Rezension

Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte

Kurzbeschreibung
Mama und Papa brauchen ein romantisches Wochenende. Tiffany findet das komisch, sie hat so was noch nie gebraucht. Max auch nicht. Ihre Schwester Luisa ist aber schon 17 und möchte mit ihrem Freund Justin ebenfalls ein romantisches Wochenende verbringen. Darum will Papa ein heikles Gespräch führen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ und „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ von Marc-Uwe Kling gehört habe und dabei bereits die chaotische und liebenswerte Familie kennenlernen durfte, habe ich mich schon sehr auf den Nachfolger „Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte“ gefreut.

Hierbei wird dieses Mal ein deutlich ernsteres Thema aufgesprochen, denn Luisa, die älteste Tochter der Familie, wird von ihrem Vater aufgeklärt, bei dem nicht nur die gesamte Familie dabei ist, sondern auch noch nebenbei der Nachbar und Luisas Freund dabei sind.

Die Geschichte wird dabei wie immer vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine halbe Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht allzu schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten hat und zum Schmunzeln bringen konnte.

Dabei setzt Marc-Uwe Kling wieder einmal auf seinen altbewährten Humor, der zwar teilweise sehr überspitzt ist, aber dennoch durchaus zu unterhalten weiß. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch tatsächlich aufklärend und zeigt teilweise auch auf, wie unbeholfen manche Eltern doch im Umgang mit ihren Kindern sind, wenn es um Aufklärung und Sexualität geht. Von daher empfinde ich die Reaktion von Luisa, aber auch von ihren Eltern als sehr gelungen.

Somit ist „Der Tag, an dem Papa ein heilkes Gespräch führen wollte“ ein sehr unterhaltsames, gut aufklärendes und toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!

Weitere Geschichten über die liebenswerte Familie
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat
Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

Rezension

Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

Kurzbeschreibung
Oma und Opa sind wieder da. Zum Aufpassen. Die Kinder wissen eigentlich auch, wer auf wen aufpassen muss. Trotzdem lassen sie den Opa allein in die Küche. Prompt stellt er was an. Danach hat der Opa Angst ausgeschimpft zu werden, aber wie schnell klar wird, hat jeder schon mal was Doofes gemacht. Sogar Mama und Papa. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits kürzlich „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ von Marc-Uwe Kling gehört habe und mir die Geschichte sehr gefallen hat, wollte ich auch unbedingt den indirekten Nachfolger „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ hören und habe mir hier eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte erhofft, die ich auch letztendlich bekommen habe.

Die Geschichte wird dabei vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine ganze Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten und zum Schmunzeln bringen konnte.

In „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ geht es um die Geschwister Tiffany, Luisa und Max, die bei ihren Großeltern sind, während ihre Eltern arbeiten. Nachdem bereits zuvor die Oma das Internet kaputt gemacht hat – und zwar auf der ganzen Welt! -, bekommt man es nun mehr mit dem Opa zu tun. Normalerweise schaut er den ganzen Tag nur Dokumentationen, allerdings wollte er nun auch mal etwas aktiver sein und Tee kochen. Dabei hat er jedoch den Wasserkocher auf den Herd gestellt, was nicht nur für eine kleine Sauerei gesorgt hat, sondern auch einigen stinkenden Rauch mit sich bringt, was die gesamte Familie zum Schmunzeln bringt.

Die Figuren sind dabei alle auf ihre eigene Art sehr liebenswert: Die Oma, die immer ein wenig unbeholfen wirkt. Der Opa, der wie auch die Oma immer ein wenig schusselig, aber liebenswert ist. Die Enkel, die mehr auf die Großeltern aufpassen, als umgekehrt. Die kleinen Zankereien zwischen ihnen sind erfrischend und unterhaltsam und auch die Art und Weise, wie sie ihre gemeinsame Zeit verbringen, hat mir sehr gefallen.

Somit ist „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ ein sehr unterhaltsames, toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!

