Rezension

Louise Bay – New York Affair (New York Affair #1)

Kurzbeschreibung
Anna Kirby hat den Glauben an die Liebe verloren. Nach einer schlimmen Trennung scheint eine Woche in New York die perfekte Gelegenheit, ihrem Leben in London wenigstens für kurze Zeit zu entkommen. Und als sie den Geschäftsmann Ethan Scott kennenlernt, weiß sie sofort, dass er die perfekte Ablenkung ist. Doch es gibt klare Regeln: keine echten Namen, keine Telefonnummern, keine Erwartungen. Aber Anna hat nicht mit Ethans Regel Nummer eins gerechnet: keine Regeln! ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits vor einiger Zeit „King of New York“, dem ersten Band der „Royals Collection“, von Louise Bay gelesen habe und eher nicht so begeistert davon war, war ich lange am überlegen, ob ich „New York Affair“ eine Chance geben soll. Da ich aber grundsätzlich Geschichten, die in New York spielen, mag, habe ich dem Buch letztendlich doch eine Chance gegeben. „New York Affair“ ist dabei der erste Band der gleichnamigen „New York Affair“-Trilogie und hat mir insgesamt deutlich besser gefallen, sodass ich es nicht bereue, der Autorin eine weitere Chance gegeben zu haben.

In „New York Affair“ erzählt die Autorin auf lockere und flüssige Art und Weise die Geschichte von Anna und Ethan, die beide nicht nur sehr charismatisch sind, sondern insgesamt von der Autorin gut gezeichnet wurden, sodass man sie gut kennen lernt und sich teilweise auch gut in sie hineinversetzen kann.

Anna und Ethan sind dabei zwei Charaktere, die perfekt zueinander passen. Während Anna nach einer gescheiterten Beziehung einfach nur Ablenkung sucht und mit ihrer Freundin von London aus nach New York reist, trifft sie dabei auf den Geschäftsmann Scott, der trotz einiger Zweifel direkt ihr Interesse weckt. In Scott sieht Anna den perfekten Übergangsmann, der sie von dem größten Liebeskummer befreien soll.

Anna und Scott verbringen die Woche gemeinsam in New York, wobei sie jedoch sehr viele Regeln aufstellt. So soll Scott nicht ihren echten Namen erfahren, nichts von ihr nach dieser Woche erwarten und erst recht darüber hinaus keinen Kontakt mehr zu ihr haben. Dass diese Regeln jedoch nicht immer einzuhalten sind, müssen auch die Beiden schnell erkennen…

Zugegeben: Die Geschichte ist oftmals sehr erotisch und prickelnd, allerdings hat die Autorin diese Szenen doch recht stilvoll geschrieben, sodass sie meistens nicht plump wirken. Zwar sind einige Szenen für mich hier und da too much, da sie nicht mehr allzu viel Raum für Phantasie lassen, allerdings ist dies wie so vieles reine Geschmacksache.

Kurz gesagt: „New York Affair“ ist ein unterhaltsamer und prickelnder Auftakt der gleichnamigen Trilogie und konnte mich nicht nur mit einem flotten Schreibstil, sondern auch mit interesanten Figuren überzeugen. Somit bin ich schon sehr auf die beiden Folgebände gespannt.

Reihenfolge
New York Affair
Wiedersehen in London
Manhattan für immer

Rezension

Kathinka Engel – Finde mich. Jetzt. (Finde mich #1)

Kurzbeschreibung
Von der Liebe bitter enttäuscht, zieht Tamsin zum Literaturstudium ins kalifornische Pearley. Sie möchte sich auf sich selbst konzentrieren, den Männern hat sie ein für alle Mal abgeschworen. Doch dann trifft sie auf Rhys. Er ist unnahbar und faszinierend. Was Tamsin nicht weiß: Er saß seine gesamte Jugend unschuldig im Gefängnis. Jetzt muss sich Rhys plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt behaupten. Auch er fühlt sich zu Tamsin hingezogen, die ihm voller Tatendrang hilft, alles Verpasste nachzuholen. Langsam beginnt er wieder zu vertrauen. Doch Rhys hat Tamsin noch längst nicht alles erzählt ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Finde mich. Jetzt.“ von Kathinka Engel habe ich mich sehr gefreut, da ich im Vorfeld fast nur lobende Worte über ihren Debütroman gelesen habe. „Finde mich. Jetzt“ ist dabei der Auftakt der „Finde mich“-Trilogie und erzählt die Geschichte von Tamsin und Rhys, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Meine Erwartungen waren hierbei riesig und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Kathinka Engel erzählt die Geschichte rund um Rhys und Tamsin sehr locker und leicht, gleichzeitig besitzt die Geschichte neben Humor und vielen Emotionen auch die richtige Portion Tiefe, was mir sehr gefallen hat. Die Figuren sind gut und vor allem authentisch ausgearbeitet, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern auch ins Herz schließt.

