Rezension

Stephen King – Turnschuhe


Kurzbeschreibung
Als John Tell das Paar Turnschuhe auf der Herrentoilette erstmals sieht, wundert er sich nicht groß. Auch nicht über die tote Fliege daneben. Aber mit der Zeit häuft sich immer mehr totes Getier, und die Sache wird unheimlich. Sehr unheimlich. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
„Turnschuhe ist eine knapp vierzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung „Albträume – Nightmares & Dreamscapes“ erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich der Autor wieder einmal überzeugen konnte, auch wenn mir das Ende für meinen Geschmack schon fast zu unspektakulär ist.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass „Turnschuhe“ letztendlich sehr gut durchdacht und spannend wirkt. Obwohl die Geschichte bereits im Jahr 1990 in Deutschland erstmals veröffentlicht wurde, wirkt diese hier trotz allem doch recht frisch und modern, sodass das typische King-Gefühl wieder deutlich spürbar ist.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von John Tell, der in den Tabori Studios arbeitet und dort auf er Herrentoilette herrenlose Turnschuhe entdeckt. Was ihn zunächst nur verwundert, allerdings nicht weiter beschäftigt, verändert sich jedoch immer mehr, indem er die Turnschuhe immer wieder sieht, um die sich mittlerweile jede Menge Fliegen tümmeln und bei Berührung der Schuhe sterben. Interessant ist dabei vor allem, dass scheinbar niemand außer ihm die weißen Turnschuhe sieht, sodass er zunächst daran glaubt, dass er sich diese nur einbildet. Was sich jedoch immer mehr herausstellt: Die Turnschuhe gehören einem Geist, der John unbedingt anvertrauen will, wieso er sich auf der Toilette befindet und was mit ihm passiert ist. Dabei kommen auch schreckliche Details aus dem Leben seines Bosses Paul Jannings heraus, sodass John einiges überdenken muss.

Das Cover ist sehr schlicht, einfarbig und hebt lediglich den Namen des Autors und den Buchtitel hervor, was zwar kein Hingucker, aber dennoch in Ordnung ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr über das Leben John Tell erfahren wollte.

Kurz gesagt: Mit „Turnschuhe“ hat Stephen King erneut eine spannende und ereignisreiche Kurzgeschichte abgeliefert, die zwar nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt und besonders zum Ende hin an Spannung verliert, mich aber dennoch mit interessanten Figuren und einigen kleineren Schockern überzeugen konnte.

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Ein Kommentar zu „Stephen King – Turnschuhe

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