Rezension

Jürgen Domian – Dämonen: Hansens Geschichte


Kurzbeschreibung
Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben.
Schon im Sommer bricht er auf in den Norden. Doch statt den Frieden des Abschieds bringt dieser Rückzug den Kampf: Die Dämonen der Stille fallen ihn an.
~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Ich bin bereits seit vielen Jahren ein großer Fan von Jürgen Domian und habe dabei nicht nur gerne seine Show gesehen, sondern auch sehr gerne seine Bücher gelesen, von daher habe ich mich sehr gefreut, dass mit „Dämonen: Hansens Geschichte“ ein neues Werk vom Autor erschienen ist. Hierbei habe ich mir eine nachdenklich stimmende, melancholosche und interessante Geschichte erhofft und ich wurde nicht enttäuscht.

Wie auch schon in seinem Werk „Interview mit dem Tod“ geht es in „Dämonen: Hansens Geschichte“ hauptsächlich um melancholische Themen, darunter auch Suizid. Auf sehr angenehme, aber auch eindringliche Art und Weise beschreibt Domian, mit welche Dämonen sein Protagonist Hansen tagtäglich zu kämpfen und letztendlich keine Lust mehr auf das Leben hat. Die Geschichte liest sich trotz der Thematik recht flott, allerdings musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen, um über die ein oder andere Zeile nachzudenken.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Hansen, einem 59-jährigen Mann, der weder physisch, noch psychisch krank ist und dennoch sein Leben beenden möchte, da er schlicht und ergreifend keine Lust mehr hat. Sein Vorhaben ist dabei beschlossene Sache: Er möchte nach Schweden und sich dort auf seinen Tod vorbereiten. An seinem sechzigsten Geburtstag möchte er sich umbringen und hat dabei auch genaue Vorstellungen, denn er möchte im Schnee erfrieren. Hierbei wird Hansens Leben genauestens beschrieben und auf die Zeit vor seinem sechzigsten Geburtstag eingegangen.

Die Geschichte ist sehr tiefgründig, regt zum Nachdenken an, breitet eine gewisse Stille über einen aus und beschäftigt sich ausführlich mit dem Tod, bzw. Suizid, was sicherlich nicht für jeden Leser geeignet ist. Dennoch hat mit die Geschichte sehr gefallen, da das Thema trotz seiner Schwere immer respektvoll, aber auch in gewisser Weise unterhaltsam erzählt wird. Gleichzeitig hat der Autor auch darauf verzichtet, den Zeigefinger zu erheben, sodass man sich bei Hansens Geschichte durchaus seine eigenen Gedanken machen darf.

Das Cover ist sehr schlicht und winterlich gestaltet, was perfekt zur Geschichte passt und auch die Stille und Einsamkeit in der Geschichte widerspiegelt, was mir insgesamt sehr gefällt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich sofort überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Mit „Dämonen: Hansens Geschichte“ konnte mich Jürgen Domian wieder einmal überzeugen. Hansen als Figur ist sehr interessant, das Thema Suizid wird respektvoll behandelt und auch sonst konnte mich die Geschichte sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken anregen, sodass ich Domians neuestes Werk sehr gerne gelesen habe.

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Ein Kommentar zu „Jürgen Domian – Dämonen: Hansens Geschichte

Meinung? Immer her damit. :)

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