Rezension

Jonas Winner – Der Nachlass

Kurzbeschreibung
Hedda Laurent ist gestorben. Die Familie ist in Trauer vereint: Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder Ruben sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen bewältigen. Nur einer kann gewinnen. Doch was ganz harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren. Alte Konflikte und Verletzungen reißen wieder auf. Und das Spiel wird gefährlich… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits einige Thriller aus der Feder von Jonas Winner gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk „Der Nachlass“, das auf den ersten Blick sehr interessant und spannungsgeladen klang und somit direkt mein Interesse wecken konnte. Somit habe ich mir von „Der Nachlass“ auch einiges versprochen und wurde am Ende nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und spannend und auch die Figuren haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, da sie allesamt gut ausgearbeitet sind und man sie dementsprechend gut kennen lernt und die meisten ihrer Bewegungssgründe und Gefühle nachvollziehen kann. Einzig etwas verwirrend und aus dem Lesefluss gebracht haben mich die vielen Zeitsprünge. Diesen werden zwar an jedem Kapitelanfang immer mit dem jeweiligen Datum versehen, was an sich gelungen ist, allerdings hat dies das ein oder andere Mal dann doch etwas gestört, weil mal hier und da ein Zeitsprung für mich nicht ganz gepasst hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Hedda Laurent ist verstorben, was bei ihrer Familie für große Trauer sorgt. Ernüchterung kommt aber schnell auf, als es zur Testatementseröffnung kommt, denn Hedda hat in ihrem Testament verfasst, dass es nur einen einzigen Erben geben wird. Wer das ist, stellt sich erst nach einem Wettkampf heraus, der die Familie nicht nur an ihre Grenzen bringt, sondern auch einige Gefahren, Erinnerungen und Überwindung mit sich bringt. Dabei wird auch die Vergangenheit der Familie durchleuchtet und aufgezeigt, was dazu geführt hat, dass Hedda einen Wettkampf austragen lässt.

Die Aufgaben führen dabei nicht nur teilweise die Teilnehmer an ihre Grenzen, sondern auch den Leser, denn manche der Aufgaben sind nicht nur brutal, sondern vor allem auch sehr ekelerregend, sodass ich das Buch tatsächlich das ein oder andere Mal zur Seite legen musste, weil der Autor die jeweiligen Situationen sehr detailiert schildert, sodass ich mir das meiste tatsächlich bildlich vorstellen konnte.

Kurz gesagt: „Der Nachlass“ ist ein schonungsloser und spannender Thriller, der nicht nur mit interessanten und teilweisen ekelerregenden Aufgaben beeindrucken kann, sondern vor allem mit einer Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Von mir gibts eine klare Empfehlung!

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday

New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde. Dabei wird jeden Mittwoch eine Neuerscheinung vorgestellt, die in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen wird.

Geschichten, die in Psychiatrien spielen, haben es mir schon immer besonders angetan, da ich die Atmosphäre in solchen Romanen immer sehr mag. Umso verlockender klingt „Der Angstsammler“ von Jasper DeWitt, denn hier wird ein Patient geboten, der beinahe sein ganzes Leben in einer Psychiatrie verbracht hat und dabei als untherapierbar gilt. Was es mit dem Patienten auf sich hat, erfährt man zum Glück schon bald, denn „Der Angstsammler“ erscheint bereits am 11. Oktober 2021 im Heyne Verlag.

Kurzbeschreibung
Ein rätselhafter Patient zieht den jungen Psychiater Parker H. in seinen Bann. Seit dem sechsten Lebensjahr wird der mittlerweile 30-jährige Mann, den alle nur „Joe“ nennen, in der düsteren Nervenheilanstalt in Neuengland verwahrt. Er gilt als nicht therapierbar. Jeder, der mit ihm spricht, verliert den Verstand oder begeht Selbstmord. Allen Warnungen zum Trotz beschließt der ehrgeizige Parker, „Joe“ in seiner Zelle zu besuchen. Dabei setzt er eine Kette von albtraumhaften Ereignissen in Gang, die seine schlimmsten Befürchtungen weit übertreffen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Rezension

