Rezension

Sarah Crossan – Toffee

Kurzbeschreibung
In ihrem neuen Jugendroman erzählt die preisgekrönte Autorin Sarah Crossan von einer Freundschaft über Generationen hinweg. Die 15-jährige Allison ist von zu Hause abgehauen und würde ihr altes Leben am liebsten vergessen. Unterschlupf findet sie bei Marla, die nach und nach die Erinnerung an sich selbst verliert. Marla hält die unerwartete Besucherin für ihre Jugendfreundin Toffee. Und Allison, die sonst nirgendwohin kann, schlüpft in diese Rolle. Gemeinsam kochen und tanzen sie, gehen zum Strand, kümmern sich umeinander. Und Allison begreift, was es bedeutet, eine richtige Familie zu haben. Ein intensiver Roman über die Kraft, für sich und andere einzustehen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

_____________________________________________________
Meine Meinung
Ich bin bereits seit Jahren ein großer Fan von Sarah Crossan und liebe es besonders, dass sie ihre Bücher in sehr kurze und knackige Kapitel in nur wenigen Sätzen verpackt. Dies mag zwar auf den ersten Blick recht mickrig klingen, allerdings sind die wenigen Sätze oftmals so aussagekräftig und tiefgründig, dass man das jeweilige Werk nur schwer aus den Händen legen kann. So ging es mir zuletzt auch bei ihrem neuesten Werk „Toffee“, an das ich sehr hohe Erwartungen hatte und wie immer nicht enttäuscht wurde.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, stimmt nachdenklich, regt auf, aber auch zeigt auch auf, dass das Leben wertvoll ist und man jede einzelne Minute sinnvoll nutzen sollte. Die Geschichte wird aus der Sicht der 15-jährigen Allison erzählt, die zwar manchmal recht ruppig rüberkommt, die man aber im Laufe der Geschichte immer besser kennen lernt und ins Herz schließt. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt sie gut kennen, regt sich über sie auf, schüttelt oft den Kopf, aber gleichzeitig kann man auch mit ihnen mitfühlen.

Allison reißt von Zuhause aus, nachdem ihr Vater sie misshandelt hat. Dass dies kein Einzelfall war, erfährt man im Laufe der Geschichte. Nachdem Allisons Mutter kurz nach ihrer Geburt verstarb, gibt ihr Vater ihr seit Kleinkindalter für alles die Schuld und zeigt ihr oft genug auf, dass sie nicht gut genug ist. Für Allison ist das alles zu viel und läuft von Zuhause weg, ohne dabei ein Ziel oder genügend Geld zu haben.

Unterschlupf findet sie dabei bei einer älteren Frau namens Marla, bei der sie zunächst eher heimlich lebt, bis Allison erkennt, dass Marla in ihrer eigenen Welt lebt und sie schließlich doch kennen lernen möchte. Marla leidet an Demenz und lebt meistens Szenen aus ihrer Kindheit nach, sodass sie in Allison ihre alter Jugendfreunden Toffee wieder erkennt. Toffee denkt sich nicht viel dabei und nimmt sich der Rolle an und somit erlebt man ein wunderschönes Zusammenspiel zwischen den beiden Frauen, die nicht nur voneinander lernen, aber auch vor allem das Leben wieder mehr zu schätzen wissen.

Gleichzeitig wird in Toffee auch aufgezeigt, welch schlimme Züge die Krankheit Demenz annehmen kann. Während es zwar für Marla ganz schön ist, ihre Erinnerungen aus der Kindheit neu zu erleben, leidet ihr Sohn unter der Krankheit, der sich immer mehr von seiner Mutter entfernt hat und sie nur noch selten besucht. Marla selbst leidet dagegen in ihren klaren Momenten, z.B. wenn sie Allison nicht erkennt und sich somit bedroht fühlt. Allison selbst geht mit diesen Phasen erstaunlich gut um und wünscht sich, dass Marla, wo auch immer sie mit ihren Gedanken gerade ist, einfach nur glücklich ist. Die entstehende Freundschaft zwischen den unterschiedlichen Frauen ist wunderschön mitanzusehen, sorgt aber auch dafür, dass man sich das ein oder andere Tränchen wegblinzeln muss.

