Rezension

Cecelia Ahern – Der Ghostwriter


Kurzbeschreibung
Herman Banks hat es vom armen Farmersjungen zum Multimillionär gebracht. Nur ein Wunsch treibt ihn noch um: Er möchte ein Buch schreiben, den großen, vollendeten Roman – und bezieht deshalb mit seiner jungen Frau das abgelegene Anwesen eines verstorbenen Autors in Südengland. Doch statt Inspiration zu finden, gerät Herman in eine mächtige Schreibblockade. Bis er im Zimmer mit der Kollektion alter Schreibmaschinen etwas Unheimliches vorfindet… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl Cecelia Ahern mit zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, habe ich in letzter Zeit doch relativ wenig von ihr gelesen. Da sich das schnellstens ändern sollte, habe ich ein paar ungelesene Bücher von ihr aus dem Regal geholt und somit auch endlich „Der Ghostwriter“ eine Chance gegeben.

Der Schreibstil ist mal wieder typisch für die Autorin: Locker, leicht, sehr flüssig, äußerst angenehm und dennoch schafft es die Autorin immer wieder, mich mit ihren Büchern zum Nachdenken anzuregen. Die Figuren sind an sich gut ausgearbeitet, blieben für mich aber dennoch immer irgendwie unnahbar, sodass ich mit ihnen nicht wirklich warm wurde, was ich besonders bei Herman recht schade finde, denn dessen Leben ist an sich ganz interessant.

Herman ist ein sogenannter Selfmade Millionär, der auf einer kleinen Farm aufwuchs und sich von dort aus stets nach oben gearbeitet hat. Während er früher als Kind für seine Leseleidenschaft eher belächelt wurde und sein Vater es sogar gar nicht gerne sah, ist er jetzt umso mehr auf die Bücher fixiert und möchte unbedingt selbst einen Roman schreiben, doch auch er muss feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist. Gemeinsam mit seiner deutlich jüngeren Ehefrau, die ihn bereits betrogen hat, zieht er nach England in das Schloss eines verstorbenen Autors und möchte dort Inspiration und Ruhe finden, allerdings findet er da auch noch etwas ganz anderes vor, denn obwohl er eine Schreibblockade hat, wird seine Geschichte auf unheimliche Weise aufs Papier gebracht…

Ich muss schon sagen, der Mystery-Anteil, den Cecelia Ahern hier eingebaut hat, hat mir sehr gut gefallen, allerdings bin ich der Meinung, dass dieser noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken müsste. Zwar geht es hier nicht nur um die Literatur, sondern auch um die doch recht zerrüttete Beziehung zwischen Herman und seiner Ehefrau, allerdings hatte ich insgesamt den Eindruck, als hätte die Novelle mehr Zeit und besonders mehr Seiten gebraucht.

Das Cover ist für mich jetzt nicht der größte Kracher, allerdings passt es hervorragend zur Geschichte, sodass es da nichts zu bemängeln gibt. Positiv ist hier auch, dass das Cover mal einen anderen Farbton hat, da die meisten anderen Cover von Cecelia Ahern hauptsächlich blau sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl „Der Ghostwriter“ an sich eine nette Geschichte ist und auch die Figuren gut ausgearbeitet wurden, kommt die Geschichte leider nicht über den Status „nett“ hinaus, da mir doch insgesamt das große Highlight gefehlt hat. Dennoch ist auch die Novelle für alle Fans von Cecelia Ahern ein absolutes Muss.

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal


In den letzten zwei Wochen haben sich wieder einige interessante Bücher und eBooks bei mir angesammelt. Während einige Bücher bereits seit Monaten vorbestellt waren, haben mich andere dagegen vollkommen überraschend oder Dank der freundlichen Unterstützung von NetGalley erreicht. Hier freue ich mich ganz besonders auf „Caraval“ und „Morgen lieb ich dich für immer“, welche hoffentlich noch in diesem Monat von mir verschlungen werden. Gleichzeitig freue ich mich auch schon sehr auf „You are wanted“, damit ich Serie und Buch hinterher miteinander vergleichen kann.

