Rezension

Jochen Baier – Fahrräder für Utrecht


Kurzbeschreibung
Als Hauke seinen Großvater zum letzten Mal im Krankenhaus besucht, offenbart ihm dieser ein dunkles Kapitel seiner Vergangenheit: Im Zweiten Weltkrieg war er in den Niederlanden stationiert und unter anderem für die Registrierung der verhafteten Juden und die Beschlagnahmung der Fahrräder verantwortlich. In die Trauer um seinen Opa mischt sich schnell auch der Gedanke an Wiedergutmachung: Hauke startet mit seinen Freunden Safi und Lars die Aktion „Gebt den Holländern ihre Fahrräder zurück“. Der Fahrradtour nach Holland schließen sich immer mehr Teilnehmer an – und so entsteht ein rasanter Roadtrip mit ungewöhnlichen Begegnungen. ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich von „Fahrräder für Utrecht“ zunächst nicht viel erwartet habe, da ich bereits sehr viele Geschichten über das Thema Zweiter Weltkrieg und die Nachfolgen gelesen habe und trotz der interessanten Kurzbeschreibung etwas skeptisch war. Dies war allerdings gar nicht nötig, denn die Geschichte ist nicht nur nachdenklich stimmend, sondern auch unterhaltsam, da man hier einen ganz besonderen Roadtrip erleben darf.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist stets unterhaltsam, oftmals humorvoll, aber dennoch wird das Thema Zweiter Weltkrieg und Wiedergutmachung hierbei nie vergessen. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, wenn auch nicht immer sympathisch, allerdings hat mich dies nicht sonderlich gestört.

Obwohl hier auch oftmals thematisiert wird, wieso Hauke diesen Roadtrip nach Utrecht startet und dort für seinen Großvater Wiedergutmachung betreibt, schreibt Jochen Baier die Geschichte nieder, ohne immer wieder den Zeigefinger zu erheben, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Haukes Großvater liegt im Krankenhaus und lässt sein Leben dabei noch einmal vorbeiziehen. Dabei offenbart er seinem Enkel auch eines seiner schlimmsten Kapitel seines Lebens. Der Großvater war im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden stationiert und hat dort die verhafteten Juden registriert und sämtliche Fahrräder beschlagnahmt, was er zutiefst bereut. Hauke möchte die Fehler seines Opas wiedergutmachen und begibt sich dabei auf einen ganz besonderen Roadtrip, denn dieser möchte gemeinsam mit seinen Freunden den Holländern ihre Fahrräder zurückgeben…

Das Cover ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern passt auch bestens zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Fahrräder für Utrecht“ ist trotz seiner schweren Thematik eine oftmals unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.

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4 Kommentare zu „Jochen Baier – Fahrräder für Utrecht

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