Rezension

[Kurzrezension] Romy Hausmann – Marta schläft

Kurzbeschreibung
»Hab dich. Und jetzt spielen wir. Wir spielen: Gericht.«

Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden.
Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ‒ denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin…

~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Auf „Marta schläft“ von Romy Hausmann war ich schon sehr gespannt, da ihr erster Thriller „Liebes Kind“ sehr viel Lob erhalten hat. Meine Erwartungen waren somit enorm hoch und ich habe mich auf einen spannenden und packenden Thriller voller Wendungen gefreut. Leider entpuppte sich „Marta schläft“ für mich jedoch eher als ein Roman, der viel zu lange brauchte, um in Fahrt zu kommen und somit die meiste Zeit nur vor sich hinplätscherte.

Romy Hausmann verwendet in „Marta schläft“ eine teilweise blumige Sprache, mit der ich leider große Probleme hatte. Die Geschichte ist zwar hier und da ganz spannend, allerdings plätschert sie meist nur mühsam vor sich hin. Gleiches Problem hatte ich mit den Figuren, denn diese entwickeln sich kaum weiter, wirken fast allesamt naiv und unsympathisch und somit fiel es mir sehr schwer, mich nur ansatzweise in sie hinenzuversetzen.

Dabei ist die Idee, dass die Protagonistin Nadja sich nach einem schlimmen Verbrechen und jahrelanger Haft noch einmal ihrer Vergangenheit stellen muss, gar nicht mal schlecht. Ihre Sehnsucht nach einem normalen, sorgen- und angstfreien Leben wird glaubwürdig geschildert, allerdings ist die Umsetzung dabei nur semi-gelungen, denn aufgrund der vielen Zeitsprünge habe ich immer wieder den Faden verloren und irgendwann war es letztendlich so ermüdend, all die Irrungen und Wirrungen zu entflechten, sodass ich immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe.

Somit konnte mich „Marta schläft“ aufgrund unsympathischer Figuren, einem oftmals nur dahinplätscherndem Schreibstil und nur wenig Spannung leider nicht überzeugen, sodass ich das Buch leider nicht empfehlen kann.