Rezension

[Kurzrezension] Maja Lorim – Ein kleines Stück Unendlichkeit

Kurzbeschreibung
Als Lou auf dem Markt in Avignon Manu trifft, wird ihr schnell klar, unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Während Manu in den Tag hinein lebt, hat Lou ihre Zukunft durchgeplant. Ihr Studium ist beendet und im Herbst wird sie ihren Traumjob beginnen. Der Sommer in Avignon ist nur eine Zwischenstation für sie und Manu eine nette Ablenkung von den Schatten ihrer Vergangenheit. So ist wenigstens ihr Plan.

Manu ist von Lou fasziniert. Sie spricht eine Seite in ihm an, die er schon lange nicht mehr gespürt hat. Die Geschichte seiner Familie lastet schwer auf ihm, doch mit Lou kann er loslassen und sich erstmals wieder eine Zukunft vorstellen. Um Zeit mit ihr zu verbringen ist er bereit, alles zu vergessen und ihre Bedingungen zu akzeptieren. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich mir von „Ein kleines Stück Unendlichkeit“ nicht sonderlich viel erhofft habe, da die Kurzbeschreibung schon sehr danach klang, als hätte man das Buch bereits mehrfach in anderer Form gelesen. Je mehr ich jedoch in die Geschichte eingetaucht bin, umso überzeugter wurde ich, denn „Ein kleines Stück Unendlichkeit“ konnte mich mit einem angenehmen Schreibstil und tollen Figuren überzeugen.

Die Geschichte liest sich nicht nur sehr flott, leicht und angenehm, sondern wird auch abwechselnd aus der Sicht von Manu und Lou erzählt, sodass man die beiden Figuren, ihre Gefühle und Gedanken sehr gut kennen lernt, sondern ich mich auch in sie hineinversetzen konnte. Auch die Nebenfiguren sind allesamt gut gezeichnet, stellenweise sehr sympathisch und wirken nicht deplatziert.

Die Liebesgeschichte wird dabei sehr authentisch und liebevoll erzählt, besitzt genau das richtige Tempo und bringt zwei Menschen zusammen, die bereits einiges durchgemacht haben. Weiterhin überrascht die Autorin auch mit prickelnden Momenten, die sich durchaus sehen lassen können und die Geschichte aufpeppen. Gleichzeitig wird hier aber auch aufgezeigt, dass beide Figuren ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, was glaubwürdig erzählt wird und dafür sorgt, dass man auch das ein oder andere Mal zum Nachdenken angeregt wird.

Kurz gesagt: „Ein kleines Stück Unendlichkeit“ ist insgesamt eine emotionale und prickelnde Geschichte, die mich mit interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen konnte. Somit sollte man der Geschichte definitiv eine Chance geben.