Rezension

Stephen King – Crouch End


Kurzbeschreibung
In Crouch End geschehen von Zeit zu Zeit merkwürdige Dinge. Bekanntlich kann man sich in dem eher ruhigen Vorort Londons leicht verirren. Manche verirren sich dort scheint’s für immer. Doris meldet im Polizeirevier das Verschwinden ihres Mannes und berichtet hysterisch von Monstern und übernatürlichen Ereignissen. Die Nachtwache schiebenden Polizeibeamten nehmen sie nicht ganz ernst. Warum also nicht einfach in Crouch End nachschauen und den Humbug aufdecken? ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
„Crouch End“ ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung „Albträume – Nightmares & Dreamscapes“ erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich der Autor wieder einmal überzeugen konnte.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass „Crouch End“ letztendlich sehr gut durchdacht und spannend wirkt. Obwohl die Geschichte bereits in den achtziger Jahren erstmals veröffentlicht wurde, wirkt diese hier trotz allem doch recht frisch und modern, sodass das typische King-Gefühl wieder deutlich spürbar ist.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Die junge Amerikanerin Doris geht mit ihrem Mann durch den Londoner Vorort Crouch End und hat dort mehrere Erlebnisse der übernatürlichen Art. Als dann noch ihr Mann verschwindet, wendet sie sich an das Polizeirevier und erzählt dort ihre Geschichte, allerdings möchte ihr dort niemand so wirklich Glauben schenken. Dennoch erbarmt man sich am Ende doch, sodass die Nachtwache einen Abstecher nach Crouch End unternimmt und den Dingen auf den Grund geht. Dabei steht jedoch immer wieder die Frage im Raum, was nur eingebildet ist und was die knallharte Realität ist…

An sich ist die Geschichte wieder einmal sehr spannend und bringt den Leser wieder an den Rand des Wahnsinns, denn Stephen King hat die Geschehnisse in Crouch End so gut gestaltet, dass man hier einiges über die menschlichen Abgründe und dem nicht ganz offensichtlichen Horror erfährt. Dennoch habe ich mit „Crouch End“ ein kleines Problem, denn diese Kurzgeschichte ist (mal wieder) eine Hommage an H.P. Lovecraft, der als eine von Kings größten Inspirationen gilt. An sich ist dies noch nicht einmal besonders schlimm, allerdings ist es schade, dass diese Hommage so offensichtlich ist und dadurch für mich ein wenig Spannung herausgenommen hat. Dies hätte man meiner Meinung nach auch anders regeln können. Dennoch ändert dies nichts an dem insgesamt recht guten Eindruck.

Das Cover ist sehr schlicht, einfarbig und hebt lediglich den Namen des Autors und den Buchtitel hervor, was zwar kein Hingucker, aber dennoch in Ordnung ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr über das Leben in Crouch End erfahren wollte.

Kurz gesagt: Mit „Crouch End“ hat Stephen King erneut eine spannende und ereignisreiche Kurzgeschichte abgeliefert, die zwar nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt, mich aber dennoch mit interessanten Figuren und Schockmomenten überzeugen konnte.

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Ein Kommentar zu „Stephen King – Crouch End

Meinung? Immer her damit. :)

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