SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

Der Monat beginnt gut, denn bei mir sind einige Bücher eingetrudelt. Einige hatte ich davon bereits lange vorbestellt, andere haben mich überraschenderweise erreicht und andere habe ich zum Schnäppchenpreis in der Buchhandlung ergattern können. Meine Regale und ich freuen uns, mein SUB eher weniger, aber Schwund ist ja bekanntlich immer. 😉

Julia Kathrin Knoll – Glutrot (Elfenblüte #3)
Stefanie Hasse – Düstere Schatten (Darian & Victoria #2)
Anne-Marie Jungwirth – Engelsstaub
Antonia Michaelis – Das Institut der letzten Wünsche
Tanya Stewner – Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

Dan Smith – Big Game: Die Jagd beginnt
Sarah Dessen – The Moon and more
Siobhan Curham – Captured (Shipwrecked #2)
Sophie Jordan – Vorspiel zum Glück (Foreplay 1)
April Henry – Never Forget: Das Mädchen, das sich nicht erinnern durfte

Birgit Schlieper – Trau. Mir. Nicht.
Sarah McCarrey – Ein Lied, so süß und dunkel (Metamorphosis #1)
Claudia Toman – Wunschblüten (Rezension)
Marina Keegan – Das Gegenteil von Einsamkeit
Eva Moraal – Zwischen uns die Flut

Rezension

Claudia Toman – Wunschblüten

Kurzbeschreibung
Eine taffe Computerspezialistin stillt ihren mitternächtlichen Hunger in einem japanischen Restaurant auf ihrem Nachhauseweg, das ihr mysteröserweise vorher nie aufgefallen ist. Dort trifft sie auf einen Herrn, der ihr Fragen stellt und sie Antworten suchen lässt, die alles andere als gewöhnlich sind… ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Bücher von Claudia Toman gelesen und war bislang fast immer begeistert. Da ich auch schon zwei Kurzgeschichten von ihr gelesen habe, durfte auch „Wunschblüten“ von der Autorin nicht fehlen und ich habe die Geschichte in einer ruhigen Minute relativ schnell ausgelesen gehabt.

Obwohl man hier gerade einmal knapp dreißig Seiten geboten bekommt, hat die Autorin jede noch so kleine Zeile ausgenutzt, um die Geschichten voranzutreiben, sodass man die Figur Katha trotz der Kürze gut kennenlernt und direkt erkennen kann, was in ihrem Leben genau schief läuft. Neben der gut ausgearbeiteten Protagonistin gibt es auch gut geführte Dialoge und einen angenehmen Schreibstil, der sich locker-flockig weglesen lässt.

Katha ist selbständig und betreibt einen kleinen Laden, bei dem sie Computerprobleme aller Art löst. Dabei steht sie ständig unter Druck, steht meistens bis 22/23 Uhr im Laden und das Wort „Freizeit“ kennt sie quasi nur von anderen Menschen. Für sie gibt es nur den Laden und alles andere muss mal freiwillig, mal weniger freiwillig hinten anstehen. Als sie jedoch eher zufällig ein neues japanisches Restaurant mitten in Wien entdeckt und sie dieses nichtsahnend betritt, scheint sich ihr Leben zu ändern, denn sie bekommt die einmalige Gelegenheit, einen Wunsch zu äußern, der sich tatsächlich erfüllen kann. Einzige Bedingung: Sie muss es wirklich wollen und dadurch auch mal ihre Arbeit hinten anstellen…

Interessant ist hierbei, dass die Geschichte zwei unterschiedliche Enden hat. Dabei kann sich der Leser entweder für eine Variante entscheiden oder beide lesen. Ich habe natürlich beide gelesen und muss sagen, dass eines schon sehr bedrückend war, während mir das andere Ende ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte. Dabei beschreibt die Autorin auch sehr eindringlich, was passieren kann, wenn man die falschen Entscheidungen trifft und nicht auf sich selbst achtet.

Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt perfekt in den Frühling, aber auch zur Geschichte selbst, denn auch dort spielt ein solcher Baum eine wichtige Rolle. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Insgesamt konnte mich Claudia Toman mit ihren „Wunschblüten“ mit interessanten Figuren und zwei verschiedenen Enden überzeugen und auch überraschen, sodass ich diese knapp dreißig Seiten starke Kurzgeschichte nur empfehlen kann.

