Rezension

Michael Thomas Ford – Z – Das Spiel der Zombies


Kurzbeschreibung
Josh ist der Beste – der beste Zombiekiller. Zumindest in seiner virtuellen Zombiewelt des Computerspiels. Denn in der realen Welt gibt es schon seit 15 Jahren keine Zombies mehr, und der Verteidigungskampf gegen die verheerende Zombieepidemie ist nur noch Stoff für den Geschichtsunterricht – so scheint es. Doch dann bekommt Josh eine der begehrten Einladungen zu einem der berüchtigten Real-Life-Spiele in den dunklen, verlassenen Tunneln unter der Stadt… Doch ist es wirklich nur ein Spiel? ~ Quelle

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Meine Meinung
Als Fan von Zombies lese ich hin und wieder Bücher zu dem Thema. Dabei ist es allerdings schwer, die wirklich richtigen Kracher herauszupicken. Da mir „Z – Das Spiel der Zombies“ immer wieder in diesem Genre empfohlen wurde, habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen und dem Buch eine Chance gegeben und ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe.

Michael Thomas Ford beschreibt hier eine Geschichte, die im 22. Jahrhundert knapp fünfzehn Jahre nach einer Zombieepidemie spielt. Der Virus wurde ausgelöscht und die Menschen haben sich eine sichere Welt ohne Zombies aufgebaut. Der 15-jährige Josh kennt die Zombies nur aus Erzählungen und seinem Lieblingscomputerspiel, in dem er Zombies regelmäßig mit einem Flammenwerfer abfackelt. Der Autor hat dabei eine Dystopie geschaffen, die sich gar nicht so sehr von der jetzigen Welt unterscheidet, hier sind lediglich einige Dinge, wie z.B. Telefone oder auch der Schulunterricht moderner, ansonsten wird hier allerdings auf allzu großen technischen Schnickschnack verzichtet.

Die Geschichte liest sich dabei erstaunlich flüssig, die Figuren sind gut ausgearbeitet und vielseitig, allerdings muss ich auch zugeben, dass mir niemand von ihnen so richtig sympathisch war, was ich bei dieser Thematik jedoch nicht zwingend erwartet habe. Die Dialoge sind dagegen sehr gelungen. Bei Gesprächen mit Joshs Freund Firecracker sinkt zwar häufig das Niveau, aber das kann schon einmal passieren, wenn sich zwei in der Pubertät befindende Teenager miteinander unterhalten.

Josh stammt aus gutem Hause und hat mit der Schule und seinem Lieblingscomputerspiel, das er eigentlich nicht spielen darf, alle Hände voll zu tun. Allerdings ändert sich dies schlagartig, als er von der unbekannten Charlie eine zunächst anonyme Nachricht erhält, in der er zu einem Real Life Rollenspiel eingeladen wird. Dabei wird das Computerspiel, in dem die Zombieepidemie noch stattfindet, in ein echtes Rollenspiel verwandelt. Für Josh, Charlie und seine Mitspieler beginnt damit ein spannendes Abenteuer – mit ungeahnten Folgen, denn er erkennt erst viel zu spät, in was für eine Lage er dabei tatsächlich hineingeraten ist.

Die Umsetzung der Ideen ist dem Autor gelungen, denn die Zombies werden nicht nur äußerlich gut beschrieben, sondern auch ihr Handeln kommt gut zu Geltung. Dabei wird allerdings nicht übertrieben, indem sie noch stärker, noch schneller, noch gefährlicher dargestellt werden, sondern auch ihre Schwächen hervorgehoben werden. Dabei wirken sie schon fast authentisch. Auch die Stadt, der Hafen und die vielen Tunnel werden sehr gut und ausführlich beschrieben, sodass ich mir vieles bildlich vorstellen konnte. Allerdings geht es hier nicht nur um das Thema Zombies, sondern auch stellenweise um Drogen, um wahre Freundschaften und auch eine kleine Liebesgeschichte darf hierbei nicht fehlen, die allerdings weder kitschig, noch deplatziert wird.

Allerdings besitzt die Geschichte auch eine größere Schwäche, über die ich leider nicht hinwegschauen kann, denn die Geschichte ist meiner Meinung nach viel zu voraussehbar, sodass ich bei vielen Momenten leider nicht überrascht werden konnte und die erhofften Schockmomente somit oftmals ausgeblieben sind. Dies ist sehr schade, denn Michael Thomas Ford hat hier wirklich viele Ideen umgesetzt, nur leider wollte die Gänsehaut leider nicht aufkommen.

Das Cover ist jetzt nicht der größte Hingucker aller Zeiten, passt aber meiner Meinung nach ganz gut zur Geschichte, sodass es hier nichts zu beklagen gibt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und war der Grund dafür, weshalb ich der Geschichte eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Z – Das Spiel der Zombies“ ist eine interessante, stellenweise spannende Geschichte rund um das Thema Zombies, bei dem viele Ideen gut umgesetzt und sich nur selten an Klischees bedient wurde. Zombie-Fans werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Empfehlenswert!

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2 Kommentare zu „Michael Thomas Ford – Z – Das Spiel der Zombies

  1. Klingt auf jedenfall echt spannend. Bin seit „Alice im Zombieland“ ein großer Zombiefan und lese immer wieder gerne Zombiebücher. 😉
    Wenn mein SuB mal etwas kleiner geworden ist, werde ich mir das Buch auf jedenfall mal zulegen. 😉

Meinung? Immer her damit. :)

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