Rezension

[Kurzrezension] Jay Asher – Dein Leuchten

Kurzbeschreibung
Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Obwohl ich bereits „Tote Mädchen lügen nicht“ und „Wir beide, irgendwann“ von Jay Asher sehr gemocht habe, waren meine Erwartungen an „Dein Leuchten“ nicht allzu hoch – und das ist auch gut so, denn leider kann ich diese Weihnachtsgeschichte lediglich als „ganz okay“ einstufen.

Dabei ist „Dein Leuchten“ an sich nicht schlecht, das Problem ist nur, dass ich grundsätzlich mehr erwartet habe. Der Schreibstil ist nett. Die Geschichte liest sich flüssig, aber leider bietet Jay Asher hierbei kaum Highlights, sodass die Geschichte zum Großteil nur so dahinplätschert, ohne dabei wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Gleiches gilt für die Figuren. Diese sind zwar an sich zufriedenstellend ausgearbeitet und sie haben mir nicht weh getan, allerdings sind auch diese letztendlich nur nett. So fehlte mir nicht nur eine gewisse Tiefe, sondern auch ein Wiedererkennungswert.

Die Liebesgeschichte, die hier hauptsächlich im Vordergrund steht, ist ebenfalls ganz nett, zieht sich aber stellenweise so sehr und bringt immer wieder Wiederholungen mit sich, dass „Dein Leuchten“ auch gut und gerne mit fünfzig Seiten weniger ausgekommen wäre. Positiv zu bewerten ist allerdings das Thema Weihnachten, das perfekt in Szene gebracht wird.

Wären die Figuren als auch die Liebesgeschichte insgesamt mehr ausgearbeitet worden und wäre „Dein Leuchten“ nicht so vorhersehbar, hätte ich mehr Spaß an der Geschichte gehabt. So fand ich „Dein Leuchten“ zwar ganz nett, wird allerdings nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben. Dennoch: Wer gerne Weihnachtsbücher liest, sollte dem Buch eine Chance geben.