Rezension

Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat

Kurzbeschreibung
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat: Tiffany versteht sofort: Oma hat das Internet kaputt gemacht. Und zwar das ganze. Auf der ganzen Welt! Ihr Bruder Max kann es kaum glauben, er hat schließlich Ahnung und weiß, dass man das Internet nicht per Doppelklick kaputt machen kann. Aber tatsächlich – nichts geht mehr. Max‘ und Tiffanys große Schwester Luisa kann keine Musik mehr hören, Opa kann keine Serien mehr schauen, Max kann keine Nachrichten mehr schreiben und Mama und Papa können nicht mehr arbeiten. Zuerst ist das ganz schön komisch so ohne Internet. Aber als der Pizzabote vorbeikommt (der kann nämlich die richtige Straße nicht finden, weil sein Navi nicht mehr funktioniert), wird es doch noch ganz gemütlich. Die ganze Familie sitzt zusammen, isst Pizza, erzählt Geschichten, macht Musik, spielt tolle Spiele und denkt darüber nach, wie Oma wohl das Internet kaputt gemacht hat. Eigentlich könnte das jetzt immer so weitergehen, finden Tiffany und ihre Geschwister… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits kürzlich „Das NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling gehört habe und mir die Geschichte sehr gefallen hat, wollte ich auch unbedingt „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ lesen, bzw. hören und habe mir hier eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte erhofft, die ich auch letztendlich bekommen habe.

Neben „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“, sind auch noch die beiden Kurzgeschichten „Der Ostermann“ und „Prinzessin Popelkopf“ im Hörbuch enthalten. Beide Geschichten sind ebenfalls unterhaltsam, bringen aber auch die Botschaft mit sich, dass man grundsätzlich alles sein und erreichen kann, wenn man nur auf sein Herz hört und sich nicht von anderen Menschen und deren Meinungen abhängig macht, was mir gut gefallen hat.

Alle drei Geschichten werden vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine ganze Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten konnte.

In „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ geht es um die Geschwister Tiffany, Luisa und Max, die bei ihren Großeltern sind, während ihre Eltern arbeiten. Als dann plötzlich das Internet nicht mehr geht, weil die Oma das Internet kaputt gemacht hat – und zwar auf der ganzen Welt! -, bricht das Chaos aus: Der Opa kann keine Dokumentationen mehr schauen, Max kann nicht mehr mit seinem Freund schreiben, die Oma kann nicht mehr im Internet surfen und auch Luisa kann keine Musik mehr hören. Als dann noch die Eltern früher nach Hause kommen, weil sie ohne das Internet nicht mehr arbeiten können, entdeckt die Familie, dass man nicht immer nur das Internet braucht, um Spaß zu haben: Sie beschäftigen sich miteinander, musizieren, erzählen sich Geschichten von früher und Tiffany findet, dass es fortan immer so sein könnte…

Die Figuren sind dabei alle auf ihre eigene Art sehr liebenswert: Die Oma, die immer ein wenig unbeholfen wirkt. Der Opa, der Dokus verschlingt. Die Enkel, bei denen vor allem Luisa und Max aufs Internet angewiesen sind und auch die Eltern, die es mal ganz gut finden, wenn das Internet nicht funktioniert. Die kleinen Zankereien zwischen ihnen sind erfrischend und unterhaltsam und auch die Art und Weise, wie sie die internetfreie Zeit gestalten und wieder mehr gemeinsame Zeit verbringen, hat mir sehr gefallen.

Somit ist „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ ein sehr unterhaltsames, toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!

Rezension

Marc-Uwe Kling – Das NEINhorn

Kurzbeschreibung
Im Herzwald kommt ein kleines, schnickeldischnuckeliges Einhorn zur Welt. Aber obwohl alle ganz lilalieb zu ihm sind und es ständig mit gezuckertem Glücksklee füttern, benimmt sich das Tierchen ganz und gar nicht einhornmäßig. Es sagt einfach immer Nein, sodass seine Familie es bald nur noch NEINhorn nennt.

