Rezension

Anja Berger – Spieglein, Spieglein


Kurzbeschreibung
Nach einem von ihr verursachten Autounfall sieht Elena Leichenteile, die außer ihr niemand sehen kann. Als sich herausstellt, dass die Frauen, deren Leichen Elena zu sehen glaubt, tatsächlich vermisst werden, gerät sie ins Visier der Polizei – denn sie hat mindestens eine der Toten als Letzte lebend gesehen. Elenas einzige Hilfe ist Leon, ein unehrenhaft entlassener Polizist, der allerdings seine eigenen Ziele verfolgt. Die verworrenen Umstände des Falles stellen Leon vor ein Rätsel, welches nur er lösen kann. Es scheint, als sei Elena nicht Täter, sondern selbst Opfer. Denn: Bei dem Autounfall gab es einen weiteren Verunglückten, von dem niemand etwas weiß… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich mal wieder große Lust auf einen Thriller hatte, kam „Spieglein, Spieglein“ von Anja Berger gerade recht, denn das Buch klang nach einer spannenden Geschichte, die in mein Beuteschema passt und somit wurde ich auch nicht enttäuscht, denn „Spieglein, Spieglein“ konnte mich durchweg überzeugen.

Der Schreibstil war zwar am Anfang hier und da ein wenig holprig, allerdings habe ich schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte mich somit auch schnell auf die Figuren und das Setting einlassen, sodass sich die Geschichte immer mehr steigern und mich großteils sogar überraschen konnte.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Elena, die einen Unfall verursacht hat, bei dem gleich drei Menschen auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Elena ist seitdem verzweifelt, kann die Schuldgefühle nicht überwinden und fängt u.a. an, Leichenteile zu sehen, die jedoch alle anderen um sie herum nicht sehen können. Um Luft zu bekommen und wieder ins normale Leben zurück zu finden, beschließt sie, in eine Waldhütte zu fahren, die sie von ihrem Vater geerbt hat, um diese auf Vordermann zu bringen. Hier stellt sich jedoch schnell heraus, dass der wahre Albtraum für Elena erst noch zu beginnen scheint…

Die Geschichte ist dabei sehr spannend, bringt immer wieder neue Wendungen mit sich, sodass man oftmals sehr am zweifeln ist, was nun wahr ist und was nur in Elenas Kopf stattfindet. Dadurch ist die Geschichte die größte Zeit über unvorhersehbar und besticht zudem auch noch mit einer Protagonistin, mit der man zwar mitfühlen, aber auch gleichzeitig den Kopf schütteln kann.

Die Covergestaltung ist an sich zwar nett anzusehen, allerdings bin ich der Meinung, dass man hier noch weitaus mehr hätte rausholen können. Die Kurzbeschreibung ist dagegen umso überzeugender, denn diese konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: „Spieglein, Spieglein“ ist insgesamt ein spannender Psychothriller, der unvorhersehbar ist und mit einer interessanten Protagonistin daher kommt. Ich bin mit der Geschichte zufrieden und freue mich auf weitere Bücher von Anja Berger.

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