Rezension

Sofie Cramer – Sternschnuppengeflüster


Kurzbeschreibung
Endlich Ferien! Sechs Wochen Zeit für LENI, sich in Nicks Traumfrau zu verwandeln. Doch irgendwie läuft alles schief… Genau wie bei AMELIE, deren Eltern sich trennen wollen! Und PAULA? Die könnte längst auf der Schauspielschule sein – wenn ihre Eltern es nur erlauben würden!
Alle drei hoffen auf ein Wunder, als sie sich bei STERNSCHNUPPENGEFLÜSTER anmelden. Denn die App macht ein unglaubliches Versprechen: „Bis zum Ende der Sommerferien werden all deine Wünsche in Erfüllung gehen…“
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Da ich die Bücher von Sofie Cramer bislang immer sehr gemocht habe, habe ich mich schon sehr auf ihr Jugendbuch-Debüt „Sternschnuppengeflüster“ gefreut und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Leider wurde ich jedoch sehr enttäuscht, da sich die Geschichte als sehr flach entpuppt hat.

Normalerweise mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, da sich dieser immer sehr flott und unterhaltsam lesen lässt. „Sternschnuppengeflüster“ liest sich zwar auch sehr zügig, allerdings sind die Dialoge so platt und die Figuren so flach und unsympathisch, dass ich keinen Spaß an der Geschichte gefunden habe. Es war mir einfach viel zu sehr aufgesetzt, es musste natürlich immer wieder denglisch gesprochen werden, um möglichst hip zu wirken und die Figuren wirkten oftmals sehr unreif. Hätte ich nicht gewusst, dass die Mädchen zwischen vierzehn und sechzehn Jahre alt sind, hätte ich sie locker auf gut vier bis fünf Jahre jünger geschätzt. Dies ist sehr schade, weil ich mich normalerweise bislang immer mit den Figuren von Sofie Cramer gut auseinandersetzen konnte.

Erzählt wird hier die Geschichte von Leni, Amelie und Paula, die sich auch in den Sommerferien mit Alltagsproblemen herumschleppen müssen und sich bei der Wunsch-App „Sternschnuppengeflüster“ anmelden. Hier sollen angeblich – auch mit Unterstützung anderer User – Wünsche innerhalb von wenigen Tagen und Wochen erfüllt werden.
Während Amelie sich einfach nur wünscht, dass ihre Eltern wieder zusammenfinden und Paula unbedingt Schauspielunterricht nehmen möchte, ist Leni unglücklich verliebt und möchte unbedingt mit ihrem Schwarm Nick zusammen kommen.

An sich eine nette Idee, wäre da nicht die Umsetzung. So will Leni ihren Schwarm eigentlich gar nicht ansprechen, sondern lieber künstliche Haare und künstliche Fingernägel und ein paar Kilo abnehmen, um quasi von ganz allein aufzufallen. Auch Paula ist eigentlich nur viel zu sehr von sich überzeugt, duldet dabei keine zweite Meinung und will einfach nur Schauspielunterricht nehmen, obwohl ihre Eltern dies als reine Zeitverschwendung ansehen. Gleichzeitig mochte ich es nicht, wie die App an sich, bzw. das Internet dargestellt wird. Da lernen sich Leni und Amelie flüchtig über die App kennen, wissen gerade etwas über die Wünsche der anderen, das Alter und den Wohnort und schon treffen sie sich. Zwar wird hier kurz angemerkt, dass sie sich normalerweise eigentlich nicht mit Fremden treffen dürfen, allerdings scheint dies für alle Beteiligten kein Problem zu sein.

Die Covergestaltung konnte mich dagegen direkt begeistern, denn dieses ist ein absoluter Eyecatcher und passt auch bestens zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich der Geschichte gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: So sehr ich Sofie Cramer auch mag: „Sternschuppengeflüster“ und ich wollten einfach nicht zusammenpassen. Die Story ist platt, die Figuren unsympathisch und auch sonst wollte der Funke leider nicht überspringen.

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