Rezension

Lea Freidinger – Schneeflockentanz

Kurzbeschreibung
Zur Weihnachtszeit kehrt Ella in das kleine Städtchen Clearmoor zurück, doch ihr ist gar nicht festlich zumute. Ihr geliebter Vater ist gerade erst verstorben und seine Farm liegt verschneit und verlassen da – abgesehen von Nathan, dem neuen Verwalter, den Ellas Vater noch vor seinem Tod eingesetzt hat. Erst als Ella vor ihm steht, erkennt sie Nathan wieder. Sie waren gemeinsam auf der Schule, und er hat ihr damals das Leben schwer gemacht. Ella ist sich sicher: Das wird ein katastrophales Weihnachtsfest.

Doch dann findet sie das alte Märchenbuch, aus dem ihr Vater immer vorgelesen hat, und darin einen ersten Brief von ihm. An jedem Adventstag tauchen weitere Nachrichten von ihm auf und alle enthalten eine vorweihnachtliche Aufgabe, die Ella erledigen muss: Schlittenfahren, einen alten Film anschauen, Kakao trinken. Dabei steht ihr Nathan überraschend zur Seite und Ella erinnert sich daran, wie wunderbar die Weihnachtszeit sein kann und dass man sie auf keinen Fall alleine verbringen sollte… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Auf der Suche nach schönen und romantischen Weihnachtsgeschichten bin ich durch Zufall u.a. auf „Schneeflockentanz“ von Lea Freidinger gestoßen, das mich nicht nur mit seinem wunderschönen Cover, sondern auch aufgrund der Kurzbeschreibung überzeugen konnte, sodass ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance geben wollte. Meine Erwartungen waren hoch und am Ende wurde ich nicht enttäuscht, da mich die Geschichte nicht nur unterhalten, sondern vor allem auch in Weihnachtsstimmung versetzen konnte.

Die Geschichte ist dabei nicht nur sehr schön und flüssig geschrieben, sondern besticht vor allem auch mit der Atmosphäre, die hier vorherrscht. „Schneeflockentanz“ ist nicht nur unterhaltsam und teilweise romantisch, sondern vor allem auch melancholisch und besitzt eine Schwere, die ich anfänglich nicht erwartet habe, die aber durchaus zu den Figuren passt. Die Figuren, insbesondere Ella und Nathan konnten mich dabei mit ihrer direkten und offenen Art überzeugen und ich fand beide auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch.

Ella hatte es zuletzt nicht leicht, denn ihr Vater ist gerade erst verstorben, sodass sie in ihre Heimat Clearmoor zurückkehrt, um nach der Farm ihres Vaters zu sehen. Dabei trifft sie auch auf Nathan, der von ihrem Vater zuvor als Verwalter eingesetzt wurde. Was Ella jedoch erst viel zu spät erkennt, ist die Tatsache, dass Nathan kein Unbekannter für sie ist, denn die beiden gingen bereits gemeinsam zur Schule und waren dort alles andere als Freunde, denn Nathan hat ihr regelmäßig das Leben schwer gemacht und ihr nie so wirklich gesagt, wieso er sie teilweise so grausam behandelt hat. Erst durch Briefe und Aufgaben, die Ellas Vater ihr hinterlassen hat, kommen die beiden sich näher und merken, dass selbst aus Feindschaft Liebe entstehen kann.

Die Aufgaben und Briefe von Ellas Vater sind dabei nicht nur insgesamt sehr schön und vielseitig, sondern verhelfen Ella vor allem dazu, dass sie genügend Ablenkung von ihrer Trauer hat, sie gleichzeitig aber auch in Weihnachtsstimmung versetzt wird. Besonders schön ist dabei, wie Ella und Nathan immer mehr miteinander harmonieren, ihre gemeinsame Vergangenheit aufarbeiten und sich immer näher kommen. Die Geschichte zwischen ihnen wird authentisch, schonungslos und wenig klischeehaft erzählt, sodass man sich nicht nur in sie hineinversetzen kann, sondern vor allem eine schöne Geschichte erhält, die sich nicht von einem Klischee zum anderen hangelt.