Nica Stevens – Road Princess

Kurzbeschreibung
Tara und Jay leben in derselben Stadt und trotzdem in unterschiedlichen Welten. Sie ist die Tochter des Bürgermeisters von Boston, er gehört den Road Kings an, einer berüchtigten Motorradgang. Von klein auf wurde den beiden eingebläut, sich voneinander fernzuhalten. Als sich ihre Wege auf dem College kreuzen, spürt Tara eine Anziehung, der sie nicht widerstehen kann. Sie will Jay kennenlernen, ihm nahe sein. Doch dann findet sie heraus, was damals zwischen ihren Familien vorgefallen ist. Ihr wird klar, warum Jay sie auf Abstand hält – und weshalb ihr Vater den Kontakt zu ihm niemals dulden wird… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Interpretationen von „Romeo und Julia“ gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, die mal mehr, mal weniger gut gelungen sind. Somit war ich schon sehr gespannt, wie mir „Road Princess“ gefallen wird. Hierbei handelt es sich um eine sehr moderne Version des Klassikers, die in Boston spielt und auf den ersten Blick doch recht vielversprechend klang. Leider konnte mich die Geschichte jedoch am Ende nicht so überzeugen, wie ich es mir im Vorfeld erhofft habe.

Der Schreibstil ist eines der Dinge, die mir leider nicht so sehr zugesagt haben. Ich fand die Idee zwar ganz nett, dass man sich hier an „Romao und Julia“ als Vorbild herangetraut hat, allerdings verlief dies immer mehr im Sande, da es sich am Ende lediglich um eine 0815 Liebesgeschichte handelt, bei dem es natürlich auch unbedingt ein Bad Boy sein musste. Leider wird die Geschichte auch lediglich nur aus der Perspektive von Tara erzählt, sodass Jay in diesem Fall viel zu kurz kam.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Figuren, die leider sehr klischeehaft sind und sich von Figuren aus anderen Büchern des Genres kaum unterscheiden. Hier geht es wieder einmal um zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können und aus verschiedenen Welten stammen. Auf der einen Seite hat man Tara, die Tochter des Bostoner Bürgermeisters, die wohlbehütet aufwächst. Auf der anderen Seite lernen wir Jay kennen, der sich von etlichen anderen Bad Boys nicht großartig unterscheidet. Er wächst in einer Welt auf, in der Gewalt im Vordergrund steht, denn er gehört der berüchtigten Moterradgang „Road Kings“ an, welche bereits seit Jahren ein Dorn im Auge von Taras Vater sind.

Die Machtverhältnisse untereinander sind hier und da dabei gar nicht mal wirklich schlecht, das Problem ist viel mehr, dass in „Road Princess“ kaum überraschende Wendungen geschehen, sodass man schnell ein Gespür dafür bekommt, wie der komplette Verlauf der Geschichte sein wird. Dadurch habe ich nicht nur sehr schnell das Interesse an der Geschichte verloren, sondern mich auch zunehmends gelangweilt, da sich besonders der Mittelteil an vielen Stellen wie Kaugummi zog.

Ich hätte „Road Princess“ wirklich sehr gern gemocht, denn die Geschichte klang anfangs noch sehr interessant und vielversprechend, leider sollte es jedoch am Ende nicht so sein, da mich weder das Setting, noch die Figuren großartig angesprochen haben. Schade!

Rezension

Ursula Poznanski – Blutkristalle

Kurzbeschreibung
Ella ist für Wolfram bestimmt, das weiß er, seit er sie das erste Mal gesehen hat. Und das wird auch Ella bald begreifen, dessen ist Wolfram sich sicher. Seit vier Jahren hat sie keine feste Beziehung mehr gehabt, dafür hat Wolfram gesorgt – mit soviel Nachdruck, wie eben nötig war.
Doch seit drei Monaten gibt es Paul, und bei ihm versagen alle Mittel, die bisher zum Erfolg geführt haben. Paul weicht Ella nicht von der Seite, er schirmt sie vor Wolfram ab, er ist ein lästiges Hindernis auf dem Weg zum Glück. Als er gemeinsam mit Ella eine mehrtägige Winter-Wanderung plant, wittert der Stalker seine Chance. Er wird Ella retten, in mehr als nur einer Hinsicht.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Bücher, auf denen der Name Poznanski steht, wecken schon seit Jahren direkt mein Interesse, da ich von den Büchern der Autorin fast noch nie enttäuscht wurde und sie mich immer wieder mit tollen und spannenden Geschichten für sich gewinnen konnte. Somit habe ich mich auch sehr auf „Blutkristalle“ gefreut und habe auch dabei eine interessante Geschichte vorgefunden.

