Rezension

Stephen King – 1922


Kurzbeschreibung
Gemeinsam mit seinem Sohn Henry bringt Wilfred James seine Frau auf eine grausame Art und Weise um. Während der örtliche Sheriff Verdacht zu schöpfen beginnt, wird die Farm der Familie James zum Schauplatz übernatürlicher Ereignisse. ~ Quelle

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Meine Meinung
„1922“ ist eine knapp einhundertneunzig Seiten lange Novelle, die in Deutschland in der Sammlung „Zwischen Nacht und Dunkel“ erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich der Autor wieder einmal überzeugen konnte.

Der Hauptgrund, um die Geschichte jetzt endlich zu lesen, war für mich die Tatsache, dass die Geschichte ab Oktober als Verfilmung auf Netflix zu sehen sein wird. Da ich die Verfilmungen von Stephen King bislang fast alle mochte, möchte ich dementsprechend vorbereitet sein, sodass die Geschichte für mich ein absolutes Muss ist.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass „1922“ letztendlich sehr gut durchdacht wirkt. Dazu hat Stephen King hier einige sehr gruselige Momente geschaffen, die gut ausgearbeitet sind und durchaus für eine Gänsehaut sorgen können.

Erzählt wird hierbei die Geschichte der Familie James, die auf einer großen Farm lebt und diese sogar noch vergrößern möchte. Als Wilfrieds Frau Arlette jedoch andere Pläne hat und ihren Teil der Farm nicht nur verkaufen, sondern sogar in die Stadt ziehen möchte, brennen bei Wilfried sämtliche Sicherungen durch und er bringt seine Frau um. Sein Sohn Henry betrauert dabei allerdings nur wenig den Tod seiner Mutter, sondern hilft seinem Vater auch noch, die Leiche zu verstecken. Für Wilfried scheinen nach der Beseitigung der Leiche sämtliche Probleme gelöst zu sein, allerdings ändert sich dies schlagartig, als nicht nur der Sheriff Verdacht schöpft, sondern auch immer mehr unheimliche und mysteriöse Dinge auf der Farm geschehen…

Obwohl die Geschichte sicherlich manchmal schon fast zu vorhersehbar ist, konnte mich diese dennoch durchweg unterhalten und gruseln. Gleichzeitig gibt es hierbei auch einige Parallelen zu den Geschichten „Dolores“ und „Nona“, was mir sehr gefallen hat. Man muss zwar sagen, dass ich die Figuren hierbei nicht wirklich sympathisch fand, was jedoch auch aufgrund der Thematik nicht verwunderlich ist. Dafür wurden diese allesamt gut ausgearbeitet, sodass Stephen King hierbei wieder beste Arbeit geleistet hat.

Das Cover ist sehr schlicht, einfarbig und hebt lediglich den Namen des Autors und den Buchtitel hervor, was zwar kein Hingucker, aber dennoch in Ordnung ist. Die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr über die Familie James und deren Farm erfahren wollte.

Kurz gesagt: „1922“ ist nicht nur eine unterhaltsame Geschichte mit interessanten Figuren, sondern auch eine Geschichte, die mich durchweg gruseln konnte und mir immer wieder eine Gänsehaut beschert hat, sodass ich hier eine ganz besondere Geistergeschichte vorgefunden habe.

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2 Kommentare zu „Stephen King – 1922

Meinung? Immer her damit. :)

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