Rezension

Tahereh Mafi – Ich fürchte mich nicht (Shatter me #1)


Kurzbeschreibung
Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht… ~ Quelle

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Meine Meinung
„Ich fürchte mich nicht“ stand viel zu lange ungelesen im Regal, da ich immer die Befürchtung hatte, dass mir das Buch eventuell doch nicht gefallen könnte, da ich Dystopien immer ein wenig skeptisch gegenüber stehe. Jetzt, nach fast drei Jahren, habe ich mich dann doch getraut und der Geschichte eine Chance gegeben und muss sagen, dass es mir überrachend gut gefallen hat.

Die Autorin besitzt hierbei einen recht eigenwilligen Schreibstil, der für mich aber bestens funktioniert hat und ich mich somit überraschend schnell auf die Geschichte einlassen konnte. Man muss zwar sagen, dass besonders die ersten fünfzig Seiten anfangs ein wenig anstrengend sind, da vieles durchgestrichen und anderes wiederum in kursiv gehalten ist, allerdings sind genau diese wirren Gedanken das, was Juliette zu dem Zeitpunkt ausmachen. Ihre Gedanken werden dabei von der Autorin sehr authentisch beschrieben, sodass ich mich direkt in Juliette hineinversetzen konnte. Auch die Dialoge sind zum Teil gelungen, auch wenn diese erst in Schwung kommen müssen.

Juliette gilt als Ausgestoßene, da sie anders als ihre Mitmenschen ist. Sobald sie einen Menschen berührt, bzw. von einem berührt wird, erleidet derjenige Höllenqualen, denn ihre Berührungen können sogar tödlich sein. Dies ist auch der Grund, weshalb sie von ihren eigenen Eltern verstoßen wurde, da sie sie aufgund dieser „Gabe“, wie einige dies nennen, nicht annehmen konnten. Dadurch wirkt sie auch oft in sich gekehrt, kann anderen Menschen nicht vertrauen und hat oftmals eine andere Wahrnehmung als andere Menschen.

Auch die anderen Figuren finde ich zum Großteil sehr interessant, allen voran Warner, der Juliette aus ihrem Gefängnis befreit, um sie für seine Zwecke zu missbrauchen. Dabei entstehen sehr interessante Gespräche, denn Juliette ist nicht nur schlagfertig, sondern Warner auch ebenbürtig, was ich zunächst nicht erwartet habe. Obwohl Warner nach außen hin eiskalt und unberechenbar wirkt, hat man dennoch das Gefühl, dass dies eine Fassade sein könnte, da er auch Momente hat, in denen er aus seiner Rolle fällt. Eine weitere sehr wichtige Person ist Adam, der Juliette bereits seit langer Zeit kennt und sie seit ihrer Gefangenschaft gesucht hat. Bei Adam habe ich leider das Problem, dass er zwar sympathisch wirkt, allerdings auch vollkommen blass ist, sodass ich hoffe, dass die Autorin ihm in den weitern Büchern mehr Ecken und Kanten verleiht.

Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, wirkt kalt und grau. Menschen leben nur noch in Containern und werden von dem Regime kontrolliert. Andere, die sich gegen die Soldaten wehren, leben im Untergrund und müssen täglich um ihr Leben bangen, damit sie nicht von den Soldaten und somit von Warner entdeckt werden. Juliette, die mit ihren Kräften einzigartig ist, soll Warner im Kampf gegen den Untergrund unterstützen, indem sie die Menschen durch reine Berührung foltern soll, damit das Militär noch stärker wird und die Menschen weiterhin unterdrückt werden. Dank Adam gelingt ihr allerdings die Flucht, allerdings muss sie dafür aber auch einen hohen Preis zahlen.

Natürlich darf in der Geschichte trotz aller Dramatik und Krieg auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die mich allerdings noch nicht umhauen konnte. Juliette und Adam sind zwar an sich ganz süß zusammen, allerdings mochte bei mir der Funken noch nicht überspringen. Mal sehen, wie sich dies noch entwickeln wird.

Das Cover ist gelungen, passt gut zur Geschichte und überzeugt mit tollen Farben, sodass das Cover trotz einer gewissen Schlichtheit direkt ins Auge fällt. Ebenfalls sehr gelungen ist die Kurzbeschreibung, die mich trotz aller Zweifel dann doch so angestachelt hat, dass ich der Geschichte unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: „Ich fürchte mich nicht“ ist ein interessanter und spannender Auftakt der „Shatter me“-Trilogie, der mit einem gut ausgearbeiteten Plot und vielseitigen Figuren besticht und mich zu jeder Zeit überzeugen konnte. Somit ist es kein Wunder, dass ich auch den zweiten Band „Rette mich vor dir“ unbedingt lesen möchte. Empfehlenswert!

Reihenfolge
Ich fürchte mich nicht
Zerstöre mich (#1.5)
Rette mich vor dir
Vernichte mich (#2.5)
Ich brenne für dich

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5 Kommentare zu „Tahereh Mafi – Ich fürchte mich nicht (Shatter me #1)

Meinung? Immer her damit. :)

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