Amulya Malladi – Das Haus der glücklichen Mütter (Rezension)
Richard Laymon – Die Tür (Rezension)
Valentina Cebeni – Die Zitronenschwestern
Stephanie Garber – Caraval
Dan Vyleta – Smoke

Chris Cleave – Die Liebe in diesen Zeiten
Manuela Inusa – Auch donnerstags geschehen Wunder (Rezension)
J.R. Ward – Bourbon Kings (Bourbon Kings #1)
Sebastian Fitzek – AchtNacht
Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

C.J. Daugherty – Die Entfesselten (Secret Fire #2)
Arno Strobel – You are wanted
Kerry Drewery – Marthas Widerstand (Cell 7 #1)
Shari Lapena – The Couple Next Door
Jennifer Benkau – Mein Wille geschehe

Rezension

Manuela Inusa – Auch donnerstags geschehen Wunder


Kurzbeschreibung
Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Einen Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Ich bin bereits seit einigen Jahren sehr begeistert von den Büchern von Manuela Inusa und habe mich sehr auf ihr neuestes Werk „Auch donnerstags geschehen Wunder“ gefreut, an das ich hohe Erwartungen hatte. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder einmal mit vielen wunderbaren Ideen überzeugen.

Bei diesem Buch habe ich mich direkt wohl gefühlt, denn die Autorin verwendet hierbei nicht nur eine wunderbare und angenehme Sprache, die sich leicht und flott lesen lässt, sondern verzaubert auch mit interessanten und sympathischen Figuren, unterhaltsamen Dialogen und tollen Schauplätzen, die detailverliebt beschrieben werden.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Marianne, die seit dem Betrug ihres Ex-Freundes Singles ist, hat immer noch an der Trennung zu knabbern und trauert Martin hinterher, obwohl dieser es eigentlich gar nicht verdient hat. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Tasha geht sie mehr aus Spaß zu einer Wahrsagerin, die ihr erzählt, dass ihre große Liebe in Schottland auf sie wartet. Obwohl Marianne an sowas eigentlich nicht glaubt, wird sie dennoch neugierig und begibt sich auf eine spannende Reise nach Schottland, wo sie auf Colin trifft, der direkt eine Verbindung zwischen ihnen spürt…

Die Geschichte wird hier nicht nur wunderschön und detailverliebt erzählt, sondern bezaubert auch mit tollen, vielseitigen Figuren und einer wunderbaren Atmosphäre. Wer bereits in Edinburgh war, wird hier vieles wiedererkennen, weil die Autorin regelrecht von der Stadt schwärmt und viele Sehenswürdigkeiten in die Geschichte einbaut.

Das Cover ist wunderschön anzusehen, besticht durch tolle Farben und passt perfekt zum Buchtitel, Kompliment! Die Kurzbeschreibung fasst die Geschichte wunderbar zusammen und hat mich auch direkt angesprochen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: Manuela Inusa konnte mich erneut voll und ganz mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren, einem tollen Setting und ihren vielen wunderbaren Ideen überzeugen, sodass ich „Auch donnerstags geschehen Wunder“ sehr genossen habe. Wer von dieser talentierten Autorin noch kein Buch gelesen hat, sollte dies schnellstens nachholen.

Neuerscheinung

Waiting on Wednesday


New WoW

„Waiting on Wednesday“ ist eine Aktion, die von Jill ins Leben gerufen wurde.

Bücher von Monica Murphy sind bereits seit einiger Zeit ein absolutes Muss für mich, von daher freue ich mich sehr darüber, dass in diesem Jahr ihre „Fair Game“-Reihe in Deutschland erscheinen wird. Den Anfang machen dabei „Jade & Shep“, deren Geschichte man bereits ab dem 9. Mai 2017 in den Händen halten darf.

Kurzbeschreibung
Schlimm genug, dass Jades Freund sie zu einem langweiligen Pokerspiel mitschleppt. Er benutzt sie auch noch als Spieleinsatz … und verliert. Die perfekte Gelegenheit für Jade, ihn zu ihrem Ex-Freund zu machen. „Gewonnen“ hat sie angeblich der superreiche und extrem gut aussehende Shep Prescott. Ein Mann, der alles haben kann, aber scheinbar nur hinter ihr her ist. Nichts hält ihn zurück, egal wie abweisend Jade sich verhält. Und je widerspenstiger sie wird, desto mehr will er sie für sich…