Eines Tages bricht das NEINhorn aus seiner Zuckerwattewelt aus. Es trifft einen Waschbären, der nicht zuhören will, einen Hund, dem echt alles schnuppe ist, und eine Prinzessin, die immer Widerworte gibt. Die vier sind ein ziemlich gutes Team. Denn sogar bockig sein macht zusammen viel mehr Spaß! ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich von den „Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling nicht allzu begeistert gewesen bin und diese bereits nach nur einem Band abgebrochen habe. Da ich den Autor jedoch in Interviews und bei Auftritten immer sehr sympathisch fand, wollte ich ihm noch einmal eine Chance geben und habe „Das NEINhorn“ eine Chance gegeben, was sich definitiv als richtige Wahl herausgestellt hat, denn diese kleine, aber feine Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Bei einer doch recht kurzen Länge von knapp 32 Minuten handelt es sich um die ungekürzte Hörbuchfassung, die vom Autor selbst gelesen wird. Neben der „normalen“ Lesung gibt es zudem als Bonusmaterial noch eine Live-Lesung, die sich zwar nicht groß unterscheidet, allerdings haben die Publikumsreaktionen hierbei noch einmal einiges bewirkt und die Geschichte noch lebhafter wirken lassen.

Erzählt wird dabei die Geschichte vom Neinhorn, das eigentlich ein Einhorn ist, aber grundsätzlich alles doof findet, einfach nur seine Ruhe haben möchte und deswegen zu allem nur „Nein“ sagt, während seine Eltern alles nur sehr fluffig und toll finden. Als das Neinhorn mal wieder seine Ruhe haben möchte, trifft er auf einen Waschbären, der nur selten zuhört und am liebsten „Was?!“ sagt, einem Hund, dem im Grunde genomman alles egal ist und einer schmollenden Prinzessin, die immer Recht behalten muss. Zusammen sind sie zwar eine recht miesepetrige Gruppe, allerdings auch unschlagbar und sehr liebenswert.

„Das NEINhorn“ wird dabei sehr lebhaft und humorvoll erzählt und Marc-Uwe Kling schafft es jeder Figur gerecht zu werden. Besonders die Dialoge zwischem dem Waschbär und dem Neinhorn sind mehr als gelungen und konnten mich immer wieder zum Schmunzeln bringen.

Somit ist „Das NEINhorn“ ein sehr humorvolles Kinderbuch voller liebenswerter Figuren und witziger Dialoge, das mich gut unterhalten hat. Ich kann dieses Hörbuch somit nur empfehlen.

Rezension

Sebastian Fitzek – Pupsi & Stinki

Kurzbeschreibung
Der kleine Paul wird in der Kita gehänselt, weil ihm ständig geräuschvolle und stinkende Pupse entfahren. Doch dann findet »Pupsi«, wie er bald genannt wird, einen ganz besonderen Freund: Ein Stinktier namens »Stinki«, das einen schlimmen Makel hat: Es kann nicht auf Kommando stinken! Bald merken die beiden, dass Gemeinsamkeit stark macht. Und mit den Hänseleien ist endgültig Schluss, als es ihnen gelingt, einen gefährlichen Angreifer zu vertreiben… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Zugegeben: Würde „Pupsi & Stinki“ nicht aus der Feder von Sebastian Fitzek stammen, hätte ich der Geschichte möglicherweise wohl nie eine Chance gegeben, da ich zunächst sehr skeptisch war. Hierbei wurde ich jedoch sehr positiv überrascht, denn der Thriller-Autor konnte mich mit seinem ersten Kinderbuch direkt überzeugen.

Mit einer Laufzeit von sechsundzwanzig Minuten handelt es sich hierbei um die ungekürzte Hörbuchfassung. Gelesen wird das Hörbuch vom wunderbaren Simon Jäger, der bereits zahlreiche andere Werke von Fitzek eingesprochen hat. Die Geschichte dabei unterhaltsam und mit viel Herzblut vorgelesen, sodass es an der Hörbuchfassung nichts auszusetzen gibt.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Paul, einem kleinen Jungen, der im Kindergarten keinen Anschluss findet, weil er immer pupst. Pupsi wird von den Kindern aufgrund dessen gemieden und geärgert und somit ist er immer alleine und sehnt die Zeit herbei, in der er von seinen Eltern wieder abgeholt wird. Dabei ist den anderen Kindern nicht bewusst, dass Paul lediglich aus Angst und Sicherheit pupst, da er sehr oft unruhig und überfordert vom Leben ist.