Mit gerade einmal knapp achtzig Seiten handelt es sich hierbei um einen sogenannten „Thriller für eine Nacht“, wie es so schön vom Verlag beworben wird. Diese achtzig Seiten haben hier allerdings auch vollkommen ausgereicht, denn Poznanski hat es direkt geschafft, über diesen kurzen Zeitraum ausreichend Spannung aufzubauen, um eine packende und interessante Geschichte zu schreiben, in der man das Handeln und die Gedanken eines Stalkers sehr gut und glaubwürdig kennen lernt.

In „Blutkristalle“ geht es um Wolfram, der es sich schon fast zur Lebensaufgabe gemacht hat, Ella von anderen Männern fernzuhalten, denn er ist sich sicher, dass er genau der Richtige für Ella ist und somit sorgt er dafür, dass immer wieder die Männer aus Ellas Leben verschwinden. Als Ella ihren neuen Freund Paul kennen lernt, steht für Wolfram fest, dass er die Beziehung zwischen ihnen beenden muss, in dem er einen Anschlag auf Paul plant. Diesen möchte er während er einer Wanderung aus dem Weg räumen, um Ella endlich für sich zu gewinnen, allerdings muss Wolfram schnell feststellen, dass sich die Wanderung als schwerer herausstellt, als er zunächst angenommen hat.

Die Idee, eine Geschichte aus der Sicht eines Stalkers zu schreiben, gefällt mir insgesamt sehr gut, denn man bekommt hier einen guten und glaubwürdigen Einblick in die doch teilweise sehr kranke Welt von Wolfram, der es auf Ella abgesehen hat. Sein Hass auf andere Männer ist dabei gerade zu erschreckend und es ist erstaunlich, unter welchem Druck ein Stalker dabei auch teilweise ausgesetzt ist.

Obwohl mich „Blutkristalle“an sich packen konnte, war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht, denn das Ende kam viel zu plötzlich und war mir fast schon zu sehr gewollt, denn hier wurde ohne große Erklärungen ein Twist geschaffen, der zwar an sich interessant ist, aber durchaus mehr Zeit gebraucht hätte. Die 80 Seiten haben für den kompletten Verlauf der Geschichte vollkommen gereicht, aber das Ende alleine hätte noch locker zehn Seiten mehr verdient gehabt.

Dennoch konnte mich Ursula Poznanski wieder einmal von sich überzeugen, denn „Blutkristalle“ ist insgesamt eine spannende und packende Geschchte, die mit interessanten Figuren, einem gut ausgewähltem Schauplatz und verstörenden Gedanken eines Stalkers daher kommt. Ich kann die Kurzgeschichte somit nur empfehlen.

Rezension

Eric Lindstrom – Wie ich dich sehe

Kurzbeschreibung
»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!« Das ist Parkers Credo, und sie hat strenge Regeln aufgestellt, wie sie behandelt werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert fürs Laufteam – okay, sie ist blind, aber ihre Beine funktionieren ja. Und sonst hält sie sich die meisten Leute mit Ruppigkeit vom Hals. Bis Scott ihrer Liebe doch noch eine Chance geben will… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
„Wie ich dich sehe“ von Eric Lindstrom befand sich fast fünf Jahre lang ungelesen in meinem Regal, weil ich einige Bedenken hatte, ob mir die Geschichte tatsächlich gefallen könnte. Die Kurzbeschreibung klang zwar ganz nett, allerdings blieb immer ein Restzweifel, sodass ich skeptisch war. Nun habe ich mir endlich einen Ruck gegeben und ich muss sagen, dass ich zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht restlos begeistert bin.

