Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen] Elizabeth Jane Howard – Die Jahre der Leichtigkeit (Cazalat #1)

Bücher abzubrechen ist leider nie schön, besonders wenn diese am Anfang wirklich vielversprechend geklungen haben. Da „Die Jahre der Leichtigkeit“, der erste Band der „Cazalat“-Chroniken, häufiger mit der Erfolgsserie „Downtown Abbey“ verglichen wurde, hatte ich besonders hohe Erwartungen an die Geschichte und wurde doch sehr enttäuscht, sodass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

Das Problem ist hierbei nicht nur der etwas holprige und langatmige Schreibstil, sondern auch die zu vielen Personen. Zwar gibt es hierbei direkt einen Stammbau mit dabei, um sich besser orientieren zu können, allerdings hatte ich immer wieder meine Probleme, sämtliche Charaktere auseinanderzuhalten, was meiner Meinung nach ein absolutes No Go ist, da man sich so weder mit den Figuren anfreunden, noch sich in ihre Situationen und ihr Handeln hineinversetzen konnte. Dadurch blieben sie für mich nicht nur fremd und unnahbar, sondern ich habe auch immer mehr das Interesse an ihnen verloren.

Dies ist sehr schade, denn die Geschichte klang zunächst wirklich vielversprechend und hätte auch durchaus ein Pageturner sein können, allerdings war die Geschichte meiner Meinung nach leider viel zu holprig und es machte auf mich den Eindruck, als wäre es nur eine Aneinanderreihung von Szenen, statt ein wirklicher Roman.

Somit konnte mich „Die Jahre der Leichtigkeit“ leider nicht überzeugen, sodass ich das Buch abgebrochen nach knapp dreihundert Seiten abgebrochen habe.

(Die Rechte am Buchcover liegen beim jeweiligen Verlag)

Rezension

Matt Haig – Wie man die Zeit anhält

Kurzbeschreibung
Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll.
Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich die Bücher von Matt Haig bislang immer sehr gerne gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk „Wie man die Zeit anhält“, welches ich als Audiobook gehört habe. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen enorm hoch und ich wurde diesbezüglich zum Glück nicht enttäuscht.

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um eine ungekürzte Lesung, die insgesamt eine Laufzeit von 571 Minuten, also knapp neuneinhalb Stunden, besitzt. Gelesen wird das Buch von Schauspieler Christoph Maria Herbst, der u.a. für seine Rolle in „Stromberg“ bekannt wurde. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Herbst, hier hat er mir als Sprecher jedoch sehr gut gefallen, da er Tom Hazard und alle anderen Figuren mehr als gut verkörpert hat.

Interessant ist hierbei der Aufbau des Romans, denn „Wie man die Zeit anhält“ liest sich wie eine Zeitreise, die mich von der ersten Minute an in den Bann ziehen konnte. Erzählt wird dabei die Geschichte von Tom Hazard, einem Geschichtslehrer, der zwar wie Anfang vierzig aussieht, aber bereits über 400 Jahre auf dem Buckel hat und somit schon einiges auf der Welt gesehen hat. Besonders interessant ist dabei nicht nur, dass er im Laufe der Jahre einige Persönlichkeiten wie William Shakespeare treffen durfte, sondern vor allem, wie er die Entwicklung der Menschheit betrachtet, deren Handeln, aber auch oftmals das eigene Handeln anzweifelt und hinterfragt.

Gleichzeitig geht es hierbei auch um die sogenannte Albatros-Gesellschaft, der Menschen angehören, die ebenfalls wie Tom sind und nur sehr langsam altern und somit immer wieder eine andere Identität annehmen müssen. Dass hierbei allerdings nicht alles Gold ist was glänzt, stellt Tom immer mehr fest und hinterfragt somit auch das System der Gesellschaft, was einige besonders interessante Fragen aufwirft.

„Wie man die Zeit anhält“ wird trotz der Melancholie und vielen Hinterfragungen unterhaltsam und spannend präsentiert und ich wollte somit immer mehr über Tom und dessen Vergangenheit und Ansichten erfahren.