Bei einem Waldpicknick mit mit den anderen Kindern sitzt er wieder einmal alleine und trifft plötzlich auf den kleinen Stinki – einem Stinktier, dass ein großes Problem hat und selbst nicht stinken kann, sodass er oft ungeschützt vor anderen Tieren ist. Die beiden Freunden sich an, ergänzen sich und schon bald darf auch Paul unter Beweis stellen, dass seine größte Schwäche seine beste Stärke sein kann.

Interessant ist hierbei besonders, wie behutsam Sebastian Fitzek das Thema angeht und dabei auch eine schöne Botschaft hinterlässt. Hier wird nicht nur Mobbing in frühesten Jahren angesprochen, sondern auch, was Einsamkeit in einem Kind auslösen kann und wie es mit Schwächen umzugehen hat.

Das Cover das von Jörn „Stolli“ Stollmann illustriert wurde, ist nicht nur sehr niedlich anzusehen, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung verrät dagegen etwas zu viel für meinen Geschmack.

Kurz gesagt: „Pupsi & Stinki“ ist insgesamt ein tolles Kinderbuch, das nicht nur eine sehr schöne Botschaft besitzt, sondern auch auf unterhaltsame Weise von Simon Jäger vorgelesen wird. Wer mal wieder Lust auf ein Kinderbuch hat, ist hier gut aufgehoben.

Rezension

Matt Haig – Wie man die Zeit anhält

Kurzbeschreibung
Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll.
Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich die Bücher von Matt Haig bislang immer sehr gerne gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk „Wie man die Zeit anhält“, welches ich als Audiobook gehört habe. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen enorm hoch und ich wurde diesbezüglich zum Glück nicht enttäuscht.

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um eine ungekürzte Lesung, die insgesamt eine Laufzeit von 571 Minuten, also knapp neuneinhalb Stunden, besitzt. Gelesen wird das Buch von Schauspieler Christoph Maria Herbst, der u.a. für seine Rolle in „Stromberg“ bekannt wurde. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Herbst, hier hat er mir als Sprecher jedoch sehr gut gefallen, da er Tom Hazard und alle anderen Figuren mehr als gut verkörpert hat.

Interessant ist hierbei der Aufbau des Romans, denn „Wie man die Zeit anhält“ liest sich wie eine Zeitreise, die mich von der ersten Minute an in den Bann ziehen konnte. Erzählt wird dabei die Geschichte von Tom Hazard, einem Geschichtslehrer, der zwar wie Anfang vierzig aussieht, aber bereits über 400 Jahre auf dem Buckel hat und somit schon einiges auf der Welt gesehen hat. Besonders interessant ist dabei nicht nur, dass er im Laufe der Jahre einige Persönlichkeiten wie William Shakespeare treffen durfte, sondern vor allem, wie er die Entwicklung der Menschheit betrachtet, deren Handeln, aber auch oftmals das eigene Handeln anzweifelt und hinterfragt.

Gleichzeitig geht es hierbei auch um die sogenannte Albatros-Gesellschaft, der Menschen angehören, die ebenfalls wie Tom sind und nur sehr langsam altern und somit immer wieder eine andere Identität annehmen müssen. Dass hierbei allerdings nicht alles Gold ist was glänzt, stellt Tom immer mehr fest und hinterfragt somit auch das System der Gesellschaft, was einige besonders interessante Fragen aufwirft.

„Wie man die Zeit anhält“ wird trotz der Melancholie und vielen Hinterfragungen unterhaltsam und spannend präsentiert und ich wollte somit immer mehr über Tom und dessen Vergangenheit und Ansichten erfahren.

Das Cover ist nicht nur besonders hübsch anzusehen, sondern passt auch hervorragend zur Thematik, da die Zeit hier bestens präsentiert wird. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich „Wie man die Zeit anhält“ unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: Matt Haig hat es wieder einmal geschafft, mich voll und ganz zu begeistern. Mit Tom wurde nicht nur ein interessanter und sympathischer Charakter geschaffen, sondern gibt auch immer wieder Denkanstöße zur heutigen Gesellschaft, was mir besonders gefallen hat. Da mich auch Christoph Maria Herbst als Sprecher überzeugen konnte, ist „Wie man die Zeit anhält“ ein rundum gelungenes Hörbuch.

