Rezension

Olivia Miles – No Sweeter Summer (Sweeter in the City #1)

Kurzbeschreibung
Die Werbetexterin Lila Harris weiß aus leidvoller Erfahrung, wie es ist, sich in den falschen Mann zu verlieben. Diesen Fehler will sie nie wieder begehen! Als jedoch Sam Crawford, der attraktive und erfolgreiche Chef einer großen Werbeagentur – und ganz nebenbei ihr Ex – erneut in ihr Leben tritt und ihr ein verlockendes Angebot macht, weiß sie nicht, was sie tun soll: mit ihm zusammenarbeiten und das Eiscafé ihres Großvaters retten oder ihr Herz davor beschützen, erneut gebrochen zu werden? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„No Sweeter Summer“ ist der erste Band der vierteiligen „Sweeter in the City“-Reihe und hat mich aufgrund seines schönen Covers und der Kurzbeschreibung direkt angesprochen. Aufgrund der Beschreibung habe ich mir eine emotionale und schöne Liebesgeschichte gewünscht, was ich jedoch nur halbwegs bekommen habe.

Die Geschichte liest sich zwar an sich recht flott, allerdings habe ich hier deutlich mehr erwartet, denn die Autorin geht leider weder mit den Orten, noch den Figuren sonderlich groß in die Tiefe. Hier wird alles vielmehr nur angedeutet, sodass ich große Probleme hatte, mir die Orte oder die Figuren bildlich vorstellen zu können, was doch sehr schade ist.

Dabei ist die Geschichte eigentlich ganz süß: Lila arbeitet als Werbetexterin und möchte sich in der Szene immer mehr etablieren und genügend Aufträge an Land ziehen, um das Eiscafé ihres Großvaters retten zu können. Dabei möchte sie Kunden mit ihrem Talent, Ideen und Ehrgeiz überzeugen und erhält sogar einen relativ großen Auftrag. Probem ist jedoch, dass sie dabei mit dem smarten Sam zusammen arbeiten muss, der sich zufällig auch als ihr Ex-Freund entpuppt, der ihr vor einigen Jahren das Herz gebrochen hat. Für Lila ist dies ein kaum erträglicher Zustand, da sie immer noch unter der Trennung leidet und Sam in gewisser Weise nie vergessen konnte. Aber man merkt auch Sam schnell an, dass Lila ihn nach all der Zeit nicht kalt lässt.

In „No Sweeter Summer“ geht es somit nicht nur um eine süße Liebesgeschichte, sondern auch ums Verzeihen, zweiten Chancen und persönlicher Weiterentwicklung, was insgesamt gelungen ist. Wäre die Autorin hier nur weit mehr in die Tiefe gegangen und hätte sie den Figuren mehr Ecken und Kanten geschenkt, wäre es sicherlich noch ansprechender gewesen.

Kurz gesagt: „No Sweeter Summer“ ist ein insgesamt netter Auftakt der „Sweeter in the City“-Reihe, der zwar an sich ganz süß geschrieben ist, es aber deutlich an Tiefe und ausführlicheren Beschreibungen mangelt. Dennoch bin ich gespannt, was der zweite Band „No Sweeter Kiss“ für mich bereit hält und hoffe, dass dieser Band etwas tiefgründiger sein wird.

Reihenfolge
No Sweeter Summer
No Sweeter Kiss
No Sweeter Love
No Sweeter Hope

Rezension

Lisa Keil – Bleib doch, wo ich bin

Kurzbeschreibung
Kaya hat alles, was sie zu ihrem Glück braucht: eine kleine Buchhandlung in ihrem Heimatort, beste Freunde und ihr heiß geliebtes Shetlandpony. Für einen Mann, der länger bleibt als eine Nacht, ist eigentlich kein Platz in ihrem Leben.
Lasse ist überzeugter Großstädter und nur aufs Land gezogen, weil er als Lehrer die erstbeste Vertretungsstelle annehmen musste. Als Kaya ihn auf einer Scheunenparty trifft, ahnt sie nicht, dass der gutaussehende Typ der Klassenlehrer ihrer Nichte ist. Eine Begegnung mit aufregenden Folgen…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Bleib doch, wo ich bin“ von Lisa Keil ist mir nicht nur durch das wunderschöne Cover aufgefallen, sondern vor allem aufgrund der Kurzbeschreibung, die direkt mein Interesse wecken konnte und eine unterhaltsame und schöne Liebesgeschichte verspricht. Diese habe ich auch zum Glück erhalten, denn „Bleib doch, wo ich bin“ konnte mich mit einem angenehmen Schreibstil und tollen Figuren überzeugen.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist unterhaltsam, teilweise romantisch und manchmal auch recht witzig. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie gut kennen und ich konnte mich besonders in Kaya hineinversetzen, sodass ich sie gerne durch die Geschichte begleitet habe.