Das Cover ist nicht nur besonders hübsch anzusehen, sondern passt auch hervorragend zur Thematik, da die Zeit hier bestens präsentiert wird. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich „Wie man die Zeit anhält“ unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: Matt Haig hat es wieder einmal geschafft, mich voll und ganz zu begeistern. Mit Tom wurde nicht nur ein interessanter und sympathischer Charakter geschaffen, sondern gibt auch immer wieder Denkanstöße zur heutigen Gesellschaft, was mir besonders gefallen hat. Da mich auch Christoph Maria Herbst als Sprecher überzeugen konnte, ist „Wie man die Zeit anhält“ ein rundum gelungenes Hörbuch.

Rezension

[Kurzrezension] Jason Rekulak – Billy Marvins Wunderjahre

Kurzbeschreibung
Es ist der Mai des Jahres 1987, und vom Cover des Playboy lächelt Vanna White. Im amerikanischen Fernsehen dreht sie das „Glücksrad“, und bei 14-jährigen Jungs wie Billy, Alf und Clark drehen bei ihrem Anblick die Hormone durch. Wenn es den dreien gelänge, eine Ausgabe des Magazins zu ergattern, könnte das ihr ganzes Leben verändern. Für immer. Auf legalem Weg ist die Zeitschrift für sie unerreichbar, also schmieden sie einen genialen Plan. Sie ahnen nicht, welche Gefahren, Gegner und Abfalltonnen ihnen im Weg stehen – und wie ein Mädchen namens Mary tatsächlich Billys ganzes Leben verändern könnte. Für immer. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Als Kind der achtziger Jahre hat mich „Billy Marvins Wunderjahre“ von Jason Rekulak direkt angesprochen, sodass ich doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte hatte. Hierbei wurde ich zum Glück nicht enttäuscht, denn die Geschichte ist nicht nur eine tolle Zeitreise in die achtziger Jahre, sondern besticht auch mit tollen Figuren und einem tollen Schreibstil.

Jason Rekulak besitzt einen angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und dazu auch eine gute Portion Humor besitzt. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, größtenteils sympathisch und auch die Dialoge wirken alles andere als holprig, sodass man hier eine interessante und gut durchdachte Geschichte erhält.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von den besten Freunden Billy, Alf und Clark, die ihr Teenagerleben im Jahr 1987 vollends auskosten und für die Glücksrad-Fee Vanna White schwärmen. Diese hat sich gerade erst für den Playboy ausgezogen, was die drei Freunde dazu bewegt, unbedingt ein Exemplar von diesem zu kaufen, was jedoch gar nicht so leicht ist, da sie alle noch minderjährig sind. Bei einem weiteren Versuch an eine Ausgabe des Heftes zu kommen, trifft Billy auf Mary, die ihn direkt in den Bann zieht, womit der Playboy für ihn immer mehr in den Hintergrund gerät und Mary zunehmends eine Rolle in seinem Leben spielt, sodass er mit ihr die erste große Liebe erlebt.

Die Covergestaltung ist zwar schlicht, besticht allerdings mit tollen Pastellfarben, sodass es hierbei absolut nichts zu bemängeln gibt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die ebenfalls direkt mein Interesse wecken konnte.

Kurz gesagt: „Billy Marvins Wunderjahre“ ist insgesamt eine tolle Reise zurück in die achtziger Jahre, die nicht nur mit interessanten und vielseitigen Figuren und einer kleinen Liebesgeschichte zu begeistern weiß, sondern auch gleichzeitig bestens das Gefühl der Achtziger widerspiegelt.

Rezension

Lorenzo Licalzi – Signor Rinaldi kratzt die Kurve

Kurzbeschreibung
Pietro Rinaldi ist achtzig Jahre alt und hat lange genug gelebt, findet er, während er Penne all’arrabbiata isst und darüber nachsinnt, wie viel mehr Trost doch in Büchern liegt als in den Menschen. Da platzt sein 15-jähriger Enkel in seine Welt und wagt es, der chronischen Übellaunigkeit seines Großvaters Paroli zu bieten. Gemeinsam mit Sid, einer furchterregenden Kreuzung aus Bernhardiner und Neufundländer, machen sie sich auf zu einem Abenteuer „on the road“ voller Umwege und Abschweifungen, Begegnungen mit alten Lieben und neuen Bekanntschaften. Denn gerade dann, wenn du glaubst, alles gesehen zu haben, gelingt es dem Leben, dich noch einmal richtig zu überraschen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits nur Gutes über „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ gehört habe und zudem die Bücher aus dem Eisele Verlag sehr gerne lese, wollte ich auch dieser Geschichte eine Chance geben und hatte doch recht hohe Erwartungen. Zum Glück wurde ich hierbei nicht enttäuscht, denn Lorenzo Licalzi hat einen wunderbaren Roman geschaffen, der mir sehr gefallen hat.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und bringt den so typischen italienischen Lebensstil mit sich, den ich so gerne mag, einfach toll rüber, sodass ich nur so durch die Geschichte geflogen bin und den Roadtrip von Pietro Rinaldi und seinem Enkel Diego sehr genossen habe.

