Rezension

Lili Reinhart – Swimming Lessons

Kurzbeschreibung
I seem to be your new favorite novel. One that keeps you up at night, turning my pages. Fingers lingering on me so you don’t lose your place.

In her first collection of poetry, Lili Reinhart explores the euphoric beginnings of young love, battling anxiety and depression in the face of fame, and the inevitable heartbreak that stems from passion. Relatable yet deeply intimate, provocative yet comforting, bite-size yet profound, these beautiful poems are about growing up, falling down, and getting back up again. They capture what it feels like to be a young woman in today’s image-obsessed world with Lili’s trademark honesty, optimism, and unique perspective. Accompanied by striking and evocative illustrations, the poems in Swimming Lessons reveal the depths of female experience, and are the work of a storyteller who is coming into her own. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Die überaus talentierte Lili Reinhart ist mir spätestens seit der Erfolgsserie „Riverdale“ ein Begriff, in der sie die Schülerin Betty Cooper verkörpert. Da sie sich neben der Schauspielerei auch sehr ausführlich mit Body Positivity, Frauenrechten und mentalen Erkrankungen auseinander setzt, finde ich sie und ihre Ansichten sehr interessant und inspirierend, sodass ich schon sehr auf ihr Werk „Swimming Lessons“ gespannt war.

Meine Erwartungen an „Swimming Lessons“, das hauptsächlich aus Gedichten, Gedanken und Tagebucheinträgen besteht, waren enorm hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, denn Lili Reinhart konnte mich mit ihren Texten sehr berühren, zum Nachdenken anregen und teilweise habe ich mich auch in ihren Gedanken wiedererkannt.

In ihren Texten geht es dabei nicht nur um Liebe, Trauer, eine gescheiterte Beziehung, Untreue und Verlust, sondern auch um ihre Depressionen und Angstzustände, an der die Autorin bereits seit einiger Zeit erkrankt ist.

Gleichzeitig ist das Buch auch wunderschön aufgemacht, denn dieses enthält immer wieder kleinere Illustrationen, die perfekt zu den Texten passen, und manchmal auch doppeldeutig sind, was mir sehr gefällt.

Kurz gesagt: „Swimming Lessons“ ist eine wunderschöne und nachdenklich stimmende Textsammlung, die nicht nur sehr schön aufgemacht ist, sondern vor allem berührt und inspiriert. Bitte mehr davon!

Rezension

Tsugumi Ohba – Mustererkennung (Death Note #1)

Kurzbeschreibung
Der junge Light Yagami ist von der brutalen Welt um sich herum enttäuscht. Er möchte etwas verändern, Gerechtigkeit verbreiten und Verbrecher bestrafen. Eines Tages fällt ihm ein geheimnisvolles schwarzes Notizbuch in die Hände, das Death Note . Dort heißt es, dass jeder Mensch stirbt, dessen Namen man in dieses Buch schreibt. Gefesselt von dieser Idee, probiert Light es aus und kann schon bald nicht mehr die Finger davonlassen. Doch seine Taten bleiben nicht unbeobachtet… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich bereits die Anime-Serie „Death Note“ und auch die Mangas sehr mochte, wollte ich der Geschichte mit einem gewissen Zeitabstand auch noch einmal als Hörspiel eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht, denn die Umsetzung hat mir insgesamt gut gefallen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte des Schülers Light Yagami. Light ist ein hochintelligenter junger Mann, der von seinen Mitmenschen enttäuscht ist, da sehr viele Verbrechen begangen werden und Light für ein friedvolles Leben kämpfen möchte. Als er ein geheimnisvolles Notizbuch entdeckt, das sich als ein sogenanntes Death Note entpuppt, sieht er seine Chance, etwas auf der Welt zu verändern. Das Death Note ist ein Notizbuch, in dem man Namen eintragen kann, die tatsächlich zu einem bestimmten Zeitpunkt sterben. Light macht es sich zur Aufgabe, Verbrecher in das Death Note einzutragen, ohne dabei jedoch die Folgen zu erkennen. Dabei wird ihm auch der Shinigami Ryuk zur Seite gestellt, der das Death Note erst in die Menschenwelt gebracht hat.

