Rezension

Nelly Fehrenbach – Und dann ist alles anders


Kurzbeschreibung
Die Migräneattacken schiebt Charlotte auf ihre anstrengenden Hochzeitsvorbereitungen – bis sie aus heiterem Himmel einen schweren Krampfanfall erleidet. Sie, die sonst als Krankenschwester immer anderen hilft, muss nun selbst umsorgt werden, und eine verstörende Diagnose stürzt sie in eine tiefe Krise. Die Hochzeit mit ihrem Verlobten Jörg wird abgesagt, seine liebevolle Hilfe stürzt sie nur noch tiefer in ihre Verzweiflung. Doch als ihre Kraft nur noch zum Sterben reicht, begegnet ihr ein anderer Mann. Auch er ist gezeichnet von einer Krankheit, aber er hat eine ganz andere Art damit umzugehen als sie. Aufgeben ist keine Lösung! Auf einmal scheint Weiterleben möglich, wenn Charlotte lernt, ihre Krankheit zu akzeptieren. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Und dann ist alles anders“ von Nelly Fehrenbach ist mir bereits vor dem offiziellen Erscheinungstag aufgefallen, da mir die Kurzbeschreibung sehr zugesagt hat. Hier habe ich mir eine emotionale und eindringliche Geschichte erhofft und diese auch weitestgehend erhalten.

Nelly Fehrenbach benutzt hierbei zwar eine recht einfach gehaltene Sprache, die sich allerdings so flüssig und stellenweise eindringlich liest, dass mir der Schreibstil insgesamt gut gefallen hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge meistens flüssig und auch sonst konnte mich die Geschichte überzeugen.

Erzählt wird hier die Geschichte von Charlotte, die sich immer mehr auf ihre anstehende Hochzeit konzentriert und sich selbst dabei vernachlässigt. Als diese immer mehr mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat und einen Krampfanfall erleidet, zieht auch ihr Verlobter die Reißleine und lässt seine Verlobte durchchecken. Obwohl die Diagnose niederschmetternd ist und Charlotte auch von allen Seiten aus geholfen wird, merkt man schnell, dass ihre Gefühle und Ängste dabei viel zu kurz kommen und sie in der Hinsicht vollkommen auf sich alleine gestellt ist, was dafür sorgt, dass sie immer mehr verzweifelt und sich aufgibt. Dies ändert sich allerdings zusehends, als sie doch noch lernt, wie sie ihre Krankheit und ihr Schicksal akzeptieren kann.

Die Geschichte ist nicht nur sehr berührend und mit interessanten und vielseitigen Figuren bestückt, sondern ist vor allem authentisch, denn hier wird nichts beschönigt. Nicht nur die Krankheit wird hierbei gut thematisiert, sondern auch alles, was damit zu tun hat: Das Umfeld verändert sich, andere haben Mitleid, andere können mit den Veränderungen nicht umgehen und auch Charlottes Gedanken und Ängste sind durchaus nachvollziehbar, sodass man hier eine interessante und emotionale Geschichte erhält.

Das Cover ist schön anzusehen und besticht mit einem tollen Farbton. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls überzeugen und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Und dann ist alles anders“ ist eine schonungslose und einfühlsame Geschichte, die mich berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Wer auch vor sensibleren Themen nicht zurückschreckt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

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2 Kommentare zu „Nelly Fehrenbach – Und dann ist alles anders

  1. Das Buch hört sich sehr interessant an und scheint eine sehr emotionale Geschichte zu sein. Steht jetzt zumindest schonmal auf meiner Wunschliste 🙂
    Ok die ist inzwischen ziemlich lang, aber wer kennt das nicht 😉

Meinung? Immer her damit. :)

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