Rezension

Amulya Malladi – Das Haus der glücklichen Mütter


Kurzbeschreibung
Priya hat alles, was man sich nur wünschen kann: einen liebevollen Ehemann, eine erfolgreiche Karriere und ein Haus im angesagten Silicon Valley in Kalifornien. Doch das, was sie mehr als alles andere begehrt, kann sie selbst nicht bekommen: ein Kind.
Asha, die in einem Dorf in Südindien lebt, besitzt dagegen nur sehr wenig. In einer winzigen Hütte zieht sie zwei Kinder groß und kämpft zusammen mit ihrem Mann täglich ums Überleben. Asha träumt heimlich von einer besseren Ausbildung für ihren hochbegabten Sohn. Unter dem Druck ihrer Familie begibt sie sich schließlich widerstrebend ins »Haus der Glücklichen Mütter«, eine Babyfabrik, in der sie einem kinderlosen Paar im Ausland das Einzige leihen kann, was für sie von Wert ist: ihre Gebärmutter.
~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Ich habe bislang noch kein Buch zum Thema Leihmutterschaft gelesen und war von daher sehr gespannt, wie die Autorin mit der Thematik umgegangen ist und wie sie umgesetzt wurde. Da das Thema Leihmutterschaft in vielen Ländern nach wie vor ein Tabuthema ist, habe ich hier zunächst befürchtet, dass die Autorin die Geschichte zu sehr mit erhobenen Zeigefinger schreiben würde, allerdings war dies hier nicht der Fall.

Das Thema wird gut erzählt, man lernt unterschiedliche und interessante Figuren kennen und besonders die Gefühle, speziell die Ängste der Figuren, werden sehr gut beschrieben. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Priya und Asha beschrieben wird, erhält man gleichzeitig einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt, sodass ich mich zumindest teilweise in die Figuren hineinversetzen konnte. Am Schreibstil ist lediglich zu kritisieren, dass dieser manchmal zu langatmig ist und sich an Kleinigkeiten aufgehalten wird, die für die Geschichte nicht zwingend wichtig sind.

Erzählt wird hier die Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Während Priya nahezu alles besitzt, eine gute Beziehung führt und erfolgreich im Job ist, lebt Asha in Indien unter ärmlichsten Verhältnissen mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf, wo sie täglich ums Überleben kämpfen müssen. Während Asha bereits zwei Kinder hat und für sie nur das Beste, sprich eine gute Ausbildung möchte, hat Priya damit zu kämpfen, dass ihr der größte Wunsch verwehrt bleibt, denn sie selbst kann keine Kinder bekommen.

Asha kann dagegen noch sehr wohl Kinder bekommen, allerdings nicht für sich selbst, sondern für andere, denn sie entschließt sich, in das sogenannte „Haus der glücklichen Mütter“ zu gehen, um dort als Leihmutter anderen kinderlosen Paaren zu helfen. Dass es dabei das ein oder andere Mal zu einem Gewissenskonflikt und kritischen Gesprächen kommt, dürfte nicht überraschen…

Das Cover ist traumhaft schön und hat mich direkt angesprochen, sodass ich direkt einen näheren Blick auf das Buch werfen wollte. Auch die Kurzbeschreibung weiß durchaus zu überzeugen. Ich finde zwar, dass diese bereits zu viel verrät, allerdings hat diese insgesamt mein Interesse geweckt.

Kurz gesagt: „Das Haus der glücklichen Mütter“ ist aufgrund des Themas „Leihmutterschaft“ mal etwas ganz anderes, konnte mich aber dennoch gut unterhalten und zum Nachdenken anregen, sodass ich hier eine interessante und emotionale Geschichte für verregnete Nachmittage vorgefunden habe.

Rezension

Olivier Bourdeaut – Warten auf Bojangles


Kurzbeschreibung
Sie tanzen zu »Mr. Bojangles«, sie mixen sich Cocktails, gemeinsam mit ihrem Sohn reisen sie in ihr Schloss nach Spanien. Sie ist charmant und charismatisch, nimmt alle für sich ein mit ihrer extravaganten Art. Georges liebt sie hingebungsvoll, die beiden feiern das Leben, wann immer es geht, denn sie kennen auch seine dunklen Momente: Georges‘ schillernde Frau ist manisch-depressiv. Als diese bittere Wahrheit ihr Paradies zu zerstören droht, entführen Vater und Sohn die Frau, die sie lieben, kurzerhand aus der Psychiatrie. In einem englischen Oldtimer nehmen sie Kurs auf Spanien, in der Hoffnung, dort so weiterleben zu können wie bisher. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich bei „Warte nauf Bojangles“ nicht wirklich gewusst habe, was mich hier erwarten wird, da das Buch eine spontane Entscheidung war und eigentlich gar nicht so in mein Beuteschema passte. Dennoch habe ich der Geschichte gerne eine Chance gegeben und habe hier eine außergewöhnliche, aber auch gleichzeitig emotionale Geschichte vorgefunden.