Rhys und Tamsin sind dabei sehr unterschiedlich, ergänzen sich jedoch hervorragend: Während Rhys viele Jahre unschuldig im Gefängnis saß und dadurch nicht nur einen großen Teil seiner Jugend verpasst hat, sondern auch Probleme hat, seinen Platz in der Welt zu finden, ist Tamsin eher zu behütet aufgewachsen und möchte fernab ihrer Familie ihr eigenes Leben leben und vor allem ihre eigenen Entscheidungen treffen. Beide sind verunsichert, aber dennoch zielstrebig, ihr Glück im Leben zu finden.

Dass sie bei der Suche nach sich selbst aufeinandertreffen, scheint Schicksal zu sein und ich fand es sehr interessant und teilweise auch spannend, die beiden auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Dieser Weg ist von Stolpersteinen, Zweifeln, Verunsicherungen und Liebe geprägt und die Autorin hat dabei eine wahre Achterbahnfahrt voller Gefühle geschaffen, die mich überzeugt hat.

Somit ist „Finde mich. Jetzt.“ ein guter Auftakt der „Finde mich.“-Trilogie und besticht nicht nur mit interessanten Figuren, sondern auch einem toll ausgearbeiteten Schreibstil. Ich freu mich bereits auf die anderen beiden Bände.

Reihenfolge
Finde mich. Jetzt.
Halte mich. Hier.
Liebe mich. Für immer.

Rezension

Ella Fields – Suddenly Forbidden (Gray Springs University #1)

Kurzbeschreibung
Ich dachte, er würde für immer zu mir gehören, selbst als wir gezwungen waren uns zu trennen. Wir hätten einander festhalten sollen, aber es ist trotzdem passiert.
Schade, dass ich nicht ahnte, dass jemand anderes nur darauf wartete, meinen Platz einzunehmen. Sonst hätte ich niemals losgelassen. Zwei Jahre später sind wir genau dort, wo wir geplant hatten zu sein. Ich habe mein Versprechen gehalten. Er hat es einfach vergessen. Er hat nicht nur jemand neuen gefunden, sondern diese Neue ist meine ehemalige beste Freundin. Und ich beginne das College mit gebrochenem Herzen.

Wahrscheinlich sollte jetzt der Part kommen, in dem ich euch erzähle, wie ein anderer toller Typ auftaucht und die Scherben meines Lebens aufsammelt und wieder zusammensetzt. Einer, der mich wieder zum Lachen bringt. Aber das hier ist nicht diese Art von Geschichte. Mein Herz mag gebrochen sein. Aber es weigert sich, ihn nicht mehr zu lieben. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Meine Meinung
„Suddenly Forbidden“ ist der erste Band der „Gray Springs University“-Trilogie aus der Feder von Ella Fields. Da mich sowohl das Cover als auch die Kurzbeschreibung sehr angesprochen haben, habe ich mich auf eine unterhaltsame, aber auch emotionale Geschichte gefreut und diese auch zum Großteil bekommen.

Die Geschichte liest sich meistens sehr flüssig, allerdings sind die Dialoge meiner Meinung nach stellenweise verunglückt, weil die Autorin dabei ins Denglische abdriftet und zu salopp schreibt, was stellenweise gar nicht zu den jeweiligen Figuren passt. Dennoch liest sich „Suddenly Forbidden“ insgesamt sehr angenehm und auch die Figuren bekommen hier ihre Zeit, um sich zu entwickeln und sind gut ausgearbeitet.

