[Kurzrezension] Reiner Engelmann – Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse

Mai 24, 2015 1 Kommentar

Kurzbeschreibung
Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentarist des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt sein Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

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Meine Meinung
Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Bücher über Auschwitz und den zweiten Weltkrieg gelesen – mal freiwillig, mal weniger freiwillig. Nachdem ich nun einige Zeit von der Thematik Abstand genommen habe, da mir der Markt eine Zeit zu sehr von solchen Büchern überschüttet wurde, habe ich mich nun endlich mal wieder an ein Buch herangewagt: “Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse”.

Wilhelm Brasse war mir bereits im Vorfeld ein Begriff, da ich vor längerer Zeit eine Dokumentation über ihn gesehen habe. Ich fand seine Schilderungen damals sehr interessant, erschreckend und unglaublich traurig, sodass ich auch das Buch über ihn lesen wollte, welches Reiner Engelmann verfasst hat. Dabei gab es nicht nur sehr viele neue Informationen zu Brasses Zeit in Auschwitz, sondern auch sehr viele Erkenntnisse aus seiner Zeit nach seiner Befreiung.

Brasse kam als Häftling nach Auschwitz und musste dort in verschiedenen Abteilungen arbeiten, ehe er als Fotograf tausende von Häftlingen fotografieren musste, ehe sie auf bestialische Art und Weise ermordet wurden. Hier blieb ihm zwar die harte körperliche Arbeit erspart und er bekam auch eine deutlich bessere Verpflegung als andere Häftlinge, allerdings musste er dabei Dinge erleben und fotografieren, die ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2012 nicht losgelassen haben.

Dabei werden sämtliche Ereignisse schonungslos erzählt, sodass man einen genauen Einblick erhält, wie es vor knapp siebzig Jahren in den Arbeitslagern zuging und wie es den häftlingen, speziell den Juden, ergangen ist. Interessant ist auch Brasses Gedanken zu gewissen Themen. So hat er sich zwar an einigen Stellen immer wieder darum bemüht, dass es den Häftlingen, die er fotografieren musste, während der Zeit in seinem Büro gut ging, allerdings musste er sich selbst immer wieder eingestehen, dass er als Häftling sonst nichts für andere Menschen tun konnte. Interessant ist hierbei auch das Glossar, in dem sämtliche Offiziere, Ärzte und Co. noch einmal erwähnt werden und ihr Leben in einem kleinen Lebenslauf erklärt wird.

Für mich ist “Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse” insgesamt ein wichtiges Werk, das jeder Leser mindestens einmal gelesen haben sollte. Dazu wäre Brasses leidvolle Geschichte perfekt für den Geschichtsunterricht. Ich kann es nur empfehlen.

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SUB am Samstag #49


“SUB am Samstag” ist eine Aktion von Frau Hauptsachebunt. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die man auf dem SUB hat.

51TscBEMCkL._SL250_“Mein böses Blut” von Geoffrey Girard steht noch nicht allzu lange in meinem Regal und ich schätze, dass es da auch nicht lange ungelesen verweilen wird, denn die Geschichte klingt einfach zu verlockend, sodass ich das Buch schon sehr bald lesen möchte.

Kurzbeschreibung
Jeff dachte immer, dass er ein Teenager ist wie jeder andere. Doch an seinem 16. Geburtstag erfährt er das Unglaubliche: Er ist ein Klon des Serienkillers Jeffrey Dahmer! Und es gibt weitere jugendliche Klone. Im Rahmen eines streng geheimen Regierungsprojekts, unter der Beobachtung von Wissenschaftlern, durften manche von ihnen wohlbehütet aufwachsen, andere erlebten dagegen die Kindheit ihres Originals. Nun sind einige von ihnen ausgebrochen. Gemeinsam mit dem Polizisten Castillo, der die entflohenen Jugendlichen wieder einfangen soll, jagt Jeff den Killern quer durch die USA hinterher…

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512VUCBnt3L._SL250_Ein weiteres Buch, das ebenfalls erst frisch auf dem SUB liegt, ist “Bin mal kurz tot” von Lance Rubin. Die Kurzbeschreibung ist einfach so verlockend, sodass ich nur schwer an dem Buch vorbei gehen konnte. Ich freu mich schon sehr drauf, wenn ich es bald lesen kann.

