Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] James Grady – Die letzten Tage des Condor

519lq0FgW4L._SX309_BO1,204,203,200_Da die Kurzbeschreibung zu „Die letzten Tage des Condor“ von James Grady ganz interessant klang, wollte ich dem Buch eine Chance geben. Ich muss zwar zugeben, dass meine Erwartungen von Beginn an recht niedrig angesetzt waren, allerdings habe ich dennoch auf eine spannende Geschichte gehofft, was ich hier allerdings nicht vorgefunden habe.

Dabei hatte die Geschichte inhaltlich durchaus Potential, nur leider war der Schreibstil für mich wirklich anstrengend, denn dieser kam mir häufig sehr lieblos vor, Spannung kam absolut nicht auf und auch die Figuren waren meiner Meinung nach nur oberflächlich ausgearbeitet. Wer hier wahre Tiefe sucht oder Figuren besser kennen lernen möchte, der wird hier enttäuscht sein.

Allgemein finde ich es merkwürdig, dass das Buch als Thriller durchgeht, denn bei aller Liebe: Wo keine Spannung ist und wo man nicht mitfiebern kann, da ist auch für mich persönlich kein Thriller.

Dementsprechend habe ich das Buch bereits nach knapp 120 Seiten abgebrochen habe, da ich für mich feststellen musste, dass ich mich weder mit den Figuren, noch mit dem Schreibstil anfreunden konnte. Sehr schade, aber manchmal soll es nicht sein.

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

Ich glaube, ich habe schon einmal erwähnt, dass der Juli im Bezug auf Neuerscheinungen wirklich böse ist, denn es sind nicht nur viele Vorbestellungen bei mir eingetrudelt, sondern auch jede Menge Überraschungspost, mit der ich so gar nicht gerechnet habe. Dazu gab es wieder einmal ein wenig Lesestoff von NetGalley.

Lauren Rowe – Love (The Club #3)
Raimon Weber – Eis bricht
Dyan Sheldon – Worst Best Friends
Matt Ralphs – Gefährliche Suche (Fire Girl #1)
Paige McKenzie – Die Heimsuchung (Sunshine Girl #1)

Teri Terry – Book of Lies
Jeff Menapace – Opfer (Das Spiel #1)
Julie Kagawa – Die Rache der Feen (Plötzlich Prinz #3)
Martha Brockenbrough – Das Spiel von Liebe und Tod
Beatrix Gurian – Glimmernächte

Emma Sternberg – Fünf am Meer
James Grady – Die letzten Tage des Condor
Elle Kennedy – The Deal: Reine Verhandlungssache (Off-Campus #1)
Carolin Kippels – Chaostheorie der Liebe
Jay Crownover – In seiner Stimme (Marked Men #2)

Rezension

J. K. Johansson – Lauras letzte Party (Palokaski #1)

Kurzbeschreibung
Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

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Meine Meinung
Auf der Suche nach spannenden Thrillern bin ich auf „Lauras letzte Party“, dem ersten Band der „Palokaski“-Trilogie gestoßen. Da die Kurzbeschreibung spannend klang und ich auch das Cover ganz nett fand, wollte ich dem Buch sehr gerne eine Chance geben und fand die ersten Seiten auch richtig gut, doch leider musste ich dann immer mehr für mich feststellen, dass mich das Buch dann doch nicht so begeistern konnte, wie ich es mir zuvor noch erhofft habe.

J. K. Johansson ist ein Pseudonym, das aus mehreren Autoren und Drehbuchschreibern besteht. Sowas kann in der Regel gut gehen, da viele Ideen aufeinandertreffen, hier muss ich jedoch leider sagen, dass am Ende doch dann zu viele Köche den Brei verdorben haben. Die Geschichte besitzt zwar an sich sehr großes Potential, doch leider wurde dies kaum genutzt, da ich im Laufe der Geschichte immer mehr den Eindruck hatte, als hätte man mittendrin Ideen verworfen, worunter die Geschichte auch deutlich leidet. Das Buch liest sich zwar recht flott, allerdings ist die nötige Spannung, die man bei diesem Genre zwingend braucht, kaum vorhanden.

Leider fand ich auch die Figuren eher unspannend, da es ihnen deutlich an Tiefe gefehlt hat. Man hat hier zwar durchaus versucht, sie alle vielseitig zu präsentieren, allerdings ist bei mir der Funke leider nicht übergesprungen. Dies gilt besonders für Mia Pohjavirta, die mittlerweile an ihrer alten Schule als Sonderpädagogin arbeitet und davor als Ermittlerin tätig war. Da ist es natürlich wenig erstaunlich, dass ausgerechnet an ihrem ersten Tag an der Schule die Meldung aufkommt, dass eine Schülerin verschwunden ist. Mia soll tough wirken, allerdings merkt man auch schnell, dass dies nur Fassade ist. Ihr Bruder Niklas spielt hier auch eine wichtige Rolle, denn dieser ist – oh Wunder! – ebenfalls an der Schule tätig, nämlich als Psychologe.

