Rezension

Gilles Paris – Mein Leben als Zucchini


Kurzbeschreibung
Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird – denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit…
~ Quelle

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich „Mein Leben als Zucchini“ wohl nie gelesen hätte, wenn ich nicht einen Wink vom Verlag bekommen hätte. Da ich die Beschreibung des Buches allerdings sehr süß fand, wollte ich dem Buch doch noch eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht, sondern mehr als positiv überrascht.

Gilles Paris, seines Zeichens Pressechef einen großes Verlagshauses in Paris, besitzt einen angenehmen Schreibstil, der kindgerecht ist und mich dennoch verzaubern konnte. Zwar gibt es hier und da kleinere Stolpersteine, allerdings glaube ich, dass dies eher mit der Übersetzung zu tun hat, da sich das Buch ansonsten sehr leicht und flüssig lesen lässt.

Die Figuren sind allesamt liebevoll ausgearbeitet, oftmals sehr sympathisch und ich habe die Geschichte von Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, sehr gerne verfolgt. Dieser ist nach dem tragischen Tod seiner oftmals verhassten Mutter in das Waisenhaus gebracht worden, wo er zum ersten Mal in seinem Leben tatsächlich Kind sein darf. Zuvor war er immer auf sich alleine gestellt und musste ohne Vater bei seiner Mutter leben, die ihr Leben allerdings nie im Griff hatte und ihren Sohn stets vernachlässigt hat. Im Waisenhaus lernt er dagegen erstmals wahre Freude kennen und lernt dabei, dass man auch eine Familie sein kann, ohne miteinander blutsverwandt zu sein.

Sehr schön ist auch, dass der Autor hierbei auf viele Klischees verzichtet und das Waisenhaus nicht – wie meist üblich – kalt und dunkel dargestellt hat. Hier lernt man vielmehr einen warmherzigen Ort kennen, in dem Kinder ihre Kindheit noch genießen dürfen, Freundschaften geschlossen werden und man so gut es geht versucht, den Kindern ein sorgenfreies Leben zu bereiten. Zwar sollte es jedem klar sein, dass es in der Realität oftmals dann doch anders aussieht, allerdings fand ich den Ort, der hier geschaffen wurde, einfach wunderbar.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und zeigt die Figuren – wie auch im gleichnamigen Film – als Knetfiguren, was ich sehr gelungen finde. Die Kurzbeschreibung hat mich auch direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Mein Leben als Zucchini“ ist ein wunderbares Kinderbuch über das Leben im Waisenhaus und der Tatsache, dass es nicht immer schlecht sein muss, wenn man fernab der Familie einen Neuanfang starten darf. Aufgrund der liebenswerten Figuren und dem angenehmen Schreibstil habe ich mich bestens unterhalten gefühlt, sodass ich die Geschichte nur empfehlen kann.

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Ein Kommentar zu „Gilles Paris – Mein Leben als Zucchini

Meinung? Immer her damit. :)

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