Kurzbeschreibung
Wie alle anderen auch kennt der 17-jährige Denton seinen genauen Todestag. In der Zeit davor, der Todeswoche, tun die Menschen traditionell alles, was sie schon immer tun wollten. Am Tag vor seinem Tod erwacht Denton aber im Bett eines Mädchens, das definitiv nicht seine Freundin ist, die ihn irgendwie letzte Nacht verlassen haben muss. Das kann er kurz vor seiner Beerdigungszeremonie am Nachmittag eigentlich nicht gebrauchen. Auf welche Weise Denton den Tod finden wird, das weiß er noch nicht. Ein mysteriöser Fleck auf seiner Haut gibt jedoch einen ersten Hinweis. Doch dann taucht ein merkwürdiger Fremder auf seiner Beerdigung auf und erzählt allerhand Dinge, die Dentons bevorstehendes Ableben in ein ganz neues Licht rücken. Etwas stimmt hier nicht. Doch kann er noch herausfinden, was?
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51q+k1QfV8L._SL250_Obwohl ich fast alle Bücher von Thomas Thiemeyer besitze, habe ich nur sehr wenig bislang vom Autor gelesen. “Devil’s River” ist meine neueste Errungenschaft und reizt mich von allen Büchern am meisten. Von daher werde ich es mit Sicherheit schon sehr bald lesen.

Kurzbeschreibung
Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten…
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt…

Neuerscheinungen bei Skoobe 20/2015

Mai 22, 2015 1 Kommentar

unnamedSeit einiger Zeit bin ich nun zufriedene Kundin bei Skoobe und freue mich immer wieder, wenn jeden Donnerstag die Neuerscheinungen veröffentlicht werden.
In dieser Woche wurden insgesamt 73 Ebooks hochgeladen, davon eine Menge Bücher, die erst in dieser Woche im Buchhandel erschienen sind, aber auch schon etwas ältere Bücher, die sich aber dennoch lohnen. Bei mir sind von den 73 Büchern insgesamt drei Bücher auf die Merkliste gewandert, eins davon hatte ich auf meiner Wunschliste.

Screenshot_2015-05-21-15-06-55Diese Woche war wieder einmal etwas durchwachsen, allerdings habe ich dann doch noch drei Ebooks gefunden, die mich interessieren.
“Flirt mit Nerd” von Leah Rae Miller habe ich bereits auf einigen Blogs entdeckt, wobei einige Rezensionen wirklich vielversprechend klangen. Ich finde das Cover zwar furchtbar, aber die Geschichte reizt mich dennoch so sehr, dass das Buch unbedingt auf die Merkliste musste.
Von meiner Wunschliste stammt “Ein Hauch von Liebe” von Jodi Lynn Anderson. Hier erwarte ich eine schöne und unterhaltsame Geschichte, die mir ein paar interessante Lesestunden beschert. Dementsprechend hoch sind hierbei meine Erwartungen und ich hoffe, dass ich am Ende nicht enttäuscht werde.
Bereit sin der letzten Woche ist der erste Teil der “Song of Love”-Reihe von Jessa Holbrook auf meine Merkliste gewandert, nun folgt direkt der zweite Teil “Wie ich mich zurückzog”. Der erste Teil wurde bereits angelesen und ich fand den Stil ganz nett, von daher werde ich wohl beide Teil direkt hintereinander lesen.

Weiterhin gab es noch andere Bücher, die mein Interesse geweckt haben, es jedoch (noch) nicht auf meine Merkliste geschafft haben.
“Flug 2039″ von Chuck Palahniuk klingt nach einer grandiosen Geschichte, allerdings haben der Autor und ich bislang nicht die besten Erfahrungen miteinander gemacht, da ich leider nie so ganz in seine Bücher hineingefunden habe. Hier wird von daher zunächst erst einmal die Leseprobe herhalten müssen.