Die Geschichte ist an sich ganz süß und vom Autor toll und flüssig geschrieben, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und die Figuren und deren Gefühle und Gedanken gut kennen lernt. Leider sind es doch auch genau die Figuren, die dafür gesorgt haben, dass ich von der Geschichte nicht gänzlich überzeugt bin und das Buch deswegen letztendlich nur ganz in Ordnung fand.

Parker hat es nicht leicht: Seit einem Unfall ist sie blind, ihre Eltern sind in Abständen zueinander gestorben. Um sie nicht aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen, zieht ihre Tante mit ihrer Familie zu Parker, um sich um sie zu kümmern. Was hier eine nette Geste ist, wird von Parker allerdings als vollkommen selbstverständlich angesehen. Sie weicht ihrer Familie aus und lässt auch in der Schule nur wenige Freundschaften zu, was vor allem an ihren strengen Regeln liegt, denn wer sich an diese nicht hält, hat keinen Platz in ihrem Leben. Parker empfand ich leider sehr oft als unsympathisch und egoistisch. Ihre Freunde sind nur ein nettes Beiwerk, die sich ihre Probleme anhören, aber sobald es anderen schlecht geht, wird es von Parker häufig verdrängt oder sie zieht sich von den Menschen zurück, sodass sie sehr häufig dabei ihre eigenen Regeln bricht, ohne es selbst zu merken.

Dazu ist sie, obwohl sie blind ist, sehr oberflächlich. Sie datet kurzzeitig einen Jungen und fragt ihre Freunde dabei ständig, ob er gut aussehen und welche Schuhe er sogar tragen würde. Gleichzeitig lacht sie ihre beste Freundin öffentlich aus, weil diese gerne Jogginghosen trägt. Über ihre neue Mitschülerin, die sich aufopfernd um sie kümmert, zeigt sie sich verwundert, als sie erfährt, dass sie ein wenig mehr auf die Waage bringt. Für jemanden, der darauf besteht, so akzeptiert zu werden, wie man ist, ist dies meiner Meinung nach harter Tobak und alles andere als sympathisch.

Trotz dieser Kritik ist die Geschichte aber dennoch nicht gänzlich schlecht, denn es ist eigentlich eine ganz süße High School Geschichte, bei der die Themen Liebe, Freundschaft, Ausgrenzung und die Suche nach sich selbst im Vordergrund stehen. Wären die Figuren sympathischer und weniger oberflächlich gewesen, hätte ich sicherlich mehr Spaß an der Geschichte gehabt.

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Jay Kristoff – Stormdancer (Der Lotuskrieg #1)

Da ich die Werke von Jay Kristoff bislang immer mochte und auch ein großer Japan-Fan bin, habe ich bei „Stormdancer“, dem Auftakt der „Lotuskrieg“-Reihe, eine grandiose, wortgewaltige und spannende Geschichte erwartet und wurde doch so bitter enttäuscht, denn hier mochte für mich einfach so gar nichts zusammenpassen, sodass ich das Buch sogar abgebrochen habe.

Dabei hatte man hier alles, um ein Meisterwerk zu schaffen: Ein tolles Setting mit einem Steampunk-Hintergrund, eine auf den ersten Blick starke Heldin und einen Autor, bei dem man weiß, dass er durchaus tolle Bücher schreiben kann. Leider wollte hier der Funke doch gar nicht überspringen, da ich mich im Laufe der Geschichte zunehmends gelangweilt habe und das Gefühl bekam, dass die Geschichte einfach nicht voran geht und auch in jedem anderen Land der Welt hätte spielen können, was doch sehr schade ist.

Allein die ersten 100-150 Seiten leben von unendlich vielen Erklärungen, Aufzählungen und Umschreibungen, die mal mehr, mal weniger relevant sind. Das kann sicherlich interessant sein, allerdings war mir das auf Dauer zu viel des Guten, da ich mir einfach mehr Handlung und mehr Action versprochen habe, als eine Einleitung, die nahezu kein Ende fand und somit sehr holprig und langatmig daher kam.

Gleiches gilt leider auch für die Figuren. Yukiko machte auf mich in der Kurzbeschreibung einen interessanten und starken Eindruck, allerdings verpuffte der im Laufe der Geschichte immer mehr, da es mir an Tiefe und Sympathie gefehlt hat, sodass ich mit ihr leider nicht mitfiebern konnte und immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe.

