Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] E.L. James – The Mister

Zugegeben: Da mir bereits die „Shades of Grey“-Bücher von E.L. James nicht gefallen haben, war ich im Bezug auf „The Mister“ sehr kritisch. Dennoch wollte ich dem Buch eine faire Chance geben, da ich die Hoffnung hatte, dass sich E.L. James möglicherweise gesteigert haben könnte. Leider war dies jedoch nicht der Fall, denn das Buch war für mich doch eine sehr schwere Kost, sodass ich es letztendlich abgebrochen habe.

Während ich „Shades of Grey“ zur Belustigung tatsächlich komplett gelesen habe, war mir dies bei „The Mister“ einfach nicht möglich, denn diese Geschichte ist so flach, schlecht recherchiert und unsympathisch, dass es einem fast weh tut.

Der Schreibstil wirkt schon beinahe unbeholfen, denn sowohl die Figuren als auch das gesamte Setting wirken ideenlos, ohne Tiefe und ohne Emotionen. Gleichzeitig ist die Geschichte auch alles andere als glaubwürdig und bietet so manchen Logikfehler, der bei mir nur noch für Kopfschütteln gesorgt hat.

Maxim ist ein durch und durch schlechter und unsympathischer Charakter, mit einer grausamen Weltansicht, die wütend macht. Frauen müssen für ihn im Grunde genommen nur gut aussehen, kochen können und gut im Bett und immer „bereit“ sein und natürlich kommt er damit auch immer ans Ziel. Dadurch, dass sowohl Maxim als auch die anderen Figuren allesamt sehr oberflächlich sind und die Autorin niemanden von ihnen eine wirkliche Tiefe spendiert hat, haben Maxim, seine Familie, seine Frauen und Co. so sehr genervt, dass ich immer nur die Augen verdreht habe.

Somit konnte ich mich mit der Geschichte als auch mit den Figuren absolut nicht anfreunden, habe immer mehr quergelesen und die Geschichte letztendlich nach etwas mehr als 60 Prozent abgebrochen. Für mich war „The Mister“ somit reine Zeitverschwendung.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

Rezension

L.J. Shen – Rough Love (Sinners of Saint #0.5)

Kurzbeschreibung
Als Melody Greens größter Traum – eine Karriere als Tänzerin – wegen eines schweren Unfalls platzt, hat sie keine Wahl: Sie muss den Job als Lehrerin an einer Elite-High-School annehmen, auch wenn es das Letzte ist, worauf sie Lust hat. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sie dort auf einen Mann treffen könnte, der ihr Herz mit einem einzigen Blick erobert. Jaime Followhill ist arrogant und sexy, und die Sehnsucht, die sie in seiner Nähe spürt, raubt ihr jegliche Vernunft. Zu versuchen, ihm zu widerstehen, ist zwecklos. Doch die Sache hat einen Haken: Jaime ist Melodys Schüler. Eine Liebe zwischen ihnen ist verboten und könnte Melody erneut ihre Karriere kosten… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Die „Sinners of Saint“-Reihe von L.J. Shen stand schon viel zu lange ungelesen in meinem Regal, sodass ich den Büchern nun endlich eine Chance geben wollte. Da die Reihe bislang von so viele Lesern hochgelobt wurde, hatte ich sehr hohe Erwartungen und mich auf unterhaltsame Lesestunden gefreut. Nachdem ich bereits die vier Hauptbände allesamt sehr gemocht habe, wollte ich auch der Novella „Rough Love“ eine Chance geben und auch hier wurde ich nicht enttäuscht.

Am Anfang hatte ich ein paar kleinere Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da der am Anfang ganz schön brauchte und ich die Geschichte stellenweise als sehr langatmig empfunden habe. Je mehr Zeit man der Geschichte gibt, umso besser wird diese allerdings, denn nach einem doch sehr holprigen Start wurde die Geschichte noch durchaus unterhaltsam und emotional. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, großteils sympathisch und ich konnte mich gut in diese hineinversetzen.