Waiting on Wednesday

Mai 20, 2015 1 Kommentar

New WoW

“Waiting on Wednesday” ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde.

9k=Mein heutiges “Waiting on Wednesday” ist mir aufgrund des tollen Covers direkt ins Auge gefallen, sodass ich das Buch unbedingt genauer anschauen musste: “Alles so leicht” ist jedoch alles andere als leichte Kost, sondern mit einer ernsten Thematik versehen, die mich direkt neugierig gemacht hat. Ich freu mich schon sehr darauf, wenn ich das Buch ab dem 13. Juli 2015 in den Händen halten kann.

Kurzbeschreibung
Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.

Leonie Swann – Dunkelsprung

Mai 19, 2015 2 Kommentare

Kurzbeschreibung
Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu einem ungewöhnlichen Haustier, und Julius sieht sich auf einmal mit existentiellen Fragen konfrontiert: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang noch kein Buch von Leonie Swann gelesen habe, obwohl mir die Autorin immer wieder empfohlen wurde. Da ihr neuestes Werk “Dunkelsprung” einfach zu verlockend klang, bin ich endlich über meinen Schatten gesprungen und habe der Autorin eine Chance gegeben. Zum Glück habe ich dies letztendlich getan, denn Leonie Swann hat mich mit diesem Buch begeistern können, sodass ich an dieser Geschichte großen Spaß hatte.

Der Schreibstil konnte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten begeistern, sodass ich immer mehr in die Geschichte hineingefunden habe und Julius Birdwell bei seinen Abenteuern gerne begleitet habe. Die Autorin beschreibt hierbei alles sehr detailliert, allerdings hat die Geschichte nie ihre Längen, sodass ich keine langatmigen Stellen vorfinden konnte. Die Dialoge sind ebenfalls gelungen und konnten mich manchmal mit jeder Menge an Wortwitz zum Schmunzeln bringen. Gleichzeitig sind die Figuren allesamt gut ausgearbeitet, sodass mir viele sehr sympathisch waren und ich besonders Julius Birdwell im Laufe der Geschichte sehr gut kennen lernen durfte.

Die Idee, dass Julius zusammen mit der Faunin Elizabeth eine Meerjungfrau zu retten versucht, klingt im ersten Moment doch sehr skurril, gleiches gilt auch für den Detektiv Frank Green, der sich nie an seine Fälle erinnert, da er seine Erinnerungen immer wieder löschen lässt, allerdings hat man richtig viel Spaß mit der Geschichte, wenn man sich auf die vielen verrückten Ideen und skurrilen Momente einlassen kann. Stellenweise hat man vielleicht hier und da an kleineren Stellen übertrieben und es wurde manchmal zu viel Fantasy in die Geschichte eingebaut, allerdings hat mich das in der Endabrechnung nicht wirklich gestört.

Es ist also ratsam, dass man trotz des eher verwirrenden Einstiegs definitiv in der Geschichte bleibt, denn dadurch erlebt man ein wunderbares und phantastisches Abenteuer mit vielen Fabelwesen, interessanten Figuren und vielen Lachern.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und glänzt mit vielen kleinen Details, die auch die Geschichte ausmachen: Kaninchen, die aus Zylindern springen, Drachen, Luftballons. Hier gibt es einfach sehr viel zu entdecken, sodass das Buch ein toller Eyecatcher ist. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls direkt zugesagt, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Insgesamt hat mich “Dunkelsprung” aufgrund seiner vielseitigen Figuren, einem interessanten Plot und zahlreichen Ideen begeistern können, sodass ich an dieser Geschichte großen Spaß hatte. Ich kann diese somit nur empfehlen und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Montagsfrage: Hand auf’s Herz, wie viele Bücher besitzt du?