Rezension

Wiebke Lorenz – Zimmer in Aussicht

Kurzbeschreibung
Einen Last-Minute-Urlaub für Singles zu ergattern hätte sich Alexandra leichter vorgestellt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als das einzige, völlig überteuerte Angebot der Reiseagentur anzunehmen. Als sie in ihrem Hotel ankommt, trifft sie jedoch fast der Schlag – anstatt vor einer wunderschönen Hotelanlage steht sie vor einer Bruchbude, in deren Zimmern sich höchstens Kakerlaken so richtig wohlfühlen. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, macht sich die junge Frau auf, um doch noch einen Traumurlaub zu erleben… ~ Quelle

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Meine Meinung
Momentan bin ich ein bisschen im Kurzgeschichten-Fieber. Zwischendurch brauche ich einfach die kleinen Geschichten, die dafür sorgen, dass ich für ein paar Minuten abschalten kann. Da ich Wiebke Lorenz als Autorin sehr schätze und bereits viele Bücher von ihr – u.a. auch als ihr Pseudonym Anne Hertz – gelesen habe, war ich auf ihre Kurzgeschichte „Zimmer in Aussicht“ besonders gespannt. Leider war ich am Ende dann doch eher enttäuscht.

„Zimmer in Aussicht“ gibt es sowohl als Kurzgeschichte einzeln zu kaufen, als auch in der Chick-Lit Anthologie „Anne Hertz & Friends“. Der Schreibstil der Autorin ist mir bereits seit einiger Zeit bekannt, von daher bin ich froh, dass sie diesem auch bei der Kurzgeschichte treu geblieben ist. Die Geschichte liest sich leicht und humorvoll, die Figuren werden trotz der Kürze der Handlung gut beschrieben und auch die wenigen Dialoge konnten mich zum Teil unterhalten. Dennoch gibt es einen großen Kritikpunkt, über den ich nicht hinwegsehen kann:

Die Geschichte ist zwar an sich wirklich nett, allerdings gefällt mir Alexandra als Protagonistin leider überhaupt nicht. Obwohl sie am Anfang als unabhängige Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, dargestellt wird, verpuffte dieser Eindruck relativ schnell. Sie möchte als Single in den Urlaub fliegen und scheitert dabei bei einigen Reisebüros, die lediglich Pärchenreisen zu vergeben haben, als sie dann endlich einen Schalter findet, der ihr auch eine Singles-Reise anbieten kann, ist sie gleich so dankbar, dass sie jedes Angebot annimmt, ohne dabei großartig auf den Preis und auf die Unterkunft zu achten. Es ist von daher kein Wunder, dass Alexandra bei so einem Verhalten in der schlimmsten Unterbringung überhaupt einchecken muss. So viel Naivität passt gar nicht zu ihr, sodass die Protagonistin bei mir immer mehr an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Auch das Ende fand ich eher mittelmäßig, denn die Art und Weise, wie Alexandra letztendlich an ihr Ziel kommt, ist reine Geschmacksache und man muss sich fragen, ob dies wirklich die richtige Art und Weise ist. Für mich blieb ein fader Beigeschmack, sodass ich die Geschichte leider immer weniger mochte und sie nach nur wenigen Stunden fast schon wieder vollständig vergessen war.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber optisch rein gar nicht zur Geschichte. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein großer Kritikpunkt, da das Cover dem Buch „Anne Hertz & Friends“ angepasst ist. Die Kurzbeschreibung hat mich zwar nicht direkt angesprochen, allerdings war diese dennoch so gut geschrieben, dass ich am Ende doch noch neugierig wurde.

Insgesamt ist „Zimmer in Aussicht“ eine Kurzgeschichte, die gut anfängt, aber auch stark nachlässt, sodass ich am Ende aufgrund der unsympathischen Protagonistin leider nicht wirklich unterhalten wurde. Wiebke Lorenz kann es eindeutig besser, sodass ich die Autorin empfehlen kann, ihre Kurzgeschichte jedoch nicht. Schade!

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

Auch im neuen Jahr sind wieder ein paar Bücher in meine Regale, aber auch auf den Reader gewandert. „Schuld“ daran ist der sogenannte „Wir sagen NEIN zu illegalen eBooks und kaufen sie lieber selbst“-Flashmob, der Anfang des Jahres ins Leben gerufen wurde. Diesen habe ich sehr gerne unterstützt und gleich mehrere Ebooks von Indie-Autoren gekauft. Dazu habe ich mir mal wieder ein paar Mängelexemplare gegönnt und einen Gutschein eingelöst.