Somit ist „Schneeflockentanz“ insgesamt eine romantische, unterhaltsame, aber auch melancholische Geschichte, die mit interessant Figuren besticht und den Leser in Weihnachtsstimmung versetzt. Ich kann die Geschichte somit nur empfehlen und hoffe auf viele weitere Geschichten von Lea Freidinger.

Rezension

[Kurzrezension] Christiane Bößel – Small Town Kisses: Morgan & Nate (Minot Love Story #1)

Kurzbeschreibung
Nach dem Verschwinden ihrer Mutter fühlt sich Morgan als älteste Schwester für ihre Familie verantwortlich. Statt aufs College zu gehen, jobbt sie in einem kleinen Buchladen. Ihre eigenen Träume und Wünsche sind dabei auf der Strecke geblieben. Bis eines Tages Nate in der Buchhandlung auftaucht und sie mit seinem tiefgründigen Blick in seinen Bann schlägt. Der schweigsame Nate, dessen Tage offenbar nur aus Besuchen im Fitnessstudio und seiner Arbeit als Autor bestehen. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen, doch ihr wird schnell klar, dass er ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Warum verliert er sich so sehr im Sport, dass er kaum Zeit hat, sich auf Morgan einzulassen? Und warum stößt er sie immer wieder von sich, wenn es ernst zwischen ihnen wird? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Obwohl die Kurzbeschreibung nicht wirklich danach klingt, als hätte Christiane Bößel mit „Small Town Kisses: Morgan & Nate“ das Rad neu erfunden, wollte ich der Geschichte dennoch eine Chance geben. Hierbei habe ich nicht allzu viel erwartet, was auch gut war, denn „Small Town Kisses: Morgan & Nate“ ist für mich lediglich ganz in Ordnung.

Dabei kann man der Autorin eigentlich keinen Vorwurf machen, denn die Geschichte liest sich leicht und flüssig und auch die Figuren sind gut gezeichnet, sodass man diese einigermaßen gut kennen lernt. Problem ist jedoch, dass man hierbei wirklich das Gefühl hat, als hätte man die Geschichte bereits hunderte Male vorher gelesen, da die Geschichte einfach nicht viel Neues mit sich bringt. Außerdem kommt es häufig zu einigen Wiederholungen, was ebenfalls vermeidbar gewesen wäre.

Erzählt wird die Geschichte von vier Geschwistern, die auf sich allein gestellt sind, seit ihre Mutter vor einigen Jahren einfach so verschwunden ist. Morgan, die älteste Schwester, wird dadurch zum neuen Familienoberhaupt und kümmert sich nicht nur um ihre Geschwister und ihren Vater, sondern auch um den Haushalt und um die Finanzen. Statt aufs College zu gehen, arbeitet sie in einer Buchhandlung und versucht damit die Familie über Wasser zu halten. In eben dieser Buchhandlung trifft sie auch auf Nate, der ihr Herz im Sturm erobert, sie aber auch gleichzeitig immer wieder von sich wegstößt.

Die Geschichte ist dabei oftmals sehr vorhersehbar, stellenweise sehr oberflächlich und dreht sich mehrfach nur im Kreis, was ein wenig schade ist, denn dies wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da man aus den Figuren und dem Plot noch mehr hätte herausholen können.

So bleibt es für mich leider nur eine von vielen Liebesgeschichten, die im Romance-Genre kaum auffällt.

Reihenfolge
Small Town Kisses: Morgan & Nate
Small Town Dreams: Tristan & Tylee (7. September 2020)
Small Town Love: Donovan & Eve (1. März 2021)
Small Town Hearts: Parker & Kaden (27. September 2021)

Rezension

Peter McLean – Priest of Bones (Der Kampf um den Rosenthron #1)

Kurzbeschreibung
Soldaten, Gangster, Magier – in den dunklen Gassen der Stadt wird darum gekämpft, wer in den Spelunken, Bordellen und Tempeln des Glückspiels das Sagen hat. Der Soldatenpriester Tomas Piety und seine Leute haben ein einfaches Ziel, sie wollen Alles, und das jetzt.