Zugegeben: Wer die Mangas und auch die Serie bereits kennt, wird hier nicht viel Neues entdecken, dennoch hat mir die Inszenierung gut gefallen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind dagegen die Sprecher. Diese machen zwar allesamt einen guten Job und harmonieren auch miteinander, allerdings hat man für die Hörbuchproduktion leider nicht die Synchronsprecher aus dem Anime bekommen, was ich doch sehr schade finde.

Hat man sich an die (neuen) Stimmen jedoch erstmal gewöhnt, bekommt man hier eine sehr gute Hörbuchfassung, die ungefähr die ersten vier Episoden der Serie abdeckt.

Ich freue mich somit auf die weiteren Hörspiel-Episoden und werde auch weiterhin in das „Death Note“-Universum eintauchen.

Reihenfolge
Mustererkennung
Kollateralschaden
Geliebter Feind
Treuebeweis
Ausschlusskriterium
Grauzone
Doppelagenten
Live-Sendung
Erbschulden
Karma-Polizei
Flamme
Spitzenprädator

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Sarah Hilary – Puppenheim

Auf „Puppenheim“ war ich schon sehr gespannt, da mich die Kurzbeschreibung direkt angesprochen hat. Ich mag Geschichten, in denen es um verschwundene Menschen geht und London ist immer ein toller Ort, der viel hergibt, von daher waren meine Erwartungen doch relativ hoch. Leider entpuppte sich „Puppenheim“ jedoch als eine recht fade Angelegenheit, bei der man die Spannung quasi suchen musste, denn diese war nahezu nicht spürbar.

Wenn junge Frauen verschwinden und später ihre Leichen gefunden werden, die dazu auch noch wie Puppen aufgebahrt werden, ist dies an sich ein ziemlich interessanter Plot. Umso bedauerlicher ist es, dass der Schreibstil bei mir nicht zünden konnte. Die Autorin verstrickt sich in zahlreiche Erklärungen und Wiederholungen, ohne dabei auf den berühmten roten Faden zu achten oder eine gewisse Spannung zu erzeugen. Stattdessen plätschert die Geschichte vor sich hin und brachte kaum überraschende Wendungen mit sich, sodass ich mich immer mehr gelangweilt und oftmals nur noch quergelesen habe.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen. Von Marnie Rome, eine Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in London, habe ich mir letztendlich mehr erhofft. Leider wurde sie jedoch sehr klischeehaft gezeichnet, denn natürlich hat auch sie eine gewisse Vergangenheit, weshalb sie überhaupt Ermittlerin geworden ist und natürlich (!) ist sie genau deswegen auch die Beste ihres Faches. Das kann man natürlich mögen, mein Fall war es allerdings nicht.

Letztendlich hat mir der Fall rund um die verschwundenen jungen Frauen und dessen Ermittlungen so wenig zugesagt, dass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim btb Verlag)

Bücher allgemein

SUB am Samstag

„SUB am Samstag“ ist eine Aktion, die von der ehemaligen „Frau Hauptsachebunt“ ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die sich auf dem SUB befinden.

Obwohl mich der zweite Band „Someone Else“ insgesamt sehr enttäuscht hat, habe ich auch den dritten und letzten Band der „Someone“-Trilogie von Laura Kneidl vorbestellt, sodass das Buch in dieser Woche frisch bei mir einziehen durfte. Mit „Someone to Stay“ erhoffe ich mir einen schönen und emotionalen Abschluss der Trilogie und werde das Buch sicherlich schon bald wieder aus dem Regal befreien.

Kurzbeschreibung
Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, sie hat auch mit ihrem erfolgreichen Instagram-Account alle Hände voll zu tun, und ihr erstes Kochbuch steht kurz vor der Veröffentlichung. Da kann sie sich keine Ablenkung erlauben – selbst dann nicht, wenn sie so attraktiv und faszinierend ist wie Lucien. Doch obwohl Aliza fest entschlossen ist, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren, fällt es ihr immer schwerer, sich von Lucien fernzuhalten. Dabei hat dieser seine ganz eigenen Gründe, warum die Liebe für ihn zurzeit an letzter Stelle steht… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Ein weiteres Buch, dass sich noch ganz frisch auf meinem SUB befindet, ist „Zwei Leben in einer Nacht“ von Carolin Wahl. Da Das Thema ist nicht nur sehr interessant, sondern vor allem auch brandaktuell, denn Online-CHallenges gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, die mal mehr, mal weniger gefährlich für die Teilnehmer sind. Somit bin ich schon sehr gespannt darauf, wie die Autorin das Thema letztendlich umgesetzt hat.

