Rezension

Kerrigan Byrne – Mein schwarzes Herz (Victorian Rebels #1)

Kurzbeschreibung
Farah Mackenzie will sich nie wieder an einen Mann binden. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre erste Liebe Dougan. Als sie jedoch dem berüchtigten Verbrecher Dorian Blackwell begegnet, gerät ihr Leben erneut aus den Fugen. Blackwell, der sie beunruhigt, aber auch etwas tief in ihrem Innersten berührt, entführt Farah nach Schottland ― angeblich zu ihrem Schutz. Doch jeder Moment, den sie mit dem scheinbar so eiskalten Mann verbringt, führt sie zu einer Wahrheit, die ihr erneut das Herz zu brechen droht… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich muss schon sagen, „Mein schwarzes Herz“, Band 1 der „Victorian Rebels“-Trilogie, war für mich eine ganz schöne Geburt, denn obwohl die Thematik an sich nicht schlecht ist, wollten die Geschichte und ich auf weite Strecken einfach nicht zusammenpassen.

Das Problem ist hierbei nicht zwingend der Schreibstil, denn dieser liest sich an sich leicht und flüssig und bringt auch eine gewisse Spannung mit sich. Problem waren hierbei eher die Charaktere. Normalerweise mag ich es immer, wenn Geschichten direkt aus der Sicht von einer Figur erzählt weerden, in diesem Fall ist dies jedoch für mich nach hinten losgegangen, denn ich wurde mit Farah und Dorian leider nie wirklich warm und fand sie leider auch nicht sonderlich sympathisch.

Farah hat in ihrem Leben bereits einiges mit den Männern erlebt und hat nun die Nase voll und möchte sich vorerst nicht mehr an jemanden binden. Hierbei hat sie jedoch die Rechnung ohne Dorian gemacht, der sie kurzerhand angeblich zu ihrem eigenen Schutz entführt. Dabei wird auch klar, dass sie füreinander keine Unbekannten sind, denn während Dorian ein bekannter Straftäter ist, arbeitet Farah bei Scottand Yard, was für jede Menge Spannung und prickelnden Momenten zwischen ihnen sorgt.

An sich klingt die Thematik wirklich gut und man kann der Autorin auch schwer etwas vorwerfen, denn handwerklich ist die Geschichte wirklich gut ausgearbeitet, man lernt die Figuren ausreichend kennen und auch die Dialoge wirken sehr gut durchdacht. Leider wollten die Geschichte und ich dann aber leider doch nicht zusammenpassen, was wirklich schade ist. Hätte ich das Setting etwas interessanter und die Figuren ein wenig sympathischer gefunden, hätte ich durchaus mehr Spaß an der Geschichte haben können.

Das Cover ist dagegen schön anzusehen und gefällt mir weitaus besser als das Cover der englischsprachigen Ausgabe. Auch die Kurzbeschreibung hat mir gut gefallen und mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl „Mein schwarzes Herz“ an sich eine gut ausgearbeitete Geschichte mit einem tollen Schreibstil ist, konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen, da ich mit den Figuren auf weite Strecken überhaupt nicht warm wurde. Somit ist es auch mehr als fraglich, ob ich die anderen Bände ebenfalls lesen werde.

Reihenfolge
Mein schwarzes Herz
Ein Herz voll dunkler Schatten (28. September 2018)
Dunkler Herzen Schwur (31. Januar 2019)

Rezension

Anja Berger – Spieglein, Spieglein

Kurzbeschreibung
Nach einem von ihr verursachten Autounfall sieht Elena Leichenteile, die außer ihr niemand sehen kann. Als sich herausstellt, dass die Frauen, deren Leichen Elena zu sehen glaubt, tatsächlich vermisst werden, gerät sie ins Visier der Polizei – denn sie hat mindestens eine der Toten als Letzte lebend gesehen. Elenas einzige Hilfe ist Leon, ein unehrenhaft entlassener Polizist, der allerdings seine eigenen Ziele verfolgt. Die verworrenen Umstände des Falles stellen Leon vor ein Rätsel, welches nur er lösen kann. Es scheint, als sei Elena nicht Täter, sondern selbst Opfer. Denn: Bei dem Autounfall gab es einen weiteren Verunglückten, von dem niemand etwas weiß… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich mal wieder große Lust auf einen Thriller hatte, kam „Spieglein, Spieglein“ von Anja Berger gerade recht, denn das Buch klang nach einer spannenden Geschichte, die in mein Beuteschema passt und somit wurde ich auch nicht enttäuscht, denn „Spieglein, Spieglein“ konnte mich durchweg überzeugen.