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Abigail Padgett – Blue
Silke Schütze – Frau Schröder fährt ans Meer (Rezension)
Nancy Salchow – Kirschblütentage
Jana Voosen – Nach mir die Sintflut (Rezension)
Jason Segel/Kirsten Miller – Der Schrecken der Nacht (Nightmares! #1)

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Heiko Grießbach – Hexeninternat
Poppy J. Anderson – Beim zweiten Mal küsst es sich besser (Halisboro #1)
Kat Rosenfield – Toter Sommer
Michaela Möller – Das Monster, das gar kein Monster war (Rezension)
Daria Verner – Zurück nach vorn

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Kirsten Wendt – Frei von dir
Lotte Kinskofer – Wach auf und schrei!
Jane Elson – How to Fly with Broken Wings
Lisa Aldin – One of the Guys
Frauke Scheunemann – Fragen Sie den Dackel!

Rezension

Jana Voosen – Nach mir die Sintflut

Kurzbeschreibung
„Die Geschichte, die Sie nun lesen werden, könnte Sie ganz schön überraschen – denn im meistverkauften Buch der Welt wird sie etwas anders erzählt. Das liegt daran, dass die Autoren nicht dabei waren, ganz im Gegensatz zu mir…“
Wie es wirklich war: Die Geschichte der Sintflut und der Arche Noah erzählt aus Sicht der beiden jungen Männer Elias und Raphael.
~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Romane von Jana Voosen gelesen. Da mir diese immer gut bis sehr gut gefallen haben, war ich auf ihre Kurzgeschichte „Nach mir die Sintflut“ ganz besonders gespannt und musste das Ebook direkt lesen. Leider hat sich die Geschichte für mich nicht gelohnt, denn sie wirkte auf mich zu aufgesetzt und zu überspitzt, sodass ich am Ende fast schon erleichtert war, dass die Geschichte nur so kurz war.

„Nach mir die Sintflut“ gibt es sowohl als Kurzgeschichte einzeln zu kaufen, als auch in der Chick-Lit Anthologie „Anne Hertz & Friends“. Obwohl mir der Schreibstil von der Autorin bislang immer sehr zugesagt hat, konnte mich die Autorin mit ihrer knapp 17-seitigen Kurzgeschichte leider gar nicht begeistern. Die Dialoge wollten für mich so gar nicht zur Geschichte passen, die Entscheidungen, die hierbei getroffen wurden, sind oftmals so ideenlos, dass ich nur ein müdes Lächeln übrig hatte.

Die Idee an sich, hier einfach mal die „wahre“ Geschichte der Arche Noah, bzw. der Sintflut zu erzählen, fand ich ja noch interessant, die Umsetzung selbst hat mir jedoch leider nicht gefallen. Es ist zwar nett, dass man sich mit der Sintflut befasst hat, allerdings fand ich die Figuren dabei alles andere als gelungen. Wer die Bibel gelesen hat, weiß genau über Noah und seine Beweggründe Bescheid, von daher möchte ich da gar nicht zu genau drauf eingehen. Während Noah noch halbwegs gelungen ist, kam ich mit Elias und Raphael leider gar nicht auf einen Nenner. Beide Männer, Anfang 20, waren so naiv, dass es fast schon weh tat. Elias sieht zum ersten Mal eine Frau, die er begehrt – natürlich verheiratet – und sofort denkt er, dass sie ihn lieben würde, obwohl sie zuvor vielleicht zwei Sätze gewechselt haben.

Auch das Ende konnte mich mit der Geschichte leider nicht versöhnen, denn auch hier wirkte alles viel zu naiv und verlief eindeutig zu schnell, sodass ich mich trotz der anfangs interessanten Thematik leider gar nicht mit der Geschichte anfreunden konnte.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber optisch rein gar nicht zur Geschichte. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein großer Kritikpunkt, da das Cover dem Buch „Anne Hertz & Friends“ angepasst ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich die Geschichte direkt lesen musste.

Insgesamt konnte mich Jana Voosen mit ihrer Kurzgeschichte „Nach mir die Sintflut“ aufgrund der teilweise unsympathischen Figuren leider nicht begeistern. Da ich aber weiß, dass die Autorin es deutlich besser kann, werde ich auch weiterhin noch hoffentlich viele Romane von ihr lesen. Von dieser Kurzgeschichte sollte man jedoch Abstand nehmen.