Somit ist es nur wenig verwunderlich, dass ich das Buch nach etwas mehr als 250 Seiten abgebrochen habe und keinerlei mehr Interesse hatte zu erfahren, wie der erste Band der „Lotuskrieg“-Reihe letztendlich ausgeht.

SUB-Zuwachs

Neuzugänge der Woche

Es ist schon seit längerer Zeit still auf dem Blog, weil ich ehrlich zugeben muss, dass mir teilweise die Motivation und die Kraft gefehlt hat, um regelmäßig zu schreiben. Dies soll sich jedoch wieder ändern und ich möchte wieder deutlich regelmäßiger posten, schließlich haben sich einige gelesene Bücher angesammelt. Den Anfang machen aber erst einmal die Neuzugänge, die sich in den letzten Tagen und Wochen angesammelt haben.

Geschichten zum Thema Selbstfindung sind bei mir immer sehr gerne gesehen und somit durfte auch „In all seinen Farben“ von George Lester auf meinen SUB wandern. Da mich nicht nur das wunderschöne Cover, sondern vor allem auch die Kurzbechreibung überzeugen konnte, bin ich schon sehr gespannt darauf, wie ich Robins Geschichte und Suche nach sich selbst finden werde.

Kurzbeschreibung
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag-Queen-Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Dank der NetGalley-Challenge durfte „Allein durch die Sterne“ von Nika S. Daveron bei mir einziehen. Da mir das Thema sehr sagt und ich zuletzt für meinen Geschmack viel zu wenig Dystopien gelesen habe, bin ich schon sehr gespannt, ob mich die Autorin mit ihrer Geschichte überzeugen kann.

Kurzbeschreibung
Die freiheitsliebende Ariadne tut nur was sie will: Sie versucht sich an Dingen, die ihr Spaß machen und umgibt sich nur mit Leuten, die ihr Freude bereiten – sowie mit ihrer Katze namens Katze. Doch dann sind alle Menschen in ihrer Umgebung von einem Moment auf den anderen verschwunden. Ariadne ist der letzte Mensch auf Erden und völlig allein. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai und auf der anderen Seite der Welt ist… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Bücher, auf denen der Name Jennifer L. Armentrout steht, müssen gekauft werden und somit durfte „Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen“ auch bei mir einziehen. Nicht nur das Cover ist einfach wunderschön, sondern auch die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen, von daher wird die Geschichte rund um Poppy wohl eines meiner nächsten Bücher sein, die dich lesen werde.

Kurzbeschreibung
Poppy ist eine Auserwählte. Wenn sie den Segen der Götter erhält, wird sie die Einzige sein, die ihre Heimat vor dem Angriff des Verfluchten Königreiches retten kann. So will es die Tradition. So will es das Gesetz. Das Leben einer Auserwählten ist einsam. Niemand darf sie ansehen, geschweige denn mit ihr sprechen oder sie berühren. Eines Tages wird der attraktive Hawke – mit den goldenen Augen, dem frechen Grinsen und den provokanten Sprüchen – Poppys Leibwache zugeteilt, und sie merkt, dass es in ihrem Leben so viel mehr geben könnte als nur ihr Amt. Dass sie ein Herz hat, eine Seele und die Sehnsüchte einer ganz normalen jungen Frau. Als an den Landesgrenzen die Schatten der Verfluchten immer drohender werden, muss Poppy sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Da ich auch mal wieder Lust auf eine leichte Liebesgeschichte hatte, durfte auch „Ex Talk – Liebe live auf Sendung“ von Rachel Lynn Solomon bei mir einziehen. Die Geschichte klingt zwar auf den ersten Blick sehr vorhersehbar, allerdings stört mich das bei dem Genre nicht allzu sehr, sodass ich mich auf eine schöne, romantische und humorvolle Geschichte freue.