Mai 18, 2015 4 Kommentare

Nachdem im letzten Jahr die liebe Nina von Libromanie die Montagsfrage gestellt hat, übernimmt diese nun Svenja von Buchfresserchen. Da ich all die Monate noch nie mitgemacht habe, werde ich ab sofort auch immer die Montagsfrage beantworten.

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“Hand auf’s Herz, wie viele Bücher besitzt du?”
Ich kann hier tatsächlich keine genaue Zahl nennen, da es einfach zu viele Bücher sind. Bei meinem Schatz und mir haben wir mehrere Regale und Schränke voll mit Büchern, bei meinen Eltern stehen ca. fünfzehn bis zwanzig Kisten auf dem Dachboden und in meinem alten Zimmer sind auch unzählige Bücher. Auch auf dem Reader sind nicht unbedingt wenige. Ich schätze mal, dass ich mit allem drum und dran zwischen 8000 und 9000 Bücher besitze. Schön wäre es nur, wenn ich diese irgendwann mal alle in einem Raum, bzw. einem Haus zusammen hätte.

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[Ich habe abgebrochen…] Heiko Grießbach – Hexeninternat (Hexeninternat #1)


23786012“Hexeninternat”, der erste Band der “Hexeninternat”-Reihe von Heiko Grießbach, hat mich auf Anhieb angesprochen. Da ich bereits viele begeisterte Rezensionen zu der Reihe gelesen habe, habe ich mir spontan die ersten drei Bände als Ebook gekauft und hatte dementsprechend hohe Erwartungen an die Reihe, doch leider bin ich am Ende doch sehr enttäuscht und habe das Buch abgebrochen, da es mich leider absolut nicht überzeugen konnte.

Heike Grießbach hat sicherlich Talent und kann gut mit Worten umgehen und hatte auch die ein oder andere zündende Idee, mein Problem ist jedoch, dass mich die Geschichte von Anfang an nicht fesseln konnte, da der Schreibstil stellenweise doch sehr einfach – fast schon zu einfach – gehalten wurde. Dazu konnte ich mit der teilweise zu saloppen Sprache nichts anfangen, da dies gar nicht zur Geschichte passen mochte. Auch die Figuren fand ich leider nicht gelungen, bzw. allesamt unsympathisch.

Bereits am Anfang war ich direkt von Tanja genervt, denn ich konnte mich mit ihr weder identifizieren, noch anfreunden. Sie versucht zwar stets eine gewissen Coolness an den Tag zu bringen, allerdings ist dies in meinen Augen deutlich schief gegangen, da sie mir dadurch nur umso unsympathischer wurde. Ihre Gedanken sind oftmals von Neid zerfressen und somit fand ich sie von der Art her leider alles andere als prickelnd.

Problem ist auch, dass die Idee mit dem Hexeninternat alles andere als neu ist. Der Autor hat hier zwar einige Ideen gut eingebracht, allerdings wollte das Ganze bei mir nicht so zünden, wie ich es zuvor erhofft habe, denn ich habe in anderen Büchern schon deutlich bessere Geschichten zu solch einer Thematik gelesen.

Fakt ist: Hätte ich nicht bereits andere Bücher zu der Thematik gelesen und hätte der Autor vielleicht eine angenehmere Sprache gewählt, hätte ich an dieser Geschichte deutlich mehr Spaß gehabt und würde sicherlich auch einen zweiten Band lesen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, habe ich das Ebook nach 82 Prozent enttäuscht von meinem Reader gelöscht. Sehr schade!

Cammie McGovern – Amy & Matthew – Was ist schon normal?


Kurzbeschreibung
Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen? ~ Quelle

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Meine Meinung
“Amy & Matthew – Was ist schon normal” klang für mich auf Anhieb nach einer interessanten und vielseitigen Geschichte, auf die ich mich sehr gefreut habe. Meine Erwartungen waren demnach dementsprechend hoch, aber leider muss ich sagen, dass ich am Ende doch ein wenig enttäuscht bin, da mich die Figuren nicht gänzlich begeistern konnten.