An den Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen, hat man dies jedoch erstmal geschafft, erlebt man hier eine interessante Geschichte, die flüssig erzählt wird, dem Leser eine Menge Emotionen entlockt und gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass man zum Nachdenken angeregt wird. Figuren und Dialoge sind dazu gut ausgearbeitet, sodass man hier eine interessante Geschichte erhält. Man muss zwar sagen, dass der Autor hier manche Themen nicht ausreichend recherchiert und hier lieber alles seiner Fantasie überlassen hat, allerdings fand ich auch das vollkommen in Ordnung, da in der Literatur schließlich alles möglich ist.

Erzählt wird hier die Geschichte von einer kleinen Familie, die oftmals unter den Depressionen der Mutter leidet, aber das Leben dennoch so nimmt, wie es ist und gleichzeitig das Beste daraus macht. Alkohol, jede Menge Spaß und glückliche Momente stehen hier an der Tagesordnung, gleichzeitig muss man sich allerdings auch immer wieder mit den Problemen und Ängsten der Mutter auseinandersetzen, die dennoch von ihrer Familie geradezu abgöttisch geliebt wird. Als die Probleme jedoch immer schlimmer werden und die Mutter in die Therapie muss, wollen George und sein Sohn ihr das Leben dennoch so schön wie möglich gestalten und ihr das Leben zurückgeben, was sie hatte, denn sie entführen sie aus der Psychiatrie und gemeinsam geht es nach Spanien, wo man ein Leben wie schon vor der Therapie führen möchte.

An sich ist das wirklich interessant, was der Autor hier beschreibt und mir hat die Geschichte auch gut gefallen. Problematisch finde ich jedoch stellenweise, dass hier zu wenig auf die Krankheit und die Gefahren eingegangen wird. Man geht zwar darauf ein, dass es für alle Beteiligten nicht gerade schöne Momente sind, allerdings werden mir die Depressionen hier zu sehr verharmlost, was man auch an dem Verhalten des Kindes merkt. Ein bisschen mehr Aufklärung wäre in meinen Augen somit angebracht gewesen.

Die Covergestaltung ist zwar an sich nett anzusehen und besticht mit knalligen Farben, allerdings wäre ich allein wegen dem Cover wohl nie auf die Geschichte aufmerksam geworden, da es nicht ganz in mein Beuteschema passt. Die Kurzbeschreibung hat mir dagegen schon eher zugesagt und mich direkt angesprochen.

Kurz gesagt: „Warten auf Bojangles“ ist eine interessante und außergewöhnliche Geschichte, die mich berühren, aber auch zum Nachdenken anregen konnte. Zwar gibt es hier und da die ein oder andere Schwäche und ich hätte mir bei gewissen Themen mehr Aufklärung und vielleicht auch mehr Recherche gewünscht, aber dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen, sodass ich sie gerne weiterempfehlen möchte.

Rezension

E.O. Chirovici – Das Buch der Spiegel


Kurzbeschreibung
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Nachdem es bereits sehr viele begeisterte Stimmen zu „Das Buch der Spiegel“ gab, wurde ich direkt neugierig und musste dem Buch unbedingt eine Chance geben, da es total in mein Beuteschema passt. Hier habe ich mir eine spannende, vielseitige und interessante Geschichte erhofft und letztendlich auch bekommen.

Auffällig ist hierbei der sehr gute Schreibstil, der dafür sorgt, dass sich die Geschichte stets leicht, locker und dennoch spannend lesen lässt. Dadurch, dass die Geschichte in mehreren Teilen und Perspektiven erzählt wird, erhält man hier nicht nur einen guten Eindruck, sondern erlebt auch immer wieder andere Blickwinkel, sodass ich das ein oder andere Mal auf die falsche Spur gelockt wurde.

Die Geschichte ist in insgesamt drei Teile unterteilt. Im ersten Teil der Geschichte geht es hauptsächlich darum, dass Peter Katz, seines Zeichens Literaturagent, ein Manuskript von Richard Flynn erhält, der in seinem neuestem Manuskript über die Ermordung des Professors Joseph Wieder schreibt, allerdings ist das Manuskript unvollständig, sodass man nichts über den Mörder und den Grund des Mordes erfährt. Problematisch ist zudem, dass der Autor mittlerweile verstorben ist, sodass Peter Katz dringend Antwort haben möchte, zumal die Geschichte laut Autor tatsächlich Realität ist.

