Rezension

Lorenzo Marone – Der erste Tag vom Rest meines Lebens


Kurzbeschreibung
Cesare ist 77 und zieht Bilanz. Von seinen einst hochfliegenden Träumen ist wenig aufgegangen. Seine Methode, mit den Enttäuschungen des Lebens umzugehen: Ironie und Sarkasmus. Das kommt bei seinen Mitmenschen nicht immer gut an. Bis Emma in die Nachbarwohnung zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr und ihrem Mann. Das sieht Cesare an Emmas traurigen Augen. Und plötzlich mischt sich Cesare ein. Er hat wieder Mut zu kämpfen. Für seine junge Nachbarin. Für die Liebe. Für das Glück, am Leben zu sein… ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass mir „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ in den Vorschauen nie sonderlich aufgefallen ist, sodass ich dem Buch zunächst etwas skeptisch gegenüber stand. Als ich es dann allerdings in den Händen hielt, wollte ich es nur kurz anlesen und tja, plötzlich hatte ich die ersten einhundert Seiten durch und konnte den Roman kaum aus den Händen legen. Dementsprechend kann man sich schon denken, dass mir das Buch gefallen hat.

Lorenzo Marone hat hier eine wunderbare Geschichte geschaffen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, die mich aber auch gleichzeitig zum Lachen bringen konnte. Dabei lässt der Autor auch kaum ein Thema aus, welches nicht in die Geschichte einfließt: Trauer, Angst vorm Alter, Einsamkeit, verpasste Chancen im Leben und natürlich auch die Liebe. Auch wenn dies zunächst eher bedrückend klingt, so hat der Autor auch die nötige Prise Humor und Sarkasmus nicht vergessen, sodass mich das Buch sehr unterhalten konnte. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man lernt sie gut kennen, sodass ich mich in fast jede Figur hineinversetzen konnte.

Mit Cesare hat der Autor eine interessante Figur geschaffen, die mich berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Mit seinen siebenundsiebzig Jahren hat er bereits vieles erlebt und einige Enttäuschungen verschmerzen müssen. Dementsprechend lebt er auch in den Tag hinein und ist oftmals sehr sarkastisch, was ich mal witzig, mal aber auch traurig fand, denn man merkt schnell, dass er eigentlich schon mit vielen Dingen abgeschlossen hat. Dank neuer Nachbarn, speziell Emma, die in ihrer Ehe oftmals sehr viel einstecken muss, schöpft er allerdings neuen Lebensmut und erkennt, dass es sich auch im Alter noch zu kämpfen lohnt.

Neben Cesare lernt man auch die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses kennen. Dabei merkt man auch schnell, dass sämtliche Bewohner dabei ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen haben und nicht nur mit dem Alter, sondern auch mit Trauer und Einsamkeit zu kämpfen haben.

Anhand der Figuren und dem Verlauf der Geschichte erkennt man immer wieder, wie authentisch die Geschichte doch erzählt wird, denn jeder Leser dürfte bereits eine dieser Figuren in abgewandelter Form erlebt haben, die entweder im hohen Alter nichts mehr mit sich anfangen können oder durch Trauer in die Einsamkeit verfallen. Gleichzeitig wird hierbei auch die Angst vorm Alter nahezu erschreckend realistisch erzählt, sodass sich sicherlich jeder Leser in die Geschichte hineinversetzen kann – auch wenn man vielleicht Emmas persönliche Geschichte noch nicht selbst erleben musste.

Zum Cover kann man eigentlich nur sagen,dass es gelungen ist und mich direkt angesprochen hat. Es strahlt nicht nur Lebensfreude aus, sondern wirkt auch in sich sehr stimmig, sodass es trotz seiner Schlichtheit ein absoluter Hingucker ist. Auch die Kurzbeschreibung ist sehr gelungen und ist der Grund, weshalb ich das Buch lesen wollte.

„Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ ist insgesamt ein sehr stimmiger und unterhaltsamer Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen und freue mich bereits auf viele weitere Werke von Lorenzo Marone.

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2 Kommentare zu „Lorenzo Marone – Der erste Tag vom Rest meines Lebens

Meinung? Immer her damit. :)

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