Erzählt wird hierbei die Geschichte des 80-jährigen Pietro erzählt, der gerade erst Geburtstag hatte und nicht mehr sonderlich große Lust auf das Leben hat, und seinem Enkel, dem 15-jährigen Diego. Während Diego eigentlich kurzerhand sein Leben beenden wollte, taucht ausgerechnet seine Tochter auf, die ihn bittet, auf ihren Sohn aufzupassen, damit sie und ihr Mann zu einer Beerdigung fahren können.

Pietro, der eher der Eigenbrödler ist und eigentlich mit niemanden etwas großartig zu tun haben möchte, ist von der Idee alles andere als begeistert und muss sich somit wohl oder übel mit Diego und dessen Hund Sid anfreunden. Diego ist jedoch sehr abenteuerlustig und somit begibt er sich mit seinem Großvater spontan auf einen Roadtrip durch Italien, der für beide zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und Pietro aufzeigt, dass das Leben doch noch lebenswert ist.

Die Geschichte ist hierbei aufgrund des Roadtrips nicht nur wahnsinnig interessant und ereignisreich, sondern überzeugt besonders mit der schnodderigen Art von Pietro, an die man sich zwar erst einmal gewöhnen muss, den alten Mann jedoch dennoch schnell ins Herz schließen kann.

Die Covergestaltung passt nahezu perfekt zur Geschichte und besticht zusätzlich mit dem Rahmen, der die italienische Flagge darstellen soll. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt überzeugen, sodass ich der Geschichte nur allzu gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ ist insgesamt ein unterhaltsamer, melancholischer, aber auch ereignisreicher Roman, der mit liebenswerten Figuren und einem gut ausgearbeiteten Schreibstil daher kommt. Ich bin begeistert und kann das Buch nur empfehlen!

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Melissa Broder – Fische

„Fische“ von Melissa Broder gehörte zu den Büchern, die ich unbedingt lesen wollte, da die Geschichte zwar skurril, aber dennoch interessant klang. Meine Erwartungen waren somit enorm hoch, allerdings wurde ich letztendlich doch schwer enttäuscht, sodass ich das Buch sogar leider vollkommen genervt abgebrochen habe.

Dabei hat „Fische“ tatsächlich sehr gute Ansätze, die vielversprechend waren und einen recht klaren und flotten Schreibstil. Das Problem ist jedoch, dass die Umsetzung leider viel zu häufig vollkommen überzogen und anstrengend ist und in meinen Augen kein roter Faden vorhanden ist, sodass mir das Buch absolut keinen Spaß gemacht hat.

Ebenfalls anstrengend ist die Protagonistin, denn mit Lucy wurde ich leider nie wirklich warm, fand sie zum Teil unausstehlich und konnte mich auf sie und ihren Lebensstil leider nicht einlassen, sodass mich ihre Geschichte weder berühren, noch großartig ansprechen konnte.

Da ich mich leider immer mehr dabei ertappt habe, wie ich nur noch die Augen verdreht habe und letztendlich nur noch hier und da quer gelesen habe, habe ich mich dazu entschieden, das Buch nach etwas mehr als 70 Prozent abzubrechen. Manchmal soll es einfach nicht sein.

Rezension

Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Kurzbeschreibung
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich über „Die Farbe von Milch“ bislang ausschließlich nur positive Bewertungen gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie mir die Geschichte gefallen wird. Letztendlich muss ich sagen, dass ich die positiven Bewertungen voll und ganz verstehen kann, denn „Die Farbe von Milch“ ist eine ereignisreiche, schonungslose und nachdenklich stimmende Geschichte, die mich so schnell nicht loslassen wird.

