Rezension

[Kurzrezension] Johannes Ehrmann – Großer Bruder Zorn


Kurzbeschreibung
Box-Promoter Aris braucht den Befreiungsschlag gegen die drohende Insolvenz und organisiert einen letzten großen Kampfabend. Jessi vom Netto will ein besseres Leben für ihre kleine Tochter und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Und Serdar aus dem Späti denkt an nichts anderes als an einen Knockout am Freitag.
Eine Woche im Weddinger Kiez, jeder hat seine eigenen Pläne und eine andere Herkunft, aber alle haben dieselbe Heimat. Die Wege der Protagonisten irrlichtern jeden Tag schneller umeinander, bis sie bei der großen Fight Night schließlich aufeinanderprallen.
~ Quelle

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich zunächst ein wenig skeptisch war, was „Großer Bruder Zorn“ angeht, denn ich war mir nicht sicher, ob mir die Geschichte tatsächlich gefallen würde. Nun, wo ich das Buch relativ schnell ausgelesen hatte, muss ich jedoch sagen, dass die Sorge unbegründet war, denn die Geschichte ist tatsächlich richtig gut.

Johannes Ehrmann schildert in seinem Buch das Leben von fünf Menschen, die allesamt in Berlin-Wedding leben. Diese Menschen können dabei unterschiedlicher nicht sein, denn hier erlebt man eine alleinerziehende Verkäuferin, die sich mehr oder weniger gut durchschlägt und für ihr Kind etwas besseres will, einen Verkäufer in einem Kiosk, einen erfolglosen Boxer, einen mittellosen Boxpromoter und den sogenannten Flaschenfascho. Auf sehr ehrliche und schonungslose Art und Weise wird dabei ihr Leben und ihre Ziele in Berlin Wedding geschildert.

Der Schreibstil ist dabei sehr gut, denn dieser liest sich flott und leicht, allerdings auch sehr salopp, denn hier erlebt man häufiger die berühmte Berliner Schnauze, inkl. Wörter, die wohl lediglich in Berlin und Umgebung gebraucht werden. Von daher muss ich zugeben, dass ich mich tatsächlich dabei erwischt habe, wie ich mal das ein oder andere Wort googlen musste. Dies finde ich allerdings vollkommen in Ordnung, denn dadurch, dass hier viel frei Schnauze geschildert wird, hatte ich oftmals das Gefühl, direkt mittendrin zu stecken.

Das Cover ist auf den ersten Blick nicht sonderlich ansprechend, passt aber hervorragend zur Geschichte, da hier ein Teil von Berlin-Wedding abgebildet ist. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und hat mich trotz einiger Skepsis letztendlich überzeugen können.

Kurz gesagt: „Großer Bruder Zorn“ ist ein schonungsloses Buch, bei dem die Geschichte von fünf Menschen aus Berlin-Wedding thematisiert wird. Da diese unterschiedlicher nicht sein können, wird hier wohl jeder Leser eine Figur herauspicken können, mit der man sich ansatzweise identifizieren kann. Ich kann es demnach nur empfehlen.

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Ein Kommentar zu „[Kurzrezension] Johannes Ehrmann – Großer Bruder Zorn

Meinung? Immer her damit. :)

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