Die Geschichte begann sehr vielversprechend. Die Autorin erzählt die Geschichte sehr flüssig und leicht, die Figuren nett ausgearbeitet, die Mails dafür stellenweise ganz witzig, aber dennoch hat mir in gewisser Hinsicht das gewisse Etwas gefehlt. Alles ist hier so nett, aber mir reichte ein “nett” auf Dauer leider nicht, sodass ich mich hierbei zwar nicht unbedingt gelangweilt habe, allerdings gegen Ende immer mehr das Interesse verloren habe.

Amy und Matthew stehen in dieser Geschichte klar im Vordergrund. Während ich Matthew ganz sympathisch fand und seine Ecken und Kanten ebenfalls ganz interessant fand, empfand ich Amy stellenweise dann doch als recht anstrengend. Dies hat hierbei jedoch absolut gar nichts mit ihrer Behinderung zu tun, sondern vielmehr mit der Art, dass sie mir viel zu forsch war. Normalerweise mag ich es, wenn jemand einen anderen Menschen mit Interesse begegnet, bei dieser Geschichte war es mir dann allerdings zu aufdringlich. Dennoch hatte sie auch ihre Phasen, in denen sie mir sehr sympathisch war, nur leider wurde dies mit der Zeit immer weniger, was ich selbst sehr schade finde, denn Amy hat so viel Potential, das nur leider nicht genutzt wurde.

Dennoch tat mir Amy auch sehr leid, denn sie hat aufgrund ihrer Behinderung kein einfaches Leben. Sie kann kaum sprechen, leidet an Anfällen und hat dazu kaum Kontakt zu anderen Menschen, was u.a. auch an ihrer Mutter liegt, da diese Amy zu sehr beschützt und sie vor Enttäuschungen bewahren möchte. Da Amy jedoch trotz allem sehr intelligent und selbstbewusst ist, möchte sie in ihrem letzten Jahr auf der Schule unbedingt Kontakte knüpfen. Matthew ist einer davon und somit beginnt ein rührender und schonungsloser Kontakt zwischen den beiden, denn auch Matthew ist alles andere als “normal” und hat so seine Macken, wodurch er ebenfalls von seinen Mitschülern kritisch beäugt wird.

Die Liebesgeschichte, die zwischen den beiden Jugendlichen erzählt wird, fand ich interessant und hat mich zum Teil auch berührt und immer wieder zum Nachdenken angeregt, allerdings hat die Autorin sich hierbei sehr zurückgehalten und hätte noch viel mehr aus der Geschichte herausholen können. Schade, dass das Potential hierbei nicht vollständig genutzt wurde.

Das Cover ist an sich ganz nett, aber auch recht einfallslos, sodass es nicht unbedingt der größte Eyecatcher zwischen meinen anderen Büchern ist und somit nicht heraussticht. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

“Amy & Matthew – Was ist schon normal” ist insgesamt eine nette Geschichte, besitzt aber auch einige Schwächen, die besonders in der Ausarbeitung der Figuren ersichtlich sind. Wären diese ein wenig besser ausgearbeitet und wäre Amy nicht so aufdringlich gewesen, hätte ich bei dieser Geschichte sicherlich mehr Spaß gehabt. Dennoch möchte ich für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen, da ich besonders die Beziehung zwischen Amy und Matthew sehr interessant fand.