Rezension

Silke Schütze – Frau Schröder fährt ans Meer

Kurzbeschreibung
Ben sieht sie dort sitzen mit ihrem Rollator, an der Bushaltestelle. Frau Schröder kann sich kaum noch fortbewegen, aber sie will unbedingt nach Amrum und aufs Meer blicken. Wie damals, in ihren Flitterwochen. Im Bus bittet sie Ben, sie zu begleiten. Er schafft es einfach nicht, ihr diesen Wunsch abzuschlagen und gemeinsam machen sie sich auf die Reise… ~ Quelle

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Meine Meinung
Silke Schütze ist mir bereits seit langer Zeit ein großer Begriff und dennoch habe ich von der Autorin noch kein einziges Buch gelesen, obwohl ich bereits mehrere von ihr im Regal stehen habe. Dies sollte sich jedoch nun endlich ändern und somit habe ich ihrer Kurzgeschichte „Frau Schröder fährt ans Meer“ unbedingt eine Chance geben wollen und ich habe es zum Glück nicht bereut.

„Frau Schröder fährt ans Meer“ gibt es sowohl als Kurzgeschichte einzeln zu kaufen, als auch in der Chick-Lit Anthologie „Anne Hertz & Friends“. Die Geschichte liest sich trotz ihrer Kürze von knapp acht Seiten sehr intensiv und somit konnte mich Silke Schütze mit Frau Schröders Reise ans Meer sehr berühren. Besonders die Dialoge zwischen Frau Schröder und Ben konnten mich unterhalten, aber auch zum Nachdenken anregen.

Die alte Frau hat nicht mehr viele Ziele im Leben und kann viele Dinge nicht mehr selbständig machen und ist stets auf Hilfe angewiesen. Ausgerechnet Ben, der seine ganz eigenen Probleme und Sorgen hat, tritt mit ihr die Reise ans Meer an und erlebt dabei selbst viele Gefühle, die ihn zu einigen Entscheidungen verhelfen, obwohl er dafür zunächst nicht den Mut hatte. Zusammen mit Frau Schröder gibt er ein eher skurriles Duo ab, allerdings harmonieren sie sehr gut miteinander, sodass die Geschichte auch für den Leser eine angenehme Reise darstellt.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber optisch rein gar nicht zur Geschichte. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein großer Kritikpunkt, da das Cover dem Buch „Anne Hertz & Friends“ angepasst ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich die Geschichte direkt lesen musste.

Insgesamt hat mir „Frau Schröder fährt ans Meer“ gut gefallen und konnte mich trotz der Kürze von gerade einmal knapp acht Seiten unterhalten und berühren. Wer einfach mal wieder Lust auf eine Kurzgeschichte hat oder eine weitere Geschichte von Silke Schütze lesen möchte, sollte unbedingt zu diesem Ebook greifen.

Rezension

Michaela Möller – Das Monster, das gar kein Monster war

Kurzbeschreibung
„Leider kenne ich mich mit Kindern so gut aus wie mit dem Spalten von Atomen. Obwohl: Über Letzteres habe ich mal einen Artikel überflogen, glaube ich.“
Eine junge Frau stürmt mitten in der Nacht aus einer Wohnung, rein in den Fahrstuhl – nichts wie weg! Doch sie hat nicht mit dem kleinen Jungen gerechnet, der im Pyjama im Fahrstuhl hockt und sich vor einem Monster versteckt. Und dann bleibt auch noch der Fahrstuhl stecken…
~ Quelle

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Meine Meinung
Kurzgeschichten gehen bei mir einfach immer: Sie sind meist unterhaltsam sind schnell gelesen und es ist eine gute Möglichkeit, um Autoren besser kennenzulernen. Da ich bislang noch kein Buch von Michaela Möller gelesen habe, war dies eine gute Gelegenheit und ich bin froh, dass ich die Autorin durch „Das Monster, das gar kein Monster war“ kennen lernen durfte, denn die Geschichte hat mir gut gefallen.

„Das Monster, das gar kein Monster war“ gibt es sowohl als Kurzgeschichte einzeln zu kaufen, als auch in der Chick-Lit Anthologie „Anne Hertz & Friends“. Obwohl die Geschichte gerade einmal knapp zwölf Seiten lang ist, wird hier eine interessante Geschichte erzählt, die mich zum Nachdenken anregen konnte. Die Figuren bleiben allesamt namenlos, auch auf das Äußere wird dabei nur sehr wenig eingegangen, allerdings war dies auch gar nicht nötig, da es hier vielmehr lediglich um die Gedanken und Gefühle geht, die hierbei eine große Rolle spielen.