In „Suddenly Forbidden“ geht es um Daisy und Quinn, die sich bereits seit frühester Kindheit kennen und gemeinsam aufgewachsen sind. Ihre Freundschaft ist sehr eng, bis sich jedoch aufgrund eines Umzuges ihre Wege trennen. Für Daisy ist es jedoch umso schöner, als sich die beiden auf dem College wieder begegnen, allerdings kommt es dabei anders, als sie es sich erhofft hat.

Ihre Gefühle und Gedanken werden dabei nicht nur sehr emotional und authentisch beschrieben, sondern man lernt Daisy und Quinn auch gut kennen, sodass ich mich stets in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen konnte, was in dem Genre nicht allzu oft vorkommt.

Auch das Cover sieht sehr ansprechend aus und hat mich direkt angesprochen. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die zwar bereits etwas zu viel verrät, jedoch dennoch mein Interesse wecken konnte.

Somit ist „Suddenly Forbidden“ insgesamt ein gelungener Auftakt der „Springs University“-Trilogie, der mich mit einem tollen Schreibstil und interessanten Figuren überzeugen konnte. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band „Bittersweet Always“.

Reihenfolge
Suddenly Forbidden
Bittersweet Always
Pretty Venom

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Tanja Heitmann – Stoneheaven

Tanja Heitmann und ich – es soll einfach nicht sein. Ich habe bereits einige Bücher von der Autorin gelesen und leider haben mir diese fast alle nicht gefallen, was wirklich schade ist, da die Kurzbeschreibungen immer sehr interessant klingen. So auch bei „Stoneheaven“. Hier habe ich mir eine spannende, ereignisreiche und magische Geschichte gewünscht und letztendlich eine langatmige Geschichte mit zu vielen Dialogen und unsympathischen Figuren erhalten.

Zu viele Dialoge? Geht sowas überhaupt? Genau das dachte ich am Anfang auch, allerdings liest sich das Buch stellenweise schon fast wie ein Drehbuch, da einfach zu viele Dialoge aufeinander folgen und somit die eigentliche Handlung immer mehr abhanden kommt, da viele der Gespräche untereinander noch nicht einmal zur Handlung beitragen, sondern fast schon wie Lückenfüller wirken.

Auch die Figuren empfinde ich leider als sehr anstrengend. Dies gilt vor allem für Mariella, die eine Tannin aus einer mächtigen Familie ist, sich aber ständig gegen diese stellt. Sie missbraucht zudem oft ihre Kräfte und setzt diese nur zum Spaß ein, was strengstens verboten ist. Da sie ansonsten auch nur Parties im Kopf hat, beschließt man, sie nach Stoneheaven zu schicken. Stoneheaven ist nicht nur ein Hochsicherheitsgefängnis, sondern auch eine Besserungsanstalt, sodass Mariella dort zum Nachdenken kommen und sich bessern soll.
An sich klingt dies ganz interessant, allerdings ist sie dabei so unsympathisch und oberflächlich, dass ihr mir Schicksal nach und nach immer mehr gleichgültiger wurde.

Da sich die Geschichte auch sehr zieht und die Entwicklung der Figuren, aber auch der gesamten Handlung kaum spürbar ist, habe ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen. Sehr schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

(Die Rechte am Buchcover liegen beim Piper Verlag)

Rezension

Scott Thomas – Kill Creek

Kurzbeschreibung
Am Ende einer langen Straße mitten im ländlichen Kansas liegt einsam und verlassen das Finch House. Es ist berüchtigt, schließlich ereilte jeden seiner Bewohner einst ein grausames Schicksal. Könnte es eine bessere Kulisse geben, um die vier erfolgreichsten Horrorautoren der USA zu einem Interview zusammenzubringen und das ganze live im Internet zu streamen? Was als harmloser Publicity-Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Denn es kommen nicht nur die dunkelsten Geheimnisse der vier Schriftsteller ans Tageslicht, auch das Finch House selbst hütet ein dunkles Geheimnis. Aber anders als die vier Autoren möchte es dieses nicht für sich behalten. Und schon bald gibt es den ersten Todesfall… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Vier erfolgreiche Horror-Autoren und ein verlassenes Haus mit düsterer Vergangenheit – diese Stichpunkte haben bereits ausgereicht, um mein Interesse zu wecken und somit hatte ich sehr hohe Erwartungen an „Kill Creek“, das aus der Feder von Scott Thomas stammt. Hier habe ich mir eine spannende, teilweise gruselige und mysteriöse Geschichte erhofft und wurde auch nicht enttäuscht, denn bis auf wenige kleine Schwächen hat mir „Kill Creek“ gut gefallen.