Kaya ist eine starke Persönlichkeit, die weiß, was sie will und sich auch nimmt, was sie will. Die große Liebe ist aktuell nicht zwingend ihr Ziel, denn sie genießt lieber ihre Freiheit und verbringt ihre Zeit lieber mit Freunden und ihrem Pferd. Dies ändert sich jedoch, als sie auf den smarten Lasse trifft, der von Köln aus aufs Land zieht, um dort als Lehrer zu arbeiten. Kaya ist von Lasse sehr angetan, was auf Gegenseitigkeit beruht, doch dann stellt sich heraus, dass Lasse der neue Klassenlehrer ihrer Nichte ist, was doch einiges auf den Kopf stellt.

Lasse und Kaya gefallen mir dabei sehr gut, denn da Zusammenspiel zwischen ihnen ist mal harmonisch, mal romantisch, mal frech und auch sehr prickelnd, sodass man hier insgesamt einen tollen Liebesroman mit kleineren erotischen Szenen erhält.

Kurz gesagt: „Bleib doch, wo ich bin“ ist eine unterhaltsame und romantische Liebesgeschichte, die dank sympathischen und schlagfertigen Figuren und einem angenehmen Schreibstil überzeugen kann. „Bleib doch, wo ich bin“ wird somit nicht mein letztes Buch von Lisa Keil gewesen sein.

Rezension

Annie Williams – Love Coach

Kurzbeschreibung
Fast ein Jahr ist vergangen, seitdem Belles Freund mit ihr Schluss gemacht hat. Und ihr Liebeskummer wütet noch immer so fies wie an Tag eins der Trennung. An ihrem 25. Geburtstag platzt Belles Freundinnen allerdings der Kragen, und sie schenken ihr einen Internetkurs, der gegen den Frust helfen soll. Die wichtigste Regel dabei lautet: Lass dich niemals auf einen ernsthaften Flirt ein! Belle ist fest entschlossen, sich durch die Lektionen, die ihr der Love Coach stellt, zu beißen – komme, was da wolle. Doch ausgerechnet da trifft sie auf Jamie, der ihr mit seiner lockeren Art und seinem umwerfenden Lächeln den Kopf verdreht. Und Belle muss feststellen, dass die Regel des Kurses zu einem immer größeren Problem wird… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Love Coach“ gehört zu den Büchern, die sich zunächst wahnsinnig gut anhören und bei denen man hinterher nicht nur genervt den Kopf schüttelt, sondern sich fragt, warum man die Geschichte überhaupt gelesen hat.

Dies liegt vor allem daran, dass die Autorin hier sehr tief in die Klischeeschublade gegriffen hat, aber auch an den unsympathischen Figuren, mit denen ich rein gar nichts anfangen konnte. Zwar liest sich die Geschichte durchaus sehr flüssig und besitzt auch den ein oder anderen witzigen Moment, allerdings gehört „Love Coach“ auch zu den Büchern, die man sehr schnell wieder vergessen hat.

Die 25-jährige Belle wurde vor einem Jahr von ihrem Freund verlassen und zelebriert seitdem geradezu ihren Liebeskummer, denn es scheint dabei kein Ende in Sicht zu sein. Ihre Freundinnen wollen dies nicht mehr mit ansehen und schenken ihr zum Geburtstag einen Onlinekurs, bei dem ihr ein sogenannter Love Coach nicht nur helfen soll, die Trennung zu verarbeiten, sondern auch gleichzeitig, wie man mehr Selbstvertrauen aufbaut und flirtet. Dabei gibt es grundsätzlich nur eine Regel: Lass dich nie auf einen ernsten Flirt an. Dass dies nicht so einfach ist, stellt sich geradezu in Rekordzeit heraus, als sie auf den smarten Jamie trifft, der ihr direkt den Kopf verdreht.