Die Krankheit wird dabei schonungslos ehrlich erzählt, sodass sich Leser*innen, die schon einmal mit der Krankheit konfrontiert wurden, wieder erkennen werden. Gleichzeitig scheut Sarah Crossan sich auch nicht davor, über den Missbrauch an Allison zu sprechen, denn dieser wird teilweise schon fast zu ausführlich beschrieben, sodass es wünschenswert gewesen wäre, wenn man am Anfang des Buches eine ausführlichere Triggerwarnung verfasst hätte, da manche Szenen sicherlich einiges auslösen können.

Kurz gesagt: „Toffee“ ist insgesamt eine wunderschöne, melancholische, emotionale und nachdenklich stimmende Geschichte, die sich mit Themen befasst, die ans Herz gehen, die keine leichte Kost sind, aber auch aufzeigen, dass das Leben wertvoll ist und wir nur eines davon haben. Ein wunderbares Jugendbuch, für das man sicherlich bereit und offen sein muss, das einem aber auch so viel geben kann. Empfehlenswert!

Rezension

Brittainy C. Cherry – Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt

Kurzbeschreibung
Jackson Emery glaubt nicht an Versprechen. Und ich glaube nicht mehr an die Liebe. Ich bin zu zerbrochen für ihn. Er ist nicht der Richtige für mich. Und doch sind wir perfekt füreinander. Weil wir wissen, dass das zwischen uns nicht für immer sein wird. Weil wir die Hoffnung längst aufgegeben haben, dass uns jemand für den Rest unseres Lebens lieben könnte. Bis der Moment des Abschieds gekommen ist und wir plötzlich merken, dass wir nie wieder ohneeinander sein können. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

_____________________________________________________

Meine Meinung
Brittainy C. Cherry gehört bereits seit Jahren zu meinen liebsten Autor*innen und somit wird auch nahezu jedes Buch von ihm gekauft, ohne dabei die Kurzbeschreibung gelesen haben, da ihre Bücher für mich grundsätzlich ein Brett sind. So auch „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“, in dem die Geschichte von Gracelyn und Jackson erzählt wird.

Die Autorin besitzt nicht nur einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, sondern hat es auch geschafft, mich direkt von der ersten Seite an zu begeistern. Die Geschichte ist so emotional und gleichzeitig auch unterhaltsam, sodass ich mir oftmals das ein oder andere Tränchen weggeblinzelt habe und manchmal auch laut lachen musste.

Die Figuren sind zudem allesamt so gut ausgearbeitet, sodass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe. Gleichzeitig habe ich mich aber auch immer wieder über die Einwohner der Kleinstadt Chester aufgeregt, denn diese sind, obwohl hier immer viel von Offenheit und Herzlichkeit gesprochen wird, auch sehr vorverurteilend und mit einigen Einwohnern der Stadt gnadenlos.

Im Fokus stehen Gracelyn und Jackson, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Gracelyn als Pastorentochter zumindest nach außen hin perfekt und sehr gut angepasst erscheint, gilt Jackson, aber auch sein alkoholkranker Vater, als Außenseiter und werden von allen gemieden. Jackson wird teilweise sogar als Monster bezeichnet, obwohl er an sich eine sehr angenehme, wenn auch teilweise grummelige, Persönlichkeit ist. Beide zusammen haben mir sehr gut gefallen. Wie sie miteinander sprechen, miteinander umgehen, die Macken des anderen großteils akzeptieren, aber auch immer wieder aneinandergeraten, ist ein nahezu perfektes Zusammenspiel, was schön zu beobachten ist, einen lachen, aber auch mitfühlen lässt.

Beide haben nicht gerade die schönste Vergangenheit. Gracelyn leidet besonders unter den Erwartungen ihrer Mutter, die in der Gemeinde hoch angesehen wird und immer nur das Beste von ihrer Tochter erwartet. Jackson ist dagegen ein Einzelgänger, der niemanden an sich heranlässt und Menschen mit einer eher abweisenden Art begegnet. Er und sein Vater werden gemieden, verpönt und als Abschaum bezeichnet, was teilweise nur schwer zu ertragen ist. Dank Jackson, aus dessen Sicht die Geschichte teilweise erzählt wird, erfährt man einiges über die Vergangenheit, aber auch die Umstände, weshalb seine Familie so schlecht dargestellt wird.