Nell Leyshon hat hierbei einen Roman geschrieben, der sich trotz seiner gewissen Schwere flüssig lesen lässt, aber auch zum Nachdenken anregt, berührt und für so manches Kopfschütteln, aber auch Lächeln sorgt. Die Figuren, allen voran Mary, sind gut ausgearbeitet, man lernt diese ausreichend kennen und auch die Dialoge lesen sich gut, ohne holprig zu wirken.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Mary, einem jungen Teenager. Sie war bislang immer recht harte Arbeit gewohnt und abreitete auf dem Bauernhof ihrer Eltern. Im Alter von fünfzehn Jahren verlässt sie jedoch den elterlichen Bauernhof und beginnt bei dem Dorfpfarrer und dessen Ehefrau zu arbeiten, die schwer erkrankt ist. Dabei lernt Mary nicht nur sehr viel über sich selbst, sondern lernt auch eine Welt außerhalb des elterlichen Bauernhofs kennen, die für das Mädchen einiges bereit hält.

Hierbei lernt man Mary über ein Jahr hinweg auf beeindruckende Art und Weise kennen und ich habe ihren Weg gerne mitverfolgt. Obwohl die Geschichte gerade einmal knapp zweihundert Seiten lang ist, wirkt die Geschichte insgesamt sehr lebendig, intelligent und konnte mich durchweg überzeugen.

Das Cover ist hübsch anzusehen und besticht mit tollen Ranken und Pflanzen, die das Cover abrunden. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und stimmig und machte direkt Lust auf mehr, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Die Farbe von Milch“ ist insgesamt eine schonungslose, mitfühlende und rundum gelungene Geschichte, die mit einer starken Protagonistin und einem starken Schreibstil überzeugen kann. Ich kann die Geschichte somit nur wärmstens empfehlen.

Rezension

Roger Smith – Mann am Boden

Kurzbeschreibung
Tucson, Arizona. Eine dreiköpfige Familie wird in ihrem eigenen Haus überfallen und als Geisel gehalten. Doch schnell offenbart sich, dass der Vater ein doppeltes Spiel spielt. Wer sind die wahren Täter und wer die Opfer?

Zehn Jahre ist es her, seit John Turner und seine Frau ihre Zelte in Südafrika abbrachen, um gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy in den USA ein neues Leben aufzubauen. Als drei Männer in ihr Haus in Arizona eindringen und sie als Geiseln nehmen, zerbricht das familiäre Idyll. Langsam kommen die Schatten aus Turners Vergangenheit ans Licht. Warum verließ die Familie ihre Heimat Johannesburg so überstürzt? Roger Smith, der härteste Krimiautor Südafrikas, erzählt in rasantem Tempo von Vertrauen, Korruption und den Fehlern der Vergangenheit, die jeden von uns zwangsläufig einholen. Und er beweist: Unschuldige gibt es in dieser Welt nicht. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Meine Meinung
Da ich leider noch nicht allzu viele Bücher von Roger Smith gelesen habe, der Autor mir allerdings bislang immer gefallen hat, habe ich mich schon sehr auf ein neuestes Werk „Mann am Boden“ gefreut, welches nach einer spannenden Geschichte klang. Letztendlich muss ich sagen, dass mich der Autor bei diesem Werk nicht enttäuscht hat.

Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, aber auch oftmals salopp und sehr brutal, sodass die ein oder andere Schilderung sicherlich nicht für jedermann geeignet ist. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, Dialoge lesen sich gut und auch sonst macht die Geschichte insgesamt einen guten Eindruck.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von John Turner und seiner Familie, die aus seiner Ehefrau Tanya und seiner Tochter Lucy besteht. Diese leben mittlerweile in den Vereinigten Staaten in Arizona, wo sie ein neues Leben angefangen haben, nachdem sie zuvor in Südafrika gelebt haben. Dass die Familie jedoch auch in Arizona nicht zur Ruhe kommt, wird schnell klar, denn sowohl John als auch Tanya können ihre Vergangenheit nicht vergessen, sodass es zu einem großen Eklat kommt, als drei Einbrecher in ihr Haus eindringen und die Familie als Gefangene nehmen…

Die Geschichte ist dabei äußerst brutal und beschäftigt sich auch intensiv mit Gewaltszenen, sodass es stellenweise schon fast eine Qual ist, die Figuren leiden zu sehen. Zwar ist die Geschichte dadurch nicht schlecht, sondern noch umso spannender, allerdings musste ich auch für mich feststellen, dass ich nach besonders harten Szenen das Buch mehrfach zur Seite legen musste. Dennoch ist die Geschichte durchweg spannend, somit sie innerhalb kürzester Zeit ausgelesen war.

