Kurzrezensionen · Rezension

Veronika Peters – Aller Anfang fällt vom Himmel


Kurzbeschreibung
Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt… ~ Quelle

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Meine Meinung
Auf „Aller Anfang fällt vom Himmel“ von Veronika Peters habe ich mich ganz besonders gefreut, denn die Geschichte klang so vielversprechend, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Am Ende muss ich aber leider sagen, dass ich ein klein wenig enttäuscht bin, da das Buch meine Erwartungen nicht komplett erfüllen konnte.

Dabei muss aber sofort gesagt werden, dass Veronika Peter hier bei weitem keine schlechte Geschichte geschrieben hat. Diese besitzt nämlich einen wunderbaren Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Zusätzlich wurden die Gedanken und Gefühle der Figuren, die Figuren selbst und auch die Dialoge gut ausgearbeitet. Letztendlich muss ich aber zugeben, dass ich während der gesamten Geschichte das gewisse Etwas vermisst habe.

Korbinian und Billa wurden von der Autorin gut ausgearbeitet. Hier wird schnell klar, wie gegensätzlich der Witwer und die junge Frau doch sind. Während Korbinian oftmals sehr kaltschnäuzig und wie ein Einzelgänger wirkt, ist Billa für ihre fast achtzehn Jahre noch sehr naiv, allerdings auch sehr selbstbewusst. Zunächst habe ich nicht geglaubt, dass beide Figuren tatsächlich so gut miteinander harmonieren können, allerdings wurde ich hier von der Autorin mehr als überrascht. Aber auch die anderen Figuren, wie z.B. Schiller oder auch Angie haben mir gut gefallen und sie waren im Laufe der Zeit nicht mehr wegzudenken.

Das Thema Freundschaft, dass in diesem Buch eine immer wichtigere Rolle spielt, wird von der Autorin authentisch beschrieben und auch die Entwicklung von Billa und Korbinian ist dabei sehr beachtlich, sodass ich beide Figuren sehr sympathisch fand. Hierbei wird auch deutlich, dass Freundschaft nicht zwingend ein Alter kennt und auch Senioren noch von Teenagern lernen können. Dabei öffnet sich Korbinian, der sonst eher verschlossen ist, immer mehr und geht auch wieder verstärkt auf seine Schwester zu.

Das Cover ist wunderschön anzusehen und passt bestens zur Geschichte. Vor allem die Farben sind gut gewählt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich spontan angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Aller Anfang fällt vom Himmel“ ist eine nette und gut ausgearbeitete Geschichte, die mir ein paar gute Lesestunden bereitet, bei der mir allerdings auch das gewisse Etwas gefehlt hat, sodass die Geschichte bei mir wohl nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Dennoch sollte man, wenn man sich für ungewöhnliche Freundschaften interessiert, dem Buch trotzdem eine Chance geben.

Kurzrezensionen · Rezension

[Kurzrezensionen] Eine vorläufige Theorie der Liebe / Blutrecht / Wahn


20653315Bei „Eine vorläufige Theorie der Liebe“ habe ich zunächst eine schöne, humorvolle Geschichte erwartet. Meine Erwartungen wurden dabei nicht wirklich erfüllt, allerdings habe ich dafür eine recht melancholische und nachdenklich stimmende Geschichte erhalten, mit der ich ebenfalls gut leben konnte. Die Ereignisse rund um das Computerprogramm, Neill, Rachel und den anderen Figuren hat mir ganz gut gefallen, allerdings wurde hier auch stellenweise zu sehr der Fokus auf Neills Midlife-Crisis gelegt, sodass die anderen Figuren dabei ein wenig untergegangen sind. Dennoch fand ich die meisten Charaktere oftmals vielseitig und sympathisch.

Die Schwäche liegt hier eindeutig beim Schreibstil. Dieser liest sich zwar zum Großteil relativ flüssig, jedoch gab es auch einige Kapitel, die sich ewig in die Länge gezogen haben. Bei einigen Stellen, die gar nicht mal wirklich wichtig waren, wurde zu ausschweifend erklärt, sodass ich hier doch das ein oder andere Mal ein wenig gelangweilt war. Auch hat es mir stellenweise an Humor gefehlt, den ich im Vorfeld erwartet, aber dann doch nicht bekommen habe. Aber trotzdem: Figuren wurden gut ausgearbeitet und auch die Dialoge haben mir zu großen Teilen wirklich gefallen.