Nachdem man bereits Emilia und Vicious, Rosie und Dean, Trent und Edie, sowie Jesse und Bane kennen lernen und mit ihnen mitfühlen und mitfiebern durfte, bekommt man es in „Rough Love“ mit Melody und Jamie zu tun. Melodys großer Traum, Profitänzerin zu werden, geht nicht in Erfüllung, nachdem sie einen Unfall hatte. Als sie einen Job an einer Elite-High-School annimmt, beginnt für sie ein neues Leben, doch dann tritt ausgerechnet Jamie in ihr Leben, der sie direkt in den Bann zieht. Leider ist dieser jedoch ihr Schüler und somit tabu für sie…

Zugegeben: Die Geschichte zwischen Jamie und Melody ist sicherlich hier und da vorhersehbar und die Autorin hat mit dieser Geschichte, bzw. der Reihe auch nicht das Rad neu erfunden. Dennoch hat mir das Buch von Anfang an gut gefallen, da sie eine gewisse Tiefe besitzt, die ich im Vorfeld nicht erwartet habe. Somit konnte ich letztendlich auch mit den Figuren gut mitfiebern und vor allem mitfühlen.

Das Cover spricht mich ehrlich gesagt gar nicht an, da ich die Farbgestaltung leider nicht wirklich gelungen finde. Da mich die Kurzbeschreibung und letztendlich auch der Inhalt umso mehr überzeugt haben, ist dies jedoch sehr gut zu verschmerzen.

Kurz gesagt: „Rough Love“ ist eine schöne und emotionale Kurzgeschichte, die mich mit einem tollen Schreibstil und interessanten Figuren überzeugen konnte. Ich freue mich bereits auf viele weitere Bücher aus der Feder von L.J. Shen.

Reihenfolge
Rough Love (#0.5)
Vicious Love
Twisted Love
Scandal Love
Broken Love

Rezension

Nina MacKay – Dämonentage (Dämonentage #1)

Kurzbeschreibung
An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Wer überleben will, muss sich verstecken. Die 17-jährige Adriana wird in eine ominöse, jedoch offenbar sichere Villa eingeladen. Mit Freunden, unter denen auch ihr heimlicher Schwarm Eloy ist, will Adriana die Dämonentage dort verbringen. Doch etwas scheint anders als sonst. Mehrere Alpha-Dämonen schließen sich zusammen und gehen erstmals organisiert gegen Menschen vor. Was wollen sie von Adriana? Und warum ist der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen? Am Ende der ersten Dämonennacht muss Adriana eine Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal verändern wird. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da mir bislang die Bücher von Nina MacKay immer gut gefallen haben, habe ich mich schon sehr auf „Dämonentage“ gefreut. Geschichten, die von Dämonen handeln, sind für mich immer ein Highlight, sodass ich hohe Erwartungen hatte. Zum Glück wurde ich hierbei nicht enttäuscht.

Nina MacKay besitzt einen sehr lockeren und eingängigen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Die Geschichte liest sich spannend, allerdings hat mir tatsächlich ein wenig Action gefehlt, was ich jedoch verschmerzen kann. Die Figuren sind dagegen gut ausgearbeitet und ich konnte mich gut in Adriana und ihre Freunde hineinversetzen.

Jedes Jahr sind die letzten fünf Tage des Jahres die sogenannte Dämonentage, bei denen nachts sämtliche Dämonen durch die Städte schleichen und sich auf die Suche nach Menschen machen. Adriana und ihre Freunde kommen dabei für die Zeit beim ehemaligen Leiter von Adrianas Heims unter, allerdings muss sie dabei feststellen, dass die diesjährigen Dämonentage anders verlaufen als sonst.

So zerstreitet sie sich nicht nur mit ihrer besten Freundin, sondern muss auch miterleben, dass alles, woran sie bislang geglaubt hat, in Trümmern liegt, denn plötzlich stellt sich heraus, dass Adriana weit mehr als nur ein Mensch ist und somit ist nicht nur auf dem Schutz des Halbdämons Cruz angewiesen, sondern muss auch erkennen, dass ihre Rolle im Leben weitaus wichtiger und gefährlicher ist, als sie zunächst angenommen hat, denn plötzlich ist sie diejenige, die die Menschheit vor den Dämonen retten muss.

Somit konnte mich „Dämonentage“ mit interessanten Figuren und einem gelungenen Schreibstil gut unterhalten, sodass ich mich schon sehr auf die Fortsetzung „Dämonennächte“ freue.