Der Schreibstil war zwar am Anfang hier und da ein wenig holprig, allerdings habe ich schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte mich somit auch schnell auf die Figuren und das Setting einlassen, sodass sich die Geschichte immer mehr steigern und mich großteils sogar überraschen konnte.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Elena, die einen Unfall verursacht hat, bei dem gleich drei Menschen auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Elena ist seitdem verzweifelt, kann die Schuldgefühle nicht überwinden und fängt u.a. an, Leichenteile zu sehen, die jedoch alle anderen um sie herum nicht sehen können. Um Luft zu bekommen und wieder ins normale Leben zurück zu finden, beschließt sie, in eine Waldhütte zu fahren, die sie von ihrem Vater geerbt hat, um diese auf Vordermann zu bringen. Hier stellt sich jedoch schnell heraus, dass der wahre Albtraum für Elena erst noch zu beginnen scheint…

Die Geschichte ist dabei sehr spannend, bringt immer wieder neue Wendungen mit sich, sodass man oftmals sehr am zweifeln ist, was nun wahr ist und was nur in Elenas Kopf stattfindet. Dadurch ist die Geschichte die größte Zeit über unvorhersehbar und besticht zudem auch noch mit einer Protagonistin, mit der man zwar mitfühlen, aber auch gleichzeitig den Kopf schütteln kann.

Die Covergestaltung ist an sich zwar nett anzusehen, allerdings bin ich der Meinung, dass man hier noch weitaus mehr hätte rausholen können. Die Kurzbeschreibung ist dagegen umso überzeugender, denn diese konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: „Spieglein, Spieglein“ ist insgesamt ein spannender Psychothriller, der unvorhersehbar ist und mit einer interessanten Protagonistin daher kommt. Ich bin mit der Geschichte zufrieden und freue mich auf weitere Bücher von Anja Berger.

Rezension

Tawna Fenske – The Fix Up (First Impressions #1)

Kurzbeschreibung
Ben Langley sieht gut aus – eigentlich. Aber er bräuchte einen neuen Haarschnitt, andere Klamotten und ein selbstbewussteres Auftreten. Als neuer CEO von Langley Enterprises ist ein Make-over dringend geboten. Zum Glück gibt es Holly Colvin und ihr Unternehmen First Impressions. Holly ist auf Imagewandel spezialisiert und hat schon viele Marken neu gebrandet. Aber wie kann man einen Mann so verändern, dass er mehr Sexappeal und Charisma verströmt, ohne das einzubüßen, in das man sich verliebt hat? Und dabei noch alle Frauen, die Ben auf einmal attraktiv finden, auf Abstand halten? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„The Fix Up“, der erste Band der „First Impressions“-Trilogie, ist mir bereits vor dem Erscheinungstag positiv aufgefallen, sodass ich diesen schon sehr herbeigesehnt habe, um die Geschichte endlich lesen zu können. Hierbei habe ich mir eine prickelnde und unterhaltsame Liebesgeschichte erhofft und diese auch letztendlich bekommen.