Kurzbeschreibung
Freitag, der 13., Mitternacht. Caspar beobachtet, wie Sams blaues Haar im Wind flattert, als der Zug vorbeirast. Eigentlich weiß er nichts über sie, nur, dass sie beide von Ghost für diese Challenge ausgewählt worden sind. Gemeinsam warten sie auf die erste Nachricht. Die Anweisungen für eine von fünf Aufgaben in dieser Nacht. Ein gefährliches Spiel, das nur ein Ende kennt: ihren Suizid. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Schon etwas länger befindet sich dagegen „Lovecraft Country“ von Matt Ruff auf meinem SUB. Viel Antrieb hatte ich bislang noch nicht, um dem Buch wirklich eine faire Chance zu geben, allerdings hoffe ich, dass sich dies zukünftig noch ändern wird, zumal demnächst auch in Deutschland die gleichnamige TV-Serie zum Buch anlaufen wird.

Kurzbeschreibung
Atticus Turners Gefühle für seinen Vater waren schon immer zwiespältig. Doch als der verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche. Auch wenn die Spur nach „Lovecraft Country“ in Neuengland führt, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt Atticus bis zum Anwesen der Braithwhites. Hier tagt eine rassistische Geheimloge, mit deren Hilfe Braithwhite junior nichts weniger als die höchste Macht anstrebt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Beim Stöbern nach Neuerscheinungen im Fantasy- und Sci-Fi-Bereich ist mir durch Zufall das wunderschöne Cover von „Tales of Beasts and Magic“ von Vanessa Golnik ins Auge gesprungen. Da auch die Kurzbeschreibung sehr interessant und vor allem spannend klingt, ist es direkt auf meine Wunschliste gewandert.
Zum Glück muss man sich hier nicht allzu lange gedulden, denn die Geschichte voller Magie rund um Alchemisten, Krieger und Co. erscheint bereits am 2. November 2020 im Piper Verlag.

Kurzbeschreibung
„Den ersten Bestien waren wir schutzlos ausgeliefert gewesen. Unsere Waffen hatten versagt, trotz intensiver Forschung hatte niemand Gegengifte gefunden. Millionen Menschen waren gestorben, zerfetzt von Tieren, die zuvor harmlos gewesen waren.“

Jeden Tag eine neue Bestie. Jeden Tag eine neue Bedrohung. Jeden Tag ein Stück mehr, das du von dir aufgibst.
Lianas Welt wird von Magie beherrscht. Unablässig erschafft diese Bestien, die die Menschheit bedrohen. Doch die Magie hat den Menschen auch drei Gaben geschenkt, um zu kämpfen. Alchemisten, Krieger und Medien tun alles in ihrer Macht stehende, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Als Alchemistin entwickelt Liana Gifte und Gegengifte. Sie arbeitet allein, bis zu dem Tag, an dem eine Prophezeiung sie dazu auswählt, gegen die gefährlichste Bestie zu kämpfen. Doch dazu muss sie ausgerechnet mit Kieran zusammenarbeiten, einem Krieger mit dem sie seit ihrem ersten Tag an der Akademie für Magie auf Kriegsfuß steht. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Obwohl ich sehr gerne zwischendurch zu einem Thriller greife, habe ich zu meiner Schande noch kein Werk von Lisa Jackson gelesen, die in der Szene sogar als „Thriller-Queen“ gilt.
Dies soll sich allerdings schon bald ändern, denn ihr neuestes Werk „Paranoid“ klingt so gut und spannend, dass ich diesem definitiv eine Chance geben möchte. Leider muss man sich hierbei jedoch noch ein wenig gedulden, denn „Paranoid“ erscheint am 1. März 2021 bei Droemer Knaur.