So gut dies auch klingen mag, so vorhersehbar, klischeehaft und kitschig verläuft die gesamte Geschichte. Belle und ihre Freundinnen sind für mich nicht greifbar und wirken allesamt unsympathisch und ohne Tiefe, was doch sehr schade ist, denn wären diese besser ausgearbeitet und hätte man sich besser in sie hineinversetzen können, hätte ich wohl auch mehr Gefallen an der Geschichte gefunden.

Somit ist „Love Couch“ für mich leider ein kleiner Flop, der ohne Tiefe daherkommt, was sehr schade ist, denn hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Manchmal soll es aber wohl einfach nicht sein.

Rezension

Lisa C. Franklin – Perfect Score: Für immer du

Kurzbeschreibung
Vor Sechs Jahren war Ian Clark, der beste Freund und Eishockey Kamerad ihres Bruders, der erste Junge, in den sich Lainy verliebte. Die gemeinsamen Trainingsstunden auf dem Eis brachten die Luft zwischen den beiden zum Knistern. Doch dann verschwand er von einem auf den anderen Tag und ließ Lainy am Boden zerstört zurück. Jetzt ist er plötzlich wieder in der Stadt.
Seit Ian denken kann, ist er in Lainy verliebt, sie ist seine große Liebe. Doch vor sechs Jahren war er gezwungen, sie zu verlassen, damit sie nicht von seiner Vergangenheit überrannt wird. Als er zurückkommt, muss er feststellen, dass sein Versuch Lainy zu beschützen, fehlgeschlagen ist. Ian setzt alles daran, sich zu entschuldigen, doch zwischen ihnen steht so manche unausgesprochene Wahrheit.
Ist ihre Liebe immer noch stark genug, dass sie gemeinsam die Vergangenheit überwinden können?
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da Sport Romance-Romane immer populärer werden und dabei besonders viele Geschichten von Eishockey handeln, war ich zunächst ein wenig skeptisch, ob mir „Perfect Score: Für immer du“ wirklich gefallen kann, da ich bereits einfach schon zu viele Geschichten rund um die Sportart gelesen habe. Trotz aller Zweifel hat mir „Perfect Score: Für immer du“ jedoch erstaunlich gut gefallen, sodass ich hier ein paar angenehme und unterhaltsame Lesestunden hatte.

Das Buch liest sich leicht und flüssig und bringt eine Geschichte mit sich, die zwar an sich emotional ist, mich aber auch gut unterhalten konnte, da besonders die Dialoge oft sarakstisch, aber auch recht witzig gestaltet sind. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie gut kennen und durch die vielen Rückblicke bekommt man einen guten und nachvollziehbaren Einblick in ihr Leben und gemeinsame Zeit.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Lainy und Ian. Während Lainy als Eiskunstläuferin auf dem Eis steht, ist Ian der Star der Eishockey-Mannschaft. Sie haben nicht nur eine sehr starke Verbindung zueinander, sondern haben dazu noch eine gemeinsame Vergangenheit. Lainy und Ian waren früher nicht nur befreundet, sondern auch ineinander verliebt, ehe Ian wie aus dem Nichts aus ihrem Leben verschwand. Nun, sechs Jahre später, stehen sie wieder voreinander und versuchen nicht nur wieder ein normales Verhältnis zueinander aufzubauen, sondern auch die Vergangenheit zu verarbeiten, denn beide hatten durch die Trennung ein gebrochenes Herz, das immer noch zwischen ihnen steht.

Die Geschichte ist emotional, humorvoll, stimmt nachdenklich und beeinhaltet natürlich auch genug Szenen rund um den Eissport, was mir insgesamt gut gefallen hat. Dazu zeigt die Geschichte auf, was mit einer jungen Liebe passieren kann, wenn zu viel Einfluss von außen auf sie einströmt und welch Schaden das auch auf die Psyche nehmen kann.

Kurz gesagt: „Perfect Score: Für immer du“ ist insgesamt eine unterhaltsame und emotionale Sports Romance, die mich mit einem tollen Schreibstil und interessanten Figuren begeistern konnte. Bitte mehr davon!

