Rezension

Karin Slaughter – Tote Blumen


Kurzbeschreibung
Julia Carroll ist ein Glückskind. Sie ist schön, eine begabte Studentin, eine wunderbare Tochter und Schwester. Sie arbeitet ehrenamtlich mit obdachlosen Frauen. Eines Tages hält sie vergeblich Ausschau nach einer Gleichaltrigen, die noch nicht lange auf der Straße lebt. Das Mädchen ist hübsch, blond und hat blaue Augen – und scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Julia ist vom Verschwinden der jungen Frau äußerst beunruhigt, denn sie ist nicht die Erste, die als vermisst gilt. Julia beginnt zu recherchieren – und ahnt nicht, dass jemand sie heimlich sehr genau beobachtet. Und bereits dabei ist, sie einzukreisen, denn sie ist blond und hat blaue Augen…
~ Quelle

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Meine Meinung
Ich muss zu meiner Schade gestehen, dass „Tote Blumen“ mein erstes Buch überhaupt von Karin Slaughter ist. Hier habe ich mich bewusst für eine Kurzgeschichte entschieden und was wäre passender als das neueste Werk der Autorin?! Meine Erwartungen waren allerdings dennoch nicht riesengroß, da ich erst einmal abwarten wollte, wie mir der Schreibstil gefallen wird, letztendlich muss ich aber sagen, dass ich die Geschichte gut fand, auch wenn es nicht unbedingt ein Highlight ist.

Obwohl „Tote Blumen“ gerade einmal knapp siebzig Seiten lang ist, hat die Autorin es dennoch geschafft, dass man nicht nur die Figuren, besonders Julia, sehr gut kennen lernt, sondern auch dauerhafte Spannung erzeugt, sodass man hier trotz der Kürze eine interessante Lesestunde erleben darf. Allerdings hatte ich auch ein Problem mit der Geschichte und das ist Julia.

Man kann zwar sagen, dass man sie in der Geschichte wirklich gut kennen lernt und auch einiges über ihre Familie und Freunde erfährt, Problem ist allerdings, dass ich sie leider total unsympathisch fand, sodass mir ihr Schicksal fast schon egal war. Mit ihren 19 Jahren wirkt sie noch sehr verwöhnt, betont aber immer wieder, wie unabhängig sie ist und auf eigenen Beinen stehen möchte. Dennoch wäscht sie ihre Wäsche weiterhin bei ihren Eltern und ist auch sonst fast täglich bei ihnen, was für mich nicht wirklich zu dem passt, was sie während der Geschichte ausstrahlen möchte. Dazu wirkt sie im Bezug auf die Liebe nahezu kindlich naiv, was ebenfalls nicht zu ihrem restlichen Verhalten passen wollte.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Julia arbeitet neben dem Studium für eine Zeitung und möchte unbedingt einen Artikel über ein Mädchen schreiben, dass vor einigen Wochen spurlos beim Einkaufen verschwunden ist. Wenige Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen, das ebenfalls in Julias Alter ist. Interessant ist hierbei, dass sie beide auffällig hübsch sind und blaue Augen haben – genau wie Julia. Sie ist von dem Fall fasziniert und möchte immer mehr erfahren und merkt erst viel zu spät, dass sie selbst auch ins Visier gerät…

„Tote Blumen“ ist die Vorgeschichte zu Karin Slaughters neuestem Thriller „Pretty Girls“. Dieser spielt knapp 25 Jahre nach dem, was in „Tote Blumen“ geschehen ist, von daher ist noch nicht ganz genau bekannt, was Julia mit der Geschichte zu tun haben wird, von daher darf man sich in diesem Fall nur überraschen lassen.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und die Blume passt perfekt in die Schatten der beiden Mädchen. Die Kurzbeschreibung ist gelungen, verrät aber meiner Meinung nach schon ein bisschen zu viel, sodass es kaum noch großartige Spannungsmomente gegeben hat.

Insgesamt ist „Tote Blumen“ eine interessante und spannende Kurzgeschichte, die auf Slaughters neuesten Thriller „Pretty Girls“ aufmerksam machen soll. Obwohl mir die Figuren hierbei nicht ganz zugesagt haben, bin ich dennoch neugierig geworden und werde somit auch „Pretty Girls“ eine Chance geben.

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3 Kommentare zu „Karin Slaughter – Tote Blumen

Meinung? Immer her damit. :)

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