Rezension

Jonas Ems – Schattenseite

Kurzbeschreibung
Corvin, Nola und Seymon stehen kurz vor ihren Abiturprüfungen. Die drei führen ein gewöhnliches Teenagerleben – bis sie und alle ihre Mitschüler eine E-Mail erhalten, in der auf eine Internetseite namens Profil X hingewiesen wird. Diese Website lüftet nach und nach intimste Geheimnisse der Jugendlichen. Alle Versuche, die Seite vom Netz zu nehmen, scheitern. Wer steckt hinter der Seite? Wie können die drei Freunde diesen Wahnsinn stoppen? Und was hat das mit dem Tod von Louis zu tun? Cybermobbing und Hackerangriffe sind besonders für Jugendliche eine zunehmende Bedrohung. Jonas Ems webt diese hochaktuellen Themen ein in eine spannende Kriminalhandlung. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

__________________________________________________________

Meine Meinung
Da ich bislang nur Gutes über „Schattenseite“ von Jonas Ems gelesen und auch gehört habe, war ich sehr neugierig auf die Geschichte und wollte dieser unbedingt eine Chance geben. Leider hat mich die Geschichte doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Sie ist zwar nicht schlecht, allerdings auch absolut kein Highlight, sodass ich den Hype um das Buch nicht verstehen kann.

Die Geschichte liest sich zwar insgesamt relativ flüssig und auch einigermaßen spannend, allerdings sind der ganz große Schwachpunkt die Charaktere, mit denen ich nahezu nichts anfangen konnte, da mir diese zu blass sind und ihnen die nötige Tiefe fehlt. Sie sind zwar teilweise sympathisch, allerdings hat mir dies bei einer derartigen Thema nicht ausgereicht.

Erzählt wird die Geschichte von Corvin, Nola und Seymon, die kurz vor ihrem Abitur stehen und sich auf die Zeit danach vorbereiten. Sie führen an sich ein stinknormales Leben, ehe die sogenannte Schattenseite in ihr Leben tritt. Die Schattenseite ist eine Ibnternetseite, die die Geheimnisse von Menschen aufdeckt und dadurch nicht nur Menschenleben zerstört, sondern auch Menschen bloßstellt und sämtliche Privatsphäre durchbricht. Die Jugendlichen wollen noch die Seite offline nehmen lassen, allerdings scheitern sämtliche Versuche, etwas gegen die Schattenseite zu unternehmen, sodass ihr Leben immer mehr bedroht wird.

An sich ist dies ein interessanter Plot, der eine Menge her gibt. Hierbei wurde jedoch nicht sämtliches Potenzial ausgeschöpft, sodass die Geschichte stellenweise nur so vor sich hinplätschtert. Einen Pluspunkt gibt es allerdings dafür, wie der Autor das Thema Cybermobbing behandelt, denn dieses wird sehr authentisch dargestellt und stimmt einen somit auch nachdenklich.

Kurz gesagt: „Schattenseite“ ist zwar an sich eine gut geschriebene Geschichte mit einer interessanten und vor allem auch wichtigen Thematik, konnte mich allerdings nicht gänzlich überzeugen, da es bei der Ausarbeitung der Figuren deutlich gemangelt hat. Somit ist die Geschichte zwar insgesamt ganz nett, aber bei Weitem kein Muss.