Rezension

Casey McQuiston – Royal Blue

Kurzbeschreibung
Als seine Mutter zur ersten Präsidentin der USA gewählt wird, wird Alex Claremont-Diaz über Nacht zum Liebling der Nation: attraktiv, charismatisch, clever – ein Marketingtraum für das weiße Haus. Nur auf diplomatischer Ebene hapert es bei Alex leider ein wenig. Bei einem Staatsbesuch in England eskaliert Alexʼ schwelender Streit mit dem britischen Thronfolger Prinz Henry. Als die Medien davon Wind bekommen, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den USA und England rapide. Zur Schadensbegrenzung sollen die beiden jungen Männer medienwirksam ihre Versöhnung vortäuschen.
Doch was, wenn Alex und Henry dabei feststellen, dass zwischen ihnen eine Anziehung existiert, die über eine Freundschaft weit hinausgeht?
Plötzlich steht nicht nur die Wiederwahl von Alexʼ Mutter auf dem Spiel…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Seit Monaten lese ich immer wieder begeisterte Rezensionen zu „Royal Blue“, sodass ich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte hatte und mich auf auf eine unterhaltsame und süße LGBTQ-Geschichte gefreut habe. Leider kommt die Geschichte letztendlich jedoch nicht ohne Schwächen aus, sodass ich zwar nicht zwingend enttäuscht bin, jedoch insgesamt mehr erwartet habe.

Grund dafür ist unter anderem der Schreibstil, mit dem ich am Anfang meine Probleme hatte, denn mir fiel der Einstieg in die Geschichte sehr schwer, sodass ich gut und gerne knapp fünfzig Seiten gebraucht habe, ehe ich mich in der Geschichte wirklich wohl gefühlt habe, was für meinen Geschmack deutlich zu lang ist. Auch die Figuren waren ein kleines Problem. Alex und Henry waren mir zwar an sich sympathisch und ich habe ihre Geschichte gern verfolgt, allerdings habe ich mir wohl von den anderen Figuren zu viel versprochen. Alex und Henry sind dagegen sympathisch, liebenswert, besitzen durchaus Ecken und Kanten, allerdings hat mir bei den anderen Figuren eine gewisse Einzigartigkeit gefehlt, was ich sehr schade finde.

Dabei ist die Geschichte an sich ganz interessant: Alex‘ Mutter ist die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, was ihn auch gleichzeitig in den Vordergrund rückt und zum Liebling der Nation macht. Henry ist dagegen der Kronprinz von England und steht ebenfalls im Vordergrund, sodass beide ein Leben in der Öffentlichkeit gewohnt sind. Als die beiden bei einem Staatsbesuch zum ersten Mal aufeinandertreffen, läuft dieses alles andere als harmonisch ab, sodass sie für einen handfesten Skandal sorgen und sich medienwirksam wieder versöhnen müssen. Dabei entsteht nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Anziehungskraft, die nicht nur beide selbst verwundert, sondern auch für einen Skandal sorgt.

Casey McQuiston bricht hier so manches Tabuthema, denn ein homosexuellen Royal ist für viele leider heutzutage noch ein absolutes No Go, was nicht nur traurig ist, sondern auch für immenses Kopfschütteln bei mir sorgt. Die Liebesgeschichte zwischen Alex und Henry ist authentisch, toll erzählt und romantisch, was mir sehr gefällt. Dennoch wollte der Funke nicht gänzlich überspringen, da die Geschichte meiner Meinung nach oftmals unnötige Längen mit sich bringt, was nicht nur den Lesefluss gestört hat, sondern auch die Stimmung im Buch kaputt gemacht hat. Dazu kommt, dass mich die Nebenfiguren leider kaum angesprochen haben, was definitiv schade ist. Hätten mir diese besser gefallen, wäre auch die Geschichte insgesamt sehr viel besser bei mir angekommen.

Kurz gesagt: „Royal Blue“ ist insgesamt eine gute Geschichte mit einer authentischen und tollen Liebesgeschichte und einem großteils flotten Schreibstil, die jedoch auch leider nicht ohne Schwächen auskommt, was ich ein wenig schade finde. Dennoch ist „Royal Blue“ definitiv eine Empfehlung wert, da das Buch sehr wichtige Themen anspricht, die toll umgesetzt wurden.

Rezension

[Kurzrezension] Lilly Adams – Nebenan funkeln die Sterne

Kurzbeschreibung
When it rains look for rainbows.
And when it’s dark look for stars.