Der Krieg ist aus, aber die Probleme scheinen erst richtig anzufangen. Der Armeepriester Tomas kehrt mit seinen Soldaten und seiner Stellvertreterin Bloody Anne zurück nach Ellinburg. Aber die Stadt hat sich verändert, sein Imperium besteht nicht mehr. Längst haben andere Kriminelle die Kontrolle über die Gasthäuser, Bordelle und das Glücksspiel übernommen und ein dichtes Netz von Spitzeln geschaffen. Aber Tomas will sich zurückholen, was einst ihm gehörte. Er baut eine Gang auf, die an Gewitztheit und Schlagkraft nicht zu übertreffen ist. Und dann ist da noch Billy the Kid, ein Junge, der von der Göttin berührt ist und über beängstigende magische Fähigkeiten verfügt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Priest of Bones“, Band 1 der „Der Kampf um den Rosenthron“-Reihe, und ich hatten es ein wenig schwer miteinander, was vermutlich daran liegt, dass ich einfach zu hohe Erwartungen an diese Geschichte hatte, die bereits auf sämtlichen Plattformen viele sehr gute Bewertungen erhalten hat. Die Geschichte ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, allerdings konnte sie nicht ganz meine Erwartungen erfüllen, was sehr schade ist.

So liest sich „Priest of Bones“ bei bestimmten Kampfszenen unglaublich spannend und auch detailliert, ansonsten bleibt die Geschichte jedoch oft sehr blass und wird holprig erzählt. Dies zeigt sich auch bei den Figuren, die stellenweise unfertig und sehr roh wirken, sodass sie mir nicht nur teilweise sehr unsympathisch waren, sondern mir auch ihr Schicksal immer mehr egal wurde.

Dennoch hat „Priest of Bones“ auch durchaus ein paar gute Seiten an sich, denn die Kämpfe lesen sich wie gesagt erstklassig, aber auch die jeweiligen Ort werden detailverliebt und ausführlich beschrieben, was mir sehr gut gefällt, da ich vieles dadurch direkt vor Augen hatte.

Die jeweiligen Gruppierungen, die aus Soldaten, Gangstern und Magiern bestehen, könnten unterschiedlicher nicht sein und bieten eine Menge Raum für interessante Geschichten, doch leider blieben diese fast alle blass, sodass es letztendlich egal ist, wer wo das Sagen hat, was sehr schade ist.

Somit bin ich von „Priest of Bones“ letztendlich doch etwas enttäuscht, da ich insgesamt zu hohe Erwartungen an die Geschichte hatte und mich auch die Figuren nicht überzeugen konnten. Somit werde ich auch die weiteren Bände nicht weiter verfolgen.

Reihenfolge
Priest of Bones
Priest of Lies (dt. Titel unbekannt)
Priest of Gallows (voraussichtlicht 2021 // dt. Titel unbekannt)
Priest of Crowns (voraussichtlich 2022 // dt. Titel unbekannt)

Rezension

[Kurzrezension] Lilly Adams – Nebenan funkeln die Sterne

Kurzbeschreibung
When it rains look for rainbows.
And when it’s dark look for stars.

Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Nebenan funkeln die Sterne“ besticht nicht nur mit einem wunderschönen Cover, sondern auch mit einer Kurzbeschreibung, die direkt mein Interesse wecken konnte. Meine Hoffnungen waren dementsprechend groß und ich wurde nicht enttäuscht.

Lilly Adams thematisiert in „Nebenan funkeln die Sterne“ das Leben auf Instagram, das oftmals mehr Schein als Sein ist. So auch bei Emma, die ihren Followern ein perfektes, aufregendes Leben vorspielt und dies immer mit wunderschönen Bildern unter Beweis stellt. Dass die Realität jedoch komplett anders aussieht, weiß nur sie selbst, denn Emma leidet unter einer Sozialphobie, die ihr kaum ermöglicht, die Wohnung zu verlassen. Ihre Einsamkeit endet jedoch, als sie zum ersten Mal ihrem neuen Nachbarn Nathan begegnet, der ihr Herz direkt zum Schlagen bringt.

Die Geschichte wird dabei sehr schön und flüssig erzählt. Die Scheinwelt Instagram wird immer wieder durchleuchtet, aber auch Emmas Sozialphobie, die von der Autorin sehr gut thematisiert und authentisch herübergebracht wird, sodass man sich direkt in Emma hineinversetzen kann. Allgemein ist Emma eine tolle Protagonistin, die authentisch, sympathisch und tiefgründig ist.