Reihenfolge
Dämonentage
Dämonennächte (1. Oktober 2019)

Rezension

[Kurzrezension] Christina Dalcher – Vox

Kurzbeschreibung
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da „Vox“ von Christina Dalcher in den letzten Monaten doch sehr gehypt wurde, waren meine Erwartungen an das Buch enorm hoch und ich habe mich auf eine nachdenklich stimmende und spannende Geschichte gefreut. Letztendlich muss ich jedoch sagen, dass ich das Buch lediglich nett finde.

Grund dafür ist zum einen der Schreibstil, von dem ich stellenweise enttäuscht war, da dieser oft altbacken und langatmig daher kommt. Zwar ist die Autorin bemüht, ihren Figuren und auch dem System einen großen Raum zu schaffen, allerdings hat mich das Buch zunehmends an „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood erinnert. Gleichzeitig hat das Buch im Laufe der Zeit sehr viele Fragen aufgeworfen, allerdings wurden nur wenige beantwortet.

Das Buch ist nicht schlecht, keine Frage, allerdings war mir die Thematik ein wenig zu gewollt. Dass Frauen täglich nur einhundert Wörter sprechen dürfen und alles darüber hinaus stellenweise auf das Übelste bestraft wird, ist sicherlich eine interessante Thematik, die auch gut in die Zeit passt. Hierbei wurde mir allerdings zu sehr der Zeigefinger erhoben und zu sehr die Feminismus-Keule geschwungen. Dies hätte eindeutig nicht sein müssen und hat für mich die Stimmung im Buch kaputt gemacht.

Kurz gesagt: „Vox“ ist an sich keine schlechte Geschichte und bietet sicherlich auch den ein oder anderen Denkanstoß, dennoch war ich stellenweise doch sehr von der Geschichte enttäuscht, sodass das Buch für mich den Hype leider nicht gerecht wird.

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Lukas Rietzschel – Mit der Faust in die Welt schlagen

„Mit der Faust in die Welt schlagen“ klang von der Kurzbeschreibung zunächst sehr vielversprechend, sodass ich hohe Erwartungen an die Geschichte hatte. Leider hat mich das Buch leider von der ersten Seite an nicht packen können, wodurch ich es bereits nach gerade einmal sechzig Prozent abgebrochen habe.

Das größte Problem war hierbei wohl der Schreibstil für mich. Schuld daran sind nicht nur zu ruckartige Perspektivenwechsel, sondern leider auch die gesamte Aufmachung. Die Sätze wirken abgehackt, die Dialoge sind sehr platt, die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und ich habe immer wieder darauf gewartet, dass im Laufe der Geschichte endlich etwas passiert, das den Knoten für mich zum Platzen bringt. Aber das ist leider nicht geschehen, denn „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist deutlich ruhiger, als es Titel und Klappentext vermuten lassen.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen, denn Tobias und Philip wirkten oftmals nicht nur sehr unsympathisch, sondern auch unnahbar. Man muss zwar sagen, dass sich der Autor bei der Zeichnung der Charaktere wirklich Mühe gegeben hat, allerdings konnte ich mich mit ihnen leider so gar nicht anfreunden.

Dies ist alles sehr schade, denn eigentlich wäre die Geschichte von der Thematik her spannend gewesen, denn leider gibt es immer wieder Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Ende der DDR nicht klar kommen und allem hinterher trauern. Schade nur, dass die Umsetzung für mich nicht funktionieren wollte.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

Rezension

Lea Melcher – My Dead Sister’s Love Story

Kurzbeschreibung
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„My Dead Sister’s Love Story“ gehört zu den Geschichten, die ich unbedingt mögen wollte, da ich die Thematik sehr ansprechend fand und somit hohe Erwartungen hatte. Leider wurde ich jedoch enttäuscht, da ich mich mit der Geschichte so gar nicht anfreunden konnte.

Man muss zwar sagen, dass der Schreibstil an sich recht locker und flüssig ist und man das Buch relativ zügig ausgelesen hat, allerdings wollte der Funke bei mir nicht überspringen, zumal es mir auch ein wenig an Emotionen gefehlt hat.