Mia wäre natürlich nicht Mia, wenn sie nicht wieder mit dem Ermitteln beginnen würde und wie es der Zufall so viel, steckt sie wieder mitten in einem Fall, bei dem nichts ist, wie es scheint. Der Fall rund um Lauras Verschwinden hätte sehr interessant werden können, wenn man denn nicht viel zu dick aufgetragen hätte. Die Geschichte besitzt kaum Spannung und lebt vielmehr von viel zu vielen Zufällen, die für mich nicht zusammenpassen wollten.

Das Ende hat mich ehrlich gesagt ebenfalls enttäuscht zurückgelassen. Ich habe zwar damit gerechnet, dass dieses höchstwahrscheinlich nicht alle Fragen beantworten wird, allerdings fand ich es sehr schade, dass das Ende komplett offen ist. Dies ermuntert mich nicht wirklich dazu, den zweiten Band „Noras zweites Gesicht“ herbei zu sehen, sondern schreckt mich eher ab. Ein paar wenige Antworten, die dabei für mehr Spannung gesorgt hätten, hätten der Geschichte deutlich besser gestanden.

Das Cover ist nett anzusehen. Kein Eyecatcher, aber durchaus passend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung liest sich sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht, sodass ich der Geschichte unbedingt eine Chance geben wollte.

„Lauras letzte Party“ hätte eine spannende und ereignisreiche Geschichte werden können, doch leider haben hier zu viele Köche den Brei verdorben, sodass mich die Geschichte am Ende enttäuscht zurückgelassen hat. Wirklich empfehlenswert nur für Fans von Geschichten, die in Skandinavien spielen, Thriller-Fans dürften hier eher enttäuscht sein.

Reihenfolge
Lauras letzte Party
Noras zweites Gesicht (6. September 2015)
Venlas dunkel Geheimnis (7. November 2015)

Bücher allgemein

Geplante Bücher im August 2015

Der Juli verläuft bislang lesetechnisch sehr erfolgreich und ich konnte meinen SUB um einige Bücher verringern. Da die „geplanten Bücher für den Juli“ ebenfalls recht gut verlaufen, bin ich umso motivierter, auch im August wieder das ein oder andere Buch von meinem Monatsstapel zu lesen. Dabei stehen einige Bücher schon im Regal, während andere Bücher schon vorbestellt sind und mich bald erreichen werden, sodass hierbei wieder eine bunte Mischung entstehen wird.

Anna Todd – After forever (After #4)
Monica Murphy – Verletzte Gefühle (Together Forever #3)
J. K. Johansson – Lauras letzte Party (Palokaski #1)
Abbi Glines – Just for now: Preston & Amanda (Sea Breeze #4)
Geoffrey Girard – Mein böses Blut

Kiera Cass – Die Kronprinzessin (Selection #4)
Teri Terry – Mind Games
Anna Jarzab – Das Licht von Aurora (Many Worlds #1)
Amy Ewing – Die Gabe (Das Juwel #1)
James Dawson – Sag nie ihren Namen

Bücher allgemein

SUB am Samstag #57

„SUB am Samstag“ ist eine Aktion von Frau Hauptsachebunt. Dabei sollen jeden Samstag drei Bücher vorgestellt werden, die man auf dem SUB hat.

51w9YzV+BlL._SL250_„Lauras letzte Party“ von J.K. Johannson ist der erste Band der „Palokaski“-Trilogie. Die Kurzbeschreibung sowie das Cover haben mir sehr gut gefallen, sodass das Buch unbedingt bei mir einziehen musste. Dieses Bücher werde ich laut aktuellen Planungen auch schon bereits im August lesen und ich freue mich sehr darauf.

Kurzbeschreibung
Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum.
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514r8-m4CBL._SL250_Ganz neu auf dem SUB und im Handel noch nicht erschienen, ist „Auf und davon“ von David Arnold. Das Buch habe ich überraschenderweise über Amazon Vine ergattern können, sodass ich das Buch schon sehr bald lesen werde. Ich freu mich drauf.

Kurzbeschreibung
Wer würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den nächsten Bus springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr Vater und seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb ihre Mom aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen endlich aufhören, in ihrem Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie einfach in den Greyhound-Bus und haut ab, zu ihrer Mom. Während draußen die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige unvergessliche Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen Ponchomann und den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren droht… Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen in ihrem Leben stellen.
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51SRpeAlGbL._SL250_Ebenfalls ganz neu und frisch auf dem SUB ist „All die süßen Lügen“ von Rebecca Wild. Das Buch erinnert mich ein wenig an die TV-Serie „Revenge“, die ich bis zu ihrer Absetzung immer sehr gerne geschaut habe, von daher sind meine Erwartungen hier enorm hoch und ich freue mich schon darauf, es bald zu lesen.