Somit hat Brittainy C. Cherry mit „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ wieder einmal eine wunderbare, melancholische, spannende, aber auch erschütternde Geschichte geschaffen, die der Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht hält, mit Vorurteilen abrechnet, aber auch zeigt, dass in der Liebe alles möglich ist, wenn man nur zusammenhält und offen miteinander umgeht. Eine wunderschöne Geschichte!

Bücher allgemein · SUB-Zuwachs

SUB am Samstag

Ich habe in der Vergangenheit bereits einige Bücher von Karl Olsberg gelesen und war immer wieder fasziniert davon, wie er das Thema „Künstliche Intelligenz“ in seinen Büchern verarbeitet. Somit bin auch schon sehr gespannt aus sein neuestes Werk „Infernia“, das ich bereits freundlicherweise vorab vom Loewe Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Die Geschichte rund um Jero Kramer und Emma klingt so gut, dass das Buch sicherlich nicht allzu lange auf dem SUB verweilen wird.

Kurzbeschreibung
Was fühlt eine KI in einem Videospiel?
Leutnant Jero Kramer ist ein guter Soldat, findet Emma. Er ist klug und umsichtig, und er bringt seine Leute immer unverletzt zurück. Dass er im Kampf gegen den Dämonenlord Zardor doch zwei Männer an die Hölle verliert, kann er sich nicht verzeihen. Er leidet schrecklich unter seinem Versagen. Er leidet?
Jero Kramer ist eine Figur in einem Videospiel. Kann er Gefühle entwickeln? Und wenn ja, ist dann nicht jedes Game ein schreckliches Verbrechen? Als Jero plötzlich aus dem Spiel gelöscht wird, startet Emma eine Onlinekampagne für die NPCs. Und kommt einem gut gehüteten Geheimnis auf die Spur.
Hast du dich auch schon gefragt, ob die Figuren in deinem Computerspiel echt sind?
Die Wahrheit ist: Wir sind nur einen Hauch davon entfernt…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Nachdem „Ex Hex“ von Erin Sterling bereits seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stand, durfte das Buch pünktlich zum Erscheinungstag am 18. Januar bei mir einziehen. Hexengeschichten und Flüche haben mich schon von Kindheit an interessiert und somit bin ich schon sehr gespannt, die Hexe Vivienne Jones kennen zu lernen.

Kurzbeschreibung
Als Vivienne Jones von Rhys Penhallow verlassen wird, tut sie, was jede junge Hexe an ihrer Stelle getan hätte: Sie lässt sich ein Bad ein, mixt sich einen ordentlichen Drink und verflucht den Mistkerl, der ihr das Herz gebrochen hat. Neun Jahre später ist Vivi immer noch nicht über Rhys hinweg, und als dieser zum jährlichen Herbstfest nach Graves Glen zurückkehrt, beschließt sie, ihn zu ignorieren. Leichter gesagt als getan, denn Vivis alter Fluch entfaltet mit Rhys Besuch erst seine volle Wirkung, und plötzlich ist das ganze Städtchen in Gefahr. Um den Fluch zu brechen, müssen Rhys und Vivi – zunächst äußerst widerwillig – zusammenarbeiten. Doch schon bald merken die beiden, dass die Funken nicht mehr nur in den Leylinien unter der Stadt sprühen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Ein absolutes Muss sind für mich auch immer die Bücher von Elle Kennedy, denn ich liebe einfach den Humor, die melancholischen, aber auch prickelnden Momente in ihren Büchern. „Ever Since I Loved You“ ist dabei der Auftakt der „Avalon Bay“-Reihe und verspricht eine schöne, dramatische und melancholische Geschichte zugleich, sodass ich mich schon sehr darauf freue, Cooper und Mackenzie in der Geschichte zu begleiten.

