Rezension

[Kurzrezension] Bianca Marais – Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Kurzbeschreibung
Ein weißes Mädchen und ihre schwarze Kinderfrau trotzen dem Hass des Apartheidregimes.
Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
„Summ wenn du das Lied nicht kennst“ klang nach einer sehr interessanten und einfühlsamen Geschichte, die mich sehr neugierig gemacht hat und an die ich hohe Erwartungen hatte. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn diese Geschichte hat mich nicht nur sehr berührt, sondern auch nachdenklich gestimmt.

Erzählt wird die Geschichte der neunjährigen Robin, einem weißen Mädchen, dass in den siebziger Jahren in Südafrika aufwächst und ihre Eltern während eines Aufstandes verliert. Nach ihrem Verlust trifft sie auf Beauty Mbali, die nach ihrer Tochter sucht, die seit einem Schüleraufstand spurlos verschwunden ist. Beauty nimmt sich Robin an, kümmert sich um sie und die beiden bauen eine innige Verbindung zueinander auf, sodass Beauty schnell zum Mutterersatz wird.

Obwohl die Geschichte eine oftmals sehr emotionale Thematik besitzt, liest sich „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ doch sehr leicht und flüssig, was vor allem daran liegt, dass der Schreibstil recht einfach gehalten ist. Dies ist jedoch vollkommen in Ordnung, da so die Gefühle und Gedanken der neunjährigen Robin dadurch noch authentischer sind. Gleichzeitig wird in dieser Geschichte auch wunderbar aufgezeigt, dass man Menschen niemals nach Hautfarbe einordnen kann und darf. Hier wird zwar stellenweise mit gewissen Vorurteilen gespielt, diese aber auch ausgeräumt, sodass man hier insgesamt eine sehr bewegende Geschichte vorfindet.

Somit hat mir „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ nicht nur sehr gut gefallen, sondern konnte mich auch berühren und zum Nachdenken anregen. Ich kann das Buch somit nur empfehlen und hoffe, dass es in Deutschland noch viele Leser finden wird.