV-Serie zum Buch anlaufen wird.

Kurzbeschreibung
Atticus Turners Gefühle für seinen Vater waren schon immer zwiespältig. Doch als der verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche. Auch wenn die Spur nach „Lovecraft Country“ in Neuengland führt, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt Atticus bis zum Anwesen der Braithwhites. Hier tagt eine rassistische Geheimloge, mit deren Hilfe Braithwhite junior nichts weniger als die höchste Macht anstrebt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)