Kurzbeschreibung
Sie folgt immer den Regeln. Doch mit ihm bricht sie jede einzelne…
Mackenzie Cabot soll auf Wunsch ihrer Eltern ihren College-Abschluss machen. Widerwillig schreibt sie sich für das Garnet College in Avalon Bay ein, obwohl sie sich viel lieber weiter um ihr erfolgreiches Online-Start-up kümmern würde. Aber als sie Cooper Hartley trifft, stellt das ihre Welt auf den Kopf, denn er ist ganz anders als alle Männer, die sie bisher kennengelernt hat. Der Bad Boy mit den Tattoos ist der Einzige, der sie wirklich sieht: ihre Hoffnungen und Wünsche, ihre Träume und Ängste. Und schon bald kann sie seiner Anziehungskraft nicht länger widerstehen. Doch was Mackenzie nicht weiß: Es war kein Zufall, dass sie Cooper begegnet ist…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Rezension

Prinz Harry – Reserve

Kurzbeschreibung
Es war eines der berührendsten Bilder des 20. Jahrhunderts: Zwei Jungen, zwei Prinzen, die hinter dem Sarg ihrer Mutter gehen, während die Welt voller Trauer und Entsetzen zusieht. Beim Begräbnis von Prinzessin Diana fragten sich Milliarden von Menschen, was die Prinzen in diesem Moment dachten und fühlten – und welchen Verlauf ihr Leben von diesem Augenblick an wohl nehmen würde.
Für Harry ist jetzt der Moment gekommen, endlich seine Geschichte zu erzählen.

In seiner unverstellten, unerschrockenen Offenheit ist »Reserve« ein einzigartiges Buch voller Einblicke, Eingeständnisse, Selbstreflexion und der hart erkämpften Überzeugung, dass die Liebe die Trauer für immer besiegen kann. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

_____________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl ich nicht unbedingt ein Fan der Monarchie bin, verfolge ich hin und wieder das Geschehen rund um die europäischen Königshäuser. Da ich mit Prince Harry, jetzt Duke of Sussex, praktisch aufgewachsen bin und damals auch den tragischen Tod und die Beerdigung seiner Mutter Diana verfolgt habe, ist er alles andere als ein Unbekannter für mich und somit war ich trotz aller Kritik der Medien sehr gespannt auf seine Biographie „Reserve“.

Ich habe dabei versucht, so neutral wie möglich an das Buch heranzugehen, doch leider habe ich mich schon auf den ersten Seiten immer wieder dabei ertappt, wie ich dann doch leicht genervt den Kopf geschüttelt habe.

Was zunächst wie eine Art Biographie wirken soll, entpuppt sich leider als eine Ansammlung von Vorwürfen, Schlechtrederei und Behauptungen, bei denen man nie so wirklich weiß, ob es die Wahrheit oder lediglich Fiktion ist. So behauptet der Duke of Sussex unter anderem, dass er im Jahr 1997 eine Xbox von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, was bereits von Microsoft dementiert wurde, da die erste Xbox erst vier Jahre später auf den Markt kam. Gleichzeitig wird sich immer wieder widersprochen, wenn es um zeitliche Abläufe und Daten geht, denn wenn man seine Erzählungen mit offiziellen Pressemitteilungen und Fotos vergleicht, können auch diese Anekdoten von Harry nicht stimmen.

Gleichzeitig stößt es doch sehr negativ auf, dass der Duke of Sussex immer wieder auch Geheimnisse über seinen Bruder Prince William ausplaudert, wie z.B. die Tatsache, dass er beschnitten ist. Ob man so etwas wirklich an die Öffentlichkeit bringen muss, sei mal dahingestellt und zeigt dazu, wie unreif Harry hier agiert und keinerlei Rücksicht auf Familie und Freunde nimmt.

Dazu ist es auch fraglich, wieso man nun überhaupt ein solches Werk schreiben muss, wenn man doch eigentlich nichts mit der Presse und den Medien im Allgemeinen zu tun haben möchte, sondern viel mehr ein „sehr privates Leben“ führen möchte.

In „Reserve“ geht es im Grunde genommen darum, dass Harry und auch seine Frau Meghan immer wieder zu Unrecht in den Medien negativ dargestellt wurden und – natürlich! – auch jeder in seiner Familie immer nur etwas schlechtes über sie zu sagen hat und dies an die Presse angeblich weitergegeben wird. Dass letztendlich Harry selbst hier jedes Geheimnis veröffentlicht und seine Familie bewusst vorführt und dazu falsche Äußerungen tätigt, scheint dem Duke of Sussex dabei nicht aufzufallen.