Lesestatistik

Meine Lesestatistik für den Juni 2018

Mit fast einmonatiger Verspätung gibt es nun endlich die Monatsstatik für den Monat Juni. Im Juni habe ich zwar wieder ganz ordentlich den SUB abgebaut und dabei besonders Bücher für die „NetGalley Challenge“ gelesen, allerdings hat es dafür mal wieder viel zu wenige Rezensionen gegeben, die ich allesamt in den kommenden Tagen nachhholen werde.

Allgemein war ich im Juni und Juli doch sehr faul, was den Blog angeht, denn ich hatte eine absolute Schreibflaute, die sich mittlerweile doch wieder ein wenig gebessert hat. So habe ich immerhin schon einiges im Hintergrund geschrieben, allerdings noch nicht veröffentlicht, sodass es hier ab August wohl wieder vermehrt ein Lebenszeichen geben wird.

gelesene Bücher
095. L. J. Shen – Vicious Love (Sinners of Saint #1) (Rezension folgt)
096. L. J. Shen – Rough Love (Sinners of Saint #1.5) (Rezension folgt)
097. Melanie Brandl – Mittendrin ein neuer Anfang
098. Tawna Fenske – The Fix Up (First Impressions #1)
099. Anja Berger – Spieglein, Spieglein
100. Lorenzo Licalzi – Signor Rinaldi kratzt die Kurve
101. Nicole Alfa – Bedrohliche Liebe (Prinzessin der Elfen #1)
102. Melissa Broder – Fische
103. Kerrigan Byrne – Mein schwarzes Herz (Victorian Rebels #1)
104. Christiane Bößel – Liebessprung (Liz & Vincent #1)
105. Julie Peters – Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg
106. Nell Leyshon – Die Farbe von Milch
107. Jason Rekulak – Billy Marvins Wunderjahre
108. C.J. Tudor – Der Kreidemann (Rezension folgt)
109. Lex Martin – Kissing Madeline (Dearest #3) (Rezension folgt)
110. Julie Murphy – Dumplin‘ – Go Big or Go Home (Dumplin‘ #1) (Rezension folgt)
111. Manuela Inusa – Der zauberhafte Trödelladen (Valerie Lane #3) (Rezension folgt)
112. Marlon James – Der Kult (Rezension folgt)
113. Nicholas Bowling – Witchborn: Königin der Düsternis (Rezension folgt)
114. Tomi Adeyemi – Goldener Zorn (Children of Blood and Bone #1) (Rezension folgt)
115. Rowan Coleman – Tausend Meilen Sehnsucht (Rezension folgt)

angefangene Bücher, Ebooks und Hörbücher
Tamsyn Murray – Für immer un einen Herzschlag
Christina Dalcher – Vox
Chandler Baker – Das Ende ist erst der Anfang

Highlights und Flops
Im Juni kann ich mich absolut nicht auf ein einziges Highlight festlegen, denn dafür gab es einfach zu viele gute Bücher. So habe ich „Der zauberhafte Trödelladen“ von Manuela Inusa sehr genossen, aber auch „Kissing Madeline“, der Abschluss der „Dearest“-Trilogie von Lex Martin. Ebenfalls sehr gelungen und ein absolutes Highlight ist für mich „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon, das mich noch lange beschäftigt hat.
Leider gab es im Juni auch einige Flops, was mich doch sehr enttäuscht hat, weil ich das in dem Ausmaß nicht erwartet habe. So habe ich „Fische“ von Melissa Broder abgebrochen, weil mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen hat. Ebenfalls sehr enttäuscht war ich von „Dumplin‘ – Go Big or Go Home“ von Julie Murphy, sowie von „Children of Blood and Bone: Goldener Zaun“ von Tomi Adeyemi, was mir leider ebenfalls nicht gefallen hat. Beide Bücher wurden im Vorfeld sehr gehypt, doch leider konnte mich letztendlich keines der Bücher überzeugen, was doch sehr enttäuschend ist.

