Rezension

Rowan Coleman – Tausend Meilen Sehnsucht

Kurzbeschreibung
Lisa kann es nicht fassen. Ausgerechnet sie, die unter Panikattacken leidet und ihr Leben in Listen ordnen muss, hat drei Fremde aus dem Internet in ihr Auto eingeladen, um einen gemeinsamen Roadtrip nach Cornwall zu machen!
Denn dort wird ihre Lieblingsserie »Poldark« gedreht und die vier »Poldarlings« sind Fans der ersten Stunde. Im Laufe der Reise stellen sie jedoch immer mehr fest, dass ihre Lieblingsserie nicht das einzige ist, was sie gemeinsam haben…
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung – WERBUNG)

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Meine Meinung
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass „Tausend Meilen Sehnsucht“ tatsächlich das erste Werk ist, das ich von Rowan Coleman gelesen habe. Da die Autorin oftmals sehr hochgelobt wurde, waren meine Erwartungen dadurch letztendlich enorm hoch, allerdings muss ich leider sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.

Die Autorin besitzt zwar insgesamt einen tollen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt, allerdings ist die Geschichte auch leider sehr oberflächlich gehalten, sodass der große Lesespaß bei mir nicht aufkommen wollte.
Die Idee, dass hier vier Fremde Menschen einen Roadtrip unternehmen, um das Set ihrer Lieblingsserie „Poldark“ zu erkunden, ist zwar an sich toll ausgewählt, allerdings ist die Geschichte insgesamt zu kurz, um wirklich mit den Figuren mitfiebern zu können.

Lisa ist eigentlich eine sehr ruhige und in sich gekehrte Person, die unter diversen Ängsten und Panikattacken leidet und somit jeden Tag vollständig durchplanen muss. Kontakt hat sie meistens nur zu Menschen im Internet, genauer gesagt, zu Menschen aus einem Foren, in der ihre Lieblingsserie „Poldark“ diskutiert wird.
Mit drei komplett fremden Menschen, die sie allesamt auf den Weg nach Cornwall abholt, erlebt sie dabei einen außergewöhnlichen Roadtrip, der sie an ihre Grenzen bringt, ihr aber auch zeigt, dass das Leben nicht nur aus Angst besteht. Interessant ist dabei auch, dass die anderen Figuren allesamt ihre eigenen Probleme und Sorgen haben, was immer wieder angesprochen wird.

So gut das an sich eigentlich klingt, so sehr hat es mir hier auch an Tiefe gefehlt. Zwar werden hier diverse Ängste und Störungen und sogar auch Missbrauch angesprochen, allerdings ist dies alles insgesamt zu viel Stoff für zu wenig Seiten, denn die Novelle besitzt gerade einmal knapp achtzig Seiten. Hätte man der Geschichte noch gut und gerne einhundert Seiten mehr gegeben, hätte die Geschichte wohl deutlich besser funktioniert.

Das Cover ist auf den ersten Blick nicht der allergrößte Hingucker, bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass es sich hierbei um Straßenkarten handelt, was bestens zu dem Roadtrip passt. Auch die Kurzbeschreibung hat mein Interesse wecken können, sodass ich dieser Geschichte gerne eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Tausend Meilen Sehnsucht“ ist zwar an sich eine nette Kurzgeschichte mit interessantem Setting, allerdings ist diese auch deutlich zu kurz ausgefallen, sodass vieles nur oberflächlich behandelt wird. Somit ist die Geschichte zwar in Ordnung, allerdings hätten ihr auch ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

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