Somit ist „Nebenan funkeln die Sterne“ insgesamt eine schöne, nachdenklich stimmende und unterhaltsame Geschichte, die mich aufgrund des angenehmen Schreibstils und den gut ausgearbeiteten Figuren begeistern konnte.

Rezension

[Kurzrezension] Laura Wood – Ein Himmel aus Gold

Kurzbeschreibung
Das leerstehende herrschaftliche Cardew-Haus übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die siebzehnjährige Lou aus. Immer wieder schleicht sie sich in die alte Bibliothek darin und liest – bis sie eines Tages von den Besitzern überrascht wird. Die reichen Geschwister Robert und Caitlin finden Gefallen an ihr und laden sie zu ihren rauschenden Festen ein. So betritt Lou eine ihr bislang fremde Welt voll Glamour und Cocktailpartys. Und immer mehr verfällt sie Roberts Charme. Doch kann der reiche Cardew-Spross wirklich Gefühle für sie hegen? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Aufgrund des wunderschönen Covers bin ich vor einiger Zeit auf „Ein Himmel aus Gold“ von Laura Wood gestoßen. Da auch die Kurzbeschreibung ganz interessant klang und ich bereits einige positive Bewertungen zum Buch gelesen haben, waren meine Erwartungen relativ hoch angesetzt, doch leider war ich am Ende ein wenig enttäuscht, da ich das Buch letztendlich nur ganz okay finde.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leider enorm schwer, sodass es eine ganze Weile gebraucht hat, bis ich mich mit dem Cardew Haus und den Figuren einigermaßen anfreunden konnte. Laura Wood beschreibt zwar vieles sehr detailverliebt, allerdings hat es mir sehr häufig an Tiefe und Emotionen gefehlt, sodass ich weder mit Lou, noch mit den anderen Figuren großartig mitfiebern konnte, was doch sehr schade ist.

Die Idee, dass sich die 17-Jährige Lou mit den Geschwistern Robert und Caitin Cardew anfreundet und fortan eine neue, glamourösere Welt kennen lernt, ist zwar an sich nett, allerdings auch sehr oberflächlich und besitzt so manche Länge, die meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Robert, Caitlin und Lou sind in Ordnung, allerdings entwickeln sie sich nahezu nicht weiter und auch die Geschichte selbst plätschert oftmals nur so vor sich.

Somit ist „Ein Himmel aus Gold“ zwar streckenweise ganz nett, allerdings nicht der von mir erhoffte Kracher, sodass die Geschichte zwar insgesamt nicht weh tut, man sie allerdings auch schnell wieder vergessen hat.

Rezension

[Kurzrezension] Kathrin Köller – Stark: Rebellinnen von heute

Kurzbeschreibung
Die Mädchen in diesem Buch sind weder berühmt noch Überflieger, aber sie haben den Mut, an ihren Überzeugungen festzuhalten, auch wenn es mal schwierig wird. Zum Beispiel die besten Freundinnen Franca und Taraneh, die sich bei Fridays for Future für den Schutz unseres Planeten engagieren, Yamuna, die sich klar gegen Rechtsradikalismus positioniert und Nadjeschda, die sich von der Armut nicht ihr Leben diktieren lassen will. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
In „Stark: Rebellinnen von heute“ kommen junge Mädchen und Frauen im Alter von 12 bis 19 Jahren zu Wort, die zwar unterschiedlicher nicht sein können, aber dennoch das selbe Ziel haben: Selbstbestimmtes Leben, Verständnis, Akzeptanz und Verfolgung ihrer Ziele.

Dabei werden nicht nur Themen wie Feminismus, Rassismus und Armut angesprochen, sondern auch aktuelle Themen wie Fridays for Future. An sich ist es wirklich interessant, was die jungen Mädchen und Frauen über die einzelnen Themen zu sagen haben. Sie berichten über sich und ihre Gedanken erfrischend ehrlich, regen stellenweise zum Nachdenken an und sorgen dafür, dass evtl. auch beim Leser*in ein kleines Umdenken stattfindet.