Beim Schreibstil erkennt man schnell, dass sich der Autor stellenweise an andere Autoren aus dem Genre gehalten hat, was jedoch gar nicht schlimm ist, denn die Geschichte konnte mich sowohl mit ruhigen Momenten begeistern, als auch mit Szenen, in denen nahezu alles auf einmal passiert. Dass dabei ein Ungleichgewicht im Tempo herrscht, ist allerdings gar nicht mal problematisch, da dies bei dem Genre nicht nur sehr häufig vorkommt, sondern auch wie ein Horrorfilm aufgebaut ist.

Die Idee, dass hier vier erfolgreiche Horror-Autoren über Nacht in einem scheinbar verfluchten Haus bleiben und überprüfen wollen, was hinter dem Mythos des Hauses steckt, ist interessant und bietet ein tolles Setting. Auch die Tatsache, dass dies per Livestream weltweit übertragen wird und ein erster Todesfall mit sich bringt, sorgt für ordentlich Spannung und kleinere Wendungen, die der Geschichte gut getan haben. Auch die Autoren selbst sind interessant, wenn auch stellenweise unnahbar. Gleichzeitig ist es interessant, dass sie auch allesamt ihre Geheimnisse haben, die lieber nicht ans Tageslicht geraten sollen.

Die Auflösung, bzw. das Ende ist zwar am Ende ein wenig zu oberflächlich und brachte nicht mehr die erhoffte Spannung mit sich, allerdings ändert das nichts am insgesamt guten Eindruck.

Somit ist „Kill Creek“ eine gelungene Horrorgeschichte, die sehr an B-Movies aus dem Genre erinnert und mich mit interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen konnte.

Rezension

Mattias Edvardsson – Die Lüge

Kurzbeschreibung
Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich Thriller und Krimis, die in Schweden spielen, sehr mag, habe ich mich schon sehr auf „Die Lüge“ von Mattias Edvardsson gefreut und mich auf eine spannende und ereignisreiche Geschichte eingestellt. Diese habe ich auch letztendlich erhalten, auch wenn ich zugeben muss, dass die Geschichte nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt.

„Die Lüge“ liest sich nicht nur sehr flüssig, sondern auch spanneennd. Der Autor schafft es mit nur wenigen, knackigen Worten für Spannung zu sorgen, indem er sich auf das Wesentliche konzentriert und auf blumige Umschreibungen komplett verzichtet. Dies gilt auch für die Dialoge, die manchmal dadurch zwar sehr nüchtern daherkommen, was aber insgesamt gut zu den Figuren und zum Setting passt. Die Figuren sind gelungen. Zwar sind hier und da die typischen Stereotypen enthalten, die natürlich allesamt ihre Geheimnisse haben und damit nicht nur eine einzige Lüge im Raum steht, allerdings fand ich sie dennoch fast allesamt sehr interessant.

Hierbei steht der Mord, an dem die 19-jährige Stella beschuldigt wird, deutlich im Vordergrund. Aus verschiedenen Perspektiven wird daher die Vergangenheit, aber auch die Gegenwart rund um diesen Fall erzählt. Hierbei ist es besonders interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Figuren einige Momente auffassen und empfinden. Hierbei wird auch schnell klar, dass der Mord an dem Mann zwar insgesamt deutlich im Vordergrund steht, es allerdings auch sehr viele andere Dinge gibt, die in diesem Buch aufgedeckt werden, denn hier gibt es nicht nur eine große Lüge, sondern gleich mehrere.
Diese werden auf unterschiedliche Art und Weise aufgedeckt, denn diese sind mal traurig, mal schockierend, denn letztendlich gibt es immer jemanden, der einen anderen Menschen nur beschützen möchte. Sei es aus Selbstschutz, Liebe oder anderen Dingen.

