Rezension

Vincent Voss – Du darfst mich nicht finden


Kurzbeschreibung
Lloyd stößt im Internet auf eine mysteriöse Geocaching-Seite. Im Kontaktformular hinterlässt er seine Nummer. Als Lloyd zwei Stars der Geocaching-Szene davon berichtet, warnen diese ihn eindringlich. Die Seite sei gefährlich, niemand habe deren Caches bergen können, bei dem Versuch seien einige Geocacher sogar spurlos verschwunden. Kurz darauf klingelt Lloyds Handy und eine Stimme gibt ihm Koordinaten durch.
Trotz der Warnungen überredet Lloyd drei Freunde dazu, sich auf die Suche nach dem Cache zu machen. Doch schon bald müssen Lloyd und seine Freunde erkennen, dass sie nicht die Jäger sind – sondern die Gejagten in einer blutigen Hatz.
~ Quelle

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Meine Meinung
Seit ca. zwei Jahren betreibe ich Geocaching und habe dabei schon die ein oder andere Dose geloggt, von daher war ich sehr auf „Du darfst mich nicht finden“ von Vincent Voss gespannt, bei dem die Outdoor-Aktivität im Vordergrund steht. Zwar ist dies hier die weitaus extremere (und fiktive) Variante, als einfach nur „mal schnell eine Dose zu heben“, aber genau das fand ich hierbei besonders interessant.

Der Autor konnte mich mit seinem Schreibstil überzeugen und auch gut unterhalten, denn er beschreibt die Handlungsorte nicht nur sehr detailliert, sondern schaffte es auch, dass ich mich von der ersten Seite an pudelwohl in der Geschichte gefühlt habe. Hier ist man als Leser stets mittendrin, statt nur dabei und begleitet Lloyd, Hope und Co. Schritt auf Schritt durch den dichten und fast schon auswegslosen Wald, um dem Geheimnis rund um Cazimi-Caching – eine extreme Form von Geocaching – auf die Spur zu kommen. Hierbei geht es nicht nur darum, einfach einen Traditional- oder Multi-Cache (meistens in Form von einer Dose zu finden), sondern es geht hierbei um ein Menschenleben, das auf dem Spiel steht. Dabei geht es um Jennifer Huntington, eine berühmte Cacherin, die bereits seit einiger Zeit als verschollen gilt.

Die Geschichte lebt hierbei ganz und gar von seinen Figuren, die dieses Buch so spannend und lebhaft machen. Während Lloyd immer nur den nächsten Kick sucht und ihm kein Cache zu gefährlich erscheint, sind seine Freunde skeptisch und wollen sich mit dem Thema Cazimi-Cashing eher nicht auseinandersetzen, allerdings überredet er sie dazu, was sie alle in Lebensgefahr bringt. Ich muss zwar sagen, dass ich hier von allen Figuren niemanden wirklich sympathisch fand, dafür aber alle sehr interessant, denn sie sind allesamt sehr unterschiedlich, sprechen aber immer geradeaus, was sie denken, was immer eine gewisse Brisanz zwischen ihnen erzeugt.

Die Suche nach Jennifer Huntington wird nicht nur gut und spannend erzählt, sondern auch sehr ausführlich, sodass es einem kaum auffällt, das es sich hierbei lediglich um eine Kurzgeschichte von knapp 120 Seiten handelt. Der Autor hat fast alles nahezu perfekt auf den Punkt gebracht, sodass ich am Ende nicht das Gefühl hatte, irgendwas verpasst zu haben.

Auch die Auflösung hat mir gut aufgefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich diese zum Teil doch recht vorhersehbar empfand, da ein kleinerer Logikfehler aufgetaucht ist. Dennoch wurde ich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen und habe mit den Figuren gezittert und mit ihnen gegrübelt, was es mit dem Ganzen auf sich hat.

Das Cover ist gelungen und passt gut zur Geschichte und zum Wald. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt neugierig gemacht, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Ihr seid Fans von Geocaching und habt auch nichts gegen einen Thriller einzuwenden? Dann solltet ihr diese Kurzgeschichte unbedingt lesen, denn hier ist für jeden etwas dabei: Ein unbezwingbarer Wald und viele Spannungsmomente, bei der der Leser immer mittendrin statt nur dabei ist, dazu interessante und vielseitige Figuren. Ich kann es demnach nur empfehlen.

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6 Kommentare zu „Vincent Voss – Du darfst mich nicht finden

  1. Danke für die Rezension. Sie war für mich sehr interessant. Zum einen hab ich von Vincent Voss schon ein Buch gelesen und ihn auf der Buchmesse kennen gelernt, zum anderen wusste ich erst seit dem Buch “ Knochenfinder“ von Melanie Lahmer von diesem Hobby.
    Also……ich werd es wohl oder übel lesen…..weil es sehr spannend klingt.
    LG Yvonne

    1. Geocaching ist wirklich toll und die extremere Variante, die hier geschaffen wurde, hat mich total begeistert. Welches Buch hast du denn von Vincent Voss schon gelesen? Ich möchte unbedingt mehr von ihm lesen. 🙂

  2. Ich kenne mich zwar nicht mit Geocaching aus aber deine Rezension ist total interessant. Es scheint ja richtig spannend zu sein und das muss man erst mal in einer kurzen Geschichte schaffen.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

Meinung? Immer her damit. :)

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