Kurzbeschreibung
Shay Goldstein arbeitet seit fast zehn Jahren bei ihrem Lieblingsradiosender in Seattle. Aber seit Kurzem gerät sie immer wieder mit ihrem neuesten Kollegen aneinander, Dominic Yun, der meint, alles besser zu wissen. Als sie ihrem Boss ein Konzept für eine Talkshow vorschlägt, ist der begeistert. In ›Ex Talk›‹ soll ein ehemaliges Paar miteinander plaudern und Beziehungstipps geben. Nur kommt ihr Boss dann auf die wirklich blöde Idee, Shay und Dominic als dieses Ex-Paar auszugeben. Die Hörer lieben Shay und Dom. Und Shay und Dom verlieben sich ineinander. Doch wie können sie ein Paar sein, wenn sie für die Öffentlichkeit ein Ex-Paar sind? Ein Versuch, die Sache aufzuklären, endet jedenfalls nicht nur mit dem Rausschmiss von Shay. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Eine leichte und romantische Lektüre erwarte ich auch bei „Dich hab ich nicht kommen sehen“ von Nina Resinek. Hier hat mich nicht nur das wunderschöne Cover angesprochen, sndern vor allem auch die Kurzbeschreibung, die nach einer interessanten, humorvollen und romantischen Geschichte klingt. Ich bin schon sehr gespannt, wie mir Maris neues Leben in ihrer Berliner Wohnung gefallen wird.

Kurzbeschreibung
Der erste Tag in der neuen Berliner Wohnung fängt für Mari Thaler nicht gut an: Der unrasierte Typ, dem sie aus Versehen ihre Wohnungstür in den Rücken gerammt hat, ist ausgerechnet der Bruder ihrer Vermieterin. Und Mari hat ein paar ziemlich peinliche Dinge zu ihm gesagt. Zu allem Überfluss zittern ihr bei Leos Anblick auch noch die Knie. In seiner Gegenwart ist ihre kostbare Selbstdisziplin futsch. Hoffentlich hat er’s nicht bemerkt! Zum Glück wird sie ihn ja eh nie wiedersehen, denkt sie. Doch ihre herzliche Vermieterin Alexandra schließt Mari in ihr Herz – und so läuft sie Leo ständig über den Weg. Aber der ist auf einmal seltsam abweisend… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Ein Buch, das schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand und dankenswerterweise vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt wurde, ist „All that’s left“ von Sarah Raich. In dieser Dystopie geht es nicht nur um jede Menge actionreiche Momente, sondern vor allem auch um Feminismus und dem Klimawandel, was für mich eine interessante Mischung ergibt. Somit erhoffe ich mir auch ein paar spannende Lesestunden.

Kurzbeschreibung
Unerträgliche Hitze, gewaltige Orkane und tödliche Seuchen haben die Erde im Jahr 2059 beinahe unbewohnbar gemacht. Vor all dem ist die 15-jährige Mariana im Haus ihrer Eltern in München sicher – doch sie ist ganz allein und kurz davor aufzugeben. Das ändert sich, als der gleichaltrige Ali bei ihr einbricht. Er reißt sie aus ihrer Verzweiflung und die beiden werden Freunde. Ali will jedoch nicht bleiben. Er erträgt die abgeschlossene Welt im Haus nicht und will weitere Überlebende suchen. Eines Morgens ist er verschwunden, und Mariana fasst einen tollkühnen Plan: Sie wird Ali in die feindliche Außenwelt folgen, zu Fuß über die Alpen.. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Rezension

Renate Bergmann – Fertig ist die Laube

Kurzbeschreibung
»Letzten Sommer sind Gertrud und ich unter die Laubenpieper gegangen. Der Gunter Herbst, Gertruds Lebensgefährte, musste nämlich unters Messer. Und da ihm seine Kohlrabi und Tomaten so sehr am Herzen liegen, haben wir uns derweil um seine Parzelle in der Kolonie ‚Abendfrieden‘ gekümmert. Aber herrje, so ein Garten ist ja niemals fertig! Wenn Se hinten gejätet haben, sprießt vorne schon wieder das Unkraut. Trotzdem haben wir bei der Wahl zum schönsten Garten der Kolonie den zweiten Platz gemacht! Für den ersten Platz hat es nicht gereicht, wissen Se, die Schlehdorn von Parzelle 6 hatte uns eine hübsche Topfpflanze ins Gewächshaus gestellt, und dann hätte der Günter Habicht beinahe wegen Hanfanbau die Polizei gerufen, denken Se sich das nur! Aber ein zweiter Platz ist ja auch schön.« ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich bereits einige Bücher von dem Online-Phänomen Renate Bergmann gelesen habe und von den Büchern auch häufig gut unterhalten wurde, war ich schon sehr gespannt auf „Fertig ist die Laube“, bei dem die rüstige Renterin sich im Schrebergarten nützlich macht und sich um den Garten eines Freundes kümmert, der aufgrund einer Operation verhindert ist. Leider empfand ich das Buch jedoch nicht so gelungen, wie die anderen Werke, sodass ich letztendlich ein wenig enttäuscht bin.

