Rezension

Wolfgang Hohlbein – Operation Nautilus 01 – Die vergessene Insel

Kurzbeschreibung
Gefährlich, dramatisch und auch geheimnisvoll sind die Abenteuer, die Mike und seine Freunde von der NAUTILUS erleben: die Suche nach einer vergessenen Insel, ein fantastischer Korallenwald auf dem Meeresgrund, ein Schatz im Wrack der Titanic, ein drohender Vulkanausbruch.

Meine Meinung
Für Mike könnten die Winterferien nicht schlimmer beginnen.
Die Welt steht kurz vorm ersten Weltkrieg und die Unruhen zwingen ihn, über die Ferien nicht nach Hause nach Indien zu fahren.
Um die Ferien nicht alleine im Internat verbringen zu müssen, wird er von Mr. Winterfeld, dem Vater seines besten Freundes auf das Schiff Leopold eingeladen.
Zusammen mit seinen Schulkameraden Ben, Juan und Paul macht er sich auf zum Hafen und erlebt eine böse Überraschung:
Er und seine Freunde werden gefangen gehalten und Mike wird von Mr. Winterfeld unter Druck gesetzt.
Angeblich hat sein verstorbener Vater ihm eine geheime Insel hinterlassen, die auf keiner Karte zu finden ist. Auf dieser soll sich ein machtvoller Schatz befinden.
Als Mike die komplette Wahrheit über sich und seine Familie erfährt, droht seine bisherige Welt zu zerbrechen…

Wolfgang Hohlbein hat mit „Die vergessene Insel“ einen spannenden Auftakt einer 12-teiligen Reihe geschaffen, der mich direkt in seinen Bann ziehen konnte.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies mein allererstes Buch von Wolfgang Hohlbein ist. Es ist schon schade, dass ich diesen großartigen Autor nicht schon eher für mich entdeckt habe. Dies werde ich jedoch nun Stück für Stück nachholen.

Die Geschichte beginnt schnell und ich war sofort mittendrin. Dadurch, das die Geschichte kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges erzählt wird, bekommt man hier nicht nur eine große Portion Abenteuer, sondern auch jede Menge Geschichte geboten, was mich immer besonders interessiert.

Der Schreibstil hat mich überzeugt. Es ist faszinierend, wie Wolfgang Hohlbein zu scheinbar jeder Situation die richtigen Worte findet. Orte, Charaktere und Dialoge wirken allesamt authentisch und unterhaltend.

Am meisten ist dies jedoch bei den Charakteren spürbar. Im Internat leben viele Kinder unterschiedlicher Nationen und selbst unter den Jüngsten spürt man hier einen Konflikt, der sich auf die aktuelle politische Situation bezieht. Nur Mike, der stets neutral wirkt, gibt nicht viel auf Vorurteile oder Gerüchte.
Dies merkt man besonders bei seinem besten Freund Paul, dem andere Mitschüler nicht mehr trauen können und er doch hinter ihm steht.

Die Covergestaltung ist schlicht, wirkt aber dennoch anziehend. Vor allem die Felsen im Meer sind ein toller Blickfang. Auch die Kapitelgestaltung gefällt mir sehr gut.

Die „Operation Nautilus“-Reihe wurde bereits unter dem Namen „Kapitän Nemos Kinder“ veröffentlicht.

„Die vergessene Insel“ hat alles, was ein gutes Jugendbuch braucht: Eine gute Portion Fantasy, Abenteuer und geschichtlicher Hintergrund.

Ich bin schon gespannt, wie es mit Mike und seinen Freunden weitergeht. 🙂

Reihenfolge:
* Die vergessene Insel
* Das Mädchen von Atlantis
* Die Herren der Tiefe
* Im Tal der Giganten
* Das Meeresfeuer
* Die schwarze Bruderschaft
* Die steinerne Pest
* Die grauen Wächter
* Die Stadt der Verlorenen
* Die Insel der Vulkane
* Die Stadt unter dem Eis
* Die Rückkehr der Nautilus

2 Kommentare zu „Wolfgang Hohlbein – Operation Nautilus 01 – Die vergessene Insel

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