Rezension

Stephen King – Basar der bösen Träume


Kurzbeschreibung
Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« ~ Quelle

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Meine Meinung
Stephen King konnte mich mit seinen Romanen und Kurzgeschichten schon immer begeistern, von daher war ich schon sehr auf „Basar der bösen Träume“ gespannt. Hier sind zwanzig Kurzgeschichten enthalten, die sich allesamt mit Situationen beschäftigen, die man selbst alles andere als gerne erleben möchte. Dabei sind einige Geschichten, wie z.B. „Raststätte Mile 81“ bereits im Vorfeld bekannt gewesen, andere der Kurzgeschichten wurden in dieser Sammlung tatsächlich zum ersten Mal veröffentlicht.

Wer hier nun glaubt, dass Stephen King hier nur auf das Horror-Genre setzt, der wird enttäuscht sein, denn in vielen der Geschichten geht es oftmals nur um den alltäglichen Horror, den einzelne Menschen in ihrem Alltag erleben müssen. Sei es z.B. das Leben mit einem Vater, der unter Alzheimer leidet wie z.B. in „Batman und Robin haben einen Disput“ oder auch den Tod eines geliebten Menschen, den man nicht verarbeiten kann, der ebenfalls in den Geschichten thematisiert wird. Außerdem gibt der Autor dem Leser auch stellenweise vereinzelte Botschaften mit, die mir doch sehr gefallen haben, allerdings wurde dabei niemals dauerhaft der Zeigefinger erhoben. Vielmehr geht es hier darum, dass man auch bedenkt, wie man seine Mitmenschen zu behandeln hat. Dies wird besonders in „Premium Harmony“ deutlich, wo sich ein Ehepaar wegen lediglich 99 Cent streitet und man dabei vergisst, worauf es im Leben tatsächlich ankommt.

Die Kurzgeschichten sind bunt gemischt, sprechen viele verschiedene Themen an, sind aber meiner Meinung nach durchweg interessant und ansprechend und konnten mich so manches Mal zum Nachdenken anregen. Normalerweise ist der Autor auch eher dafür bekannt, das er manche Dinge oftmals viel zu ausschweifend beschreibt, dies ist hier allerdings nicht der Fall, sodass sich die Geschichten relativ zügig lesen lassen, aber dabei dennoch ihre Botschaft nicht verlieren.

Das Cover ist gelungen und für mich ein absoluter Hingucker in meiner King-Sammlung. Besonders die Farbgestaltung ist dabei sehr ansprechend. Die Kurzbeschreibung ist dagegen sehr neutral gehalten, was aber auch gut ist, da man so vorab nur sehr wenig über die Geschichten erfährt und die Neugierde direkt geweckt wird.

Kurz gesagt: „Basar der bösen Träume“ ist eine vielseitige, spannende und interessante Sammlung an Kurzgeschichten, die aus älteren und neuen Geschichten besteht und sich dabei oftmals mit dem alltäglichen Horror des Lebens beschäftigt. Ich bin begeistert und kann die Geschichten somit nur empfehlen!

Rezensionen zu einzelnen Kurzgeschichten aus „Basar der bösen Träume“:
Raststätte Mile 81
Batman und Robin haben einen Disput
Böser kleiner Junge
Moral
Ein bisschen angeschlagen

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5 Kommentare zu „Stephen King – Basar der bösen Träume

  1. Ich bin aktuell dabei die englischen Ausgabe zu lesen und kann dir nur zustimmen. Ein King, der mit Kürze wieder voll ins Schwarze trifft und dabei meist einen Alltagshorror beschreibt, der jeden treffen kann. Ich brauche sicher noch ein wenig (genieße jede Seite) und werde dann zu deiner Besprechung entsprechend verlinken, wenn ich meine Sichtweise veröffentliche.
    Gruß
    Marc

Meinung? Immer her damit. :)

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