Tawna Fenske besitzt hierbei einen sehr angenehmen und unterhaltsamen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Obwohl es hier einige durchaus prickelnde Momente gibt, bleibt aber auch der Humor nicht auf der Strecke, sodass hier eine tolle Mischung geschaffen wurde. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und ich habe ihre Geschichte wahnsinnig gern verfolgt.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Ben Langley, dem neuen CEO von Langley Enterprises und Holly Colvin, einer Expertin in Sachen PR. Ben wird optisch bislang eher als Nerd eingestuft, der zwar an sich ganz niedlich ist, allerdings optisch noch nicht in die Rolle eines CEOs hineingewachsen ist. Holly soll ihm dabei helfen, sich und sein Image zu verbessern, allerdings merkt sie schnell, dass sie ihn gar nicht verändern möchte, da Ben ihr genau so gefällt, wie er in Wirklichkeit ist…

Dabei kommt es zwischen ihnen immer wieder zu einigen witzigen, aber auch spritzigen Momenten, da beide Charaktere einfach wunderbar miteinander harmonieren, sympathisch sind und zusammen ein gutes Team ergeben. Die Geschichte ist zwar hier und da sehr vorhersehbar und besitzt auch so manches Klischee, allerdings hat mich dies nur sehr wenig gestört, da ich die Figuren und ihr Leben bereits schnell ins Herz schließen konnte.

Beim Cover bin ich dagegen ein wenig zwiegespalten, denn das Model, das Ben verkörpern soll, ist meiner Meinung nach schon fast zu perfekt. Hier wäre es schöner gewesen, wenn noch ein wenig die unbeholfene Art sichtbar gewesen wäre. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt überzeugen können, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „The Fix Up“ ist insgesamt eine prickelnde, unterhaltsame und gut ausgearbeitete Liebesgeschichte, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band „The Hang Up“, welcher im September erscheinen wird.

Reihenfolge
The Fix Up
The Hang Up (6. September 2018)
The Hook Up (dt. Titel unbekannt/voraussichtlich 2018/2019)

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Melissa Broder – Fische

„Fische“ von Melissa Broder gehörte zu den Büchern, die ich unbedingt lesen wollte, da die Geschichte zwar skurril, aber dennoch interessant klang. Meine Erwartungen waren somit enorm hoch, allerdings wurde ich letztendlich doch schwer enttäuscht, sodass ich das Buch sogar leider vollkommen genervt abgebrochen habe.

Dabei hat „Fische“ tatsächlich sehr gute Ansätze, die vielversprechend waren und einen recht klaren und flotten Schreibstil. Das Problem ist jedoch, dass die Umsetzung leider viel zu häufig vollkommen überzogen und anstrengend ist und in meinen Augen kein roter Faden vorhanden ist, sodass mir das Buch absolut keinen Spaß gemacht hat.

Ebenfalls anstrengend ist die Protagonistin, denn mit Lucy wurde ich leider nie wirklich warm, fand sie zum Teil unausstehlich und konnte mich auf sie und ihren Lebensstil leider nicht einlassen, sodass mich ihre Geschichte weder berühren, noch großartig ansprechen konnte.

Da ich mich leider immer mehr dabei ertappt habe, wie ich nur noch die Augen verdreht habe und letztendlich nur noch hier und da quer gelesen habe, habe ich mich dazu entschieden, das Buch nach etwas mehr als 70 Prozent abzubrechen. Manchmal soll es einfach nicht sein.

Lesestatistik

Meine Lesestatistik für den Mai 2018

Der Mai war ein eher unspektakulärer Monat, bei dem sich bei mir vieles um Bücher und Serien gehandelt hat. So habe ich nicht nur einige sehr gute Bücher wieder gelesen, sondern auch wieder zahlreiche Serienstaffeln geschaut, was langsam schon fast ausartet, aber einfach viel zu toll ist.
Dadurch haben auch wieder die Rezensionen drunter leiden müssen, denn ich war mal wieder viel zu schreibfaul, was sich aber in den kommenden Tagen hoffentlich wieder ändern wird.