Ansonsten ist „Eine vorläufige Theorie der Liebe“ eine Geschichte, die mich zu großen Teilen unterhalten und berühren konnte. Manches verlief zwar sehr klischeehaft und manchmal konnte mich auch der Schreibstil alles andere als unterhalten, aber dennoch hatte die Geschichte das gewisse Etwas, um immer wieder am Ball zu bleiben. Von daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
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22071198Ich muss zugeben, dass „Blutrecht“ ein Experiment für mich war. Ich lese nicht unbedingt viele Bücher aus dem Genre und somit war ich sehr gespannt, wie ich das Buch finden werde. Da die Kurzbeschreibung ebenfalls interessant klang, wollte ich direkt mit dem Buch beginnen, musste aber leider auch feststellen, dass dies mich dann doch nicht packen konnte.

Mit dem Schreibstil hatte ich einige Probleme, denn man merkt hier schnell, dass der Autor sehr viele Ideen hatte, diese aber anscheinend alle gleichzeitig umsetzen wollte. Man wird als Leser geradezu mit mittelmäßigen Umsetzungen bombardiert und ich bekam so das Gefühl, als würde zu viel auf mich einprasseln und ich der Geschichte gar nicht mehr so richtig folgen konnte. Während manches also viel zu schnell abgearbeitet wird, gibt es aber auch Stellen, in denen es kaum vorwärts geht, man hält sich an Szenen auf, die nicht unbedingt entscheidend sind, sodass es mir immer schwerer fiel, mich auf die Geschichte zu konzentrieren.

Ich war ehrlich gesagt kurz davor, das Buch mehrfach abzubrechen, dennoch wollte ich unbedingt durchhalten, was ich am Ende auch geschafft habe. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass das Buch schlecht wäre, denn dies ist bekanntlich Geschmacksache. Leider war es nur so, dass es mich weder packen, noch unterhalten konnte.

Für Fans des Genres ist das Buch sicherlich einen Blick wert, für mich war es das im Nachhinein leider nicht. Sehr schade!
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18517181Ich war bei „Wahn“ von Christof Kessler von Anfang an eher skeptisch, da die bisherigen Kritiken auch eher durchwachsen waren. Von daher habe ich von diesem Buch nicht allzu viel erwartet und konnte daher auch nicht enttäuscht werden. Allerdings muss ich zugeben, dass ich am Ende tatsächlich nicht so wirklich begeistert war, sondern nur mäßig unterhalten wurde.

Buchtitel und Cover wirken anfangs leicht ‚verstörend‘, wenn man die Geschichten dann jedoch liest, merkt man schnell, dass oftmals nur heiße Luft dahinter steckte. Die Geschichten lesen sich zwar recht flott, sind jedoch oftmals eher langweilig, als wirklich beeindruckend. Oftmals wirkten die Geschichten schon fast altklug und/oder nichtssagend.

Eine Leseempfehlung würde ich von daher eher nicht aussprechen.

Kurzrezensionen

Kurzrezensionen #2


Obwohl ich bislang immer sehr gerne Rezensionen geschrieben habe, gibt es ab und zu ein paar Bücher, bei denen ich mich absolut nicht aufraffen kann, lange Rezensionen zu schreiben. Da ich aber zwischendurch immer wieder nach manchen Büchern gefragt wurde, habe ich mich entschieden, ab und zu ein paar Kurzrezensionen zu schreiben, damit wenigstens ein kleines Fazit vorhanden ist. 🙂

Robert Neuendorf – Als ich meine Mutter im Sexshop traf
Sorry, aber was für ein Blödsinn. Die Ansammlung von Beichten, die allesamt von der Seite Beichthaus.com stammen, ist ein wildes Durcheinander, was oftmals alles andere als unterhaltsam oder lustig ist. Hätte ich das Buch nicht zufällig geschenkt bekommen, hätte ich es wohl niemals in den Händen gehalten, denn wie gesagt: Humorvoll ist dies nicht. Zwar kann man sich immer über Humor streiten, allerdings ist dies nur eine niveaulose Aneinanderreihung von Aussagen, die keinen Menschen ernsthaft interessieren kann. Dazu ist der Preis von 12,90 EUR für gerade einmal 200 Seiten vollkommen überteuert.

Marah Woolf – MondSilberLicht
Bei „MondSilberLicht“ bin ich immer noch unentschlossen. Zwar ist die Handlung ganz nett und auch die Charaktere konnten mich zum Teil überzeugen, allerdings hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass ich das Buch in leicht abgeänderter Form bereits gelesen habe, was ich mehr als schade finde. Der Schreibstil ist an sich ganz nett, aber leider nichts Besonderes. Es gibt bereits einen zweiten Band, allerdings tendiere ich da momentan eher zu einem „Nein“. Das Buch hat Potential, allerdings fehlen mir zu sehr eigene Ideen und Ecken und Kanten bei den Charakteren.