Die namenlose Protagonistin erlebt an den Wochenenden oftmals One Night Stands, da sie dabei keinerlei Verpflichtungen eingehen muss und zudem nicht die Gefahr besteht, dass ihr das Herz gebrochen wird. Dennoch erwischt sie sich immer wieder dabei, wie sie sich ihre Zukunft mit einem Mann an ihrer Seite ausmalt. Als sie bei einem fremden Mann mitten in der Nacht aufwacht, ergreift sie erneut die Flucht, doch dann erlebt sie eine Begegnung mit einem kleinen Jungen im Aufzug, der ebenfalls vor etwas wegläuft: Dem Monster, das gar kein Monster ist…

Ich muss zugeben, dass ich wirklich überrascht war, denn ich habe bei diesem Buch eine eher lockere Stimmung erwartet. Was ich jedoch vorgefunden habe, konnte mich überzeugen, denn ich liebe es, wenn ich im Chick-Lit-Genre noch überrascht werden kann und sich eine Geschichte dabei nicht nur um Shopping, den neuesten Lippenstift oder Hochzeitspläne dreht.

Das Cover ist hübsch anzusehen, passt aber optisch rein gar nicht zur Geschichte. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein großer Kritikpunkt, da das Cover dem Buch „Anne Hertz & Friends“ angepasst ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich die Geschichte direkt lesen musste.

Insgesamt hat mir „Das Monster, das gar kein Monster war“ gut gefallen und mit seiner Aussage, auch mal was zu riskieren, zum Nachdenken angeregt. Wer mal wieder Lust auf eine Kurzgeschichte hat, sollte sich dieses kleine, aber feine Ebook merken. Es lohnt sich!

Rezension

[Kurzrezension] Claudia Toman – Hering mit Heiligenschein

Kurzbeschreibung
Asa hasst Weihnachten! Doch als sie versehentlich bei der Firmenweihnachtsfeier den Christbaum in Brand und damit eine Wunschfee auf den Plan lockt, muss sie ihre Meinung noch einmal überdenken… ~ Quelle

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Meine Meinung
Das Jahr neigt sich mal wieder seinem Ende entgegen und somit steht Weihnachten schon wieder vor der Tür. Da ich nicht unbedingt der größte Fan von Weihnachten bin, versuche ich mich jedes Jahr durch Bücher in Weihnachtsstimmung zu bringen. Mal gelingt es, mal nicht. Claudia Toman hat es jedoch mit ihrer Kurzgeschichte „Hering mit Heiligenschein“ direkt geschafft, da diese mit vielen Ideen punkten konnte.

Dies liegt wohl hauptsächlich an Asa, die ebenfalls ein absoluter Weihnachtsmuffel ist, von daher war sie mir spontan sympathisch. Obwohl die Geschichte gerade einmal knapp 40 Seiten beträgt, konnte sie mich dennoch unterhalten. „Hering mit Heiligenschein“ liest sich leicht und flott, stellenweise humorvoll und ich war schon beinahe traurig, als ich das Ebook viel zu schnell beendet habe.

Die Idee, dass es hierbei sogenannte Wunschfeen gibt, die einem einen einzigen Wunsch erfüllen, fand ich sehr interessant. So durfte sich Asa quasi nahezu alles wünschen und was macht sie? Will einfach nur den 24. Dezember vergessen. Endlich mal keine Weihnachten mit der Familie, die sich gerne mit Tonnen von Heringen eindeckt und dabei Donald Duck Filme schaut, sondern mit Freunden verbringen – dumm nur wenn die Freunde jedoch allesamt keine Zeit haben. Doch wie das Schicksal so will, landet Asa am Ende doch im Weihnachtstrubel, jedoch ganz anders, als sie zuvor erwartet hat.

Dabei darf natürlich auch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen. Hierbei ist besonders interessant, wie sehr sich Asa bereits seit Jahren gegen die Liebe wehrt, da sie vor langer Zeit sehr enttäuscht wurde. Dennoch schleicht sich ganz still und heimlich ein Mann in ihr Leben, den man trotz Wunsch nur schwer vergessen kann.