gelesene Bücher
080. Tanja Janz – Strandrosensommer
081. Simona Ahrnstedt – After Work (Rezension folgt)
082. Laurelin McGee – Mr. Undateable (Miss Match #1)
083. Laurelin McGee – Miss Taken (Miss Match #1.5)
084. Sofie Cramer – Sternschnuppengeflüster
085. Katharina B. Gross – Herzflüstern: Julian & Markus
086. Marion Stieglitz – Annas (fast) perfekte Hochzeit
087. Laura Kneidl – Herz aus Schatten (Rezension folgt)
088. Alexa Riley – Du bist mein Verlangen (Rezension folgt)
089. Sabine Thiesler – Zeckenbiss (Rezension folgt)
090. Matthias Sachau – Alicia verschwindet (Rezension folgt)
091. Lauren DeStefano – Flammendes Land (Chroniken der Fallenden Stadt #2) (Rezension folgt)
092. Brandon Sanderson – Calamity (Reckoners #3) (Rezension folgt)
093. Roger Smith – Mann am Boden
094. Bianca Iosivoni – Der letzte erste Kuss (Firsts #2) (Rezension folgt)

angefangene Bücher, Ebooks und Hörbücher
Erin Watt – Paper Paradise: Die Sehnsucht (The Royals #5)
Tomi Adeyemi – Goldener Zorn (Children of Blood and Bone #1)
Lex Martin – Kissing Madeline (Dearest #3)

Highlights und Flops
Mein absolutes Highlight im Mai ist „Herz aus Schatten“ von Laura Kneidl. Obwohl ich ihre Geschichten bislang immer sehr mochte, hatte ich bei diesem Buch zunächst einige Zweifel, allerdings haben diese sich schnell in Luft aufgelöst, sodass ich hier eine spannende Geschichte voller Monster und Bändiger vorgefunden habe. Ein weiteres Highlight ist für mich „Der letzte erste Kuss“, dem zweiten Band der „Firsts“-Reihe von Bianca Iosivoni. Ich liebe die Geschichten von der Autorin einfach und wurde auch hier nicht enttäuscht, denn Luke und Elle sind einfach großartig und ich habe ihre Geschichte sehr gerne verfolgt.
Leider gab es auch einen Flop, denn „Sternschnuppengeflüster“ von Sofie Cramer konnte mich leider so gar nicht überzeugen, sodass ich von der Geschichte leider immer mehr genervt war und letztendlich froh war, als diese beendet wurde.

Challenges
Cover Challenge: 26 | +3
Der Kampf der Verlage: 53 | +7
Festa/Laymon/King: 4 |
Heyne Challenge: 5 |
Impress Challenge: 1 |
Indie Challenge: 2 | +1
LYX Challenge: 7 | +2

Rezension

Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Kurzbeschreibung
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich über „Die Farbe von Milch“ bislang ausschließlich nur positive Bewertungen gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie mir die Geschichte gefallen wird. Letztendlich muss ich sagen, dass ich die positiven Bewertungen voll und ganz verstehen kann, denn „Die Farbe von Milch“ ist eine ereignisreiche, schonungslose und nachdenklich stimmende Geschichte, die mich so schnell nicht loslassen wird.

Nell Leyshon hat hierbei einen Roman geschrieben, der sich trotz seiner gewissen Schwere flüssig lesen lässt, aber auch zum Nachdenken anregt, berührt und für so manches Kopfschütteln, aber auch Lächeln sorgt. Die Figuren, allen voran Mary, sind gut ausgearbeitet, man lernt diese ausreichend kennen und auch die Dialoge lesen sich gut, ohne holprig zu wirken.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Mary, einem jungen Teenager. Sie war bislang immer recht harte Arbeit gewohnt und abreitete auf dem Bauernhof ihrer Eltern. Im Alter von fünfzehn Jahren verlässt sie jedoch den elterlichen Bauernhof und beginnt bei dem Dorfpfarrer und dessen Ehefrau zu arbeiten, die schwer erkrankt ist. Dabei lernt Mary nicht nur sehr viel über sich selbst, sondern lernt auch eine Welt außerhalb des elterlichen Bauernhofs kennen, die für das Mädchen einiges bereit hält.

Hierbei lernt man Mary über ein Jahr hinweg auf beeindruckende Art und Weise kennen und ich habe ihren Weg gerne mitverfolgt. Obwohl die Geschichte gerade einmal knapp zweihundert Seiten lang ist, wirkt die Geschichte insgesamt sehr lebendig, intelligent und konnte mich durchweg überzeugen.