Challenges
Cover Challenge: 29 | +3
Der Kampf der Verlage: 62 | +9
Festa/Laymon/King: 4 |
Heyne Challenge: 7 | +2
Impress Challenge: 1 |
Indie Challenge: 2 |
LYX Challenge: 9 | +2

Lesestatistik

Meine Lesestatistik für den Mai 2018

Der Mai war ein eher unspektakulärer Monat, bei dem sich bei mir vieles um Bücher und Serien gehandelt hat. So habe ich nicht nur einige sehr gute Bücher wieder gelesen, sondern auch wieder zahlreiche Serienstaffeln geschaut, was langsam schon fast ausartet, aber einfach viel zu toll ist.
Dadurch haben auch wieder die Rezensionen drunter leiden müssen, denn ich war mal wieder viel zu schreibfaul, was sich aber in den kommenden Tagen hoffentlich wieder ändern wird.

gelesene Bücher
080. Tanja Janz – Strandrosensommer
081. Simona Ahrnstedt – After Work (Rezension folgt)
082. Laurelin McGee – Mr. Undateable (Miss Match #1)
083. Laurelin McGee – Miss Taken (Miss Match #1.5)
084. Sofie Cramer – Sternschnuppengeflüster
085. Katharina B. Gross – Herzflüstern: Julian & Markus
086. Marion Stieglitz – Annas (fast) perfekte Hochzeit
087. Laura Kneidl – Herz aus Schatten (Rezension folgt)
088. Alexa Riley – Du bist mein Verlangen (Rezension folgt)
089. Sabine Thiesler – Zeckenbiss (Rezension folgt)
090. Matthias Sachau – Alicia verschwindet (Rezension folgt)
091. Lauren DeStefano – Flammendes Land (Chroniken der Fallenden Stadt #2) (Rezension folgt)
092. Brandon Sanderson – Calamity (Reckoners #3) (Rezension folgt)
093. Roger Smith – Mann am Boden
094. Bianca Iosivoni – Der letzte erste Kuss (Firsts #2) (Rezension folgt)

angefangene Bücher, Ebooks und Hörbücher
Erin Watt – Paper Paradise: Die Sehnsucht (The Royals #5)
Tomi Adeyemi – Goldener Zorn (Children of Blood and Bone #1)
Lex Martin – Kissing Madeline (Dearest #3)

Highlights und Flops
Mein absolutes Highlight im Mai ist „Herz aus Schatten“ von Laura Kneidl. Obwohl ich ihre Geschichten bislang immer sehr mochte, hatte ich bei diesem Buch zunächst einige Zweifel, allerdings haben diese sich schnell in Luft aufgelöst, sodass ich hier eine spannende Geschichte voller Monster und Bändiger vorgefunden habe. Ein weiteres Highlight ist für mich „Der letzte erste Kuss“, dem zweiten Band der „Firsts“-Reihe von Bianca Iosivoni. Ich liebe die Geschichten von der Autorin einfach und wurde auch hier nicht enttäuscht, denn Luke und Elle sind einfach großartig und ich habe ihre Geschichte sehr gerne verfolgt.
Leider gab es auch einen Flop, denn „Sternschnuppengeflüster“ von Sofie Cramer konnte mich leider so gar nicht überzeugen, sodass ich von der Geschichte leider immer mehr genervt war und letztendlich froh war, als diese beendet wurde.

Challenges
Cover Challenge: 26 | +3
Der Kampf der Verlage: 53 | +7
Festa/Laymon/King: 4 |
Heyne Challenge: 5 |
Impress Challenge: 1 |
Indie Challenge: 2 | +1
LYX Challenge: 7 | +2

Rezension

Stephen King/Owen King – Sleeping Beauties

Kurzbeschreibung
Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

Hier kann das Hörbuch gekauft werden!

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits zahlreiche Werke von Stephen King gelesen habe, habe ich zu meiner Schande noch kein Werk seines Sohnes Owen King gelesen. Da ich dies schon immer mal wollte, kommt das neueste Werk „Sleeping Beauties“ gerade recht, das direkt von beiden Autoren in Gemeinschaftsarbeit geschrieben wurde. Hier habe ich mir eine mitreißende und spannende Geschichte erhofft und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht.