Renate Bergmann ist das Pseudonym von Torsten Rohde, der regelmäßig die neuesten Abenteuer von der Rentnerin auf Papier bringt. „Fertig ist die Laube“ liest sich dabei leicht und flüssig, ist an sich auch unterhaltsam, allerdings hat mir dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Manche Anekdoten empfand ich leider als sehr flach und wenig kreativ, sodass ich insgesamt schon bessere Bücher von der Online-Omi gelesen habe.

Das Thema Gärtnern an sich ist interessant und es gibt tatsächlich den ein oder anderen guten Tipp, allerdings empfand ich alle weiteren kleinen Anekdoten, wie z.B. das Verhalten auf Hochzeiten oder auch, wie man sein Gewürzregal sortiert, als sehr uninspiriert und erschreckend unlustig, teilweise sogar unsympathisch, was man bislang von der Online-Omi nicht gewohnt war. Beim Lesen fühlte es sich teilweise sogar so an, als sei bei Renate Bergmann die Luft raus, was doch sehr schade ist.

Dennoch ist hier nicht alles so schlecht, wie es auf dem ersten Blick klingt, denn mit „Fertig ist die Laube“ hat man die richtige Jahreszeit zur Veröffentlichung gewählt, sodass man hier tatsächlich gute Einblicke in das Thema Garten und Gemüseanbau erhält und manche Tipps direkt umsetzen kann. Man kann also durchaus auch gute Dinge aus dem Buch mitnehmen, nur leider hat es mich nicht so sehr begeistert, wie die Werke zuvor.

Kurz gesagt: „Fertig ist die Laube“ bietet zwar hin und wieder einige humorvolle Momente und interessante Tipps, allerdings wollte der Funke bei mir nicht komplett überspringen, da mir die Geschichte oft zu flach und unkreativ war. Somit ist es für mich das bislang schlechteste Buch über die Online-Omi, da ich mir mehr erhofft habe.

Rezension

Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte

Kurzbeschreibung
Mama und Papa brauchen ein romantisches Wochenende. Tiffany findet das komisch, sie hat so was noch nie gebraucht. Max auch nicht. Ihre Schwester Luisa ist aber schon 17 und möchte mit ihrem Freund Justin ebenfalls ein romantisches Wochenende verbringen. Darum will Papa ein heikles Gespräch führen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ und „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ von Marc-Uwe Kling gehört habe und dabei bereits die chaotische und liebenswerte Familie kennenlernen durfte, habe ich mich schon sehr auf den Nachfolger „Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte“ gefreut.

Hierbei wird dieses Mal ein deutlich ernsteres Thema aufgesprochen, denn Luisa, die älteste Tochter der Familie, wird von ihrem Vater aufgeklärt, bei dem nicht nur die gesamte Familie dabei ist, sondern auch noch nebenbei der Nachbar und Luisas Freund dabei sind.

Die Geschichte wird dabei wie immer vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine halbe Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht allzu schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten hat und zum Schmunzeln bringen konnte.

Dabei setzt Marc-Uwe Kling wieder einmal auf seinen altbewährten Humor, der zwar teilweise sehr überspitzt ist, aber dennoch durchaus zu unterhalten weiß. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch tatsächlich aufklärend und zeigt teilweise auch auf, wie unbeholfen manche Eltern doch im Umgang mit ihren Kindern sind, wenn es um Aufklärung und Sexualität geht. Von daher empfinde ich die Reaktion von Luisa, aber auch von ihren Eltern als sehr gelungen.