Das Cover ist hübsch anzusehen und besticht mit tollen Ranken und Pflanzen, die das Cover abrunden. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und stimmig und machte direkt Lust auf mehr, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Die Farbe von Milch“ ist insgesamt eine schonungslose, mitfühlende und rundum gelungene Geschichte, die mit einer starken Protagonistin und einem starken Schreibstil überzeugen kann. Ich kann die Geschichte somit nur wärmstens empfehlen.

Rezension

Melanie Brandl – Mittendrin ein neuer Anfang

Kurzbeschreibung
Die Diagnose ist für Franka ein Schock: Hirntumor. Was wird jetzt aus ihr, ihrem Studium, ihrem Leben? In drei Wochen soll sie operiert werden. Ausgerechnet in diesem Moment kreuzt ein Mann ihren Weg, mit dem sie sich glatt eine Zukunft vorstellen kann – vorausgesetzt, sie hat so etwas überhaupt. Leon ist witzig, charmant und zärtlich, und wenn sie in seinen Armen liegt, zählt nur die Liebe und nicht die Angst. Franka beschließt, Leon vorerst nicht zu sagen, was mit ihr los ist. Und sie rebelliert gegen ihr Umfeld, das sie mit positiv-optimistischen Ratschlägen fast erdrückt. Denn trotz der Sorge, was nach der OP sein wird, will sie eigentlich nur eins: ihr Leben leben… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich bereits einige positive Bewertungen zu „Mittendrin ein neuer Anfang“ von Melanie Brandl gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie die Autorin das doch recht erdrückende Thema Krebs umgesetzt hat und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde.

Die Geschichte liest sich trotz seiner schweren Thematik leicht und flüssig, bringt immer wieder Momente mit sich, die einen nachdenklich stimmen, gleichzeitig aber auch unterhalten können, da die Geschichte nur so voller Lebensfreude trotzt. Da die Autorin selbst auch leider bereits Erfahrungen mit dem Thema Krebs machen musste, wirkt diese Geschichte nicht nur sehr persönlich, sondern zudem auch emotional und ich konnte mich gut in die Figuren, allen voran in Franka, hineinversetzen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Franka, einer jungen Frau, die eigentlich mitten im Leben steht, studiert und einfach nur ihr Leben genießen möchte. Aufgrund eines Hirntumors und der anstehenden Operation wird ihr Leben jedoch vollkommen auf dem Kopf gestellt, bei dem es nicht nur große Angst gibt, sondern auch einen unbändigen Lebenswillen. Dieser verstärkt sich umso mehr, als Franka auf Leon trifft, denn dieser bietet ihr alles, was sie sich von einem Mann wünscht und sie die Welt um sich herum vergessen lässt. Franka entscheidet sich dazu, dass sie Leon nichts von ihrer Krankheit erzählen wird, da sie nicht möchte, dass dieser sie bemitleidet. Gleichzeitig muss sie sich aber auch immer wieder mit ihrem restlichen Umfeld auseinandersetzen, die sie geradezu mit Fürsorge erdrücken, was für sie alles andere als leicht ist.

Bei „Mittendrin ein neuer Anfang“ wird nicht nur ungeschönt das Thema Krebs aufgegriffen, sondern auch authentisch alle Ängste und Sorgen aufgezeigt, die nicht nur mitfühlen lassen, sondern auch sehr nachdenklich stimmen, sodass man sich selbst auch zwangsläufig die Frage stellt, wie man an Frankas Stelle reagieren würde.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber meiner Meinung nach leider nicht ganz zur Thematik, sondern würde auf dem ersten Blick vielmehr als typischer Liebesroman abgestellt werden, was ich ein wenig schade finde. Die Kurzbeschreibung konnte mich dagegen direkt überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Mittendrin ein neuer Anfang“ ist insgesamt ein sehr emotionaler, lebensbejahender Roman mit einer starken Protagonistin, der mich nicht nur mitfühlen ließ, sondern auch den ein oder anderen Denkanstoß gegeben hat. Ich kann das Buch somit nur empfehlen.

