Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen] James Douglas – Zu früh zum Sterben

„Zu früh zum Sterben“ von James Douglas klang auf dem ersten Blick nach einem interessanten Thriller, der sich sehr spannend angehört hat. Dementsprechend neugierig war ich auf die Geschichte rund um Agent Cooper und habe hohe Erwartungen an die Geschichte gehabt. Leider konnte mich „Zu früh zum Sterben“ letztendlich nicht überzeugen, sodass ich mich der Geschichte schon von Beginn an nicht anfreunden konnte.

Schuld daran ist ein oftmals zu trockener Schreibstil, der sich zwar an sich recht ordentlich lesen lässt, allerdings bietet die Geschichte nur selten Spannung, sodass der Thriller lediglich dahinplätschert, ohne jedoch Eindruck zu hinterlassen.

Gleiches gilt auch für die Figuren. So werden Hans Neidegger, Agent Cooper und Co. zwar an sich zunächst detailiert beschrieben, allerdings blieben sie für mich auf weitern Strecken farblos, sodass ich mich nicht sonderlich mit ihnen auseinandersetzen konnte. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb mein Interesse an den Figuren als auch an der Geschichte schnell verflogen ist, weil vieles für mich zu belanglos war.

Somit habe ich die Geschichte nach etwas mehr als die Hälfte abgebrochen, da mich der Ausgang des Buches leider nicht mehr interessiert hat.

(Die Rechte am Buchcover liegen beim jeweiligen Verlag)

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

Nachdem ich euch bereits vor einigen Tagen den ersten Teil meiner Neuzugänge aus dem Dezember und Januar gezeigt habe, folgt nun der zweite Teil. Dabei habe ich nicht nur die ein oder andere Überraschungspost erhalten, sondern auch einige Vorbestellungen. Gleichzeitig habe ich auch einige Bücher speziell für die LYX Challenge gekauft, die ich hoffentlich in den nächsten Wochen alle lesen werde.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

Laura Kneidl – Verliere mich. Nicht. (Berühre mich. Nicht #2) (Rezension)
Brittainy C. Cherry – Wie die Stille unter Wasser (Romance Elements #3) (Rezension)
Jochen Baier – Fahrräder für Utrecht (Rezension)
Erin Watt – Paper Party: Die Leidenschaft (The Royals #3.5) (Rezension)
Adriana Popescu – Schöne Grüße vom Mond (Rezension)

Jennifer E. Smith – Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen
Isabell May – Close to you
Tarryn Fisher – Seelenspiel
Tom Hanks – Schräge Typen
Leigh Bardugo – Wonder Woman: Kriegerin der Amazonen

Vivien Summer – Suche, was dich rettet (SoulSystems #2)
Laura Ruby – Die Suche nach dem Schattencode (Chroniken von York #1)
Katy Evans – Real: Nur für dich (REAL #1)
Katy Evans – Mine: Ich gehöre dir (REAL #2)
Katy Evans – Remy: Du allein (REAL #3)

Rezension

Jochen Baier – Fahrräder für Utrecht

Kurzbeschreibung
Als Hauke seinen Großvater zum letzten Mal im Krankenhaus besucht, offenbart ihm dieser ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit: Im Zweiten Weltkrieg war er in den Niederlanden stationiert und unter anderem für die Registrierung der verhafteten Juden und die Beschlagnahmung der Fahrräder verantwortlich. In die Trauer um seinen Opa mischt sich schnell auch der Gedanke an Wiedergutmachung: Hauke startet mit seinen Freunden Safi und Lars die Aktion „Gebt den Holländern ihre Fahrräder zurück“. Der Fahrradtour nach Holland schließen sich immer mehr Teilnehmer an – und so entsteht ein rasanter Roadtrip mit ungewöhnlichen Begegnungen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich von „Fahrräder für Utrecht“ zunächst nicht viel erwartet habe, da ich bereits sehr viele Geschichten über das Thema Zweiter Weltkrieg und die Nachfolgen gelesen habe und trotz der interessanten Kurzbeschreibung etwas skeptisch war. Dies war allerdings gar nicht nötig, denn die Geschichte ist nicht nur nachdenklich stimmend, sondern auch unterhaltsam, da man hier einen ganz besonderen Roadtrip erleben darf.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist stets unterhaltsam, oftmals humorvoll, aber dennoch wird das Thema Zweiter Weltkrieg und Wiedergutmachung hierbei nie vergessen. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, wenn auch nicht immer sympathisch, allerdings hat mich dies nicht sonderlich gestört.

Obwohl hier auch oftmals thematisiert wird, wieso Hauke diesen Roadtrip nach Utrecht startet und dort für seinen Großvater Wiedergutmachung betreibt, schreibt Jochen Baier die Geschichte nieder, ohne immer wieder den Zeigefinger zu erheben, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Haukes Großvater liegt im Krankenhaus und lässt sein Leben dabei noch einmal vorbeiziehen. Dabei offenbart er seinem Enkel auch eines seiner schlimmsten Kapitel seines Lebens. Der Großvater war im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden stationiert und hat dort die verhafteten Juden registriert und sämtliche Fahrräder beschlagnahmt, was er zutiefst bereut. Hauke möchte die Fehler seines Opas wiedergutmachen und begibt sich dabei auf einen ganz besonderen Roadtrip, denn dieser möchte gemeinsam mit seinen Freunden den Holländern ihre Fahrräder zurückgeben…

Das Cover ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern passt auch bestens zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Fahrräder für Utrecht“ ist trotz seiner schweren Thematik eine oftmals unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.