Kurzbeschreibung
Es sollte nur Spaß sein: ein harmloses Ballerspiel mit Platzpatronen. Doch als die 17-jährige Rachel auf ihren Halbbruder Luke schießt, wird dieser von einer tödlichen Kugel getroffen. Zwar berichten zwei Mädchen später von einem Schuss, der nicht aus Rachels Pistole gekommen sei, doch der Fall kann nie ganz aufgeklärt werden.
20 Jahre später fühlt sich Rachel noch immer schuldig, und letztlich ist an diesem Trauma auch die Ehe mit ihrer großen Liebe, Detective Cade Ryder, zerbrochen. Doch dann werden Rachels damalige Entlastungszeuginnen kurz nacheinander brutal ermordet, sie selbst erhält ominöse Droh-Botschaften. Als auch noch Rachels Tochter entführt wird, ist klar: Jemand hat beschlossen, für Lukes Tod blutige Rache zu nehmen. Doch weshalb erst jetzt – und was ist damals wirklich geschehen? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

Rezension

Séverine Gauthier/Jérémie Almanza – Herz aus Stein

Kurzbeschreibung
Das Mädchen mit dem Artischockenherz hat genug Liebe für die ganze Welt, aber ganz besonders liebt sie den Jungen mit dem Herz aus Stein. Darum schenkt sie ihm jeden Tag ein Stückchen ihres Herzens, und jeden Tag reißt er es in kleine Fetzen. Das Herz des Mädchens wird kleiner und kleiner, und eines Tages verliert sie die Freude am Leben. Warum nur will der Junge mit dem Herz aus Stein sich nicht lieben lassen? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf der Suche nach Graphic Novels bin ich auf Zufall auf „Herz aus Stein“ von Séverine Gauthier gestoßen. Da mich das wunderschön gestaltete Cover direkt angesprochen hat, wollte ich der Graphic Novel unbedingt eine Chance geben und wurde damit nicht enttäuscht, denn hier erhält man eine düstere und nachdenklich stimmende Geschichte, die mich vollends begeistern konnte.

Erzählt wird dabei die Geschichte von einem namenlosen Jungen, der mit einem Herz aus Stein geboren ist. Die Eltern trauern um ihr Kind, ohne jedoch dabei zu merken, dass der Junge sie braucht. Sie sind zu sehr mit ihrem eigenen Selbstmitleid beschäftigt und so wächst der Junge ohne Erziehung, Ratschläge oder Liebe auf, was er auch seine Mitmenschen spüren lässt, da er nicht weiß, wie er Gefühle ausdrücken und mit seinen Mitmenschen umgehen soll. Ganz besonders zu spüren bekommt dies ein namenloses Mädchen, das mit einem Artischockenherz zur Welt kam. Ihre Eltern sehen ihr Herz als besondere Gabe an und überschütten ihr Kind mit Liebe und Geborgenheit, sodass das Mädchen diese Liebe auch an andere Menschen weiter gibt.

Wer hier eine Geschichte lediglich für Kinder erwartet, sollte sich bewusst sein, dass diese Geschichte eher düster ist und Themen wie Trauer, Verlust, Vernachlässigung, aber auch Depressionen beinhaltet. So sind auch die Texte sehr melancholisch und tiefgründig und strahlen eine Schwere aus, sodass man das Buch definitiv nicht nur zwischendurch lesen kann, sonderm ihm seine nötige Zeit geben muss.

Obwohl die Geschichte gerade einmal knapp vierzig Seiten besitzt, bietet sie dennoch sehr viel, indem sie Denkanstöße gibt und aufzeigt, wie Menschen, die sozial vernachlässigt werden, mit anderen Menschen manchmal unbewusst umgehen, weil sie es leider selbst nicht anders gelernt haben.

Wunderschön sind auch die Illustrationen von Jérémie Almanza. Die Zeichnungen sind allesamt sehr düster, hochwertig, detailverliebt und in dunklen Farben gestaltet. Der Zeichenstil selbst trifft meinen Geschmack und erinnert dabei ein wenig an Tim Burton.

Kurz gesagt: „Herz aus Stein“ gehört zu den Graphic Novels, die einen noch lange in Erinnerung bleiben, da sie nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern vor allem berührt und aufzeigt, wie wichtig der Umgang unter- und miteinander wirklich ist. Für mich ist die Geschichte ganz klar ein Highlight.