Dennoch bin ich insgesamt nicht ganz überzeugt von den jeweiligen Texten. Diese sind zwar allesamt gut geschrieben, allerdings wurde mir an so vielen Stellen zu sehr der Zeigefinger erhoben. Es ist immer eine Sache, ob man von einer Sache überzeugt ist und diese an andere Menschen weitergeben möchte – oder ob man es anderen Menschen aufdrängen möchte. Manche Texte waren mir von daher zu gewollt, zu bestimmend. Das kann man so machen und somit sicherlich viele Menschen erreichen, meins war es dagegen nicht so sehr, was ich stellenweise sehr schade finde.

Somit ist „Stark: Rebellinnen von heute“ ingesamt in Ordnung, aber für mich kein großer Kracher, der lange im Kopf bleiben wird. Dies ist sehr schade, weil die Erzählerinnen hier teilweise sehr interessane Ansätze hatten, allerdings konnte mich die komplette Umsetzung leider nicht so faszinieren, wie ich es im Vorfeld erhofft habe.

Rezension

[Kurzrezension] Volker Klüpfel/Michael Kobr – Draussen

Kurzbeschreibung
Ein Leben draußen im Wald, kein Zuhause, immer auf der Flucht: Das ist alles, was Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Nur ihr Anführer Stephan weiß, warum sie hier sind und welche Gefahr ihnen droht. Er lebt mit ihnen außerhalb der Gesellschaft, drillt sie mit aller Härte und duldet keinen Kontakt zu anderen. Cayenne sehnt sich nach einem normalen Alltag als Teenager. Doch sie ahnt nicht, dass sie alles, was Stephan ihr beigebracht hat, bald brauchen wird. Denn der Kampf ums Überleben hat schon begonnen. Und plötzlich steht er vor ihr: der Mann, der sie töten will. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da mir die „Kluftiger“-Bücher von Volker Klüpfel und Michael Kobr schon häufiger empfohlen wurden, ich diese aber bis heute nicht gelesen habe, wollte ich zumindest ihrem neuesten Thriller „Draussen“ eine Chance geben. Die Erwartungen waren aufgrund einiger sehr positiver Bewertungen enorm hoch, was jedoch ein großer Fehler war, denn leider konnte ich mich mit der Geschichte so gar nicht anfreunden.

Hier habe ich mir zunächst einen spannenden Survival-Thriller voller Spannung und packenden Momenten erhofft, was jedoch nicht eingetreten ist. Aufgrund der Kurzbeschreibung kann zwar hierbei zunächst erahnen, dass es sich um Survival handelt, allerdings entpuppt sich „Draussen“ als ein doch sehr trockener Polit-Thriller voller Gewalt, in denen hin und wieder auch ein Fremdenlegionär zu Wort kommt. Das kann sicherlich für den ein oder anderen Leser interessant und eine positive Überraschung sein, für mich entwickelte sich „Draussen“ dadurch allerdings immer mehr zum Flop, den ich immer wieder zur Seite legen musste und ich mich regelrecht durch das Buch kämpfen musste.

Dazu kommt, dass mich leider auch der Schreibstil nicht ansprechen konnte. Dieser war mir häufig viel zu trocken und vieles plätscherte nur so vor sich hin, sodass für mich keinerlei Spannung aufkommen wollte. Sicherlich, Themen wie Energie und Lobbyismus können durchaus interessant sein, allerdings nur dann, wenn man die Thematik richtig behandelt. Hier wurde zwar eine Menge seitens der Autoren angesprochen, allerdings ohne dabei in die Tiefe zu gehen, was mich nicht begeistern konnte. Gleiches gilt auch für die Figuren, die mir nicht nur fast allesamt unsympathisch waren, sondern denen es auch deutlich an Tiefe gefehlt hat.

Somit konnte mich „Draussen“ leider nicht begeistern. Hätte man mit der Kurzbeschreibung nicht zuvor einen Survival-Thriller versprochen, sondern einen Polit-Thriller, hätte ich mich vielleicht mehr auf die Geschichte einlassen können. So entpuppte sich „Draussen“ aufgrund von unsympathischen Figuren und nur oberflächlich behandelten Themen leider zum Flop.