Usch Luhn – Herzgespinst
Ich bin ein bisschen enttäuscht. Das Buch hat eigentlich alles, was ich mir bei einem Buch wünsche: Spannung, einigermaßen interessante und sympathische Charaktere, gute Schauplätze und eine überraschende Handlung. Aber dennoch hat mir in diesem Buch das Besondere gefehlt, dass mich wirklich fesseln konnte. Der Schreibstil ist einigermaßen gelungen, aber bietet auch einige Schwachstellen, die sich leider nicht schön reden lassen. So ist die Handlung trotz so mancher Spannung oftmals langatmig und vorhersehbar. Dazu sind die Charaktere zwar relativ interessant, aber keine Sympathieträger, die ich ins Herz schließen möchte. Wären die Charaktere nicht so austauschbar und die Geschichte etwas flüssiger geschrieben, wäre es ein guter Jugendthriller geworden. So ist es leider nur ein Buch, dass bei mir schnell wieder in Vergessenheit gerät.

Kurzrezensionen

Kurzrezensionen #1


Obwohl ich bislang immer sehr gerne Rezensionen geschrieben habe, gibt es ab und zu ein paar Bücher, bei denen ich mich absolut nicht aufraffen kann, lange Rezensionen zu schreiben. Da ich aber zwischendurch immer wieder nach manchen Büchern gefragt wurde, habe ich mich entschieden, ab und zu ein paar Kurzrezensionen zu schreiben, damit wenigstens ein kleines Fazit vorhanden ist. 🙂

Aaron Feigenbaum – The Unauthorized History of DX
Ich muss mich mal outen: Ich bin seit über 20 Jahren begeisterter Wrestling Fan und verschlinge jede Wrestlingshow, DVD und Biographie. „The Unauthorized History of DX“ ist jedoch eine kleine Enttäuschung gewesen. Normalerweise mag ich die DX (auch D-Generation X genannt), ein Stable, das über mehrere Jahre Teil der WWE (World Wrestling Entertainment) war. Bei der DX waren u.a. namenhafte Wrestler wie Sean Waltman, Road Dogg, Triple H, Chyna und Shawn Michaels. Allerdings habe ich in diesem Buch kaum etwas Neues über die Mitglieder und die Geschichte des Stables erfahren. Vielmehr war es beinahe schon eine Aneinanderreihung von Fakten, die kaum ein Mensch braucht. Sehr schade, denn normalerweise sind die Bücher über Wrestler, Stables und Ligen extrem gut. Auf dieses Buch hätte ich allerdings verzichten können. Wirklich empfehlenswert ist „The Unauthorized History of DX“ allerhöchstens für Neueinsteiger, die die DX nicht live erlebt haben.

Fler – Im Bus ganz hinten
Früher war ich großer Fan von Deutsch-Rap, mittlerweile hat sich das geändert und ich höre nur noch sehr wenige Künstler dieser Musikrichtung. Einem Rapper bin ich jedoch immer treu geblieben: Fler!
Von daher war es für mich ein absolutes Muss dieses Buch zu lesen. Seine Biographie liest sich unglaublich gut, spannend und so manches Mal musste ich auch mit dem Kopf schütteln. Ob wirklich alles so stimmt, wie es aufgeschrieben ist, lasse ich mal im Raum stehen, allerdings klingt es ziemlich authentisch und verdammt hart, da seine Verhältnisse und Erfahrungen ungeschönt dargestellt werden. Für Liebhaber von Biographien und Deutsch-Rap ist „Im Bus ganz hinten“ sicherlich sehr interessant und informativ, andere Leser wird das Buch jedoch nicht begeistern. Man sollte schon ein gewisses Grundinteresse aufbringen. Dennoch: Mir hat es sehr gefallen und ich würde es anderen Fans weiterempfehlen.

Alexandra Kui – Lügensommer
Normalerweise mag ich die Thriller von cbj/cbt ganz gerne und habe sie immer sehr schnell durch, bei „Lügensommer“ war es zum ersten Mal anders. Die Geschichte liest sich durchgehend holprig, sodass ich das Buch mehrfach genervt aus den Händen gelegt habe. Da dies bei mir eher selten vorkommt, kann man sich schon vorstellen, welchen Eindruck ich von dem Buch habe. Charaktere, Handlung und Grundstimmung haben meiner Meinung nach leider nicht zusammengepasst, sodass ich kaum in die Geschichte hineingefunden habe. Sehr schade, denn die Kurzbeschreibung hat mir damals sehr gefallen. Als Thriller habe ich die Geschichte kaum wahrgenommen, da mir stets die Spannung gefehlt hat und die Geschichte von der ersten Seite an recht vorhersehbar war. Leider keine Empfehlung von mir.