Rezension

National Poetry Library – Instagram Poetry for Every Day

Kurzbeschreibung
Diese Anthologie, die erste ihrer Art, versammelt über 100 Gedichte sowohl von bekannten Namen als auch von aufstrebenden Talenten. Die kurzen und eindringlichen Gedichte umfassen zeitgenössische Themen wie psychische Gesundheit, die Stärkung der Rolle der Frau, Rassenvorurteile, Geschlechtervielfalt und politische Unruhen sowie die immer wiederkehrenden poetischen Themen Liebe, Sex und Verlust. Mit einer breiten Palette von unterschiedlichen Stimmen, Themen und visuellen Ansätzen! ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich auf Instagram einigen Poetry-Accounts folge, war ich schon sehr gespannt auf „Instagram Poetry for Every Day“, an das ich doch recht hohe Erwartungen hatte. Hier habe ich mir nicht nur dementsprechend kleine Texte erhofft, sondern auch Tipps und Tricks, wie man solche Posts am besten gestaltet. Leider entpuppte sich das Buch dabei allerdings als kleine Enttäuschung.

Wer hier mehr Hintergründe zu den Gedichten erhofft oder mehr über die Gestaltung erfahren möchte, der wird hier bitterlich enttäuscht sein, denn in „Instagram Poetry for Every Day“ sind tatsächlich nur einhundert Instagram-Posts als Screenshots in das Buch eingefügt worden. Kann man natürlich so machen, wirkt allerdings ziemlich lieblos und stellenweise auch ziemlich wahllos zusammengefügt.

Positiv ist allerdings, dass die Texte hier insgesamt sehr viele Themen abdecken. Hier kommen nicht nur die ganz alltäglichen Sorgen zu Wort, sondern auch Gedichte zu politischen Themen, Rassismus, Feminismus, aber auch Liebe, Verlust und teilweise sogar sexuelle Anspielungen.

Gleichzeitig merkt man aber leider auch, dass man hier nicht wirklich die besonderen Perlen herausgesucht hat, sondern sich hauptsächlich mit größeren Accounts befasst hat, die bereits eine große Plattform haben. Hier wäre es schön gewesen, wenn man auch kleine Accounts herausgepickt hätte, die eine Chance verdient gehabt hätten.

So wirkt „Instagram Poetry for Every Day“ letztendlich doch leider nur so, als hätte man den größeren Poetry-Accounts letztendlich nur eine Plattform geboten, um noch mehr Werbung für sich machen zu können, anstatt sich tatsächlich auf die Qualität der Texte zu konzentrieren.

Rezension

Julia Engelmann – Keine Ahnung, was für immer ist

Kurzbeschreibung
»Ich liege auf dem Dach und zähle meine Sterne, manchmal strecke ich kurz die Arme aus. Dann pflück ich mir ein paar, greif einfach raus in sphärisch weite Ferne, endlich hört das Warten wieder auf.« Gefühlvoll und berührend schreibt Bestsellerautorin Julia Engelmann in ihrem neuen Gedichtband über die Suche nach Glück, Liebe und Zuhause und die kleinen und großen Fragen, die unser Leben bestimmen: was uns glücklich macht, wo wir hingehören, welchen Weg wir gehen wollen, was wir loslassen, was bleibt. Ihre Texte versprühen Lebensfreude und machen Mut: Das Universum steckt voller Möglichkeiten, und »vielleicht sind wir ein bisschen für immer«… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Eines Tages, Baby“, „Jetzt, Baby“ und sämtliche andere Werke von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr neuestes Werk „Keine Ahnung, was für immer ist“, welches ebenfalls Poetry-Slam Texte beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass mich das Buch insgesamt ganz gut berühren konnte und unterhalten hat.

„Keine Ahnung, was für immer ist“ besteht – wie auch ihre anderen Werke – aus zahlreichen Texten und Illustrationen von Julia Engelmann, die sich bei der Ausarbeitung des Buches wieder einmal wirklich große Mühe gegeben hat. Ich muss zwar sagen, dass ich auch hier einige Texte wieder einmal als sehr kommerziell und zu durchdacht empfunden habe, allerdings muss ich ebenfalls zugeben, dass mir sehr viele Texte zugesagt und aus dem Herzen gesprochen haben, sodass man aus Engelmanns Texten definitiv einiges mitnehmen kann.

