Rezension

Manuela Inusa – Be my Gift

Kurzbeschreibung
Als Dana nur wenige Tage vor Weihnachten von einem widerlichen Kerl auf der Straße belästigt wird, kommt ihr ein gutaussehender Fremder namens Malvin zu Hilfe. Dieser erweist sich nicht nur als ihr ganz eigener Held, er schenkt ihr nach einer enttäuschenden Beziehung auch wieder ein wenig Zuversicht und die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnt. Nach einer perfekten gemeinsamen Nacht ist Malvin jedoch wie ausgewechselt. Er nennt Dana plötzlich Madeleine, und er selbst entpuppt sich als Psychopath, der Dana alles andere beschert als idyllische Stunden unterm Weihnachtsbaum. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Als großer Fan von Manuela Inusa lese ich nicht nur sehr gerne ihre Verlagsbücher, sondern vor allem die Bücher, die sie eigenständig veröffentlicht, weil dies meist die schönsten Buchperlen sind. So auch ihre Weihnachtsgeschichte „Be my Gift“, von der ich mir sehr viel versprochen habe und nicht enttäuscht wurde. Sehr löblich ist dabei, dass die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches von der Autorin gespendet wird.

Der knapp 90-seitige Kurzroman wird spannend und flüssig erzählt, besonders hat mir dabei die Beschreibung des Edinburgher Weihnachtsmarktes gefallen, auf dem man die Protagonistin Dana begleiten konnte. Auch die Figuren selbst sind gut ausgearbeitet. Man lernt sie ausreichend kennen, leidet mit ihnen, allerdings konnte ich auch so manches mal ein Kopfschütteln nicht verkneifen, denn besonders Dana kommt stellenweise leider doch sehr naiv daher.

Danas Welt steht Kopf, seit ihr Ex-Mann sie betrogen hat und sie sich hat scheiden lassen. Sie kann Männern nur noch schwer vertrauen und geht lieber kein Risiko ein. Auch zu ihrer Schwester hat sie ein eher schwieriges Verhältnis, da Dana sehr herzlich und ihre Schwester das genaue Gegenteil ist. Als sie jedoch von einem Mann auf offener Straße belästigt wird, eilt ihr Malvin zur Hilfe. Dana ist direkt Feuer und Flamme für ihren Retter und lädt ihn zu sich nach Hause ein, wo die beiden auch direkt die Nacht miteinander verbringen. Alles könnte für Dana so schön sein, wäre Malvin nicht am nächsten Tag wie ausgewechselt und so besessen von ihr, dass er sie sogar in ihrer eigenen Wohnung einsperrt und ihr komplettes Leben kontrolliert.

„Be my Gift“ ist dabei nicht nur sehr spannend, sondern zeigt auch auf, wie leicht es Psychopathen mit ihren Opfern haben, wenn diese verletzlich und naiv genug sind und nicht auf vorhandene Warnzeichen achten. Die Geschichte rund um Dana wird dabei sehr ausführlich und schonungslos erzählt, dabei wird auch genau auf die Angst und Gedanken der Opfer eingegangen, die sicherlich auch für manchen Leser belastend sind.

Kurz gesagt: „Be my Gift“ ist ein spannungsgeladener, gut erzählter Kurzroman mit einem interessanten Setting, gut ausgearbeiteten Figuren und vielen unangenehmen Situationen und ist gleichzeitig so spannend, dass man das Buch einfach in einem Rutsch durchlesen muss.

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