Neben all seinen Widersprüchen und teilweise auch – so muss man es leider sagen – Lügen, die bereits mehrfach widerlegt wurden, muss man sich fragen, wieso weder ein Lektorat, noch der Verlag an sich da nicht gegengeprüft hat, ob seine Äußerungen tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Hätte der Verlag im Vorfeld sorgfältiger geprüft, hätte man sicherlich die ein oder andere Negativschlagzeile über das Buch verhindern können.

Man muss zwar dem Buch zugute halten, dass sich die 512 Seiten relativ schnell lesen lassen, allerdings liegt das nicht unbedingt an dem fesselnden Schreibstil, denn dieser ist ehrlich gesagt sehr einfach gehalten und es liest sich phasenweise bei einigen Ereignissen wie ein Aufsatz, was sicherlich gefallen kann, mich jedoch nicht fesseln konnte.

Kurz gesagt: „Reserve“ hätte eine interessante Biographie werden können – wenn denn nicht häufig falsche Unterstellungen und offensichtliche Lügen in dem Werk verbreitet worden wären. Hätte es gleichzeitig mehr Selbstreflexion gegeben und nicht immer nur die Opferrolle eingenommen, wäre „Reserve“ sicherlich ein Werk geworden, das Harry empathischer und nahbarer gemacht hätte. So entpuppt sich dieses Buch leider als Flop, den man nicht unbedingt gelesen haben muss.

Rezension

Sebastian Fitzek/Micky Beisenherz – Schreib oder stirb

Kurzbeschreibung
Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Privatklinik, behauptet, vor Monaten die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will Vorlau nur mit einem einzigen Menschen reden – dem ebenso humorvollen wie unkonventionell arbeitenden Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Der Agent soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller mit dem Titel „Ich töte was, was du nicht siehst“. Ein Geständnis in Form eines True-Crime-Romans über das Schicksal der kleinen Pia!

Als Belohnung verspricht Vorlau, Dolla zu einem Helden zu machen, der das Mädchen in letzter Sekunde vor dem sicheren Tod rettet. Sollte Dolla den Auftrag jedoch ablehnen, will Vorlau nicht nur Pia sterben lassen, sondern auch das Leben des Agenten für immer zerstören… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

_____________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl ich in den letzten Jahren immer ein wenig skeptisch gegenüber neuen Werken von Sebastian Fitzek war, habe ich sie letztendlich doch immer gekauft und gelesen, weil mich der Autor trotz einiger Vorbehalte meist immer mit seinen vielen Ideen gut unterhalten und schockieren konnte. Somit war ich auch gegenüber „Schreib oder stirb“, was er zusammen mit Micky Beisenherz verfasst hat, zunächst nicht abgeneigt und war gespannt, wie gut die Mischung aus Thriller und Comedy bei den beiden Autoren funktionieren wird. Leider musste ich jedoch für mich feststellen, dass mir sowohl die Geschichte als auch der Humor deutlich zu flach waren, sodass für mich hierbei gar nichts zusammenpassen wollte.

Dass Fitzek schreiben kann und ein Meister von unerwarteten Wendungen ist, muss er wohl niemanden mehr unter Beweis stellen, denn das Fitzek-Gefühl ist in „Schreib oder stirb“ deutlich spürbar. Dass ist jedoch das einzig positive, was ich über das Buch sagen kann, denn ansonsten liest es sich sehr flach, vollkommen unspektakulär und ist leider auch gar nicht witzig. Das ist sehr schade, denn normalerweise bin ich auch dem Humor von Micky Beisenherz nicht gänzlich abgeneigt und finde vor allem seine Kolumnen und Podcasts sehr interessant. Hier wollte für mich die Kombi jedoch nicht funktionieren.

Während Fitzeks Werke normalerweise immer sehr spannend und lebhaft geschrieben sind, ist davon in „Schreib oder stirb“ nur wenig zu spüren, denn die Geschichte wird sehr ausschweifend erzählt, ohne dabei so wirklich auf den Punkt zu kommen. Der Humor ist auch eher flach und auf Kneipen-Niveau, nachdem man schon das ein oder andere Bierchen intus hatte. Zwar gibt es hier und da ein paar interessante Ansätze und auch Szenen, die mit einem besseren Schreibstil gut funktioniert hätten, allerdings konnte es das für mich leider auch nicht mehr herausreißen.