Rezension

Marion Stieglitz – Annas (fast) perfekte Hochzeit

Kurzbeschreibung
Am Silvesterabend bekommt Anna von ihrem Freund Bernd endlich den langersehnten Heiratsantrag. Ihrem Glück scheint jetzt nichts mehr im Weg zu stehen. Das geplante Fest inspiriert sie sogar zu neuen beruflichen Höhenflügen: Sie verwandelt ihren Einrichtungsladen »Vintage Salon« in ein Paradies für Frauen im Heiratsfieber. Doch schon bald passiert ein Unglück nach dem anderen.
Nichts läuft wie erwartet: Es gibt Probleme mit der Familie, Krach mit Bernd und lauter Pannen rund um die Hochzeitsvorbereitungen. Und zu all dem Stress drängt sich plötzlich auch noch Annas Ex-Freund Simon zurück in ihr Leben. Das Jahr ihrer Traumhochzeit entwickelt sich für die Braut allmählich zur einzigen Katastrophe…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Annas (fast) perfekte Hochzeit“ gehört zu den Geschichten, an die ich eigentlich keine große Erwartungen hatte, weil ich zunächst befürchtet habe, die Thematik bereits schon zu oft gelesen zu haben. Aufgrund von sympathischen Figuren und einem locker-flockigen Schreibstil bin ich dann am Ende doch sehr positiv überrascht gewesen.

Die Geschichte liest sich durchgehend leicht und flüssig, besticht mit humorvollen, aber auch nachdenklich stimmenden Dialogen sowie mit Figuren, mit denen man sich identifizieren und ins Herz schließen kann. Diese sind allesamt sehr liebevoll ausgearbeitet und authentisch, sodass ich mit Anna und den anderen Figuren mitfiebern und mitfühlen konnte.

In „Annas (fast) perfekte Hochzeit“ geht es – wie der Name schon sagt – um Anna, die in einer Beziehung mit Bernd lebt und endlich einen Antrag erhält, den sie sich bereits seit einiger Zeit gewünscht hat. Anna kann es kaum erwarten, sich in die Planungen für ihre Hochzeit zu schmeißen und sammelt eine tolle Idee nach der anderen. Alles könnte für sie so schön sein, wäre da nicht eine Reihe von kleineren bis mittelschweren Katastrophen und die Rückkehr von Annas Ex-Freund Simon, der für so manche Unsicherheit sorgt…

Man muss zwar zugeben, dass hier sicherlich nicht alles perfekt ist und die Geschichte sicherlich oftmals sehr vorhersehbar ist und auch nicht auf das ein oder andere Klischee verzichtet wird, allerdings besitzt „Annas (fast) perfekte Hochzeit“ durchaus Charme, sodass ich von der Geschichte letztendlich gut unterhalten wurde.

Die Covergestaltung ist hübsch anzusehen und passt nicht nur richtig gut zur Geschichte, sondern auch zum Genre selbst. Die Kurzbeschreibung liest sich an sich nicht schlecht, unterscheidet sich allerdings nicht allzu sehr von ähnlichen Büchern aus dem Genre, sodass hierbei auf den ersten Blick die Besonderheit fehlt und die Geschichte dadurch möglicherweise untergehen könnte.

Kurz gesagt: „Annas (fast) perfekte Hochzeit“ ist eine schöne, oftmals romantische Liebesgeschichte für zwischendurch, die perfekt für einen verregneten Nachmittag geeignet ist und mit interessanten Figuren und einem lebhaften Schreibstil überzeugen kann.

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde.

Da ich die Bücher von Ursula Poznanski bislang immer sehr gerne gelesen habe, freue ich mich schon sehr auf ihren neuesten Jugendthriller „Thalamus“, der eine interessante Thematik mit sich bringt und wieder einmal sehr vielversprechend klingt. Die Wartezeit ist zum Glück nicht allzu lang, denn „Thalamus“ erscheint bereits am 13. August 2018 im Loewe Verlag.

