Rezension

[Kurzrezension] Veit Etzold – Der Totenzeichner


Kurzbeschreibung
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ‚til it’s over«. Ist der Totenzeichner zurückgekehrt? ~ Quelle

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Meine Meinung
Ich habe bislang leider viel zu wenig von Veit Etzold gelesen, von daher war ich auf sein neuestes Werk „Der Totenzeichner“ sehr gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen. Leider muss ich sagen, dass diese Erwartungen nicht ganz erfüllt werden konnten. Das Buch ist zwar an sich gut gemacht, allerdings hat mir das gewisse Etwas gefehlt, was ich doch sehr schade finde.

Der Autor hat allerdings einen sehr interessanten Schreibstil. Dieser ist zwar stellenweise sehr ausschweifend und trocken, was an einigen Stellen die Spannung zerstört hat, allerdings weiß der Autor ganz genau, wie er mit Worten umzugehen hat und verpackt diese sehr gut, sodass ich mir vieles bildlich vorstellen konnte. Die Dialoge sind gelungen, hätten meiner Meinung nach aber noch etwas mehr Humor vertragen können. Bei den Figuren bin ich ein wenig zwiegespalten, denn ich fand sie zwar an sich ganz interessant, allerdings fehlte es ihnen zum Großteil an Tiefe und ich konnte mich leider nicht mit ihnen anfreunden.

Der Fall, mit dem sich die Pathopsychologien Clara auseinandersetzen muss, ist interessant und spannend, allerdings hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt, um mich voll und ganz an dieses Buch zu fesseln. Die Morde selbst werden stellenweise sehr brutal beschrieben, sodass sensiblere Leser hier wohl nicht unbedingt als beste Zielgruppe geeignet sind. Die Ermittlungen selbst wurden mir dagegen zu ausschweifend beschrieben, da sich der Autor dabei mehrfach wiederholt und diese schon fast zu trocken schildert. Zwar ist mir klar, dass bei so einer Thematik nicht unbedingt der Humor im Vordergrund stehen sollte, allerdings bin ich auch der Meinung, dass man nicht alles zu bierernst nehmen sollte. Dies habe ich bei den Figuren ernsthaft vermisst. Das Ende fand ich dagegen gelungen.

Das Cover gefällt mir trotz der Schlichtheit mehr als gut, da es gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls direkt ansprechen und somit wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben.

Insgesamt konnte Veit Etzold mit „Der Totenzeichner“ einen netten und spannenden Thriller schaffen, der mich allerdings nicht gänzlich von sich überzeugen konnte, da mir auf weiten Strecken das gewisse Etwas gefehlt hat. Dennoch möchte ich es allen Thriller-Liebhabern empfehlen.

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Ein Kommentar zu „[Kurzrezension] Veit Etzold – Der Totenzeichner

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