Die Auflösung rund um Stella, ihren Eltern Adam und Ulrika und Co. hat mir insgesamt gut gefallen, allerdings hätte ich es noch ein wenig besser gefunden, wenn der Autor insgesamt mehr Verwirrungen und Wendungen in die Geschichte eingebaut hätte, damit die Spannung bis zum Schluss konsequent aufrecht erhalten bleibt.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt nahezu perfekt zur Geschichte und zur Atmosphäre, die in dem Buch vorherrscht. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen und war der Grund, weshalb ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance gegeben habe.

Somit ist „Die Lüge“ insgesamt ein spannender und ereignisreicher Thriller mit interessanten Figuren, der aber nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt. Wer sich für Thriller aus Skandinavien im Allgemeinen interessiert, sollte „Die Lüge“ eine Chance geben.

Rezension

Abbi Glines – Ein Moment für die Ewigkeit

Kurzbeschreibung
Vale hatte schon immer ein Faible für große Liebesgeschichten. Sie glaubt an die eine wahre Liebe, und als Crawford ihr sein Herz schenkt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Seither sind sie ein Paar und teilen alles miteinander – Sorgen, Geheimnisse, Träume, aber vor allem viele Schmetterlinge im Bauch. Als sie die Highschool abschließen, erwartet sie ein Sommer voller Möglichkeiten. Doch was, wenn das Leben plötzlich eine Abzweigung nimmt, mit der man nie gerechnet hätte, und sich alle Wünsche und Pläne in einem einzigen Moment zerschlagen? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich früher ein großer Fan von Abbi Glines war, aber schon länger mehr keines ihrer Bücher gelesen habe, weil mich viele ihrer Werke zuletzt enttäuscht hatten, wollte ich der Autorin nach langer Zeit mal wieder eine Chance geben. Ausgesucht habe ich mir dafür „Ein Moment für die Ewigkeit“. Leider entpuppte sich die Geschichte jedoch zum absoluten Flop für mich, sodass dies wohl auch mein letztes gelesene Buch von der Autorin sein wird.

Zugegeben: Der Schreibstil der Autorin ist schon immer sehr einfach gehalten, aber dieses Mal liest sich das Buch sehr lieblos und lustlos. Besonders zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt ist das Niveau sehr unterschiedlich, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob Abbi Glines letztendlich keine Ideen mehr hatte. Leider sind auch die Figuren sehr blass und austauschbar. Sie sind zwar an sich stellenweise sympathisch und ich konnte mich besonders stellenweise in Vale hineinversetzen, allerdings gibt es keine einzige Figur, die bei mir sonderlich lange im Gedächtnis bleiben wird, da sie austauschbar und ohne Tiefe sind.

Außerdem enttäuscht es mich zunehmends, dass Abbi Glines in ihrer „Wunderschöne, unsichere Frau trifft auf den sexy Bad Boy“-Schiene festgefahren ist. Dies mag zwar bei einigen ihrer Reihen gut funktioniert haben, allerdings wünsche ich mir da doch mehr Vielseitigkeit und Figuren, die man nicht bereits nach den ersten zehn Seiten genau einschätzen kann.

Die Liebesgeschichte wirkt größtenteils kitschig, klischeehaft und vorhersehbar. Abbi Glines hat zwar hier und da ein paar kleinere Wendungen und Verwirrungen eingebaut, aber letztendlich verläuft sie doch im Großen und Ganzen so, wie man es erwartet, was ich sehr schade finde.

Das Cover sieht war an sich ganz gut aus, hat aber so gar nichts mit den bisherigen Werken von der Autorin gemeinsam, die quasi allesamt aufeinander abgestimmt waren, was ein wenig irritiert. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen sehr gut. Schade, dass der Inhalt letztendlich nicht mithalten konnte.

Kurz gesagt: Obwohl ich Abbi Glines grundsätzlich immer sehr gerne gelesen habe, hat mich „Ein Moment für die Ewigkeit“ doch sehr enttäuscht. Das Buch wirkt lieblos geschrieben, die Figuren sind ohne jegliche Tiefe und auch sonst habe ich den typischen Stil von Abbi Glines sehr vermisst. Sehr schade, hier wäre mehr drin gewesen.

Rezension

Renate Bergmann – Dann bleiben wir eben zu Hause!

Kurzbeschreibung
Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen!