Kurzbeschreibung
Vor zehn Jahren hat Jaclin alles verloren: ihren Vater, ihr Zuhause, ihr Leben. Jetzt ist sie zurück in Serena Hills und sie sinnt auf Rache. An vorderster Stelle stehen Wyler und dessen Sohn Neil, denen sie die Schuld daran gibt, dass ihr Vater im Gefängnis sitzt. Mit Hilfe ihres Jugendfreundes Ian nimmt sie eine falsche Identität an und ein gefährliches Spiel mit dem Feind beginnt. Dabei verstrickt sie sich immer weiter in ein Netz aus Lügen, bis sie sich die Frage stellen muss, gegen wen sie überhaupt ankämpft: Gegen Neil und Wyler – oder gegen sich selbst.

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

In den letzten zwei Wochen haben sich wieder ein paar Bücher angesammelt, von denen mich einige vollkommen unerwartet überreicht haben, ich mich aber dennoch sehr darüber gefreut habe. Zwei Bücher sind bereits gelesen und für gut befunden worden, von daher bin ich schon auf die restlichen Bücher gespannt.

Allie Brosh – Ich. Neben der Spur (Rezension)
Vincent Voss – Tödlicher Gruß (Rezension)
Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey
Inbali Iserles – Foxcraft: Die Magie der Füchse
Sibylle Wenzel – Sophie und die Hexe von nebenan

David Arnold – Auf und davon
J. K. Johansson – Lauras letzte Party (Palokaski #1)
Abbi Glines – Just for now: Preston & Amanda (Sea Breeze #4)
Britta-Maria Stock – Ein Einhorn in meiner Badewanne
Rebecca Wild – All die süßen Lügen

Rezension

[Kurzrezension] André Georgi – Tribunal

Kurzbeschreibung
Metall, Glas Blut. Alle tot. Warum lebe ich noch? – Jasna Brandic, Topermittlerin des Tribunals in Den Haag, überlebt als Einzige ein brutales Attentat auf ihren Kronzeugen. Ohne diesen droht das Verfahren gegen den Massenmörder Kovac endgültig zu scheitern. Da erreicht Jasna die Nachricht, dass ein international gesuchter Kriegsverbrecher bereit ist, gegen Kovac auszusagen – vorausgesetzt, sie schafft es, ihn vor seinen eigenen Leuten zu schützen und lebend nach Den Haag zu bringen. Jasna setzt auf eigene Faust alles daran, den Mann zu finden. Sie ahnt nicht, dass sie Teil eines perfiden Spiels ist – eine Jagd auf Leben und Tod beginnt. ~ Quelle

Hier kann das Buch gekauft werden!

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Meine Meinung
Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen möchte, da bereits viele Rezensenten geschrieben haben, dass dieses Buch sehr brutal sei. Dennoch wollte ich dem Debütroman von André Georgi eine Chance geben und habe mich auf das Buch eingelassen. Ein Lieblingsbuch wird es von mir sicherlich nicht und sicherlich werde ich dieses Buch auch kein zweites Mal mehr lesen, dennoch muss ich aber sagen, dass es mir tatsächlich gefallen hat – wenn man dies denn bei einer derartigen Thematik sagen kann.

Die Geschichte wird spannend, hochintelligent und schonungslos erzählt und obwohl ich es zunächst nicht glauben wollte, konnte ich das Buch tatsächlich nur selten aus den Händen legen. Hierbei geht es hauptsächlich um die Kriegsverbrechen, die im ehemaligen Jugoslawien stattgefunden haben. Der Kriegsverbrecher Kovac soll dabei vor Gericht gebracht werden, jedoch wird der Kronzeuge ermordet, sodass der gesamte Prozess gefährdet ist. Hierbei werden sämtliche Taten ausführlich und brutal beschrieben, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Die Charaktere werden ebenfalls allesamt ausführlich beschrieben, sodass man diese gut kennen lernt. Wirklich sympathisch war mir hierbei niemand, allerdings habe ich dies auch gar nicht erwartet, denn bei dieser Thematik achte ich eher auf andere Dinge, als auf reine Sympathie. Die Kriegsverbrechen und das ehemalige Jugoslawien sind dabei vom Autor sehr gut recherchiert, sodass man sich hier nicht beschweren kann.

Insgesamt ist „Tribunal“ ein fesselndes und schockierendes Werk, worauf man sich sicherlich einlassen muss, aber dann positiv überrascht wird. Wer Thriller mag und sich dazu noch für Kriegsverbrechen und Gerichtsverfahren interessiert, ist hier genau an der richtigen Adresse.