Rezension

Jodi Picoult – Kleine große Schritte


Kurzbeschreibung
Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist… ~ Quelle (Cover & Kurzbeschreibung)

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Meine Meinung
Nachdem ich bereits die Vorgeschichte „Das Mädchen mit den roten Schuhen“ gelesen habe und mir diese sehr gefallen hat, wollte ich auch unbedingt „Kleine große Schritte“ lesen, die etwas mehr als zwanzig Jahre später spielt. Meine Erwartungen waren riesengroß und ich wurde letztendlich auch nicht enttäuscht.

Auffällig ist hier wieder einmal, wie angenehm der Schreibstil von Jodi Picoult ist. Dieser liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt auch eine gewisse Melancholie, die mir sehr gefällt. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet und die Figuren sind gut gezeichnet, sodass man sie nicht nur ausreichend kennen lernt, sondern vor allem auch Ruth direkt ins Herz schließt. Die Geschichte wird hierbei nicht nur aus der Sicht von Ruth erzählt, sondern auch von Ruths Pflichtverteidigerin sowie von Turk Bauer. Dadurch lernt man die Figuren nicht nur besser kennen, sondern erfährt auch, wie Vorurteile und Hass auf schnellste Art und Weise entstehen können.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Ruth Jefferson, die als Säuglingsschwester in einem Krankenhaus arbeitet. Ruth kennt man bereits aus „Das Mädchen mit den roten Schuhen“, wo man sie als fünfjähriges Mädchen kennenlernt und die sich seitdem zu einer liebenswerten und starken Frau entwickelt hat. Leider hat sie jedoch auch nach wie vor mit Diskriminierung zu kämpfen, denn eines Tages wird ihr untersagt sich um ein Neugeborenes zu kümmern, da die Eltern nicht möchten, dass das Baby von einer Afroamerikanerin versorgt wird. Als das Baby wenig später verstirbt und Ruth dem Kind nicht helfen konnte, wird sie angeklagt, schuld an dem Tod zu sein. Für Ruth wird dabei klar, dass das Thema Rassismus und Diskriminierung wohl niemals wirklich enden wird, da sich auch in dem Verfahren immer wieder bemerkbar macht, dass ihre Hautfarbe sehr wohl mitentscheidend sein könnte…

Bei „Kleine große Schritte“ hat Jodi Picoult wieder genau meinen Nerv getroffen, denn hier wird nicht nur ein leider immer noch brandaktuelles Thema aufgegriffen, sondern auch eine berührende und nachdenklich stimmende Geschichte geschaffen, die leider immer noch viel zu häufig auf der Welt zur knallharten Realität wird.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und besticht mit tollen Farben und ansprechenden Blüten. Die Kurzbeschreibung liest sich interessant und gleichzeitig erschütternd, sodass diese direkt mein Interesse wecken konnte und ich gerne mehr über Ruth erfahren wollte.

Kurz gesagt: „Kleine große Schritte“ ist eine berührende, teilweise schockierende und nachdenklich stimmende Geschichte mit interessanten Figuren, bei der aufgezeigt wird, dass Diskriminierung und Rassismus leider noch viel zu häufig vorkommen. Für mich gehört dieses Buch zu Picoults wichtigsten Werken, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.

Reihenfolge
Das Mädchen mit den roten Schuhen (#0.5)
Kleine große Schritte

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2 Kommentare zu „Jodi Picoult – Kleine große Schritte

Meinung? Immer her damit. :)

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