Rezension

Stephen King – Moral


Kurzbeschreibung
Der junge Lehrer Chad fühlt sich zum Schriftsteller berufen, aber bis das auch ein Verlag erkennt, hält er sich als Springer an verschiedenen Schulen über Wasser. Auch seine Frau verdient nicht viel, sie arbeitet als private Pflegerin bei einem Pfarrer im Ruhestand. Es geht ihnen wie vielen heutzutage finanziell nicht sonderlich gut. Da bekommt Nora von ihrem Arbeitgeber ein lukratives Angebot, mit dem das junge Paar den Traum vom eigenen Haus in Vermont verwirklichen könnte. Aber sind die moralischen Konsequenzen es wert? ~ Quelle

Hier kann das Ebook gekauft werden!

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Meine Meinung
Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten vorab als Ebook veröffentlicht. Als großer Fan von Stephen King musste ich somit einige der Geschichten direkt kaufen und habe diese auch sofort gelesen.

Während mich zum Beispiel die Kurzgeschichte „Ein bisschen angeschlagen“ von Anfang bis Ende gepackt hat, fand ich bei „Moral“ leider nur die Hälfte sehr spannend und interessant, danach plätscherte die knapp fünfzig Seiten starke Geschichte zu sehr vor sich hin, sodass mich auch das Ende leider nicht mehr überraschen konnte.

Dennoch hat Stephen King herbei wieder ein interessantes Thema auswählte, das mir allerdings nicht genug ausgearbeitet war, was man ihm allerdings aufgrund der Kürze der Geschichte nur schwer vorwerfen kann. Die Geschichte liest sich trotz der Schwächen flüssig, die Dialoge sind interessant und hinterlassen Eindruck und auch die Figuren sind zum Großteil gut ausgearbeitet.

Mit Chad, seiner Frau Nora und dem Pfarrer lernt man interessante Figuren kennen, die anfangs eine gewisse Anziehungskraft besitzen, danach aber stark nachlassen. Allen voran Nora, die anfangs aufgrund ihrer Gedankengänge sehr interessant war, entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer Person, die man privat nicht zwingend kennen lernen möchte. Chad tat mir dagegen während der gesamten Geschichte über leid und beim Pfarrer war ich bis zum Schluss zwiegespalten. Das Angebot, das er Nora unterbreitet, ist relativ hart und vollkommen unmoralisch, dennoch konnte ich ihn auf gewisse Art und Weise verstehen.

Hier geht es allerdings nicht nur um das Thema Moral, sondern auch um das Eheleben. Chad und Nora hatten von Beginn an ihrer Beziehung immer wieder mit Geldsorgen zu kämpfen und plötzlich waren diese wie weggeblasen. Dass sich dadurch auch schlagartig etwas verändert, wenn man plötzlich nahezu sorgenfrei ist, hat wohl keiner von ihnen erwartet.

Das Cover dürfte keine Überraschung sein, denn dies ist einfach das selbe wie auch bei „Basar der böse Träume“, was allerdings gut passt. Die Kurzbeschreibung liest sich vielversprechend und hat mich direkt neugierig gemacht.

Insgesamt ist „Moral“ eine nette Kurzgeschichte, bei der mir allerdings die Spannung und das gewisse Etwas gefehlt hat. Ich habe zwar verstanden, was mir Stephen King mit der Geschichte sagen möchte, allerdings war mir dies insgesamt zu wenig. Dennoch: Für Fans von Stephen King ist auch diese Geschichte ein absolutes Muss.

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3 Kommentare zu „Stephen King – Moral

Meinung? Immer her damit. :)

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