Rezension

Petra Hülsmann – Meistens kommt es anders, wenn man denkt

Kurzbeschreibung
Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten Hamburger PR-Agentur soll ab jetzt an erster Stelle stehen. Inhaber Claas betraut sie mit der Imagekampagne für den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing, dessen Umfragewerte tief im Keller sind – aus gutem Grund, wie sie bald herausfindet. Darüber hinaus beschließt ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Ausgerechnet Nele soll ihn im Kampf mit den besorgten Eltern unterstützen, dabei ist sie doch insgeheim die größte Glucke von allen. Um das Chaos perfekt zu machen, stellt Nele fest, dass Claas mehr als nur ein netter Chef für sie ist und dass er ihr Herz ganz schön zum Stolpern bringt. Aber soll sie sich von der Liebe etwa schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen lassen? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Romane von Petra Hülsmann gelesen, von denen ich bislang immer sehr begeistert gewesen bin, weil mich die Autorin immer wieder mit einem tollen Schreibstil, vielen Ideen und jeder Menge Humor unterhalten konnte – so auch bei „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“.

Die Geschichte liest sich nicht nur sehr flüssig und unterhaltsam, sondern besticht auch mit einem tollen Humor, vielen skurillen Momenten, aber auch jede Menge Emotionen. „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ spielt – wie auch bereits alle anderen Werke der Autorin – in Hamburg und somit lernt man die Stadt erneut immer wieder etwas besser kennen. Die Figuren sind allesamt sympathisch und gut ausgearbeitet, sodass ich Nele, ihren Bruder Lenny und Co. ins Herz schließen konnte.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Nele, die zuletzt nur Pech in der Liebe hatte und sich somit voll und ganz auf ihren Job konzentrieren möchte. Als Mitarbeiterin einer PR-Agentur darf sie eine Imagekampagne für den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing entwerfen, der bei den Wählern bislang nicht allzu beliebt ist. Gleichzeitig bricht bei ihr auch privat ein wenig das Chaos aus, denn ihre jüngerer Bruder Lenny möchte endlich auf eigenen Beinen stehen und sucht sich eine eigene Wohnung. Für Nele und ihre Eltern ist dies alles andere als leicht, da Lenny das Down-Syndrom hat und somit alle nicht nur an ihm hängen, sondern ihn auch ständig beschützen wollen. Und wäre das nicht alles schon chaotisch und stressig genug für Nele, muss sie auch noch erkennen, dass ihr Chef Claas nicht nur ein toller Chef, sondern auch ein toller Mann ist – aber kann sie das Risiko tatsächlich eingehen und ihn in ihr Herz lassen?

Zugegeben: „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ ist manchmal sehr vorhersehbar und spielt auch teilweise mit den typischen Klischees, die in dem Genre bekannt sind. Dennoch ist das Buch insgesamt sehr unterhaltsam, ohne dabei überspitzt oder albern zu wirken. Dazu hat es mir sehr gefallen, wie Petra Hülsmann das Down-Syndrom thematisiert hat.

Kurz gesagt: „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ ist ein unterhaltsamer und humorvoller Frauenroman, der zwar hier und da nicht ganz ohne Klischees auskommt, jedoch mit einem tollen Schreibstil und sympathischen Figuren punkten kann. Wer bereits Hülsmanns andere Romane mochte, wird auch an diesem Buch großen Spaß haben.