Rezension

Sabine Bartsch – Das mit dir und mir

Kurzbeschreibung
Hat sie dieser gutaussehende Typ wirklich gerade gefragt, ob sie mit ihm auf ein Konzert gehen will? Ihr erstes Date! Und dann kommt er nicht. Warum läuft er ihr später aber ständig über den Weg – und warum kann sie ihn nicht einfach vergessen? Skinny muss sich eingestehen, dass sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Und dass es an der Zeit ist, ihr eigenes Geheimnis zu lüften… ~ Quelle

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Meine Meinung
„Das mit dir und mir“, das Jugendbuch-Debüt von Sabine Bartsch, befand dich bereits eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, sodass ich mich sehr gefreut habe, als ich das Buch direkt am Erscheinungstermin lesen durfte. Ich habe mich aufgrund der Kurzbeschreibung auf eine emotionale und tiefgründige Geschichte und habe diese zum Großteil auch bekommen, sodass ich das Buch in nur kurzer Zeit regelrecht verschlungen habe.

Die Autorin verwendet in ihrem ersten Jugendbuch eine angenehme Sprache, die sich leicht und schnell lesen lässt. Dazu liest sich die Geschichte durchweg melancholisch, versprüht aber auch eine gewisse Hoffnung, sodass das Buch fast bis zum Schluss emotionsgeladen ist. Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Skinny und Pascal erzählt wird, lernt man die beiden Protagonisten sehr gut kennen und so konnte ich mich häufig in die ein oder andere Situation hineinversetzen. Allerdings gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt, denn mit den Dialogen kam ich meistens leider nicht klar. Es ist zwar interessant, wie Skinny und Pascal miteinander umgehen, allerdings wirken die Gespräche zwischen ihnen oftmals sehr hölzern und wie auswendig gelernt.

Auch wenn ich die Figuren stellenweise nicht sonderlich mochte, muss man dennoch sagen, dass sie sehr gut ausgearbeitet wurden. Skinny hat mich mit ihrer „Mir doch alles egal“-Haltung oftmals genervt. Sie versucht ständig distanziert und cool zu wirken, allerdings merkt man dabei auch schnell, dass es sich dabei lediglich um eine Maske handelt. Ich habe mir von ihr eine eher herzliche Art erhofft, zumal sie aufgrund ihrer Familiensituation eigentlich wissen müsste, wie wichtig es ist, einfach mal die sanfte Seite zu zeigen. Auch sonst möchte sie unbedingt anders sein und rebelliert wo sie nur kann. So heißt sie eigentlich Beverly, besteht aber darauf, nur noch Skinny genannt zu werden. Außerdem möchte sie auch optisch polarisieren, indem sie sich die Haare abrasiert. Für ihre Eltern, die es nicht unbedingt leicht haben, ist dies keine leichte Situation, da sie nie so ganz wissen, woran sie bei ihrer Tochter sind.

Der ein Jahr ältere Pascal hat mir dagegen schon besser gefallen, auch wenn er ebenfalls mit einigen Problemen belastet ist. Seine frische Art hat mir jedoch gut gefallen, sodass ich seinen Weg aus seiner Trauer gerne verfolgt habe. Die Nebenfiguren, wie z.B. Skinnys Familie, wussten ebenfalls zu überzeugen, auch wenn das Hauptaugenmerk hier ganz klar auf Skinny und Pascal liegt.

Wer hier eine typische Liebesgeschichte zwischen Skinny und Pascal erwartet, wird definitiv enttäuscht sein, denn hierbei steht vielmehr die gemeinsame Liebe zur Musik und eine gewisse Trauerbewältigung im Vordergrund. Außerdem wird das Thema Vertrauen hier ebenfalls großgeschrieben, denn beide Teenager haben ein großes Geheimnis, was dem jeweils anderen erst nach und nach offenbart wird. Ein wenig schade fand ich, dass für den Leser die Geheimnisse bereits sehr früh gelüftet wurden, denn somit verlor die Geschichte deutlich an Spannung. Hier wurde das Potential leider nicht vollständig genutzt.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend, besonders die Gitarre, die hierbei für die Musik steht, ist gut ausgewählt, da diese in der Geschichte eine große Rolle spielt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Insgesamt hat mir „Das mit dir und mir“ trotz einiger kleiner Schwächen gut gefallen, sodass ich das Buch nur jedem Leser ans Herz legen kann. Wer Musik mag und nicht unbedingt eine typische 0815-Liebesgeschichte unter Teenagern bevorzugt, wird hier seine wahre Freude haben. Ich kann es nur empfehlen.

Ein Kommentar zu „Sabine Bartsch – Das mit dir und mir

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