Rezension

[Kurzrezension] Mathias Malzieu – Der kleinste Kuss der Welt


Kurzbeschreibung
Ich hatte den kleinsten Kuss der Welt im Théâtre du Renard verloren. Er war mir mitten in der Nacht beim Tanzen von den Lippen geglitten, als mein Blick auf ein blaues Petticoatkleid mit großen weißen Tupfen fiel. Anmut, Sinnlichkeit und Verlockung. Ein Hauch von Geheimnis. Immer, wenn ich mich ihr nähern wollte, entwischte sie mir. Nach einem getänzelten Slalom stand ich endlich der Frau gegenüber, die mich magnetisierte. Ich brachte kein Wort heraus. Aus Angst, die Flut könnte sie abermals davonspülen, küsste ich sie. Der Anflug eines Kurzschlusses. Wir berührten einander kaum. Der kleinste Kuss der Welt. Ein grelles Licht, und dann nichts. Sie war fort. Als wäre ihr Mund ein magischer Schalter – wenn man ihn umlegt, löst sie sich in Luft auf. Ich hörte sie davongehen, hörte ihre Schritte verklingen. Sie war also gar nicht verschwunden, sie war bloß unsichtbar geworden! Wir hatten einander den kleinsten Kuss der Welt gegeben, und sie hatte sich verflüchtigt, abrupt wie ein Stromausfall. Ich musste sie unbedingt wiederfinden. ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe bereits einige Bücher von Mathias Malzieu gelesen und war jedes Mal unentschlossen, wie ich seine Bücher finden soll. Ich liebe die Ideen, die der Autor in seine Bücher unterbringt und wie er diese ausschmückt, allerdings kann ich mich mit dem Schreibstil auch nach mehreren Büchern leider immer noch nicht anfreunden.

Dies ist auch der Grund, weshalb ich das Buch am liebsten abgebrochen hätte, aber am Ende dennoch durchgehalten habe, da das Buch gerade mal nur knapp 150 Seiten besitzt. Wie gesagt, der Autor ist mehr als ideenreich und schafft immer wieder interessante und bezaubernde Momente, doch dies bringt mir alles nichts, wenn ich mich trotz allem leider nicht auf die Geschichte einlassen kann. Malzieu beschreibt die Dinge stellenweise viel zu ausschweifend und obwohl ich ihm bislang immer sehr gerne eine Chance gegeben habe, muss ich leider sagen, dass Malzieu und ich wohl einfach nicht mehr zusammenpassen.

Dabei muss man sagen, dass die Geschichte wieder einmal viel Potential besitzt. Hierbei geht es um einen Erfinder, der sehr zurückgezogen lebt und nicht mehr an die Liebe glaubt, da ihm schon einmal das Herz gebrochen wurde. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als er eines Abends auf einem Ball eine Frau kennen lernt, der er den kleinsten Kuss der Welt gibt. Durch diesen wird sie unsichtbar und verschwindet somit direkt wieder aus seinem Leben, was er jedoch nicht wahrhaben möchte. Mit der Hilfe von einem Detektiv und einem Papagei, der alles magische aufspüren kann, möchte er die unsichtbare Frau wieder finden und für sich gewinnen.

Das Cover, das wie immer von Benjamin Lacombe gestaltet wurde, ist wunderschön und ein absoluter Hingucker, sodass man hierüber nur schwärmen kann. Auch die Kurzbeschreibung liest sich wieder einmal sehr gut, sodass ich dem Buch am Ende trotz einiger Skepsis gerne eine Chance gegeben habe. Sehr, sehr schade, dass es am Ende doch nicht sein sollte.

Kurz gesagt: Mathias Malzieu und ich scheinen wohl einfach nicht mehr zusammen zu passen. Ich habe den Autor bislang immer gerne gelesen, allerdings ist sein Schreibstil leider zu ausschweifend und gewöhnungsbedürftig, sodass ich mich nicht auf die Geschichte einlassen konnte. Sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

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2 Kommentare zu „[Kurzrezension] Mathias Malzieu – Der kleinste Kuss der Welt

Meinung? Immer her damit. :)

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