Ein weiterer Grund, weshalb ich mich mit dem Buch nicht anfreunden konnte, ist Antonia, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Antonia ist so künstlich cool und abweisend dem Leben gegenüber, dass es mir wirklich sehr schwer gefallen ist, mich in sie und ihre Art hineinzuversetzen.

Dabei war die Idee an sich nicht schlecht, dass Antonia nach dem Tod ihrer Schwester deren Tagebuch findet und dabei ganze Welten zusammenbrechen, da sie merkt, dass sie Zoe nie wirklich nicht gekannt hat, allerdings wollte mich die Umsetzung leider nicht überzeugen. Gleichzeitig gab es hier und da auch ein paar kleinere Logikfehler, über die ich nicht immer hinwegschauen konnte.

Das Cover ist dagegen hübsch abzusehen und fällt direkt ins Auge. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich überzeugen und mein Interesse wecken. Schade, dass der Inhalt letztendlich doch nicht überzeugen konnte, wie ich es mir zuvor erhofft habe.

Kurz gesagt: So sehr ich „My Dead Sister’s Love Story“ auch gerne gemocht hätte, so wenig konnte ich letztendlich mit der Geschichte anfangen, sodass ich weder mit den Figuren, noch mit der Umsetzung der Ideen etwas anfangen konnte. Schade!

Rezension

[Kurzrezension] Gill Sims – Mami braucht ’nen Drink

Kurzbeschreibung
Mami ist gerade 39 geworden. Mit Schrecken blickt sie einer Zukunft entgegen, in der sie ständig gefragt wird, ob sie nicht auch mal zum Yoga für Fortgeschrittene kommen will, und wo auf Partys alle so tun, als hätten sie nach einem Pinot Grigio schon „ein Schwipschen“. Aber Mami hat weder Lust auf Yoga noch darauf, nur noch für ihre Kinder zu leben und auf dem Schulhof rumzustehen, während andere Mütter mit den jüngsten außerlehrplanmäßigen Aktivitäten ihres Nachwuchses angeben oder sie mit ihrem neuesten Familienurlaub zu beeindrucken versuchen. Stattdessen greift sie bei jeder Gelegenheit zu einem großen Glas Wein und fragt sich, wo sie selbst bei all dem Familientrubel eigentlich bleibt. Bis sie sich auf eine geniale Idee von früher besinnt, die nur noch darauf wartet, in die Tat umgesetzt zu werden… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Zugegeben: Von „Mami braucht ’nen Drink“ habe ich am Anfang nicht wirklich viel erwartet, da ich mir nicht sicher war, ob das Buch wirklich in mein Beuteschema passt. Da ich jedoch die Bücher aus dem Eisele Verlag bislang immer gemocht habe, wollte ich auch diesem Buch eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht.

Gill Sims besitzt einen sehr unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil, der mich mit tollen Dialogen, witzigen Momenten und interessanten Figuren direkt begeistern konnte. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet und ich konnte sie zum Teil ins Herz schließen und mich in diese hineinversetzen.

Wichtig ist hierbei auf jeden Fall, dass man das Buch mit einem Augenzwinkern betrachtet, denn hier wird das Familienleben rund um Elle schonungslos ehrlich, aber auch chaotisch erzählt. Ellen möchte zu Beginn des neuen Schuljahres die perfekte Mutter sein, die ihrer Familie gerecht wird und alle Aufgaben problemlos meistert. Dass dies jedoch alles andere als realistisch ist, muss auch Ellen schnell merken, denn oftmals versinkt sie dann doch im Chaos, was für sie zwar weniger, für den Leser jedoch umso lustiger ist.

Kurz gesagt: „Mami braucht ’nen Drink“ ist insgesamt eine unterhaltsame und chaotische Geschichte, die genau meinen Nerv getroffen hat und mich mit interessanten Figuren und einem tollen Schreibstil begeistern konnte.