Im zweiten Teil lernt man den Journalisten John Keller kennen, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Dieser versucht ebenfalls herausfinden, was es mit dem Mord an Joseph Wieder auf sich hat und entdeckt dabei auch das ein oder andere Detail, bei dem der Leser weiterhin miträtseln kann, was es damit auf sich hat.

Im dritten und letzten Teil erzählt der Detective Roy Freeman die Geschichte. Dieser war bereits vor einiger Zeit mit dem Fall vertraut, konnte diesen aber nie abschließen, sodass er sich nun erneut mit dem Fall befasst. Auch hier erfährt man als Leser immer wieder neue Details, bildet sich seine Meinung, rätselt mit und wird am Ende doch überrascht.

Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen, fiebert und rätselt mit ihnen mit und lernt aufgrund der verschiedenen Perspektiven auch die ein oder andere Macke der jeweiligen Figur kennen. Obwohl mir nicht alle Figuren in der Geschichte sympathisch waren, muss man dennoch sagen, dass diese allesamt gut und vor allem glaubwürdig in die Geschichte eingebaut wurden, sodass man hier nichts bemängeln kann.

Gleiches gilt auch für den Ablauf der Geschichte. Ich habe zunächst befürchtet, dass drei Perspektiven eventuell zu viel sein könnten, allerdings war es genau richtig so, denn dadurch nimmt die Geschichte erst recht Fahrt auf und ich wollte immer mehr über den Fall und dessen Auflösung wissen, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen legen konnte.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, sodass ich direkt neugierig wurde und unbedingt einen Blick auf die Kurzbeschreibung werfen musste. Diese hat mir ebenfalls sofort gefallen und somit habe ich mich sehr darauf gefreut, das Buch endlich in den Händen halten zu dürfen.

Kurz gesagt: „Das Buch der Spiegel“ ist eine spannende und gut ausgearbeitete Geschichte, die mich mit einem mitreißenden Schreibstil und interessanten Figuren von der ersten bis zur letzten Seite an überzeugen konnte, sodass ich das Buch somit nur empfehlen kann.

Rezension

[Kurzrezension] Titus Müller – Der Tag X


Kurzbeschreibung
Seit ihr Vater als Wissenschaftler zu einem Leben im fernen Russland gezwungen wurde, passt Nelly sich ihrer Ostberliner Umgebung immer weniger an. Sie engagiert sich in einer kirchlichen Jugendorganisation und wird im Frühjahr 1953 kurz vor dem Abitur von der Schule geworfen. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Wie Wolf träumt auch Ilja von einem Leben mit Nelly – aber als sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen entlädt, hängt ihrer aller Leben an seidenen Fäden. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
Obwohl mir Titus Müller bereits häufiger empfohlen wurde, ist „Der Tag X“ tatsächlich mein erstes Buch von ihm. Dementsprechend niedrig waren auch meine Erwartungen, was allerdings ein Fehler war, denn der Autor konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite an überzeugen, sodass „Der Tag X“ sicherlich nicht mein letztes Werk von ihm gewesen ist.

Da es in der Geschichte um ein historisches Ereignis geht, habe ich zunächst befürchtet, dass der Schreibstil eher trocken sein könnte, allerdings habe ich mich da geirrt, denn der Autor beschreibt die Geschichte rund um Nelly, Ilja und Co. nicht nur sehr mitreißend, sondern auch durchaus unterhaltsam, sodass ich mit „Der Tag X“ ein paar interessante und angenehme Stunden verbringen durfte. Die Figuren, die trotz der historischen Ereignisse allesamt fiktiv sind, wurden gut ausgearbeitet und man lernt sie ausreichend kennen, sodass man stellenweise auch mit ihnen mitfühlen kann.

Die Art und Weise, wie der Autor hier historische Ereignisse mit fiktiven Figuren gemischt hat, hat mir sehr gut gefallen und ich fand es sehr interessant, wie gut hier alles nicht nur recherchiert wurde, sondern auch mit den Figuren zusammenpasst. Somit erhält man hier nicht nur eine interessante Geschichte über den Aufstand im Jahr 1953 in der ehemaligen DDR, sondern auch eine Geschichte, die mich zum Teil sehr berühren konnte.