Rezension

[Kurzrezension] Barbara J. Zister – Nosferatu. Vom Vollmond geweckt

Kurzbeschreibung
Finnys Leben hat sich um hundertachtzig Grad gedreht. Gerade noch It-Girl an ihrer Schule, lebt sie nun als Rattendämon abgeschottet von den Menschen, die ihr einst so viel bedeuteten. Mit dem Beginn der Nacht muss sie sich in ihrer dunklen Kellerwohnung verstecken, denn was der Mond in ihr weckt, sollte keinem begegnen. Doch als sie auf den süßen Skaterboy Mad trifft, beginnt sie zu hoffen – auf ein Leben, eine Zukunft und die Liebe. Bis sie den »Nosferatu« begegnet… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Nosferatu. Vom Vollmond geweckt“ befand sich schon eine ganze Weile ungelesen auf meinem eReader und ich war lange unschlüssig, ob ich es tatsächlich lesen möchte. Nun, wo ich dem eBook doch endlich eine Chance gegeben habe, muss ich leider sagen, dass ich enttäuscht bin.

Grund dafür sind leider die Figuren, die mir durchweg unsympathisch sind. Barbara J. Zister versucht die Geschichte zwar einigermaßen spannend zu gestalten, allerdings wirkt „Nosferatu. Vom Vollmond geweckt“ leider oft zu undurchdacht. Gleichzeitig hat es auch sehr lange gebraucht, bis ich mich in der Geschichte zurecht finden konnte, da ich besonders anfänglich keinen Zugang zur Geschichte gefunen habe. Dazu erhält man mit Finny eine Protagonistin, die ich sehr unsympathisch und oberflächlich finde und mit der ich mich nicht anfreunden konnte.

Es kommt zwar nicht oft vor, dass in Geschichten ein Rattendämon auftritt, allerdings wirkt das Ganze für mich zu sehr abgespact, dazu besitzt die Geschichte meiner Meinung nach nicht den berühmten roten Faden, sodass diese oftmals einfach ziellos vor sich hinplätschert, was doch sehr schade ist.

Somit ist „Nosferatu. Vom Vollmond geweckt“ für mich leider kein Highlight. Wären die Figuren ein wenig sympathischer und die Geschichte etwas interessanter und spannender gestaltet worden, hätte ich wohl deutlich mehr Spaß an dem Buch gehabt.

Rezension

Alafair Burke – The Wife

Kurzbeschreibung
Als Angela den attraktiven Jason Powell trifft, denkt sie nicht, dass der renommierte Wirtschaftsprofessor sich für sie interessieren könnte, doch zu ihrer Überraschung verliebt sich Jason in sie. Er heiratet sie und nimmt ihren Sohn auf, als wäre es sein eigener. Endlich glaubt Angela, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Sechs Jahre später ist Jason dank eines Buches zu einem Star geworden – und eine junge Studentin wirft ihm vor, sie sexuell belästigt zu haben. Jason behauptet, unschuldig zu sein, aber dann verschwindet die Studentin spurlos, und Angela wird in einen Strudel aus Schuld und Verdächtigungen gezogen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Thriller gibt es wie Sand am Meer, von daher ist es oftmals sehr schwer, hierbei die richtig guten Perlen zu erwischen. Da „The Wife“ jedoch sehr gut klang und ich bereits mehrfach gelesen habe, dass das Buch besonders mit starken, emanzipierten Frauen überzeugt, war ich sehr gespannt auf das Buch. Leider war ich am Ende dann doch sehr enttäuscht.

Es ist zwar richtig, dass es hier durchaus ein paar starke weibliche Figuren gibt, allerdings bringt das alles nichts, wenn der eigentliche Inhalt leider nicht überzeugen kann. Die Geschichte ist stellenweise sehr langatmig und belanglos und meiner Meinung nach für einen Thriller auch viel zu ruhig, sodass nur selten wirklich Spannung aufkam.

Wenn ein Buch aus sehr vielen Polizeiverhöre besteht, kann das durchaus interessant sein. Dies hat z.B. Stephen King mit „Dolores“ vorgemacht. Bei „The Wife“ wollte es jedoch für mich nicht funktionieren, da einfach keine Spannung aufkommt und ich auch die Figuren als nicht interessant genug empfinde. Starke, weibliche Figuren sind zwar nett, wenn sie aber außer dieser Eigenschaft kaum etwas zu bieten haben, ist das Ganze leider sehr mau.

