Rezension

Megan Goldin – The Wrong Girl: Die perfekte Täuschung

Kurzbeschreibung
Julie West ist außer sich. Sie vermutet, dass ihr Mann Matt sie betrügt. Mit einer jungen Studentin, die seiner Ex-Frau Laura wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Laura, die unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.
Um auf andere Gedanken zu kommen, geht Julie joggen – und wird in einen merkwürdigen Unfall verwickelt. Doch Matt versichert ihr, dass es diesen Unfall nie gegeben hat. Julie sei beim Laufen ohnmächtig geworden und habe sich alles nur eingebildet.
Zur gleichen Zeit wird in der Nähe eine Frauenleiche entdeckt. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Laura Wests Leichnam handelt. Julie gerät unter Mordverdacht, doch sie kann sich an so vieles nicht mehr erinnern. Ist sie nicht das Opfer? Oder doch die Täterin?
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

__________________________________________________________

Meine Meinung
Auf „The Wrong Girl: Die perfekte Täuschung“ war ich schon sehr gespannt, da ich schon sehr viel Gutes über das Buch gehört habe. Hier habe ich mir eine temporeiche und spannende Geschichte gewünscht und wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich spannend und flüssig und oftmals unvorhersehbar. Diese wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Julie und Meg erzählt, was mir sehr gut gefällt, da die beiden Frauen sehr unterschiedlich sind und man somit mal eine sehr emotionale und mal eine eher kühle Sicht auf die Geschichte erlebt.

Julie ist oftmals sehr emotional und wirkt stellenweise sehr durcheinander, rastlos und orientierungslos, was man anhand ihrer Gedanken und ihrer Gefühlslage gut erkennen kann. Sie denkt, dass ihr Mann sie betrügt und steigert sich immer mehr in ihre Gedanken hinein, was zwar anstrengend, aber durchaus authentisch ist. Bei ihr ist man sich oft unsicher, was wahr ist und was sie sich einbildet, was aus Sicht des Lesers doch sehr interessant ist. Bei Meg dagegen, einer Ermittlerin, sind die Gedankengänge eher kühl und klar, was weniger anstrengend ist und mir ebenfalls sehr gefällt.

Als Julie unter Mordverdacht gerät und eine Frauenleiche entdeckt wird, die höchstwahrscheinlich die Ex-Frau von Julies Mann Matt ist, wird die Geschichte noch einmal spannender und packender, gleichzeitig aber auch verwirrender, denn anhand von Julies Gedanken weiß man selbst nicht mehr, was sie sich einbildet und was tatsächlich geschehen ist.

Somit habe ich mich auch sehr auf die Auflösung gefreut, die jedoch das Einzige an der Geschichte ist, die mich ein wenig enttäuscht hat, denn das Ende kam viel zu schnell und hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Zeit gebraucht, um wirklich alles aufzuklären.

Somit ist „The Wrong Girl: Die perfekte Täuschung“ insgesamt eine spannende, temporeiche Geschichte mit interessanten Figuren und unerwarteten Momenten, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Bitte mehr davon!