Katarina Bivald – Ein Buchladen zum Verlieben


Kurzbeschreibung
Eigentlich will die schwedische Buchhändlerin Sara nur ihre 65-jährige Brieffreundin Amy besuchen. Doch als Sara in dem entlegenen Nest in Iowa ankommt, muss sie feststellen, dass Amy gestorben ist. Die skurrile Gruppe der Dorfbewohner nimmt Sara in ihrer Mitte auf. Bald sind sie ihr ans Herz gewachsen, nur ihre Liebe zu Büchern teilen sie nicht. Sara eröffnet kurzerhand eine Buchhandlung und siehe da: Über Umwege werden sogar Nicht-Leser zu Bücherwürmern. Selbst mit dem anfangs so verschlossenen Tom scheint es besser zu laufen. Als ihr Zwei-Monats-Visum abläuft, haben ihre neuen Freunde eine sehr verrückte Idee ~ Quelle

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Meine Meinung
“Ein Buchladen zum Verlieben” war lange Zeit in aller Munde, als das Buch im letzten Jahr erschienen ist. Da es mir zu dem Zeitpunkt fast schon zu viel gehypt wurde, wollte ich mir mit dem Buch noch etwas Zeit lassen und habe mich erst jetzt an das Werk als Hörbuch herangewagt. Meine Erwartungen waren hierbei sehr hoch und ich bin sehr froh, dass ich sowohl von der Geschichte, als auch von der Sprecherin nicht enttäuscht worden bin.

Katarina Bivald hat hier eine zauberhafte und unterhaltsame Geschichte geschaffen, die sich um zwei wunderbare Themen dreht: Die Liebe und die Liebe zu Bücher. Von daher war dies schon eine perfekte Mischung, die mich direkt angesprochen hat. Man bekommt zwar hier eine recht klischeehafte und stellenweise auch vorhersehbare Geschichte präsentiert, allerdings fand ich es dennoch sehr ansprechend, sodass ich durchgehend meinen Spaß hatte und die Figuren in ihrem Alltag sehr gerne begleitet habe.

Die Kleinstadt Broken Wheel mitsamt seinen Einwohnern fand ich sehr sympathisch. Hier gibt es zwar das typische Kleinstadtleben, wie man es vielleicht aus der Realität und auch aus anderen Büchern bereits kennt, jedoch hatte hier alles seinen Charme und konnte mich begeistern. Hauptfigur ist hier jedoch die Schwedin Sara, die regelmäßig mit ihrer Brieffreundin Amy aus den USA in Kontakt steht. Als sie Amy in der Kleinstadt “Broken Wheel” besuchen möchte, stellt sie fest, dass diese leider verstorben ist. Obwohl sie eigentlich keinen Grund hat, in Broken Wheel zu bleiben, entscheidet sie sich dennoch für einen zweimonatigen Aufenthalten und eröffnet mit Amys Büchern einen Buchladen, der jedoch erst ein wenig mit Skepsis angesehen wird, da nicht jeder Einwohner ein Bücherfreund ist.

Sara liebt die Bücher jedoch heiß und innig und möchte diese Liebe unbedingt weitervermitteln, sodass am Ende doch ein Interesse aufkommt und viele Einwohner sich immer mehr auf Bücher einlassen, Buchtipps annehmen und aufblühen. Hierbei entwickelt sich schnell eine Verbindung zwischen der scheuen Sara und den Einwohnern, sodass man sich gegenseitig nicht missen mehr mag, doch dann wird Sara immer mehr bewusst, dass ihr Visum bald abläuft und es muss schnell eine Lösung her. Dass hierbei auch die Liebe nicht zu kurz kommt, kann man sich demnach schon denken.

Bei einer Laufzeit von knapp 815 Minuten, die sich auf zwei MP3-CDs verteilen, handelt es sich um die ungekürzte Fassung. Diese hat trotz der Laufzeit keine unnötigen Längen und wird immer flüssig und abwechslungsreich erzählt, sodass ich hierbei großen Spaß hatte und schon fast enttäuscht war, als die Zeit so schnell um war.

Gelesen wird die Geschichte von Eva Gosciejewicz. Diese dürften einige Hörbüchfans bereits aus anderen Produkten wie z.B. von den Gebrüder Grimm, Anna Römer, Corinne Hofmann und Mirjam Pressler kennen. Gleichzeitig ist sie auch als Schauspielerin aktiv und stand u.a. schon für den “Tatort” vor der Kamera. Eva Gosciejewicz erzählt die Geschichte sehr angenehm, betont die wichtigsten Stellen besonders gut und verleiht jeder Figur eine tolle Stimme, die sich hören lassen kann. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Hörbücher von der Sprecherin hören, da sie mir sehr gefallen hat.