Rezension

L.J. Shen – Broken Love (Sinners of Saint #4)

Kurzbeschreibung
Vielleicht wird unsere Liebe mich heilen. Vielleicht wird sie mich aber auch endgültig zerstören.
Alles, was ich weiß, ist: Ich bin bereit, das Risiko einzugehen.
Seit drei Jahren versucht Jesse Carter vor allem eins: zu vergessen. Doch die Erinnerungen an diese eine Nacht, in der sie alles verloren hat, verfolgen sie noch immer. Es vergeht keine Sekunde, in der sie nicht daran denkt, nicht davon träumt. Nur selten verlässt sie die schützenden Wände ihres Zuhauses – am liebsten würde sie sich für immer vor der Welt verstecken. All das ändert sich jedoch, als plötzlich Roman „Bane“ Protsenko in ihr Leben tritt und ihr scheinbar aus heiterem Himmel einen Job als Barista in seinem Café sowie seine Freundschaft anbietet. Jesse kennt die Gerüchte, die sich um den stadtbekannten Draufgänger ranken – es heißt, er sei ein Lügner und ein Betrüger, weshalb sie weder Interesse an seinem Angebot hat noch daran, Bane näher kennenzulernen. Doch dieser lässt nicht locker. Stück für Stück beginnt er, Jesses Schutzmauern zu durchbrechen und sie so zurück ins Leben zu holen. Und auch Jesse gelingt es immer mehr, hinter Banes Maske zu blicken. Sie erkennt, dass der Mann, der sich dahinter verbirgt, genauso gebrochen ist wie sie. Dabei ahnt sie nicht, dass der wahre Grund für Banes Annäherung ihr Herz ein für alle Mal zerstören könnte…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Die „Sinners of Saint“-Reihe von L.J. Shen stand schon viel zu lange ungelesen in meinem Regal, sodass ich den Büchern nun endlich eine Chance geben wollte. Da die Reihe bislang von so viele Lesern hochgelobt wurde, hatte ich sehr hohe Erwartungen und mich auf unterhaltsame Lesestunden gefreut. Die ersten drei Bände „Vicious Love“, „Twisted Love“ und „Scandal Love“ konnten mich allesamt überzeugen und somit habe ich mich schon sehr auf den vierten und letzten Band „Broken Love“ gefreut.

Am Anfang hatte ich – wie auch schon bei den ersten drei Bänden – ein paar kleinere Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da der am Anfang ganz schön brauchte und ich die Geschichte stellenweise als sehr langatmig empfunden habe. Je mehr Zeit man der Geschichte gibt, umso besser wird diese allerdings, denn nach einem doch sehr holprigen Start wurde die Geschichte noch durchaus unterhaltsam und emotional. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, großteils sympathisch und ich konnte mich gut in diese hineinversetzen.

Nachdem man bereits Emilia und Vicious, Rosie und Dean, sowie Trent und Edie kennen lernen und mit ihnen mitfühlen und mitfiebern durfte, bekommt man es in „Scandal Love“ mit Jesse und Bane zu tun. Jesse hatte in der Vergangenheit kein leichtes Leben. Eine einzige Nacht vor drei Jahren zerstörte ihr Leben und sorgte dafür, dass sie nicht nur komplett alleine ist und es vermeidet raus zu gehen, sondern sie auch Angst vor Männer hat.
Dies ändert sich Schritt für Schritt, als sie auf Bane trifft, einem stadtbekannten Kriminellen, der ihr jedoch nicht nur einen Job verschafft, sondern ihr auch ein Stück Freiheit schenken möchte. Aber kann sie ihm wirklich trauen und ihr Herz wieder öffnen?

Zugegeben: Die Geschichte zwischen Jesse und Bane ist sicherlich hier und da vorhersehbar und die Autorin hat mit dieser Geschichte, bzw. der Reihe auch nicht das Rad neu erfunden. Dennoch hat mir das Buch von Anfang an gut gefallen, da sie eine gewisse Tiefe besitzt, die ich im Vorfeld nicht erwartet habe. Somit konnte ich letztendlich auch mit den Figuren gut mitfiebern und vor allem mitfühlen.

Das Cover spricht mich ehrlich gesagt gar nicht an, da ich die Farbgestaltung leider nicht wirklich gelungen finde. Da mich die Kurzbeschreibung und letztendlich auch der Inhalt umso mehr überzeugt haben, ist dies jedoch sehr gut zu verschmerzen.

Kurz gesagt: Auch der vierte Band „Broken Love“ konnte mich insgesamt gut unterhalten und brachte so manchen emotionalen Moment mit sich. Somit halte ich „Broken Love“ auch direkt für einen perfekten Abschluss der „Sinners of Saint“-Reihe und ich freue mich schon auf viele weitere Bücher aus der Feder der Autorin.