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Nebenan funkeln die Sterne“ besticht nicht nur mit einem wunderschönen Cover, sondern auch mit einer Kurzbeschreibung, die direkt mein Interesse wecken konnte. Meine Hoffnungen waren dementsprechend groß und ich wurde nicht enttäuscht.

Lilly Adams thematisiert in „Nebenan funkeln die Sterne“ das Leben auf Instagram, das oftmals mehr Schein als Sein ist. So auch bei Emma, die ihren Followern ein perfektes, aufregendes Leben vorspielt und dies immer mit wunderschönen Bildern unter Beweis stellt. Dass die Realität jedoch komplett anders aussieht, weiß nur sie selbst, denn Emma leidet unter einer Sozialphobie, die ihr kaum ermöglicht, die Wohnung zu verlassen. Ihre Einsamkeit endet jedoch, als sie zum ersten Mal ihrem neuen Nachbarn Nathan begegnet, der ihr Herz direkt zum Schlagen bringt.

Die Geschichte wird dabei sehr schön und flüssig erzählt. Die Scheinwelt Instagram wird immer wieder durchleuchtet, aber auch Emmas Sozialphobie, die von der Autorin sehr gut thematisiert und authentisch herübergebracht wird, sodass man sich direkt in Emma hineinversetzen kann. Allgemein ist Emma eine tolle Protagonistin, die authentisch, sympathisch und tiefgründig ist.

Somit ist „Nebenan funkeln die Sterne“ insgesamt eine schöne, nachdenklich stimmende und unterhaltsame Geschichte, die mich aufgrund des angenehmen Schreibstils und den gut ausgearbeiteten Figuren begeistern konnte.

Rezension

Tina Nell – Insta Love – Nur perfekt ist gut genug

Kurzbeschreibung
»Ich dachte, es macht mich glücklich – der Fame, die Fans, das Geld – bis ich erkannte, dass ich mein reales Leben gegen eine digitale Scheinwelt eingetauscht hatte.«

Nach der Trennung von ihrem Freund Dan Hawkins, einem gefeierten Instagram-Star, will sich das Model Jules ein neues, eigenständiges Leben aufbauen. In dieser turbulenten Zeit lernt sie den attraktiven Paul kennen, der sie mit seiner ruhigen und ehrlichen Art gleich in den Bann zieht. Doch ihr Ex und die Schatten der digitalen Welt holen sie immer wieder ein und schon bald weiß Jules nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Insta Love – Nur perfekt ist gut genug“ war ich schon sehr gespannt, da ich bislang nur Gutes über die Geschichte gehört habe. Hier habe ich mir demnach eine leichte Liebesgeschichte gewünscht, die auch nicht zurückschreckt, um vor der Scheinwelt zu warnen, die nur allzu viele Accounts auf Instagram präsentieren. Dies habe ich auch zum Großteil bekommen, sodass mir „Insta Love – Nur perfekt ist gut genug“ trotz einiger Schwächen gefallen hat.

Die Geschichte liest sich insgesamt leicht und flüssig, regt zum Nachdenken an und thematisiert den Glamour, aber auch den Einfluss von sogenannten Instagram-Stars, die sich eine Scheinwelt aufbauen und somit nicht nur andere Menschen beeinflussen, sondern auch selbst immer mehr den Bezug zur Realität verlieren. Dabei sind die Charaktere gut und vor allem authentisch gezeichnet, allerdings haben sie sich für meinen Geschmack zu oft nur im Kreis gedreht, sodass das Tempo aus der Geschichte deutlich herausgenommen wird, was meiner Meinung nach vollkommen unnötig ist.

„Insta Love – Nur perfekt ist gut genug“ erzählt die Geschichte von Jules, einem erfolgreichen Model, dass sich nach der Trennung von ihrem Freund Dan ein neues und vor allem eigenständiges Leben aufbauen muss. Obwohl sie relativ bodenständig wirkt, wird sie dennoch täglich von Instagram und anderen Plattformen beeinflusst, da Dan ein Star auf Instagram ist und selbst den Bezug zur Realität komplett verloren hat. Als Jules auf einer Party auf Paul trifft, scheint sich ihr Leben zu normalisieren, weil dieser nicht allzu viel von dieser Scheinwelt hält, allerdings driftet sie immer wieder in eine Welt ab, die mit ihrem Alltag nicht allzu viel gemein hat.

Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist zwar an sich handwerklich gut gemacht, allerdings hat mir stellenweise das gewisse Extra gefehlt, um vollends begeistert zu sein.

Kurz gesagt: „Insta Love – Nur perfekt ist gut genug“ ist insgesamt eine nette Geschichte, die mit einer interessanten Thematik und authentischen Figuren daherkommt, mich aber nicht vollständig begeistern konnte, sodass ich das Buch zwar insgesamt gut finde, aber nicht als Highlight bezeichnen würde.

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] J.T. Sheridan – Legal Love – An deiner Seite (Lawyers of London #1)

„Legal Love – An deiner Seite“ ist der erste Band der „Lawyers of London“-Reihe. Da die Bewertbung bislang weitesgehend positiv sind und auch die Kurzbeschreibung ganz interessant klang, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und muss sagen, dass ich doch letztendlich sehr enttäuscht bin, weil mich weder die Figuren, noch der Schreibstil sonderlich andersprechen konnte.

Hier bekommt man eine recht oberflächliche und fast schon plumpe Geschichte vorgesetzt, bei dem sich die Anwältin Nora mit ihrem neuen Vorgesetzten David auseinandersetzen muss. David ist der Enkelsohn ihres verstorben Chefs und möchte in der Kanzlei einiges verändern, was Nora jedoch alles andere als gut findet. Dabei geraten die beiden nicht nur immer mehr aneinander, sondern gleichzeitig muss Nora auch immer mehr Davids Launen und Beleidigungen aushalten. Umso erstaunlicher ist es dabnei, dass sie feststellen müssen, dass es auch gleichzeitig zwischen ihnen zu knistern anfängt. Dabei wird die Geschichte so klischeehaft und vorhersehbar erzählt, dass es schon fast weh tut.

Nora und David sind absolute Stereotypen, die nur wenig Ecken und Kanten besitzen und recht oberflächlich daher kommen. Es gibt kaum Punkte an ihnen, die mir wirklich sympathisch waren und ich habe ihnen auch die ach so prickelnden Momente nicht wirklich abkaufen können. Sie wirkten auf mich insgesamt zu blass und unfertig, sodass ich mich absolut nicht mit ihnen anfreunden konnte.

Somit hat mich auch ihre weitere Geschichte nicht sonderlich interessiert, sodass ich mich letztendlich nach etwas mehr als der Hälfte dafür entschieden habe, die Geschichte abzubrechen.

(Die Rechte am Buchcover liegen bei Bastei Lübbe)

Rezension

Emma Winter – Crazy in Love (Weston High #1)

Kurzbeschreibung
Sashas sehnlichster Wunsch ist es, an der renommierten Yale University zu studieren. Dafür wagt sie sogar den Neuanfang an einer privaten High School in Boston, drei Zeitzonen und 3000 Meilen von ihrer besten Freundin Lucy und ihrer Mutter Bow entfernt. Ihre neuen Mitschüler sind das genaue Gegenteil von dem, was sie eigentlich toll findet: reich, elitär, arrogant. Aber wenn sie es hier schafft, dann ist ihr Traum von Yale zum Greifen nah. Um nicht völlig unterzugehen, sucht sie sich einen Job in einem Café, denn neben Listen für jede Lebenslage schreiben und Cupcakes nach Stimmungslage zu backen, ist Kaffee ihre große Leidenschaft. Dass ausgerechnet der angesagteste Typ der Weston High eines Tages hier auftaucht, passt ihr gar nicht. Denn eines will sie auf keinen Fall: sich verlieben… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Crazy in Love“ ist der erste Band der „Weston High“-Trilogie und konnte direkt mit seinem tollen Cover mein Interesse wecken. Da die Kurzbeschreibung ebenfalls sehr interessant klingt, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich flott und leicht, besitzt durchaus Humor, aber auch emotionale Momente, was mir sehr zugesagt hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und größteils sympathisch, sie besitzen Ecken und Kanten und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Sasha und Ben. Sasha ist eher zurückhaltend und ruhig und möchte unbedingt ihren verstorben Vater ehren, indem sie wie er an der Elite-Universät Yale studieren möchte. Um ihre Chancen darauf zu verbessern, wechselt sie auf eine private High School nach Boston und ist plötzlich nicht nur auf sich allein gestellt, sondern auch als Neue die Außenseiterin schlechthin. Dabei gerät sie immer wieder mit Ben aneinander, der in der Schule als Frauenschwarm gilt. Sasha versucht ihm jedoch immer wieder auszuweichen, was zunehmends schwerer wird, als er sogar noch in dem Cafe, in dem sie arbeitet, auftaucht. Und dann passiert ausgerechnet das, was Sasha nicht geplant hat: Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Die Geschichte zwischen Sasha und Ben ist zwar hier und da klischeebeladen, da sie die Außenseiterin ist und er -natürlich- der Frauenschwarm schlechthin ist, aber dennoch hat die Geschichte durchaus seinen Reiz. Es gibt jede Menge Drama und Missverständnisse, stellenweise verdreht man beim Lesen die Augen, aber trotzdem hatte ich großen Spaß daran, ihre Geschichte zu verfolgen.