Kurzbeschreibung
Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem normalen Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, soll er sich von seinen Knochenbrüchen und dem Schädelhirntrauma erholen. Aber schnell stellt Timo fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Junge, mit dem er sich das Zimmer teilt, gilt als Wachkomapatient und hoffnungsloser Fall, doch nachts läuft er herum, spricht – und droht Timo damit, ihn zu töten, falls er anderen davon erzählt.

Eine Sorge, die unbegründet ist, denn Timos Sprachzentrum ist schwer beeinträchtigt, seine Feinmotorik erlaubt ihm noch nicht niederzuschreiben, was er erlebt. Und allmählich entdeckt er an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind. Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß von Sachen, die er nicht wissen sollte… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Rezension

Roger Smith – Mann am Boden

Kurzbeschreibung
Tucson, Arizona. Eine dreiköpfige Familie wird in ihrem eigenen Haus überfallen und als Geisel gehalten. Doch schnell offenbart sich, dass der Vater ein doppeltes Spiel spielt. Wer sind die wahren Täter und wer die Opfer?

Zehn Jahre ist es her, seit John Turner und seine Frau ihre Zelte in Südafrika abbrachen, um gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy in den USA ein neues Leben aufzubauen. Als drei Männer in ihr Haus in Arizona eindringen und sie als Geiseln nehmen, zerbricht das familiäre Idyll. Langsam kommen die Schatten aus Turners Vergangenheit ans Licht. Warum verließ die Familie ihre Heimat Johannesburg so überstürzt? Roger Smith, der härteste Krimiautor Südafrikas, erzählt in rasantem Tempo von Vertrauen, Korruption und den Fehlern der Vergangenheit, die jeden von uns zwangsläufig einholen. Und er beweist: Unschuldige gibt es in dieser Welt nicht. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Meine Meinung
Da ich leider noch nicht allzu viele Bücher von Roger Smith gelesen habe, der Autor mir allerdings bislang immer gefallen hat, habe ich mich schon sehr auf ein neuestes Werk „Mann am Boden“ gefreut, welches nach einer spannenden Geschichte klang. Letztendlich muss ich sagen, dass mich der Autor bei diesem Werk nicht enttäuscht hat.

Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, aber auch oftmals salopp und sehr brutal, sodass die ein oder andere Schilderung sicherlich nicht für jedermann geeignet ist. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, Dialoge lesen sich gut und auch sonst macht die Geschichte insgesamt einen guten Eindruck.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von John Turner und seiner Familie, die aus seiner Ehefrau Tanya und seiner Tochter Lucy besteht. Diese leben mittlerweile in den Vereinigten Staaten in Arizona, wo sie ein neues Leben angefangen haben, nachdem sie zuvor in Südafrika gelebt haben. Dass die Familie jedoch auch in Arizona nicht zur Ruhe kommt, wird schnell klar, denn sowohl John als auch Tanya können ihre Vergangenheit nicht vergessen, sodass es zu einem großen Eklat kommt, als drei Einbrecher in ihr Haus eindringen und die Familie als Gefangene nehmen…

Die Geschichte ist dabei äußerst brutal und beschäftigt sich auch intensiv mit Gewaltszenen, sodass es stellenweise schon fast eine Qual ist, die Figuren leiden zu sehen. Zwar ist die Geschichte dadurch nicht schlecht, sondern noch umso spannender, allerdings musste ich auch für mich feststellen, dass ich nach besonders harten Szenen das Buch mehrfach zur Seite legen musste. Dennoch ist die Geschichte durchweg spannend, somit sie innerhalb kürzester Zeit ausgelesen war.

Die Covergestaltung ist zwar schlicht, passt aber dennoch hervorragend zur Geschichte und zum fast schon typischen Stil des Tropen Verlages, sodass das Cover insgesamt gut gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung liest sich gut und konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: Obwohl „Mann am Boden“ aufgrund seiner oftmals viel zu brutalen Szenen sicherlich nicht jedermanns Sache sein dürfte, kann Roger Smith dennoch mit interessanten Figuren, spannenden Szenen und einem packenden Schreibstil punkten, sodass ich die Geschichte nur empfehlen kann.