Rezension

Stephen King – Autopsieraum vier


Kurzbeschreibung
Howard Cottrell wollte nur Golf spielen. Jetzt liegt er tot auf dem Seziertisch. Er selbst bezweifelt, tot zu sein, aber irgendwie kann er sich den Pathologen, die ihn aufschneiden wollen, nicht bemerkbar machen. ~ Quelle

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Meine Meinung
„Autopsieraum vier“ ist eine knapp vierzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland erstmals in der Kurzgeschichten-Sammlung „Im Kabinett des Todes“ erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten der „Story Selection“ von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich Stephen King wieder einmal überzeugen konnte.

Stephen King konnte mich mit der Geschichte, die erstmals 1997 veröffentlicht wurde, nicht nur schockieren, sondern auch zum Nachdenken anregen, denn Howard erlebt hier wahrhaft einen Albtraum, den niemand auf der Welt erleben möchte. Da die Geschichte dabei immer aus der Sicht von Howard erzählt wird, erlebt man seine Ängste und Gefühl hautnah mit und man konnte seine Angst praktisch selbst fühlen, da King die Geschichte so intensiv erzählt.

Nach einem Schlangenbiss wird Howard noch auf dem Golfplatz für tot erklärt und wird in den Autopsieraum Vier des hiesigen Krankenhauses gebracht. Da sämtliche Sanitäter und Ärzte davon ausgehen, dass er an einem Herzinfarkt gestorben ist, soll er direkt für die Autopsie vorbereitet werden. Howard ist jedoch nicht tot, kann sich allerdings nicht bemerkbar machen, sodass er hautnah miterlebt, wie man die ersten Untersuchungen führt und ihn auf die Autopsie vorbereitet.

Stephen King nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, dass viele Ärzte und Sanitär oftmals sehr salopp mit dem Tod umgehen und nicht jeder Tote im Autopsieraum den nötigen Respekt erhält. Dies äußert sich in Howards Fall darin, dass er dem Sänger Michael Bolton sehr ähnlich sieht und dafür die Häme des Sanitäters Rusty auf sich zieht. So sehr mich Howards Situation und seine Ängste auch schockiert haben, so hat mich der Autor auch zum Nachdenken angeregt und somit habe ich mich gefragt, welche Ängste und Gedanken ich wohl in einer derartigen Situation durchstehen würde.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so erschreckend, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: „Autopsieraum vier“ ist insgesamt eine spannende und schonungslose Geschichte, die mich durchweg in den Bann ziehen und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin wieder einmal begeistert und kann diese Kurzgeschichte somit nur empfehlen.

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3 Kommentare zu „Stephen King – Autopsieraum vier

Meinung? Immer her damit. :)

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