In Zeiten der ganzen Me Too-Debatten springt „The Wife“ auf den Zug auf und thematisiert eine sexuelle Belästigung. So soll der Wirtschaftsprofessor Jason Powell eine seiner Studentinnen sexuell belästigt haben, was er jedoch bestreitet. Das Thema sexueller Missbrauch wird dabei meiner Meinung nach viel zu lasch thematisiert und es wirkt, als wollte die Autorin das Thema „einfach mal so“ aufgreifen, ohne jedoch dabei in die Tiefe zu gehen. Geiches gilt auch für das spurlose Verschwinden, sowie die Ehe zwischen Jason und seiner Frau Angela. Dies ist sehr schade, denn hier hätte man so viel mehr draus machen und eine deutlich spannendere und ereignisreichere Geschichte gestalten können.

Kurz gesagt: „The Wife“ hat alles, um richtig guter Thriller zu werden, doch leider wurde das vorhandene Potenzial leider überhaupt nicht genutzt, sodass die Geschichte ohne Spannung oder interessante Figuren daherkommt. Manchmal soll es einfach nicht sein.

Rezension

[Kurzrezension] Lisa Maxwell – Der letzte Magier von Manhattan (The Last Magician #1)

Kurzbeschreibung
Seit Jahrhunderten herrscht Krieg zwischen zwei Fraktionen von Magiern: Während die einen sich dem mächtigen Orden Ortus Aurea angeschlossen haben, fristen die anderen ein Schatten-Dasein im Untergrund. Zu ihnen gehört die junge Diebin Esta, die von ihrem Mentor ins New York des Jahres 1901 geschickt wird, um ein Buch zu stehlen, das als Waffe gegen den Orden dienen soll. Esta schließt sich einer Gang von Magiern an, die wie sie den Orden bekämpfen. Sie gewinnt deren Vertrauen und mehr – und weiß doch, dass sie jeden in der Vergangenheit betrügen muss, wenn sie die Zukunft retten will.
Eine junge Diebin, das New York der Gangs und Gaslaternen und ein uralter Krieg der Magier.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Der letzte Magier von Manhattan“ war eine Empfehlung des Verlages und da das Buch sehr gut klang, wollte ich dem Auftakt der „The Last Magician“-Trilogie nur allzu gern eine Chance geben. Meine Erwartungen waren relativ hoch angesetzt, doch leider wurde ich am Ende doch ziemlich enttäuscht, da ich mich mit der Geschichte leider nicht anfreunden konnte.

Das größte Problem ist hierbei der Schreibstil, der sich doch oftmals leider sehr holprig liest. Vieles wiederholt sich, die Dialoge sind oftmals sehr belanglos und verlaufen ins Leere und oftmals hatte ich auch den Eindruck, als würden sich viele Ideen der Autorin im Sande verlaufen. Die Figuren sind zwar an sich gut ausgearbeitet, allerdings konnte ich mich mit diesen nicht anfreunden, da sie mir entweder egal waren oder mich ihr Schicksal nicht berührt hat.

Das frühe 20. Jahrhundert und der Krieg zwischen zwei Gruppierungen von Magiern ist zwar an sich interessant und bietet jede Menge Ideen, die Lisa Maxwell auch grundsätzlich hatte, allerdings fehlte mir hierbei so oft der berühmte rote Faden. Gleichzeitig wirkte es oftmals so, als seien zu viele Ideen zu schnell abgearbeitet oder auch mittendrin nicht mehr weiterverfolgt worden, sodass hierbei für mich keine große Spannung aufkommen wollte. Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Buch auch eigentlich schon abbrechen wollte, allerdings habe ich dann doch bis zum Schluss durchgehalten, weil ich immer wieder auf ein Highlight gewartet, was jedoch leider nicht kam.

Somit ist „Der letzte Magier von Manhattan“ aufgrund der vielen Wiederholungen und langatmigen Momente leider eine große Enttäuschung. sodass ich auch die beiden Fortsetzungen nicht mehr lesen möchte. Manchmal soll es einfach nicht sein!

Reihenfolge
Der letzte Magier von Manhattan
The Devil’s Thief (dt. Titel unbekannt)
The Serpent’s Curse (voraussichtlich 2020 / dt. Titel unbekannt)