Die Geschichte selbst ist in „Schreib oder stirb“ schnell erzählt: Carl lebt seit einiger Zeit als Patient in einer Psychiatrie, wo er doch sehr eigenwillig funktioniert und mit kaum jemanden ein Wort wechselt. Wenn er jedoch mal redet, berichtet er davon, dass er ein kleines Mädchen namens Pia entführt und nach wie vor versteckt haben soll. Aus dieser Tat möchte er einen True Crime-Roman schreiben, bei dem ihm David, seines Zeichens Literaturagent, helfen soll. Sollte er ihm nicht zu Anerkennung, Geld, Ruhm und einem Buchvertrag verhelfen, soll nicht nur Davids Leben zerstört werden, sondern vor allem auch Pia nicht mehr zu retten sein.

Was an sich ganz spannend klingt, hätte durchaus gut funktionieren können, wenn man auf den humoristischen Part verzichtet hätte. So gern ich Beisenherz oft auch habe, so deplatziert ist hier sein Humor. Wäre das Buch in gewohnter Art allein von Fitzek verfasst worden, bei dem der Fokus auf die Figuren und der stets steigenden Spannung gelegen wäre, hätte ich mit Sicherheit mehr Spaß an der Geschichte gehabt.

So war ich jedoch sehr schnell von den Figuren, ihrer überspitzten Darstellung und den viel zu ausschweifenden Erklärungen und Dialogen genervt, sodass ich das Buch nur mit Mühe beenden konnte und immer wieder kurz davor stand, dieses vorzeitig abzubrechen.

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Ich muss gestehen, dass ich schon immer eine kleine Schwäche für Romane hatte, die in Kleinstädten spielen, weil ich den Zusammenhalt unter den Menschen und die Atmosphäre, die dort meisten geschaffen wird, sehr gerne mag. Somit habe ich mich auch sehr gefreut, als ich entdeckt habe, dass „Things We Never Got Over“ von Lucy Score bald auch auf Deutsch erscheinen wird. Ich habe schon sehr viel Gutes über die „Knockemount“-Reihe gehört und freue mich somit schon sehr, bald mehr über die Kleinstadt und ihre Bewohner zu erfahren.
„Things We Never Got Over“ erscheint am 30. März 2023 bei Forever.

Kurzbeschreibung
Der Tag könnte für Naomi nicht schlechter laufen. In einer Kurzschlussreaktion flieht sie von ihrer eigenen Hochzeit, wird von ihrer entfremdeten Zwillingsschwester ausgetrickst, steht ohne Auto und Handtasche da und muss sich plötzlich um ihre Nichte kümmern, von der sie nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Entgeistert bittet sie im erstbesten Diner um Hilfe – und wird hochkant herausgeworfen. Denn ihre Zwillingsschwester, der sie zum Verwechseln ähnlich sieht, ist in Knockemout äußerst unbeliebt. Und als ein attraktiver Fremder sie auf der Straße anbrüllt, reißt ihr die Hutschnur. Wo ist sie hineingeraten?

Bad Boy Knox hat in seinem Leben keinen Platz für Drama. Doch die wunderschöne Fremde, die aus dem Nichts für Unruhe in Knockemout sorgt, bringt alles durcheinander. Als Naomis Leben direkt vor seinen Augen implodiert, ist das Mindeste, was Knox für sie und ihre Nichte tun kann, sein Gästehaus anzubieten. Doch dann werden aus ihren Schwierigkeiten handfeste Probleme… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Lauren Asher ist eine DER neuen Booktok-Sensationen und somit kommt man aktuell nur sehr schwer um ihre Bücher herum. Umso erfreulicher ist es, dass dies auch der Heyne Verlag erkannt und sich die Rechte an ihrer „Dreamland Billionaires“-Trilogie gesichert hat. Die Geschichte rund um die Brüder Rowan, Declan und Callahan, die ein milliardenschweres Imperium erben sollen und dabei so manche Hürde überwinden müssen, klingt nicht nur sehr unterhaltsam, sondern bietet auch eine interessante Familiengeschichte und viele Emotionen.
Leider muss man sich noch ein wenig gedulden, denn „The Fine Print“, der Auftakt der Trilogie, erscheint am 12. Juli 2023.