Reihenfolge
Rough Love (#0.5)
Vicious Love
Twisted Love
Scandal Love
Broken Love

Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Meghan March – Sinful King (Sinful Empire #1)

„Sinful King“ ist der erste Band der „Sinful Empire“-Trilogie und versprach zunächst eine spannende und prickelnde Geschichte zu werden. Da die bisherigen Rezensionen bislang durchweg positiv waren, hatte ich hohe Erwartungen und wurde letztendlich doch so bitter enttäuscht.

Das Problem ist hierbei, dass ich mir nicht nur zu viel erhofft habe, sondern auch der Schreibstil, mit dem ich leider so gar nicht warm wurde. Dieser zog sich sehr oft wie Kaugummi, die Dialoge wirkten zum Großteil sehr hölzern und ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich immer wieder genervt die Augen verdreht habe. Die Figuren wirkten oftmals sehr unsympathisch, sodass ich weder mit ihnen warm wurde, noch sie in Herz schließen konnte.

Gleichzeitig muss man sagen, dass es kaum Überraschungsmomente gibt, denn bis auf das, was in der Kurzbeschreibung steht, passiert auch tatsächlich nicht, was doch sehr schade ist. Allgemein ist die Geschichte sehr flach, bietet nichts Neues und konnte mich insgesamt nicht überzeugen.

Somit habe ich das Buch nach mehr als 70% abgebrochen.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

Rezension

Hendrik Winter – Die Antwort auf Vielleicht

Kurzbeschreibung
Adam hat nicht damit gerechnet, sich in eine der Patientinnen zu verlieben, die er täglich zur Chemotherapie und zurück fährt. Doch dann steigt eines Tages Jessi in sein Taxi – jung, schön, todkrank. Ehe er sichs versieht, ist es um ihn geschehen. Als er erfährt, dass Jessi vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hat, setzt er alles daran, ihr diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Währenddessen erkennt er, dass auch er seine Träume vielleicht nicht bis „irgendwann einmal“ aufschieben sollte… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Da ich schon immer sehr gerne Bücher gelesen haben, in denen Krebs, bzw. Chemotherapie, thematisiert werden, war ich schon sehr gespannt auf „Die Antwort auf Vielleicht“. Aufgrund der bislang sehr positiven Bewertungen waren Erwartungen recht hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Der Autor besitzt nicht nur einen sehr flüssigen und leichten Schreibstil, sondern besitzt auch das nötige Einfühlungsvermögen, um der Thematik gerecht zu werden. Die Geschichte hat mich so manches mal zum Nachdenken angeregt, mich Tränchen wegblinzeln lassen, konnte mich aber dennoch unterhalten.

In „Die Antwort auf Vielleicht“ geht es um Jessi und Adam. Adams Aufgabe ist es, täglich Patienten zur Chemotherapie zu bringen. Dabei hätte er niemals gedacht, dass er dabei auf eine Frau wie Jessi trift. Diese ist nicht nur jung und schön, sondern leider auch todkrank. Er ist von Jessi direkt fasziniert und möchte ihr die Zeit, die Jessi noch zu leben hat, so angenehm wie möglich machen. Dabei fällt ihm auch nur allzu sehr auf, dass er selbst sein Leben verstreichen lässt und es nicht nutzt. Sein großer Wunsch, den höchsten Berg der Welt zu besteigen, scheuert nicht nur an Geld und mangelnder Zeit, sondern auch an Mut. Ausgerechnet Jessi ermutigt ihn immer wieder, nicht nur an seinen Träumen festzuhalten, sondern sich diese auch zu erfüllen.

„Die Antwort auf Vielleicht“ ist nicht nur sehr emotional, sondern auch überaus authentisch geschrieben. Hierbei fällt besonders Jessis Art, mit der gesamten Situationen umzugehen, besonders positiv auf, sodass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe.

Kurz gesagt: Mit „Die Antwort auf Vielleicht“ hat Hendrik Winter eine emotionale, authentische und teilweise auch unterhaltsame Geschichte mit interessanten Figuren geschaffen, die mich nicht nur sehr berühren, sondern auch zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin begeistert und kann das Buch somit nur wärmstens empfehlen.