Positiv ist auch, dass die Texte sich mittlerweile deutlich erwachsener und reifer lesen. Julia Engelmann hat zwar bereits auch früher eine gewisse Tiefe in ihre Texte gelegt, allerdings empfand ich diese in „Keine Ahnung, was für immer ist“ weitaus tiefgründiger, als ihre bisherigen Veröffentlichungen, die oftmals noch unausgereift wirkten. Dennoch muss man auch sagen, dass die Autorin sich häufig auf bestimmte Themen versteift und es somit schnell immer nur vom selben ist.

Wunderschön ist wieder einmal die Aufmachung des Buches. Obwohl dies mit seinen 128 Seiten relativ dünn ist, hat man sich dennoch wieder sehr viel Mühe gegeben. Dies fängt mit der Covergestaltung an und endet mit den Illustrationen im Buch, die gut zu den einzelnen Texten passen. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal schwammig, allerdings habe ich hierbei auch nicht allzu viel erwartet, da man die Texte schließlich nicht vorweg nehmen kann.

Kurz gesagt: „Keine Ahnung, was für immer ist“ ist für mich – neben „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ – die bislang beste Textsammlung von Julia Engelmann, die mich mit ihren Texten berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin somit von ihren Texten positiv überrascht und bin gespannt auf weitere Werke von ihr.

Rezension

Rupi Kaur – Milch und Honig

Kurzbeschreibung
Überleben ist das große Thema von milk and honey – milch und honig. Die lyrischen und prosaischen Texte im Mega-Bestseller aus den USA drehen sich um die Erfahrungen, die Frauen mit Gewalt, Verlust, Missbrauch, Liebe und Feminismus gemacht haben.
Jedes der vier Kapitel dient einem anderen Zweck, beschäftigt sich mit einem anderen Schmerz, heilt eine andere Wunde. milk and honey – milch und honig führt seine Leser durch die bittersten Momente im Leben einer Frau und gibt Trost. Denn Trost lässt sich überall finden, wenn man es nur zulässt.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich bereits viel Gutes über „Milch und Honig“ gehört habe, war ich schon sehr gespannt, wie ich die Texte und Gedichte von Rupi Kaur finden werde. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und leider muss ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht bin.

Das Buch ist an sich mit seinen Illustrationen und vom Aufbau her schön gestaltet, inhaltlich sind die Texte jedoch stellenweise sehr schwierig, da sie oftmals doch sehr fragwürdig sind. Zwar sind viele der Texte durchaus nachvollziehbar, allerdings sind manche Texte doch so (gewollt!) provokant, das ich nur genervt den Kopf schütteln konnte, weil ich so manche Einstellung und Gedanken nicht als richtig empfinden konnte.

Zwar sind Gedichte und Texte grundsätzlich immer Geschmacksache, aber normalerweise erhoffe ich mir immer, dass bei solchen Texten eine Aussage enthalten ist. Eine Botschaft, über die man nachdenkt oder die einen berührt. Bei Rupi Kaurs Texten habe ich dies jedoch zum Großteil leider nicht empfunden, da viele der Lyrics doch leider sehr belanglos sind. Einige andere Texte sind dagegen schon sehr extrem und hätten meiner Meinung nach eine Triggerwarnung durchaus gebraucht, da die Texte somit nicht für Jedermann geeignet sind.

Positiv ist jedoch, dass hier gleich mehrere wichtige Themen wie das Ende einer Beziehung, der Anfang einer Liebe, Gewalt, Missbrauch, aber auch Feminismus angesprochen werden, sodass man der Autorin mangelnde Vielseitigkeit nicht vorwerfen kann.

Dennoch bin ich letztendlich leider enttäuscht, da mich die Texte weder großartig berühren, noch zum Nachdenken anregen konnten. Man liest sie, man findet sie hier und da ganz nett, schüttelt aber auch genauso oft mit dem Kopf und hat die Texte leider viel zu schnell wieder vergessen.