Kurz gesagt: „Crazy in Love“ ist ein gelungener Auftakt der „Weston High“-Trilogie und konnte mich mit einem angenehmen und flotten Schreibstil sowie interessanten Figuren überzeugen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band „Hopelessly in Love“, der bereits in Kürze erscheinen wird.

Reihenfolge
Crazy in Love
Hopelessly in Love
Always in Love (3. August 2020)

Rezension

Vanessa Sangue – Fire Queen (Cosa Nostra #2)

Kurzbeschreibung
Saphiras Welt liegt in Scherben. Die De Angelis sind zerschlagen, sie selbst schwer verletzt und ihr Selbstvertrauen zerstört. Das erste Mal in ihrem Leben hatte sie sich von ihren Gefühlen leiten lassen – und muss nun einen hohen Preis dafür bezahlen. Denn Madox ist in Wirklichkeit das neue Oberhaupt der Familie Varga – und damit Saphiras schlimmster Feind. Doch Saphira gilt nicht umsonst als der gefürchtetste capo der Cosa Nostra. Sie schwört, die Vargas auszulöschen und Madox zu zeigen, was es bedeutet, sich mit der Eisprinzessin anzulegen – ohne zu ahnen, dass die größte Gefahr viel näher ist, als sie denkt… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem mir bereits der erste Band „Cold Princess“ sehr gefallen hat, stand für mich schnell fest, dass ich auch den zweiten und letzten Band der „Cosa Nostra“-Dilogie lesen möchte. Bei „Fire Queen“ habe ich mir eine ähnlich spannende und ereignisreiche Fortsetzung der Mafiageschichte gewünscht und ich wurde nicht enttäuscht.

Vanessa Sangue erzählt die Geschichte rund um Saphira und Madox weiterhin sehr spannend. Die Geschichte liest sich flüssig, ist actiongeladen und stellenweise sehr roh, was jedoch insgesamt gut zum Setting passt. Die Figuren entwickeln sich allesamt sehr gut, entpuppen sich stellenweise zu Sympathieträgern und ihr handeln ist trotz einiger Brutalität aufgrund der Feindschaften unterinander nachvollziehbar.

Da „Cold Princess“ sehr überraschend endete, musste ich unbedingt wissen, wie es mit Saphira weitergehen wird, denn nach dem Verrat von Madox, der sich als Oberhaupt der Varga-Familie entpuppt hat, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Saphira ist nicht nur verletzt und ihr eigener Clan zerschlagen, sondern vor allem ihr Herz leidet unter dem großen Verrat. Sie rappelt sich jedoch schnell wieder auf und möchte Rache an Madox und seiner Familie nehmen und ahnt dabei nicht, in welcher Gefahr sie sich tatsächlich befindet.

Das Ende ist zwar an sich ein wenig vorhersehbar, sodass da keine große Spannung oder Überraschung mehr aufkam, allerdings war der Weg bis dahin sehr interessant und mit einigen spannenden Wendungen gespickt, was mir wiederum sehr gefallen hat.

Kurz gesagt: Mit „Fire Queen“ hat Vanessa Sangue ein würdiges Ende der „Cosa Nostra“-Dilogie geschrieben, das mich mit einer actiongeladenen und spannenden Handlung und interessanten Figuren überzeugen konnte. Ich bin somit schon auf weitere Bücher von der Autorin gespannt.

Reihenfolge
Cold Princess
Fire Queen