Das sind verrückte Zeiten, finden Se nicht? Keiner darf aus dem Haus, schon gar nicht wir alten Leute. Heute wäre unser monatlicher Geburtstagskaffee im Rentnerverein gewesen, den haben wir natürlich abgesagt. Mit anderthalb Metern Abstand versteht eh keiner was beim Unterhalten, und die Polonaise macht so auch keinen Spaß.

Aber mal ehrlich, man hat zu Hause doch immer was zu tun und man kann es sich ja schön machen. Früher nach dem Krieg mussten wir ja auch erfinderisch sein, und damals hatten wir noch kein Skeip für die Seniorengymnastik. Da fällt mir ein, ich muss noch die Teppichfransen kämmen. Und dann erzähle ich Ihnen, wie ich, Ilse und Kurt mit der Krise umgehen. Da können Se noch was lernen!

Ihre Renate Bergmann ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)
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Meine Meinung
In Zeiten der Corona-Krise haben die Menschen leider nur wenig zu lachen. Dass es aber auch anders sein kann, beweist Renate Bergmann mit „Dann bleiben wir eben zu Hause!“. Obwohl ich Renate Bergmann sehr gerne auf Twitter folge, war ich dennoch skeptisch, ob mir das Buch wirklich gefallen wird, allerdings konnte mich das doch recht dünne Buch tatsächlich gut unterhalten.

Renate Bergmann ist das Pseudonym von Torsten Rohde, der regelmäßig die neuesten Abenteuer von der Rentnerin auf Papier bringt. Da Frau Bergmann mit ihren 82 Jahren und „ein bisschen Zucker“ zu den Risikogruppen in Deutschland gehört, begibt sie sich freiwillig in Quarantäne und erzählt dabei von ihrem Alltag. Hierbei wird nicht nur ausführlich über das Home Office ihrer Familie geschrieben, sondern auch von Freunden und Bekannten und wie deren Alltag durch das Virus eingeschränkt ist. Dabei ist Frau Bergmann stets aktuell und mit Menschen via Skype, WhatsApp und Telefon in Kontakt. Gleichzeitig gibt es auch zahlreiche kleinere Haushaltstipps, Rezepte und Ideen, was man in der Quarantänezeit alles daheim machen kann.

So charmant und witzig das Buch auch ist, so schnell merkt man, dass es innerhalb kürzester Zeit geschrieben wurde und noch schneller in Druck gegangen ist, denn die gerade einmal achtzig Seiten wurden durch gleich mehrere Rezepte und deren ausführlicher Beschreibung sehr in die Länge gestreckt, sodass das Buch sonst vielleicht nur auf sechzig Seiten gekommen wäre. In diesen verrückten Zeiten ist das in Ordnung, allerdings merkt man schon, dass man noch schnell etwas zu dem Thema Quarantäne veröffentlichen wollte, bevor es wieder veraltet ist.

Kurz gesagt: „Dann bleiben wir eben zu Hause!“ ist ein kurzes, knackiges Buch rund um das Thema Quarantäne in Corona-Zeiten, das mich trotz kleinerer Bedenken gut unterhalten konnte. Wer Renate Bergmann mag oder einfach nur etwas zum Lachen braucht, sollte diesem Buch eine Chance geben.

Rezension

[Kurzrezension] Kaoru Iriyama – Kochen wie in Japan

Kurzbeschreibung
Sie kommen von einer Japan-Reise zurück und haben das Essen lieben gelernt? Oder Sie besuchen schon lange japanische Restaurants und möchten nun endlich die fernöstlichen Kreationen selbst nachkochen? Dann lassen Sie sich von Autorin Kaoru Iriyama nach Japan entführen und lernen Sie neben typischen und traditionellen Gerichten auch spannende Neukreationen sowie Wissenswertes über die japanische Küche kennen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich die japanische Küche bereits seit Jahren sehr liebe und besonders gerne Ramen-Rezepte ausprobiere, war ich schon sehr gespannt auf „Kochen wie in Japan“ von Kaoru Iriyama. Auf knapp 140 Seiten werden hierbei insgesamt sechzig Rezepte präsentiert, die nicht nur Schritt für Schritt erklärt werden, sondern auch relativ simpel nachzukochen sind.

