Ich habe abgebrochen... · Rezension

[Ich habe abgebrochen…] Lukas Rietzschel – Mit der Faust in die Welt schlagen

„Mit der Faust in die Welt schlagen“ klang von der Kurzbeschreibung zunächst sehr vielversprechend, sodass ich hohe Erwartungen an die Geschichte hatte. Leider hat mich das Buch leider von der ersten Seite an nicht packen können, wodurch ich es bereits nach gerade einmal sechzig Prozent abgebrochen habe.

Das größte Problem war hierbei wohl der Schreibstil für mich. Schuld daran sind nicht nur zu ruckartige Perspektivenwechsel, sondern leider auch die gesamte Aufmachung. Die Sätze wirken abgehackt, die Dialoge sind sehr platt, die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und ich habe immer wieder darauf gewartet, dass im Laufe der Geschichte endlich etwas passiert, das den Knoten für mich zum Platzen bringt. Aber das ist leider nicht geschehen, denn „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist deutlich ruhiger, als es Titel und Klappentext vermuten lassen.

Auch die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen, denn Tobias und Philip wirkten oftmals nicht nur sehr unsympathisch, sondern auch unnahbar. Man muss zwar sagen, dass sich der Autor bei der Zeichnung der Charaktere wirklich Mühe gegeben hat, allerdings konnte ich mich mit ihnen leider so gar nicht anfreunden.

Dies ist alles sehr schade, denn eigentlich wäre die Geschichte von der Thematik her spannend gewesen, denn leider gibt es immer wieder Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Ende der DDR nicht klar kommen und allem hinterher trauern. Schade nur, dass die Umsetzung für mich nicht funktionieren wollte.

(Die Rechte an den Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag)

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