Somit ist „Der Tag, an dem Papa ein heilkes Gespräch führen wollte“ ein sehr unterhaltsames, gut aufklärendes und toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!

Weitere Geschichten über die liebenswerte Familie
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat
Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

Rezension

Sarah Andersen – Fangs: Voll verbissen

Kurzbeschreibung
Elsie – Vamp für ihre Freunde – ist dreihundert Jahre alt. Aber in all dieser Zeit konnte sie niemanden finden, der wirklich zu ihr passt. Bis sie eines Nachts Jimmy trifft. Jimmy hat einen grufttrockenen Humor, liebt ausgedehnte Spaziergänge bei Vollmond und mag sein Steak triefend blutig – Jimmy ist ein Werwolf. Ob beim gemeinsamen Lachen über schnulzige Vampirromane oder beim Candlelight-Dinner (natürlich ohne Knoblauch): Mit einem Partner, der für Vamps kleine, aber auch ihre monströsen Eigenheiten Verständnis aufbringt und sie sogar liebt, lässt sich die Ewigkeit aushalten. Sarah Andersen, deren Webcomic-Serie »Sarah’s Scribbles« Fans auf der ganzen Welt hat, stellt die uralte Frage, wie eine Beziehungskiste zwischen Vampir und Werwolf wirklich aussieht. Und liefert mit »Fangs« eine Antwort, die zugleich abgrundtief komisch und überraschend romantisch ist. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Ich mag Vampir-Geschichten und ich mag Graphic Novels – somit stand für mich schnell fest, dass ich Sarah Andersens hochgelobtes Werk „Fangs: Voll verbissen“ unbedingt eine Chance geben wollte und ich wurde nicht enttäuscht, denn Sarah Andersen hat hier nicht nur eine unterhaltsame Liebesgeschichte geschaffen, sondern vor allem eine Geschichte, die mit Vorurteilen aufräumt, Grenzen überschreitet und aufzeigt, dass Liebe vieles möglich macht.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Elsie, einem dreihundert Jahre alten Vampir und dem Werwolf Jimmy. Sie lernen sich eher spontan kennen und merken schnell, dass sie trotz aller Unterschiede gut zusammenpassen und trotz der vielen Hindernisse, die das Leben für sie bereit hält, ein tolles Paar abgeben. Gezeigt werden Elsie und Jimmy dabei ausschließlich in Alltagssituationen.

In den vielen Momenten, die Sarah Andersen hier festhält, geht es nicht nur um die typischen Eigenschaften, die man über Vampire und Werwölfe kennt, sondern die beiden Fabelwesen werden auch ordentlich auf die Schippe genommen. So findet Elsie nicht nur Knoblauch und Tageslicht furchtbar, sondern auch „Twilight“ von Stephenie Meyer, was doch insgesamt sehr sympathisch und humorvoll in den Illustrationen dargestellt wird. Auch Jimmy hat sein Päckchen als Werwolf zu tragen, denn dieser kann nicht nur keine Fotos mit seiner Partnerin machen, sondern er wird auch ordentlich auf die Schippe genommen, wenn er sich zum Werwolf verwandelt und von Elsie als Schoßhündchen gehalten wird.

Die Illustrationen sind allesamt in Schwarzweiß gehalten, sehr detailt und einfach schön anzusehen. Dabei liegt der Fokus grundsätzlich auf Elsie und Jimmy. Die Dialoge sind zwar teilweise sehr oberflächlich, aber immer sarkastisch und manchmal sogar mit bitterbösem Humor versehen, was jedoch umso unterhaltsamer ist, wenn man in vielen Situationen sieht, dass so mancher Gedanke teilweise ohne Rücksicht auf Gefühle herausposaunt wird.

Kurz gesagt: „Fangs: Voll verbissen“ ist insgesamt eine humorvolle, sarkastische, teilweise klischeehafte, aber auch durchaus romantische Graphic Novel, die mit tollen Illustrationen und Dialogen zu begeistern weiß. Dies wird sicherlich nicht mein letztes Werk von Sarah Andersen gewesen sein.