Ob Suppen, Reis- und Nudelgerichte, Fisch, andere Hauptspeisen oder auch Desserts: Hier ist für jeden Etwas dabei. Viele der Rezepte sind vegetarisch, teilweise auch vegan, sodass nicht nur Fleisch- und Fischliebhaber hier tolle Rezepte entdecken können.

Neben den vielen tollen Rezepten gibt es auch immer wieder kleinere Anekdoten über die Küche Japans, die nicht nur sehr charmant geschrieben sind, sondern auch wissenswert sind.

Somit ist „Kochen wie in Japan“ eine wunderbare und inspirierende Rezeptsammlung, die ich jedem wärmstens empfehlen kann, der sich zukünftig vermehrt mit der japanischen Küche beschäftigen möchte.

Rezension

Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat

Kurzbeschreibung
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat: Tiffany versteht sofort: Oma hat das Internet kaputt gemacht. Und zwar das ganze. Auf der ganzen Welt! Ihr Bruder Max kann es kaum glauben, er hat schließlich Ahnung und weiß, dass man das Internet nicht per Doppelklick kaputt machen kann. Aber tatsächlich – nichts geht mehr. Max‘ und Tiffanys große Schwester Luisa kann keine Musik mehr hören, Opa kann keine Serien mehr schauen, Max kann keine Nachrichten mehr schreiben und Mama und Papa können nicht mehr arbeiten. Zuerst ist das ganz schön komisch so ohne Internet. Aber als der Pizzabote vorbeikommt (der kann nämlich die richtige Straße nicht finden, weil sein Navi nicht mehr funktioniert), wird es doch noch ganz gemütlich. Die ganze Familie sitzt zusammen, isst Pizza, erzählt Geschichten, macht Musik, spielt tolle Spiele und denkt darüber nach, wie Oma wohl das Internet kaputt gemacht hat. Eigentlich könnte das jetzt immer so weitergehen, finden Tiffany und ihre Geschwister… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits kürzlich „Das NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling gehört habe und mir die Geschichte sehr gefallen hat, wollte ich auch unbedingt „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ lesen, bzw. hören und habe mir hier eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte erhofft, die ich auch letztendlich bekommen habe.

Neben „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“, sind auch noch die beiden Kurzgeschichten „Der Ostermann“ und „Prinzessin Popelkopf“ im Hörbuch enthalten. Beide Geschichten sind ebenfalls unterhaltsam, bringen aber auch die Botschaft mit sich, dass man grundsätzlich alles sein und erreichen kann, wenn man nur auf sein Herz hört und sich nicht von anderen Menschen und deren Meinungen abhängig macht, was mir gut gefallen hat.

Alle drei Geschichten werden vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine ganze Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten konnte.

In „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ geht es um die Geschwister Tiffany, Luisa und Max, die bei ihren Großeltern sind, während ihre Eltern arbeiten. Als dann plötzlich das Internet nicht mehr geht, weil die Oma das Internet kaputt gemacht hat – und zwar auf der ganzen Welt! -, bricht das Chaos aus: Der Opa kann keine Dokumentationen mehr schauen, Max kann nicht mehr mit seinem Freund schreiben, die Oma kann nicht mehr im Internet surfen und auch Luisa kann keine Musik mehr hören. Als dann noch die Eltern früher nach Hause kommen, weil sie ohne das Internet nicht mehr arbeiten können, entdeckt die Familie, dass man nicht immer nur das Internet braucht, um Spaß zu haben: Sie beschäftigen sich miteinander, musizieren, erzählen sich Geschichten von früher und Tiffany findet, dass es fortan immer so sein könnte…

Die Figuren sind dabei alle auf ihre eigene Art sehr liebenswert: Die Oma, die immer ein wenig unbeholfen wirkt. Der Opa, der Dokus verschlingt. Die Enkel, bei denen vor allem Luisa und Max aufs Internet angewiesen sind und auch die Eltern, die es mal ganz gut finden, wenn das Internet nicht funktioniert. Die kleinen Zankereien zwischen ihnen sind erfrischend und unterhaltsam und auch die Art und Weise, wie sie die internetfreie Zeit gestalten und wieder mehr gemeinsame Zeit verbringen, hat mir sehr gefallen.

Somit ist „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ ein sehr unterhaltsames, toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!