Das Cover ist hübsch anzusehen und gleichzeitig äußerst passend, sodass es für mich ein kleiner Hingucker ist. die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls gut gefallen und mich direkt angesprochen, sodass ich Titus Müllers neuestem Werk gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Der Tag X“ ist nicht nur eine gut recherchierte und aufwühlende Geschichte, sondern auch eine Geschichte, die mich sehr berühren konnte. Wer sich dazu auch noch über die Aufstände in der ehemaligen DDR im Jahr 1953 interessiert, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Bücher allgemein

SUB am Samstag #130


„SUB am Samstag“ ist eine Aktion von Frau Hauptsachebunt. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die sich auf dem SUB befinden.

617m75rhbl-_sx312_bo1204203200_„Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed durfte ganz spontan bei mir einziehen, nachdem ich einige begeisterte Kritiken gelesen habe. Somit ist es auch kein Wunder, dass meine Erwartungen enorm hoch sind und ich das Buch zeitnah lesen werde.

Kurzbeschreibung
Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam.
Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

__________________________________________________________

41f9laxmovl-_sx310_bo1204203200_Ein Buch, dass ich mir als Prämie bei der Lesejury ergattern konnte, ist „Bourbon Kings“ von J.R. Ward. Obwohl ich bei ihren Büchern eigentlich immer ein wenig skeptisch bin, klingt dieses Buch jedoch so gut, dass ich diesem sehr gerne eine Chance geben möchte.

Kurzbeschreibung
Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse…

__________________________________________________________
41bah62hnbl-_sx311_bo1204203200_Pünktlich zum Erscheinungstag ist auch „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici bei mir eingezogen, weil es hierzu bereits so viele positive Bewertungen gibt und ich somit sehr neugierig wurde. Hier erhoffe ich mir eine spannende und faszinierende Geschichte und werde diese mit Sicherheit schon bald lesen.

Kurzbeschreibung
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen…

Rezension

Amy Gentry – Good as Gone


Kurzbeschreibung
Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt… ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

__________________________________________________________

Meine Meinung
„Good as Gone“ gehört zu den Büchern, die derzeit auf Facebook und Co. enorm vom Verlag beworben werden. Dies ist auch der Grund, weshalb ich neugierig wurde und dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte. Zwar muss ich sagen, dass ich letztendlich nicht so begeistert bin, wie ich es erhofft habe, die Geschichte aber insgesamt vollkommen in Ordnung ist.

Bei dem Schreibstil bin ich ehrlich gesagt hin- und hergerissen. Einerseits fand ich ihn ganz angenehm, da er sich auch recht zügig lesen lässt, andererseits hat es mir für einen Thriller oftmals an Spannung gefehlt, sodass ich mir hier deutlich mehr erhofft habe. Man kann zwar sagen, dass das Setting ganz interessant ist und auch die Figuren gut ausgearbeitet sind, allerdings haben mir dann doch die WOW-Momente gefehlt.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Anna und Tom müssen mit dem Schicksal leben, dass ihre damals 13-jährige Tochter Julie entführt wurde und trotz sämtlicher Suchaktionen nicht gefunden werden konnte. Nachdem jedoch nach mehreren Jahren eine junge Frau auftaucht und sich bei Anna und Tom als Julie vorstellt, können diese ihr Glück kaum fassen und freuen sich über ihr Auftauchen. Als jedoch immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht kommen, wird auch Anna skeptisch und sie macht sich auf die Suche nach Antworten, die das komplette Familienleben auf dem Kopf stellen.

An sich klingt die Geschichte ganz spannend, Problem ist jedoch, dass es die Thematik in Büchern und in Filmen bereits zu häufig gab, sodass ich leider nicht mehr überrascht werden konnte und auch so den Eindruck hatte, als hätte ich die Geschichte bereits schon einmal in ähnlicher Form gelesen. Dies ist sehr schade, denn man hätte noch so viel mehr aus der Geschichte machen können.

Das Cover hat mich dagegen direkt angesprochen, es ist zwar an sich schlicht, passt aber hervorragend in das Genre, sodass es da nichts zu bemängeln gibt. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich „Good as Gone“ gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Good as Gone“ ist an sich ein guter Thriller, der mich das ein oder andere mal packen konnte, allerdings insgesamt hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben ist, sodass ich letztendlich doch ein wenig enttäuscht bin. Dennoch: Wer Thriller mag, sollte auch auf dieses Werk einen Blick werfen.