Kurzbeschreibung
Rowan Kane und seine Brüder sollen das milliardenschwere Imperium ihres Großvaters erben: Dreamland. Freizeitparks, Produktionsfirmen, Fünf-Sterne-Hotels, das alles könnte ihnen gehören. Doch wenn sie das Erbe antreten wollen, müssen sie jeder eine Aufgabe erfüllen. Rowan, der einstige Träumer, der sich seit Jahren hinter einem Maßanzug und einer eiskalten Fassade verbirgt, soll eine neue Attraktion für Dreamland entwerfen. Widerwillig macht er sich an die Arbeit und trifft auf die schlagfertige Zahra, die ihn mit ihrer quirligen Art fast in den Wahnsinn treibt. Im einen Moment diskutiert er hitzig mit ihr, im anderen kann er nur daran denken, ihr nahe zu sein. Sie weckt Gefühle in ihm, die er lange verdrängt hat. Aber er ist ihr Boss. Und er hat ein Geheimnis, das sie nie erfahren darf. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Beim Durchschauen von neuen Verlagsvorschauen habe ich mich sehr gefreut, als ich ein neues Werk von Manuela Inusa entdeckt habe.
Die sympathische Autorin ist bereits seit Jahren ein gern gesehener Gast in meinen Bücherregalen und somit freue ich mich schon sehr auf „Vor uns das Leben“, bei dem sich die 17-jährige Alice nach einem schweren Verlust auf die Reise durch die USA macht und bei ihrem Roadtrip immer mehr zu sich selbst findet. Ein wenig gedulden muss man sich aber noch, denn „Vor uns das Leben“ erscheint am 18. April 2023 im Rowohlt Verlag.

Kurzbeschreibung
Als ihr Vater bei einem Unfall ums Leben kommt, bricht für die 17-jährige Alice eine Welt zusammen. Monatelang zieht sie sich in ihr Schneckenhaus zurück. Bis sie einen Stapel alter Briefe ihrer Mutter findet, welche die Familie vor Jahren verlassen hat. Alice beschließt, ihre Mutter zu suchen. Mit dem alten Auto ihres Vaters macht sie sich auf den langen Weg durch den Westen der USA. Und dort, auf einsamen Highways, in wunderschönen Nationalparks und aufregenden Städten findet Alice schließlich nicht nur zu sich selbst, sondern auch ihre erste große Liebe. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Bücher allgemein · SUB-Zuwachs

SUB am Samstag

„The Ceremonies“ von T.E.D. Klein befand sich schon sehr lange auf meiner Wunschliste, da mich nicht nur das Cover, sondern besonders die Kurzbeschreibung sehr angesprochen hat. Gruselige, einsame Dörfer mit skurrilen Einwohnern haben es mir schon immer sehr angetan. Dank der freundlichen Unterstützung des Piper Verlages durfte das Buch bereits vor dem Erscheinungstag bei mir einziehen, sodass ich mich schon sehr auf ein paar spannende und gruselige Lesestunden freue.

Kurzbeschreibung
Eigentlich wollte Jeremy Freirs sich für den Sommer aufs Land zurückziehen, um an seiner Doktorarbeit zu schreiben. Doch er merkt schnell, dass die Bewohner des verschlafenen Dorfes Gilead einer religiösen Sekte angehören und seltsame Rituale befolgen. Jeremy wird immer tiefer in die Ereignisse verstrickt, bis in der Sommerhitze ein uraltes Grauen erwacht, das nicht aus dieser Welt stammt… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Anatomie und Edinburgh – zwei Wörter, die mein Leserherz höher schlagen lassen, denn Geschichten, die in Edinburgh spielen, haben mich noch nie enttäuscht. Da „Anatomy – Eine Liebesgeschichte“ schon seit Monaten auf meiner Liste stand und der Loewe Verlag mir das Buch dankenswerterweise zukommen ließ, darf ich das Buch, das Liebe, Feminismus und Medizin miteinander verbindet, schon vor dem Erscheinungstag mein Eigen nennen.