Das Cover ist schlicht, passt aber aufgrund der Eiskristalle und dem ansonsten kahlen Baum sehr gut in die beschriebene Jahreszeit. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt auf die Geschichte neugierig gemacht, sodass ich diese unbedingt lesen wollte.

Insgesamt hat mich „Hering mit Heiligenschein“ begeistert und zum Nachdenken angeregt. Mit Asa lernt man eine interessante Protagonistin kennen, die man schnell ins Herz schließt, sodass man ihre Geschichte nur genießen kann. Ich kann die Bücher von Claudia Toman nur empfehlen.

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

Dank einiger Tauschaktionen, Überraschungspost, Spontankäufe und ein paar Vorbestellungen hat sich in den letzten Tagen wieder einiges angesammelt. Ein paar der Bücher habe ich bereits gelesen, manche davon sogar rezensiert, von daher wird mir mein SUB diesen Zuwachs sicherlich verzeihen. 😉

Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße (Rezension)
C.S. Richardson – Eines Morgens in Paris (Rezension)
Bettina Bromme – Engelmord
Carina Müller – Verfluchte Wünsche
Jennifer Benkau – Marmorkuss

Anna Carey – Blackbird (Blackbird #1)
Maike Stein – Du oder sie oder beide
Annell Ritter – Sommer in Grasgrün
Dan Wells – Du bist noch nicht tot (John Cleaver #4)
Lisa J. Smith – Die Versuchung (Der magische Zirkel #6)

Claudia Toman – Porträt in Orange (Rezension)
Claudia Toman – Hering mit Heiligenschein
Tom Perrotta – Die Verlassenen
Denise Deegan – Wer denkt heute schon an morgen?
Lindsay Ribar – Wunderbare Wünsche

Rezension

[Kurzrezension] Claudia Toman – Porträt in Orange

Kurzbeschreibung
Die Fotografin Minna entdeckt auf einer Vernisage ein Bild, das sie fasziniert – und unterhält sich darüber mit einem Mann, der sie noch auf andere Besonderheiten aufmerksam macht… ~ Quelle

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Meine Meinung
Im Herbst bevorzuge ich meistens lockere und leichte Lektüre, da darf es auch gerne einmal eine Kurzgeschichte sein. Da „Porträt in Orange“ als „zauberhafte Herbstgeschichte“ beworben wird, wurde ich natürlich direkt aufmerksam und wollte der knapp 30-seitigen Geschichte eine Chance geben.

Da ich bereits im Vorfeld die ein oder andere Geschichte von Claudia Toman gelesen habe, waren meine Erwartungen hoch und ich bin froh, dass diese erfüllt wurden. Man kann zwar bei der geringen Seitenzahl nicht unbedingt erwarten, dass man alle Charaktere sehr gut kennen lernt, allerdings hat mir die Beschreibung von Minna und Co. vollkommen ausgereicht. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Dialoge sind unterhaltsam und haben mich am Ende sogar nachdenklich gestimmt.

Obwohl man die Figuren nur oberflächlich kennen lernt, muss man sagen, dass sie dennoch soweit beschrieben wurden, dass ich mir von allen ein gutes Bild machen konnte. Ich hätte zwar besonders über Minna noch gern die ein oder andere Sache erfahren, z.B. warum sie trotz ihres Studiums ’nur‘ Lebensmittel fotografiert, allerdings waren sie für eine Kurzgeschichte genau richtig ausgearbeitet.

Das Ende kam für mich sehr überrascht, denn ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Geschichte eine solche Wendung mit sich bringt. Ich hätte hierbei einen anderen Ausgang erwartet, muss jedoch sagen, dass ich mit diesem ebenfalls sehr gut leben kann, auch wenn mich am Ende der Part mit der Liebe doch ein wenig stutzig gemacht hat, weil es mir zu schnell ging.

Auch wenn das Cover recht schlicht ist, finde ich es wunderschön. Der Baum in Herzform passt aufgrund seiner bunten Blätter perfekt in die Jahreszeit, sodass es auf dem Reader ein toller Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung finde ich gelungen, da sie nicht zu viel verrät und sich dennoch auf den wichtigsten Part konzentriert.

Insgesamt ist „Porträt in Orange“ eine wunderbare Kurzgeschichte, die für einen verregneten Nachmittag perfekt in den Herbst passt und das Herz berührt. Wer Kurzgeschichten mag und sich für Kunst und Photographie interessiert, wird hierbei seinen Spaß haben. Ich kann es nur empfehlen!