Bei dem Hörbuch handelt es sich bei knapp 28 Stunden Laufzeit um die ungekürzte Fassung, die von dem wunderbaren David Nathan eingesprochen wurde. David Nathan dürfte nicht nur als Hörbuchsprecher bekannt sein, sondern auch als Synchronsprecher, denn er hat bereits u.a. Hollywood-Schauspielern wie Johnny Depp oder auch Christian Bale seine Stimme geliehen. Dieser liest auf wunderbare, ruhige und angenehme Art und Weise die Geschichte vor, sodass ich die Hörbuchfassung einfach nur genossen habe.

Die Geschichte selbst ist stellenweise sehr brutal, oftmals sehr salopp und in gewohnter King-Manier auch sarkastisch und schonungslos. Die knapp achtundzwanzig Stunden sind aufgrund der Spannung, dem tollen Sprecher und den vielen Ideen nur so wie im Flug vergangen und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, sodass das Hörbuch fast schon in Rekordzeit verschlungen wurde. Gleichzeitig stimmt die Geschichte auch trotz aller Brutalität nachdenklich, denn die Frage, wie eine Welt aussähe, wenn sämtliche Frauen nicht mehr da wären, da sie in einem tiefen Schlaf verfallen und die Männer auf sich gestellt sind, ist doch sehr interessant und als Thematik sehr gut gewählt.

Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt einige von ihnen ausreichend kennen, gleichzeitig muss man aber auch zugeben, dass es schon zu viele Figuren sind, dass man fast schon durcheinander kommt, was stellenweise doch ein wenig anstrengend ist. Dennoch ist die Geschichte trotz einiger kleinerer Längen wieder einmal perfekt ausgearbeitet, strotzt nur so vor lauter Ideen und bringt nicht nur einige brutalen Szenen mit sich, sondern auch interessante Denkweisen und kleinere Hinweise zu älteren Werken von Stephen King, wie z.B. der „Bill Hodges“-Trilogie oder auch „Der Dunkle Turm“-Zyklus.

Die Covergestaltung ist gelungen und besticht nicht nur mit einem tollen Eyecatcher, sondern auch mit tollen Farben. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, fasst die wichtigsten Themen zusammen und konnte direkt mein Interesse wecken.

Kurz gesagt: „Sleeping Beauties“ ist ein geniales Hörbuch mit einem großartigen Sprecher, einer packenden und oftmals brutalen Handlung und interessanten Figuren, sodass ich dem typischen King-Stil wieder einmal vollkommen verfallen bin. Ich bin somit wieder einmal begeistert und kann die Geschichte nur empfehlen.

SUB-Zuwachs

Neu im Bücherregal

In den letzten zwei Wochen haben sich wieder einmal sehr viele Bücher bei mir angesammelt. Dies liegt hauptsächlich daran, dass einige Vorbestellungen, wie z.B. „Paper Princess“ oder auch „Feuerschwester“ eingetrudelt sind, ich aber auch bei NetGalley und Vorablesen Glück hatte und dadurch auch das ein oder andere eBook einziehen durfte. Da ich allerdings bereits drei der Bücher gelesen habe, wird mein SUB zum Glück nicht allzu sehr unter den neuen Büchern leiden.

Jenny Han – P.S. I still love you (To all the boys I’ve loved before #2) (Rezension)
Gilles Paris – Mein Leben als Zucchini
Renée Knight – Deadline
Emily Trunko – Ich wollte nur, dass du noch weißt…
Madeline Ashby – Company Town

Erin Watt – Paper Princess: Die Versuchung (The Royals #1)
Audrey Carlan – Gefährliche Nähe (Trinity #2)
Abby W. Reed – Chasing Home: Mit dir allein
Andrea Ulmer – Überleben ist ein guter Anfang
Cressida McLaughlin – Leinen los – Ein Jahr voller Hundeglück

Melinda Salisbury – The Sleeping Prince: Tödlicher Fluch (The Sin Eater’s Daughter #2)
Paige McKenzie – Das Erwachen (Sunshine Girl #2)
Lisa Jasmina – Running away: Und zwischen uns Unendlichkeit
Emiko Jean – Feuerschwester
Catherine Egan – Die verborgene Gabe (Schattendiebin #1)