Kurzbeschreibung
Lady Hazel Sinnett möchte unbedingt Chirurgin werden – was für sie als Frau jedoch unmöglich ist. Bis der Dozent Dr. Beecham sich auf einen Deal einlässt: Wenn sie die medizinische Prüfung ohne Unterricht besteht, darf sie bei ihm studieren. Zum Glück trifft die junge Frau auf Jack Currer – einen Auferstehungsmann, der Leichen ausgräbt und sie zu Lehrzwecken verkauft. Jack hilft Hazel nicht nur beim Lernen, sondern weckt auch ungeahnte Gefühle in ihr. Als sie an den Toten immer mehr Besonderheiten entdecken, finden sich die beiden plötzlich in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen wieder,,, ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

„Sieben Hexenzirkel, drei Artefakte, eine bedrohliche Aufgabe“ – das klingt nicht nur sehr magisch, sondern vor allem auch spannend und somit wollte ich „Unendliche Macht“, dem ersten Band der „The Witches of Silent Creek“-Reihe von Ayla Dade unbedingt eine Chance geben. Die Kurzbeschreibung erinnert mich sehr an frühere Werke von Lisa J. Smith, was jedoch gar nicht negativ gemeint ist, da ich die Autorin früher immer sehr gerne gelesen habe. Ich bin schon sehr gespannt darauf, mehr über die Hexenzirkel zu erfahren.

Kurzbeschreibung
**Sieben Hexenzirkel, drei Artefakte, eine bedrohliche Aufgabe**
Nach dem mysteriösen Tod ihrer Eltern zieht es Helena in die Heimat ihrer Mutter nach Silent Creek, einer rätselhaften Kleinstadt an der schottischen Küste. Was die junge Studentin nicht weiß: An diesem rauen Ort ist nichts normal. In Silent Creek herrschen düstere Kräfte, die Hel vor allem in Tyrael Burnett zu spüren glaubt – ihrem hochmütigen, geheimnisvollen und erschreckend attraktiven Kommilitonen am Creek’s College. Ausgerechnet er rettet ihr jedoch in einem verheerenden Moment das Leben. Hel wird klar, dass dunkle Mächte wirklich existieren und die Menschen bedrohen. Und das Schlimmste: Sie fühlt sie in sich selbst…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Ich muss gestehen, dass ich nicht der allergrößte Fan von Jojo Moyes bin und von einen ihrer Werke schon ziemlich enttäuscht wurde. Dennoch habe ich die Autorin noch nicht so ganz aufgegeben und somit hat mich „Mein Leben in deinem“ beim Stöbern in den Neuerscheinungen direkt angesprochen. Die Kurzbeschreibung, in der es um zwei Frauen gehen, die unterschiedlicher nicht sein können, klingt sehr interessant und somit ist „Mein Leben in deinem“ spontan als Vorbestellung im Warenkorb gewandert. Leider muss man sich noch ein wenig gedulden, bis man das Buch in den Händen halten kann, denn „Mein Leben in deinem“ erscheint am 2. Februar 2023.

Kurzbeschreibung
Einmal in das Leben einer anderen schlüpfen, davon träumt Sam, wenn ihr der Alltag mal wieder über den Kopf wächst. Als sie im Sportstudio versehentlich die falsche Tasche mitnimmt, kann Sam nicht widerstehen. Der Inhalt ist so anders als ihre schlichten Klamotten. Eine wunderschöne Chanel-Jacke und ein Paar glamouröse High Heels. Als Sam die Kleidungsstücke anzieht, fühlt sie sich für einen Moment wie eine andere Frau. Eine Frau ohne Geldsorgen, ohne Ehemann, der nur noch auf dem Sofa sitzt – sie fühlt sich unbeschwert, selbstbewusst, frei.

Nisha ist diese Frau. Von außen scheint ihr Leben perfekt. Ein gutaussehender, reicher Mann, ein Kleiderschrank voller Designerstücke. Doch Nisha war nicht immer die Frau, die sie heute ist. Und ihr sorgsam aufgebautes Leben droht gerade wie ein Kartenhaus einzustürzen. Bis ihr Sam begegnet. Denn manchmal kann ein einziger Moment alles verändern. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)