Die Covergestaltung ist zwar schlicht, passt aber dennoch hervorragend zur Geschichte und zum fast schon typischen Stil des Tropen Verlages, sodass das Cover insgesamt gut gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung liest sich gut und konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: Obwohl „Mann am Boden“ aufgrund seiner oftmals viel zu brutalen Szenen sicherlich nicht jedermanns Sache sein dürfte, kann Roger Smith dennoch mit interessanten Figuren, spannenden Szenen und einem packenden Schreibstil punkten, sodass ich die Geschichte nur empfehlen kann.

Bücher allgemein

SUB am Samstag #172

„SUB am Samstag“ ist eine Aktion, die von der ehemaligen „Frau Hauptsachebunt“ ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die sich auf dem SUB befinden.

Da mir bereits „Fallende Stadt“, der erste Band der „Chroniken der Fallenden Stadt“-Reihe, gut gefallen hat, freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band „Flammendes Land“, der in der letzten Woche bei mir eingezogen ist. Hier erhoffe ich mir eine spannende und gut weitergeführte Geschichte mit tollen Weiterentwicklungen.

Kurzbeschreibung
Morgan und ihre Gefährten sind dem Stadtstaat Internment entkommen – und erleben endlich selbst, wie das Leben auf der Erde unter ihrer schwebenden Insel abläuft. Morgan ist fasziniert von den neuen Möglichkeiten. Doch das Land befindet sich im Krieg – im Kampf mit dem Nachbarn um einen unschätzbaren Rohstoff. Der herrschende König hält dabei ein wachsames Auge auf Internment. Morgan gerät unversehens zwischen die Fronten, denn sie verbirgt ein brisantes Geheimnis… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Jennifer L. Armentrout gehört bereits seit Jahren mit zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, von daher ist ihr neuestes Werk „Und wenn es kein Morgen gibt“ für mich ein absolutes Muss. Da ich mich schon sehr auf die Geschichte freue, wird das Buch wahrscheinlich nicht allzu lange auf dem SUB verweilen.

Kurzbeschreibung
Lena liebt Sebastian aus ganzem Herzen. Aber liebt Sebastian sie zurück? Die beiden sind zwar beste Freunde, doch mehr wird daraus nicht werden, glaubt Lena. Als sie Sebastian endlich die Wahrheit gesteht, schlägt das Schicksal zu: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Lena muss jetzt kämpfen – gegen die Schuld und für die Liebe mit Sebastian… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)
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Ganz frisch auf dem SUB befindet sich „Der Kult“ von Marlon James. Ich habe habe das Buch bereits vor einigen Monaten in den Verlagsvorschauen entdeckt und direkt vorbestellt, sodass ich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte habe. Mal sehen, ob mich diese letztendlich überzeugen kann.

Kurzbeschreibung
Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Rezension

Tanja Janz – Strandrosensommer

Kurzbeschreibung
Pfahlbauten, kilometerweiter weißer Sandstrand, blühende Strandrosen und das Rauschen vom Meer – fast hätte Inga vergessen, wie schön es in St. Peter-Ording ist. Nachdem ihr Freund sich zur Selbstfindung nach Indien aus dem Staub gemacht hat, ist Inga ebenfalls reif für eine Auszeit. Sie besucht Tante Ditte, die auf einem wunderschönen alten Pferdehof an der nordfriesischen Küste lebt. Doch Inga macht eine böse Überraschung, denn der Hof steht kurz vor der Pleite. Der einzige Ausweg scheint eine zündende Geschäftsidee oder ein mittelgroßes finanzielles Wunder zu sein. Inga krempelt die Ärmel hoch – und das Glück ist mit den Fleißigen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da mir die Bücher von Tanja Janz bislang immer sehr gefallen haben, habe ich mich schon sehr auf ihr neuestes Werk „Strandrosensommer“ gefreut, von dem ich mir sehr viel versprochen habe. Letztendlich wurde ich auch nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder einmal mit vielen tollen Ideen überzeugen, sodass ich das Buch sehr gerne gelesen habe.