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Besonders die Farbgestaltung finde ich sehr gelungen, sodass dieses Hörbuch ein toller Hingucker im CD-Regal ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich diesem Hörbuch unbedingt eine Chance geben wollte.

“Ein Buchladen zum Verlieben” ist insgesamt ein tolles Hörbuch, das von einer wunderbaren Sprecherin sehr detailverliebt erzählt wird, sodass ich hierbei großen Spaß hatte und dieses Buch/Hörbuch nur empfehlen kann.

SUB am Samstag #48


“SUB am Samstag” ist eine Aktion von Frau Hauptsachebunt. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die man auf dem SUB hat.

51xN3yIa0JL._SL250_“Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse” habe ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen. Da ich solche Bücher zwar immer interessant, aber auch sehr bedrückend finde, habe ich mich noch nicht an das Buch herangewagt. Da es aber bislang nur Lob für eine fabelhafte Recherche erhalten hat, möchte ich dem Buch bald doch eine Chance geben und die Taschentücher bereit halten.

Kurzbeschreibung
Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentarist des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt sein Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen.

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51jr2yJb0YL._SL250_Seit vielen Monaten, eigentlich schon seit Jahren, liegt “Scherbenmond” von Bettina Belitz auf meinem SUB. Ich habe den ersten Band “Splitterherz” bereits vor Monaten angefangen, allerdings schaffe ich immer nur wenige Seiten, ehe ich das Buch wieder frustriert zur Seite lege. Es ist von daher sehr fraglich, ob ich jemals den zweiten Band lesen werde.

Kurzbeschreibung
Längst ist der Sommer vergangen, der Elisabeth Sturm die Augen öffnete für die gefährliche Welt der Mahre, der Sommer, in dem sie sich in einen von ihnen verliebte. Seit Monaten ist Colin nun verschwunden und Ellie quält sich durch einen nicht enden wollenden Winter. Die Tage tröpfeln gleichförmig vor sich hin, in den Nächten dagegen wird Ellie von Albträumen heimgesucht, die sie verstört zurücklassen. Um auf andere Gedanken zu kommen, quartiert Ellie sich bei ihrem Bruder in Hamburg ein. Doch sie erkennt Paul kaum wieder: Er wirkt erschöpft und gehetzt und scheint etwas vor ihr zu verbergen. Je mehr sie in Pauls Welt eintaucht, desto deutlicher überkommt Ellie ein Gefühl der Bedrohung und plötzlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Sie ahnt nicht, dass ihre Sorge um Paul und ihre Liebe zu Colin sie tiefer verletzen könnten als der abgründigste Traum.
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51ZrzTBUXML._SL250_“Rose und Schwert” von Sara B. Larson habe ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen. Obwohl ich mich zunächst gefreut habe, hat sich schnell Ernüchterung breit gemacht, denn ein erstes Anlesen hat mich leider schnell auf den Boden der Tatsachen gebracht, denn leider wurde ich mit der Geschichte nicht warm. Vielleicht ändert sich dies ja noch.

Kurzbeschreibung
Alexa ist eine exzellente Schwertkämpferin. Als sie mit vierzehn ihre Eltern verliert, tritt sie der königlichen Leibgarde bei – und aus Alexa wird Alex. Drei Jahre später hat sich Alexa an die Spitze von Prinz Damians Elitegarde gekämpft. Als sie zum Leibwächter des Prinzen avanciert, stellt sie fest, dass der hochmütige Prinz dunkle Geheimnisse verbirgt. Ihr eigenes Geheimnis droht ans Licht zu kommen, als Damian, Alexa und Rylan, ein weiterer Gardist, entführt werden. Plötzlich steht Alex am Abgrund einer tödlichen Intrige – und zwischen zwei Männern, die um ihr Herz kämpfen…

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