Tanja Janz hat es dabei geschafft, mich auf nahezu jeder Seite gut zu unterhalten, denn die Geschichte wird nicht nur sehr kurzweilig erzählt, sondern konnte mich auch mit humorvollen Momenten und liebenswerten Figuren begeistern. Dabei verwendet die Autorin zwar eine recht simple Sprache, allerdings hat mich dies aufgrund des Genres absolut nicht gestört. Dazu sind die Figuren gut ausgearbeitet. Hier lernt man nicht nur Figuren kennen, die sich hauptsächlich für die neuesten Klamotten oder den teuersten Lippenstift interessieren, sondern starke Frauen, die authentisch und sympathisch sind und wissen, worauf es im Leben ankommt.

Erzählt wird dieses Mal die Geschichte von Inga, die schon viel zu lange nicht mehr in St. Peter-Ording war und nun, nachdem sie von ihrem Freund verlassen wurde, mal wieder ihre Tante Ditte besuchen möchte, die einen Pferdehof besitzt. Inga muss jedoch schnell feststellen, dass der Hof schon seine besten Zeiten hinter sich hat und kurz vor der großen Pleite steht. Inga möchte das Schicksal des Hofs jedoch nicht akzeptieren und somit sammelt sie schnell einige Ideen, wie man den Hof retten könnte. Dabei erhält sie nicht nur Unterstützung, sondern erlebt auch eine kleine Romanze, die das Herz höher schlagen lässt…

Zugegeben: Hier und da gibt es einige Momente, die doch sehr vorhersehbar sind, sodass das Buch nur mit sehr wenigen Überraschungen bestückt ist. Dies hat mir jedoch nur wenig ausgemacht, da die Figuren einfach sehr viel ausgleichen, denn diese sind allesamt sehr interessant und ich konnte besonders Inga ins Herz schließen, da sie nicht nur nicht auf den Mund gefallen ist, sondern auch keinerlei Probleme damit hat, neue Dinge im Leben auszuprobieren und neue Ziele zu verfolgen. Aber auch andere Figuren, wie z.B. Tante Ditte, die oftmals das Gegenteil ihrer Nichte ist, ist sehr sympathisch und jemand, den man einfach gerne um sich haben möchte.

Das Cover passt perfekt zum Genre und versetzt den Leser in Urlaubsstimmung. Das Meer, der Strand, der VW-Bus und das Haus harmonieren sehr gut miteinander, sodass das Cover für mich jetzt schon ein Eyecatcher ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf eine angenehme und unterhaltsame Sommergeschichte eingestimmt.

Insgesamt konnte mich „Strandrosensommer“ mit sympathischen Figuren, wunderschön beschriebenen Landschaften und einem tollen Humor begeistern, sodass ich gerne nach St. Peter-Ording zurückgekehrt bin. Wer bereits diverse Romane u.a. von Dora Heldt mochte, wird hierbei ebenfalls großen Lesepaß vorfinden. Ich kann es nur empfehlen.

Bücher allgemein

Geplante Bücher im Mai 2018

Nachdem ich im April wieder einige Bücher gelesen habe, die nicht auf meiner Leseliste standen, bin ich in diesem Monat wieder deutlich motivierter, diese Liste endlich mal richtig abzuarbeiten. Im Mai möchte ich besonders mal wieder mehr für die LYX-Challenge tun und somit das ein oder andere Buch aus dem LYX-Stapel befreien. Dazu sollen endlich mal wieder ein paar Bücher für die Henyne-Challenge gelesen werden, auf die ich mich bereits sehr freue.

Laurelin McGee – Mr. Undateable (Miss Match #1)
Laurelin McGee – Miss Taken (Miss Match #1.5)
Sofie Cramer – Sternschnuppengeflüster
Sabine Thiesler – Zeckenbiss
Brandon Sanderson – Calamity (Reckoners #3)

Jennifer L. Armentrout – Und wenn es kein Morgen gibt
Ava Reed – Die Stille meiner Worte
Cole Gibsen – Written on my Heart
Jennifer L. Armentrout – Deadly Ever After
Bianca Iosivoni – Die letzte erste Nacht (Firsts #3)

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)